
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Diepholz
Sofort verfügbare Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach niedersächsischem Naturschutzrecht (NAGBNatSchG) zwischen Dümmer, Diepholzer Moorniederung und dem Bremer Umland.
Der Landkreis Diepholz im Überblick
Der Landkreis Diepholz liegt im Südwesten Niedersachsens und zieht sich rund 70 km von der Stadt Bremen im Norden bis an die Grenze zu Nordrhein-Westfalen bei Osnabrück. Mit knapp 1.988 km² gehört er zu den flächengrößten Landkreisen des Landes. Kreisstadt ist Diepholz, der Norden um Stuhr, Weyhe und Syke zählt zum Verdichtungsraum Bremen, während der Süden überwiegend ländlich geprägt ist.
Naturräumlich liegt der Kreis in der Ems-Hunte-Geest und Dümmer Geestniederung (Naturraum D30), der Osten entlang der Weser gehört zum Weser-Aller-Flachland (Naturraum D31). Eiszeitliche Sande, flache Geestrücken und weite Niederungen prägen das Relief. In den Niederungen haben sich großflächige Hochmoore gebildet, die heute teils abgetorft und teils in Renaturierung sind.
Ökologisch ist der Landkreis von europäischem Rang. Der Dümmer, der zweitgrößte Binnensee Niedersachsens, ist zugleich EU-Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet und für Wasser- und Watvögel international bedeutend. Die Diepholzer Moorniederung zählt zu den wichtigsten Kranichrastgebieten Deutschlands. Mit 49 Naturschutzgebieten besitzt der Kreis eine sehr hohe Dichte geschützter Flächen.
Wirtschaftlich verbindet der Landkreis leistungsfähige Industrie (ZF Friedrichshafen und BASF Polyurethanes im Raum Lemförde), Landwirtschaft, Windenergie und eine wachsende Siedlungsentwicklung im Bremer Umland. Der Ausbau der A1, Gewerbe- und Wohngebiete sowie Windkraft- und Repowering-Vorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach niedersächsischem Naturschutzrecht (NAGBNatSchG) über das Biotopwertverfahren zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D30 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Dümmer, zweitgrößter Binnensee Niedersachsens, EU-Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet von internationaler Bedeutung für Wasser- und Watvögel
- Diepholzer Moorniederung, ausgedehnter Hochmoorkomplex und eines der bedeutendsten Kranichrastgebiete Deutschlands
- Nördliches Wietingsmoor, mit rund 1.599 ha das größte Naturschutzgebiet des Landkreises
- 49 Naturschutzgebiete und vier EU-Vogelschutzgebiete auf Kreisgebiet
- Hunte als prägendes Fließgewässer, das den Dümmer durchfließt und die Niederungen entwässert
- Sandige Geestrücken mit Resten von Sandheiden und Magerrasen
- Großflächige, teils abgetorfte Hochmoore mit laufenden Wiedervernässungsprojekten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und plant Kompensation nach dem jeweils geltenden Landesrecht. Im Landkreis Diepholz richten wir uns nach der niedersächsischen Eingriffsregelung (NAGBNatSchG), bilanzieren über das Biotopwertverfahren in Ökopunkten und orientieren uns an den Arbeitshilfen des NLWKN. Die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde in Diepholz sowie die Besonderheiten von Dümmer und Diepholzer Moorniederung gehören dabei zu unserer Arbeit.
Typische Maßnahmen im Landkreis Diepholz
Moorrenaturierung und Wiedervernässung
Anhebung des Wasserstands und Rückbau von Entwässerungsgräben in den Hochmooren der Diepholzer Moorniederung. Solche Maßnahmen sichern moortypische Lebensräume, binden Kohlenstoff und zählen im Biotopwertverfahren zu den hochwertigen, dauerhaft anerkennungsfähigen Kompensationen.
