Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Niedersachsen · BNatSchG / NAGBNatSchG
Naturraum D36 · D37 · D47

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Göttingen

Sofort verfügbare Ökopunkte und Ausgleichsflächen aus dem Biotopwertverfahren, bewertet nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und dem Niedersächsischen Ausführungsgesetz (NAGBNatSchG). greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Ihre Kompensation im südniedersächsischen Berg- und Harzland als Full-Service-Partner.

1.755
km² Kreisfläche
~331.000
Einwohner
13 + 4
Einheits- & Samtgemeinden
2
Naturräume D36/D37
~6.900 ha
Naturschutzgebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Göttingen im Überblick

Der Landkreis Göttingen liegt im äußersten Süden Niedersachsens und ist seit der Fusion mit dem Landkreis Osterode am Harz im November 2016 der flächengrößte Landkreis des Bundeslandes. Kreisstadt ist die Universitätsstadt Göttingen. Der Kreis reicht vom Weserbergland an der hessischen Grenze über den Leinegraben und das Untereichsfeld bis in den waldreichen Südharz.

Landschaftlich gehört der westliche und mittlere Teil zum Niedersächsischen Bergland mit Weser- und Leine-Bergland (BfN-Naturraum D36), geprägt durch Muschelkalk-Höhenzüge wie den Göttinger Wald, Buntsandsteinrücken und die fruchtbaren Talauen von Leine, Rhume und Werra. Der östliche Teil um Osterode, Herzberg, Bad Lauterberg und Bad Sachsa liegt im Harz (Naturraum D37). Bei Hann. Münden vereinigen sich Fulda und Werra zur Weser.

Ökologisch ist der Landkreis von großer Vielfalt. Der Seeburger See ist als einziger natürlich entstandener größerer See im südniedersächsischen Bergland ein FFH-Gebiet, die Gipskarstlandschaft im Südharz mit Erdfällen, Karstquellen und Höhlen gilt als bundesweit einzigartig. Die Buchenwälder von Göttinger Wald und Bramwald sind Kernlebensraum der Europäischen Wildkatze, die Rhumequelle bei Rhumspringe zählt zu den größten Karstquellen Norddeutschlands.

Wirtschaftlich prägen die Universität mit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Forschungseinrichtungen sowie Gewerbe und Tourismus den Kreis. Infrastrukturvorhaben an den Autobahnen A7 und A38, der Netzausbau (Höchstspannungsleitung SuedLink), Windenergie im Bergland und der Gipsabbau im Südharz lösen regelmäßig Eingriffe aus. Ausgleich und Ersatz werden in Niedersachsen über das Biotopwertverfahren in Werteinheiten (Ökopunkten) bilanziert, gestützt auf die Arbeitshilfen des NLWKN.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D36
Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland
Zum Naturraum D36 ›
D47
Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)
Zum Naturraum D47 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Göttingen (KS)Osterode am HarzHann. MündenDuderstadtHerzberg am HarzBad Lauterberg im HarzBad SachsaBad Grund (Harz)BovendenRosdorfGleichenWalkenriedDransfeldGieboldehausen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Flächengrößter Landkreis Niedersachsens, entstanden 2016 aus der Fusion mit dem Landkreis Osterode am Harz
  • FFH-Gebiet Seeburger See, einziger natürlich entstandener größerer See im südniedersächsischen Bergland (Erdfallsee)
  • Gipskarstlandschaft im Südharz mit Erdfällen, Karstquellen und Höhlen, unter anderem bei Bad Sachsa und Walkenried
  • Rhumequelle bei Rhumspringe, eine der größten Karstquellen Norddeutschlands
  • Göttinger Wald und Bramwald, Muschelkalk-Buchenwälder als Lebensraum der Europäischen Wildkatze
  • Naturpark Münden an der Weserentstehung, wo sich Fulda und Werra vereinigen
  • Leine-, Rhume- und Werraauen als Biotopverbundachsen durch das Bergland

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsprojekte auch im südniedersächsischen Berg- und Harzland. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Göttingen, die Bewertung von Eingriff und Ausgleich nach dem Biotopwertverfahren sowie die Anforderungen des NAGBNatSchG und der NLWKN-Arbeitshilfen aus der Praxis. Von der Flächenauswahl in den Naturräumen D36 und D37 bis zur Anerkennung begleiten wir Ihr Vorhaben vollständig.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Göttingen

💧

Auen- und Gewässerrenaturierung

Anbindung von Altarmen, naturnahe Uferentwicklung und Rückbau von Verbauungen an Leine, Rhume und Werra. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien in den Talniederungen des Berglandes.

🌼

Kalkmagerrasen und Trockenhänge

Pflege und Wiederherstellung artenreicher Halbtrockenrasen auf den Muschelkalkhängen des Göttinger Waldes und im Untereichsfeld durch Beweidung und Entbuschung. Diese Flächen beherbergen seltene Orchideen, Wildbienen und wärmeliebende Insekten.

🌳

Laubwald- und Waldrandentwicklung

Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Buchen- und Eichenmischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz. Solche Maßnahmen werten die Lebensräume von Wildkatze, Bechsteinfledermaus und Schwarzstorch in den großen Waldgebieten auf.

🍎

Streuobst und Hecken

Anlage und Reaktivierung von Streuobstwiesen und Heckenstrukturen im Leinebergland und Untereichsfeld. Als Trittsteinbiotope vernetzen sie die Landschaft und schaffen Lebensraum für Haselmaus, Neuntöter und Wildbienen.

