Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Niedersachsen · BNatSchG / NAGBNatSchG
Naturraum D37 · D36

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Goslar

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Goslar. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach niedersächsischem Naturschutzrecht im Harz und nördlichen Harzvorland.

966,7
km² Kreisfläche
~126.000
Einwohner (Ende 2025)
7
Einheitsgemeinden
971
m Wurmberg (höchster Punkt)
3
Naturräume D37/D33/D36
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Goslar im Überblick

Der Landkreis Goslar liegt im Südosten Niedersachsens und bildet den nördlichen Rand des Harzes. Niedersachsen gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, statistisch gehört der Kreis zur Region Braunschweig. Kreisstadt ist die Welterbestadt Goslar mit ihrer historischen Altstadt und dem ehemaligen Bergwerk Rammelsberg, beide von der UNESCO ausgezeichnet.

Landschaftlich reicht der Kreis vom Oberharz mit dem Wurmberg (971 m) und dem Brockenumfeld über bewaldete Mittelgebirgshänge bis in das lössgeprägte nördliche Harzvorland. Der Westen um Seesen und Langelsheim gehört zum Innerste-Bergland. Diese Höhenstaffelung schafft ein dichtes Nebeneinander aus Bergwäldern, Bergwiesen, Hochmooren, Fließgewässern und offener Kulturlandschaft.

Ökologisch prägend ist der Nationalpark Harz mit seinem niedersächsischen Teil, dazu ein Netz aus Naturschutzgebieten, FFH-Gebieten und Vogelschutzgebieten des europäischen Natura-2000-Verbunds. Die Bäche Oker, Innerste, Gose und Radau, die Bergwiesen des Oberharzes und die alten Bergbaustollen als Fledermausquartiere gehören zu den naturschutzfachlich wertvollsten Strukturen der Region.

Wirtschaftlich ist der Kreis vom historischen Erzbergbau und Hüttenwesen, vom Tourismus im Harz sowie von der chemischen Industrie in Langelsheim geprägt. Rohstoffgewinnung, Windenergie im Harzvorland, Straßen- und Hochwasserschutzvorhaben lösen regelmäßig Kompensationsbedarf aus, der in Niedersachsen über das Biotopwertverfahren (Ökopunkte) nach dem NAGBNatSchG bilanziert wird.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D36
Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland
Zum Naturraum D36 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Goslar (KS)Bad HarzburgBraunlageClausthal-ZellerfeldLangelsheimLiebenburgSeesen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Nationalpark Harz (niedersächsischer Teil), großflächiges Waldschutzgebiet mit natürlicher Waldentwicklung
  • Landschaftsschutzgebiet Harz, das über ein Drittel der Kreisfläche einnimmt
  • 22 Naturschutzgebiete im Oberharz und am Harzrand
  • FFH- und Vogelschutzgebiete des Natura-2000-Netzes, unter anderem für Wildkatze und Schwarzstorch
  • Bergwiesen und Hochmoore des Oberharzes als geschützte FFH-Lebensraumtypen
  • Fließgewässer Oker, Innerste, Gose und Radau mit naturnahen Abschnitten
  • Historische Bergbaustollen als bedeutende Fledermaus-Winterquartiere

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet in Niedersachsen konsequent nach den Vorgaben des NAGBNatSchG und den Arbeitshilfen des NLWKN. Wir bilanzieren Kompensation über das Biotopwertverfahren (Ökopunkte), kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Goslar und stimmen Maßnahmen im Harz und im Harzvorland fachlich fundiert mit den Behörden ab.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Goslar

🌲

Naturnaher Waldumbau

Umbau naturferner Fichtenforste in standortgerechte Berg- und Laubmischwälder mit Buche, Bergahorn und Eberesche, besonders auf den vom Borkenkäfer betroffenen Flächen des Harzes. Aufwertung über das Biotopwertverfahren nach NAGBNatSchG.

💧

Fließgewässerrenaturierung

Rückbau von Verbau und Sohlschwellen an Oker, Innerste, Gose und Radau, Anlage von Kiesbänken, Uferabbrüchen und Auwaldsäumen als Lebensraum für Eisvogel, Bachforelle und Wasseramsel.

🌾

Bergwiesen und Magerrasen

Wiederherstellung und extensive Pflege artenreicher Bergmähwiesen und Borstgrasrasen im Oberharz sowie von Kalkmagerrasen am Harzrand, Erhalt geschützter FFH-Lebensraumtypen durch Mahd und Beweidung.

🦇

Artenschutz CEF/FCS

Sicherung und Optimierung von Bergbaustollen als Fledermaus-Winterquartiere, Habitatstrukturen für Wildkatze und Haselmaus, Zauneidechsenlebensräume an Bahn- und Wegböschungen, abgestimmt auf § 44 BNatSchG.

🟤

Moor- und Feuchtgebietsschutz

Wiedervernässung von Hochmooren und Quellmooren des Oberharzes durch Verschluss alter Entwässerungsgräben, Wiederaufbau der Torfbildung und Lebensräume für Amphibien und moortypische Arten.