Extensivierung von Feucht- und Nassgrünland
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Feuchtgrünland in der Dümmerniederung, mit angepassten Mahdterminen und Grabenanstau. Lebensraum für Wiesenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe und Großen Brachvogel.
Gewässer- und Auenentwicklung an der Hunte
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Förderung eigendynamischer Gewässerentwicklung. So entstehen Steilufer, Flachwasserzonen und Auenstrukturen als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Artenschutz CEF und FCS
Ersatzlaichgewässer für Moorfrosch und Laubfrosch, Fledermausquartiere, Habitate für die Zauneidechse an Bahn- und Straßendämmen sowie Eisvogel-Steilwände, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Hecken, Feldgehölze und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der ausgeräumten Ackerflur der Geest. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume und werten die Agrarlandschaft für Feldvögel, Feldhase und Wildbienen auf.
Sandheiden und Magerrasen der Geest
Entwicklung und Pflege von Sandheiden, Borstgrasrasen und Magerrasen auf nährstoffarmen Geeststandorten durch Entbuschung, Beweidung und Mahd. Wertvolle Trockenlebensräume für wärmeliebende Insekten und Reptilien.
Geschützte Arten im Dümmer, Diepholzer Moorniederung und Bremer Umland
Kranich und Rastvögel der Moorniederung
Die Diepholzer Moorniederung ist ein Rastplatz von nationaler Bedeutung, an dem im Herbst zehntausende Kraniche einfallen. Wiedervernässte Moore und störungsarme Schlafgewässer sichern diese Funktion. Für Vorhaben im Umfeld ist die Rücksicht auf Rast- und Nahrungsflächen regelmäßig zu prüfen.
Wiesenvögel der Dümmerniederung
Kiebitz, Uferschnepfe und Großer Brachvogel brüten im offenen Feuchtgrünland rund um den Dümmer. Wiedervernässung, Grabenanstau und extensive Mahd sind hier die wirksamsten Kompensationsmaßnahmen für die Bodenbrüter.
Mehr zur Art ›Amphibien der Moore und Kleingewässer
Moorfrosch, Laubfrosch und Erdkröte besiedeln Moorschlenken, Torfstiche und wechselfeuchte Senken. Neu angelegte, besonnte und fischfreie Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wald und Siedlung
Arten wie Großer Abendsegler, Zwergfledermaus und Breitflügelfledermaus jagen entlang von Waldrändern, Gewässern und Hecken. Alle sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Rodung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Feldlerche der offenen Geest
Die Feldlerche brütet in der offenen Feldflur der Geest und ist in der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung regelmäßig zu berücksichtigen. Lerchenfenster, Blüh- und Brachestreifen dienen als vorgezogene CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Hunte und Gräben
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen, Uferabbrüche und fischreiche Flachwasserzonen typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Gewerbe
Leistungsstarke Betriebe wie ZF Friedrichshafen und BASF Polyurethanes im Raum Lemförde sowie Gewerbegebietsausweisungen im gesamten Kreis führen zu Flächenversiegelung. Betriebserweiterungen und neue Anlagen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach niedersächsischem Naturschutzrecht.
Verkehr und Infrastruktur
Der Ausbau und die Sanierung der A1 (Hansalinie), Bundes- und Landesstraßen, Ortsumgehungen sowie Bahnvorhaben durchqueren den Kreis und lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.
Windenergie und Repowering
Der Landkreis ist ein bedeutender Windenergiestandort. Neubau und Repowering von Windparks berühren geschützte Arten wie Fledermäuse und Greifvögel und erfordern artenschutzrechtliche Prüfung sowie passgenaue CEF- und FCS-Maßnahmen.
Siedlungsentwicklung im Bremer Umland
Wohn- und Gewerbegebiete in Stuhr, Weyhe und Syke wachsen mit dem Verdichtungsraum Bremen. Neue Baugebiete erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, für den geeignete Flächen und Ökopunkte benötigt werden.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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