🌾

Grünlandextensivierung und Wiedervernässung

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Feuchtgrünland im Umfeld von Seeburger See, Seeanger und in den Talauen. Angepasste Wasserstände und späte Mahd fördern Wiesenbrüter und Amphibien.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Sicherung von Fledermausquartieren in den Höhlen und Stollen des Südharzer Gipskarstes, Anlage von Zauneidechsenhabitaten an Bahndämmen und Böschungen sowie Amphibienleiteinrichtungen, maßgeschneidert nach den §§ 44 und 45 BNatSchG.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Göttinger Leinebergland und Südharz

🐈

Europäische Wildkatze

Die zusammenhängenden Laubwälder von Göttinger Wald, Bramwald, Kaufunger Wald und Harz gehören zu den Kernlebensräumen der streng geschützten Wildkatze. Waldrandentwicklung, Alt- und Totholz sowie Biotopverbund über den Nationalen Waldverbund sind typische Aufwertungen.

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🦇

Fledermäuse im Gipskarst

Die Höhlen und alten Stollen des Südharzer Gipskarstes sind bedeutende Winterquartiere für Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und weitere Arten. Quartiersicherung und Erhalt von Jagdhabitaten sind wichtige CEF-Maßnahmen.

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🐦

Schwarzstorch und Greifvögel

Der Schwarzstorch brütet in den störungsarmen Wäldern des Berg- und Harzlandes, Rotmilan und Mäusebussard nutzen das offene Leinetal als Jagdgebiet. Extensives Grünland und ruhige Waldbereiche sind hier zentrale FCS-Maßnahmen.

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🦎

Kammmolch und Amphibien

Der Seeburger See und die Teiche und Erdfälle des Berglandes beherbergen Kammmolch, Laubfrosch und weitere Amphibien. Neuanlage und Vernetzung von Kleingewässern sowie Amphibienleiteinrichtungen sichern die Wanderkorridore.

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🐟

Eisvogel an Leine und Rhume

Naturnahe Abschnitte von Leine, Rhume und Werra mit Steilufern und Uferabbrüchen bieten dem Eisvogel Brutplätze. Renaturierung und Zulassen eigendynamischer Gewässerentwicklung schaffen dauerhaft geeignete Habitate.

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🐦

Feldvögel im Leinetal

Die offenen Ackerlandschaften des Leinetals und des Untereichsfeldes sind Lebensraum für Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn. Blühstreifen, Brachen und extensiv genutzte Ackerränder wirken den Bestandsrückgängen entgegen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Verkehr & Infrastruktur

Ausbau und Erhaltung der Autobahnen A7 und A38, Ortsumgehungen, Brückenbauwerke über Leine und Weser sowie Vorhaben an der Bahnstrecke Hannover, Würzburg lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung aus. greeNature stellt hierfür Ökopunkte und Ausgleichsflächen bereit.

🔌

Energie & Netzausbau

Die Höchstspannungsleitung SuedLink, Windenergievorhaben im Berg- und Waldland sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf. Für Leitungstrassen sind CEF-Maßnahmen für Fledermäuse und Vögel regelmäßig erforderlich.

⛏️

Rohstoffgewinnung

Der Gipsabbau im Südharz sowie Kalk- und Natursteinbrüche greifen in wertvolle Karst- und Waldlebensräume ein. Rekultivierung, Entwicklung von Ersatzlebensräumen und Sicherung von Fledermausquartieren sind typische Maßnahmen.

🏫

Wissenschaft, Klinik & Siedlung

Erweiterungen der Universität und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Forschungsbauten sowie Wohn- und Gewerbegebiete in Göttingen, Hann. Münden und Duderstadt erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen können als Anbieter profitieren.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

NO
Landkreis Northeim
Nördlicher Nachbar, Leinebergland
GO
Landkreis Goslar
Nordöstlicher Nachbar, Harz
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Göttingen

Der westliche und mittlere Teil des Landkreises gehört zum BfN-Naturraum D36 (Niedersächsisches Bergland mit Weser- und Leine-Bergland), geprägt durch Muschelkalk-Höhenzüge, Buntsandsteinrücken und die Auen von Leine, Rhume und Werra. Der östliche Teil um Osterode, Herzberg und Bad Sachsa liegt im Naturraum D37 (Harz). Für die Bilanzierung nach dem Biotopwertverfahren ist die genaue Einordnung des Eingriffsortes maßgeblich, greeNature ermittelt diese für Sie.
Niedersachsen hat keine eigene Ökokonto-Verordnung mit festem Punkteschlüssel erlassen. Die Bewertung von Eingriff und Ausgleich erfolgt über die Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Niedersächsischen Ausführungsgesetz (NAGBNatSchG). Über das Biotopwertverfahren wird die ökologische Aufwertung einer Fläche in Werteinheiten (Ökopunkten) ausgedrückt, gestützt auf die Arbeitshilfen des NLWKN.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Göttingen, Abteilung Naturschutz, Reinhäuser Landstraße 4, 37083 Göttingen. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zum Monitoring.
Häufige Maßnahmen sind die Renaturierung der Leine-, Rhume- und Werraauen, die Pflege von Kalkmagerrasen auf den Muschelkalkhängen, die Entwicklung naturnaher Laubwälder für die Wildkatze sowie die Sicherung von Fledermausquartieren im Südharzer Gipskarst. Im Leinetal und Untereichsfeld kommen Grünlandextensivierung und Feldvogelschutz hinzu.
Ja. Zu den FFH-Gebieten zählen unter anderem der Seeburger See, die Gipskarstlandschaft im Südharz bei Bad Sachsa und Walkenried sowie Buchenwaldgebiete des Berglandes. Eingriffe in ihrem Umfeld können artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG und gegebenenfalls FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu den FFH- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Ackerflächen in den Talauen, feuchtes Grünland im Untereichsfeld sowie Waldrand- und Hangflächen mit Aufwertungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und stimmt die Fläche mit der Unteren Naturschutzbehörde ab.
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