
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Göttingen
Sofort verfügbare Ökopunkte und Ausgleichsflächen aus dem Biotopwertverfahren, bewertet nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und dem Niedersächsischen Ausführungsgesetz (NAGBNatSchG). greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Ihre Kompensation im südniedersächsischen Berg- und Harzland als Full-Service-Partner.
Der Landkreis Göttingen im Überblick
Der Landkreis Göttingen liegt im äußersten Süden Niedersachsens und ist seit der Fusion mit dem Landkreis Osterode am Harz im November 2016 der flächengrößte Landkreis des Bundeslandes. Kreisstadt ist die Universitätsstadt Göttingen. Der Kreis reicht vom Weserbergland an der hessischen Grenze über den Leinegraben und das Untereichsfeld bis in den waldreichen Südharz.
Landschaftlich gehört der westliche und mittlere Teil zum Niedersächsischen Bergland mit Weser- und Leine-Bergland (BfN-Naturraum D36), geprägt durch Muschelkalk-Höhenzüge wie den Göttinger Wald, Buntsandsteinrücken und die fruchtbaren Talauen von Leine, Rhume und Werra. Der östliche Teil um Osterode, Herzberg, Bad Lauterberg und Bad Sachsa liegt im Harz (Naturraum D37). Bei Hann. Münden vereinigen sich Fulda und Werra zur Weser.
Ökologisch ist der Landkreis von großer Vielfalt. Der Seeburger See ist als einziger natürlich entstandener größerer See im südniedersächsischen Bergland ein FFH-Gebiet, die Gipskarstlandschaft im Südharz mit Erdfällen, Karstquellen und Höhlen gilt als bundesweit einzigartig. Die Buchenwälder von Göttinger Wald und Bramwald sind Kernlebensraum der Europäischen Wildkatze, die Rhumequelle bei Rhumspringe zählt zu den größten Karstquellen Norddeutschlands.
Wirtschaftlich prägen die Universität mit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Forschungseinrichtungen sowie Gewerbe und Tourismus den Kreis. Infrastrukturvorhaben an den Autobahnen A7 und A38, der Netzausbau (Höchstspannungsleitung SuedLink), Windenergie im Bergland und der Gipsabbau im Südharz lösen regelmäßig Eingriffe aus. Ausgleich und Ersatz werden in Niedersachsen über das Biotopwertverfahren in Werteinheiten (Ökopunkten) bilanziert, gestützt auf die Arbeitshilfen des NLWKN.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D36 ›
Zum Naturraum D47 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Flächengrößter Landkreis Niedersachsens, entstanden 2016 aus der Fusion mit dem Landkreis Osterode am Harz
- FFH-Gebiet Seeburger See, einziger natürlich entstandener größerer See im südniedersächsischen Bergland (Erdfallsee)
- Gipskarstlandschaft im Südharz mit Erdfällen, Karstquellen und Höhlen, unter anderem bei Bad Sachsa und Walkenried
- Rhumequelle bei Rhumspringe, eine der größten Karstquellen Norddeutschlands
- Göttinger Wald und Bramwald, Muschelkalk-Buchenwälder als Lebensraum der Europäischen Wildkatze
- Naturpark Münden an der Weserentstehung, wo sich Fulda und Werra vereinigen
- Leine-, Rhume- und Werraauen als Biotopverbundachsen durch das Bergland
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsprojekte auch im südniedersächsischen Berg- und Harzland. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Göttingen, die Bewertung von Eingriff und Ausgleich nach dem Biotopwertverfahren sowie die Anforderungen des NAGBNatSchG und der NLWKN-Arbeitshilfen aus der Praxis. Von der Flächenauswahl in den Naturräumen D36 und D37 bis zur Anerkennung begleiten wir Ihr Vorhaben vollständig.
Typische Maßnahmen im Landkreis Göttingen
Auen- und Gewässerrenaturierung
Anbindung von Altarmen, naturnahe Uferentwicklung und Rückbau von Verbauungen an Leine, Rhume und Werra. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien in den Talniederungen des Berglandes.
Kalkmagerrasen und Trockenhänge
Pflege und Wiederherstellung artenreicher Halbtrockenrasen auf den Muschelkalkhängen des Göttinger Waldes und im Untereichsfeld durch Beweidung und Entbuschung. Diese Flächen beherbergen seltene Orchideen, Wildbienen und wärmeliebende Insekten.