🌳

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der offenen Feldflur des Harzvorlandes, Trittsteinbiotope zur Vernetzung von Waldrändern, Gewässern und Offenland.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Harz und nördliches Harzvorland

🐈

Europäische Wildkatze

Der Harz gehört zu den bedeutenden Verbreitungsgebieten der Wildkatze in Deutschland. Strukturreiche Laub- und Mischwälder mit Totholz, Waldwiesen und ungestörten Rückzugsräumen sind für ihren Erhalt entscheidend und typisches Ziel von Kompensationsmaßnahmen.

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🦇

Fledermäuse in Bergbaustollen

Die zahlreichen historischen Stollen und Bergwerke des Harzes zählen zu den wichtigsten Fledermaus-Winterquartieren der Region, genutzt von Mausohr, Wasserfledermaus und weiteren Arten. Quartiersicherung ist eine häufige CEF-Maßnahme.

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🐦

Schwarzstorch

In den ausgedehnten, ruhigen Waldgebieten des Harzes brütet der Schwarzstorch. Er nutzt naturnahe Bäche und Waldtümpel zur Nahrungssuche, weshalb Gewässerrenaturierung und Störungsminderung im Wald wichtige Erhaltungsmaßnahmen sind.

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🐟

Eisvogel an Harzbächen

Oker, Innerste und Gose bieten dem Eisvogel Brutmöglichkeiten in Steilufern und einen reichen Fischbestand. Uferabbrüche, naturnahe Gewässerläufe und klares Wasser sind die Grundlage stabiler Vorkommen.

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🐸

Amphibien der Bergregion

Feuersalamander, Berg- und Kammmolch sowie Erdkröte besiedeln Quellbäche, Waldtümpel und Kleingewässer im Harz und Harzrand. Anlage und Vernetzung von Laichgewässern zählen zu den regeltypischen Ausgleichsmaßnahmen.

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🌰

Haselmaus

Die Haselmaus lebt in strukturreichen Waldrändern, Gebüschen und Niederwäldern mit gutem Fruchtangebot. Der Erhalt durchgängiger Gehölzstrukturen und artenreicher Waldsäume sichert ihre Lebensräume im Harzvorland.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

⛏️

Rohstoffgewinnung und Bergbaufolge

Gesteins- und Kalkabbau sowie die chemische Industrie in Langelsheim und die Aufbereitung von Bergbaufolgelandschaften erzeugen Eingriffe, die naturschutzrechtlich auszugleichen sind. greeNature entwickelt hierfür naturraumtreue Kompensationsflächen.

🌬️

Windenergie im Harzvorland

Neubau und Repowering von Windenergieanlagen im offenen Harzvorland lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus und erfordern häufig artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa für windkraftsensible Arten.

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen (unter anderem B6, B241 und B4) sowie Brücken- und Bahnvorhaben im Harzraum führen zu Kompensationsbedarf, der über das Biotopwertverfahren bilanziert wird.

💧

Hochwasserschutz und Talsperren

Maßnahmen an den Harzer Talsperren und Gewässern sowie der Hochwasserschutz an Oker und Innerste erfordern begleitende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, oft in Form von Gewässer- und Auenrenaturierung.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Goslar

Der Landkreis Goslar umfasst drei BfN-Naturräume: den Harz (D37) mit dem Oberharz, das Nördliche Harzvorland (D33) mit seinen Lössböden und im Westen das Niedersächsische Bergland (D36, Innerste-Bergland) um Seesen und Langelsheim. Für die Kompensation ist maßgeblich, dass Ausgleich und Ersatz möglichst im betroffenen Naturraum wirksam werden. greeNature ordnet Ihren Eingriff naturraumbezogen ein.
In Niedersachsen wird die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und dem Niedersächsischen Ausführungsgesetz (NAGBNatSchG) angewandt. Die Bilanzierung von Eingriff und Kompensation erfolgt über das Biotopwertverfahren, dessen Wertpunkte als Ökopunkte geführt werden. Grundlage sind die Arbeitshilfen des NLWKN. greeNature übernimmt Bewertung, Maßnahmenplanung, Umsetzung, Pflege und Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Goslar, Fachdienst Umwelt, Klubgartenstraße 6, 38640 Goslar. Für die große selbständige Stadt Goslar bestehen teilweise eigene Zuständigkeiten. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Verbreitet sind der naturnahe Waldumbau von Fichtenforsten in Berg- und Laubmischwälder, die Renaturierung der Bäche Oker, Innerste und Gose, die Pflege von Bergwiesen und Magerrasen, die Wiedervernässung von Hochmooren im Oberharz sowie Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse in Bergbaustollen, Wildkatze und Haselmaus. Die Auswahl richtet sich nach Eingriff, Naturraum und den Zielen der Naturschutzbehörde.
Ja. Im Kreisgebiet liegen mehrere FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete des Natura-2000-Netzes, dazu der niedersächsische Teil des Nationalparks Harz. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und bei Beeinträchtigung von Arten Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) oder vorgezogene CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu den rechtlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem naturferne Fichtenbestände mit Potenzial für Waldumbau, Grünland im Harzvorland, gewässernahe Auenflächen an Oker und Innerste sowie Bergwiesenstandorte. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, dauerhafte Pflege und Monitoring und führt die Fläche der Anerkennung durch die Naturschutzbehörde zu.
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