Laubwald- und Waldrandentwicklung
Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Buchen- und Eichenmischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz. Solche Maßnahmen werten die Lebensräume von Wildkatze, Bechsteinfledermaus und Schwarzstorch in den großen Waldgebieten auf.
Streuobst und Hecken
Anlage und Reaktivierung von Streuobstwiesen und Heckenstrukturen im Leinebergland und Untereichsfeld. Als Trittsteinbiotope vernetzen sie die Landschaft und schaffen Lebensraum für Haselmaus, Neuntöter und Wildbienen.
Grünlandextensivierung und Wiedervernässung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Feuchtgrünland im Umfeld von Seeburger See, Seeanger und in den Talauen. Angepasste Wasserstände und späte Mahd fördern Wiesenbrüter und Amphibien.
Artenschutz CEF und FCS
Sicherung von Fledermausquartieren in den Höhlen und Stollen des Südharzer Gipskarstes, Anlage von Zauneidechsenhabitaten an Bahndämmen und Böschungen sowie Amphibienleiteinrichtungen, maßgeschneidert nach den §§ 44 und 45 BNatSchG.
Geschützte Arten im Göttinger Leinebergland und Südharz
Europäische Wildkatze
Die zusammenhängenden Laubwälder von Göttinger Wald, Bramwald, Kaufunger Wald und Harz gehören zu den Kernlebensräumen der streng geschützten Wildkatze. Waldrandentwicklung, Alt- und Totholz sowie Biotopverbund über den Nationalen Waldverbund sind typische Aufwertungen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse im Gipskarst
Die Höhlen und alten Stollen des Südharzer Gipskarstes sind bedeutende Winterquartiere für Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und weitere Arten. Quartiersicherung und Erhalt von Jagdhabitaten sind wichtige CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch und Greifvögel
Der Schwarzstorch brütet in den störungsarmen Wäldern des Berg- und Harzlandes, Rotmilan und Mäusebussard nutzen das offene Leinetal als Jagdgebiet. Extensives Grünland und ruhige Waldbereiche sind hier zentrale FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
Der Seeburger See und die Teiche und Erdfälle des Berglandes beherbergen Kammmolch, Laubfrosch und weitere Amphibien. Neuanlage und Vernetzung von Kleingewässern sowie Amphibienleiteinrichtungen sichern die Wanderkorridore.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Leine und Rhume
Naturnahe Abschnitte von Leine, Rhume und Werra mit Steilufern und Uferabbrüchen bieten dem Eisvogel Brutplätze. Renaturierung und Zulassen eigendynamischer Gewässerentwicklung schaffen dauerhaft geeignete Habitate.
Mehr zur Art ›Feldvögel im Leinetal
Die offenen Ackerlandschaften des Leinetals und des Untereichsfeldes sind Lebensraum für Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn. Blühstreifen, Brachen und extensiv genutzte Ackerränder wirken den Bestandsrückgängen entgegen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehr & Infrastruktur
Ausbau und Erhaltung der Autobahnen A7 und A38, Ortsumgehungen, Brückenbauwerke über Leine und Weser sowie Vorhaben an der Bahnstrecke Hannover, Würzburg lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung aus. greeNature stellt hierfür Ökopunkte und Ausgleichsflächen bereit.
Energie & Netzausbau
Die Höchstspannungsleitung SuedLink, Windenergievorhaben im Berg- und Waldland sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf. Für Leitungstrassen sind CEF-Maßnahmen für Fledermäuse und Vögel regelmäßig erforderlich.
Rohstoffgewinnung
Der Gipsabbau im Südharz sowie Kalk- und Natursteinbrüche greifen in wertvolle Karst- und Waldlebensräume ein. Rekultivierung, Entwicklung von Ersatzlebensräumen und Sicherung von Fledermausquartieren sind typische Maßnahmen.
Wissenschaft, Klinik & Siedlung
Erweiterungen der Universität und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Forschungsbauten sowie Wohn- und Gewerbegebiete in Göttingen, Hann. Münden und Duderstadt erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen können als Anbieter profitieren.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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