
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Braunschweig
Ökopunkte und Ausgleichsflächen für die kreisfreie Stadt Braunschweig, bewertet nach dem niedersächsischen Biotopwertverfahren. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für die Kompensation von Eingriffen im urbanen und stadtnahen Raum zwischen Niedersächsischen Börden und Weser-Aller-Flachland.
Die Stadt Braunschweig im Überblick
Braunschweig ist eine kreisfreie Stadt im südöstlichen Niedersachsen und nach Hannover die zweitgrößte Stadt des Landes. Auf rund 192,7 Quadratkilometern leben etwa 254.000 Menschen in 19 Stadtbezirken. Da Niedersachsen seit 2004 nicht mehr in Regierungsbezirke gegliedert ist, nimmt die Stadt die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Sie ist damit für die Eingriffsregelung und die Anerkennung von Kompensationsmaßnahmen im Stadtgebiet unmittelbar zuständig.
Naturräumlich liegt Braunschweig im Übergang zwischen dem fruchtbaren Lössgürtel der Niedersächsischen Börden (BfN-Naturraum D32) im Süden und dem flachwelligen Weser-Aller-Flachland (D31) im Norden. Prägend ist das Tal der Oker, die das Stadtgebiet von Süden nach Norden durchzieht, ergänzt durch die Nebengewässer Schunter und Wabe. Zwischen dicht bebauten Quartieren, Ringgebieten und Gewerbeflächen haben sich bedeutende naturnahe Räume erhalten.
Ökologisch herausragend sind das Naturschutzgebiet Riddagshausen östlich der Innenstadt, ein rund 526 Hektar großes Teich- und Waldgebiet, das zugleich FFH-Gebiet ist, sowie die Braunschweiger Okeraue am nördlichen Stadtrand mit naturnahem Flusslauf, Auwaldresten und Binnendünen. Diese Natura-2000-Kulisse bestimmt maßgeblich, wo Eingriffe zulässig sind und wie Kompensation naturraumgerecht auszugestalten ist.
Wirtschaftlich ist Braunschweig ein bedeutender Finanz-, Industrie- und Forschungsstandort. Die Stadt ist Sitz der Volkswagen Financial Services und eines starken Finanzclusters, verfügt mit der Technischen Universität, mehreren außeruniversitären Instituten und dem Forschungsflughafen über eine dichte Wissenschaftslandschaft. Wohnungsbau, Gewerbe- und Verkehrsvorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich in Niedersachsen über das Biotopwertverfahren mit Ökopunkten auf Grundlage der §§ 13 bis 15 BNatSchG und des NAGBNatSchG zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D32 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet Riddagshausen, rund 526 ha Teich-, Wald- und Grünlandgebiet mit international bedeutendem Vogelvorkommen östlich der Innenstadt
- Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet Braunschweiger Okeraue, rund 320 ha naturnaher Okerlauf mit Auwaldresten und Binnendünen am nördlichen Stadtrand
- Die Oker durchzieht als prägender Fluss das gesamte Stadtgebiet, ergänzt durch Schunter und Wabe als naturschutzfachlich bedeutsame Nebengewässer
- Lage im Übergang zwischen dem Lössgürtel der Niedersächsischen Börden (D32) und dem Weser-Aller-Flachland (D31)
- Historischer Okerumflutgraben und ausgedehnte innerstädtische Grün- und Wallanlagen als grünes Rückgrat der Stadt
- Hoher Versiegelungsgrad in Innenstadt, Ringgebieten und Gewerbezonen mit entsprechendem Bedarf an Entsiegelung und Ausgleich im Umland
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit dem niedersächsischen Kompensationssystem vertraut. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Braunschweig und dem NLWKN zusammen, kennen das Biotopwertverfahren mit Ökopunkten, die einschlägigen NLWKN-Arbeitshilfen sowie die Besonderheiten eines dicht besiedelten Stadtgebiets zwischen Börde und Flachland. Gerade im urbanen Raum sind Entsiegelung, Gewässerrenaturierung und die Aufwertung von Grünland im stadtnahen Umland wirksame Ansätze. Von der Bedarfsermittlung über die Flächensicherung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring begleiten wir Ihr Vorhaben durchgehend.
Typische Maßnahmen in der Stadt Braunschweig
Entsiegelung und Rückbau
Rückbau versiegelter Flächen, etwa aufgegebener Betriebs-, Hof- und Verkehrsflächen, und Wiederherstellung durchwurzelbarer, belebter Böden. In einer stark überbauten Stadt wie Braunschweig erzielt Entsiegelung im Biotopwertverfahren hohe Aufwertungen und verbessert zugleich Versickerung und Stadtklima.
Renaturierung von Oker, Schunter und Wabe
Rückbau von Uferverbauungen, naturnahe Umgestaltung der Gewässerläufe und Anlage von Gewässerrandstreifen entlang der städtischen Fließgewässer. Neu geschaffene Flachwasserzonen und Auenstrukturen dienen Fischen, Libellen, Amphibien und dem Eisvogel als Lebensraum.
Grünlandaufwertung im stadtnahen Umland
Extensivierung intensiv genutzter Flächen zu artenreichem Feucht- und Frischgrünland in den Auen von Oker und Schunter. Angepasste Mahdtermine, Düngeverzicht und die Anlage von Blänken schaffen Brut- und Nahrungshabitate für Wiesenvögel und Insekten.
Auwald und standortgerechte Gehölze
Entwicklung und Ersatzaufforstung von Auwald- und Feldgehölzstrukturen mit Stieleiche, Hainbuche, Schwarzerle und Weiden auf geeigneten Auen- und Niederungsstandorten. Sie ersetzen gerodete Bestände und vernetzen die Lebensräume entlang der Fließgewässer.
Sandtrockenrasen und Binnendünen
Pflege und Neuentwicklung magerer Sandlebensräume im Umfeld der Okeraue, etwa durch Entbuschung, Abplaggen und extensive Beweidung. Diese offenen, warmen Standorte sind Lebensraum für Zauneidechse, Wildbienen und licht- und wärmeliebende Pflanzenarten.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse an Gebäuden und in alten Baumbeständen, Ersatzlaichgewässer für Amphibien sowie Habitatstrukturen für die Zauneidechse, abgestimmt auf das jeweilige Bauvorhaben.
Geschützte Arten im Ostbraunschweigisches Hügelland und Okertal
Wasser- und Watvögel in Riddagshausen
Das Teichgebiet Riddagshausen ist ein bedeutender Brut- und Rastraum für Wasservögel, darunter Enten, Rallen und in den umgebenden Feuchtwiesen der Kiebitz. Wiedervernässung, Blänkenanlage und Grünlandextensivierung sind bewährte Maßnahmen zur Sicherung dieser Lebensräume.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Bahn- und Sandstandorten
Böschungen, Binnendünen und magere Ruderalflächen im Stadtgebiet und in der Okeraue bieten der streng geschützten Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie) Lebensraum. Bei Eingriffen sind Umsiedlung und die Anlage von Ersatzhabitaten als vorgezogene CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Stadt und Parkanlagen
Alte Gebäude, Kelleranlagen, Parks und Baumbestände bieten Quartiere für streng geschützte Fledermausarten (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Abriss, Sanierung oder Baumfällung sind vorgezogene Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG bereitzustellen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Oker und Schunter
Naturnahe Uferabschnitte und Steilwände an Oker, Schunter und den Teichen von Riddagshausen bieten dem Eisvogel Brutmöglichkeiten. Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen sind typische Maßnahmen bei Gewässereingriffen.
Mehr zur Art ›Amphibien in Teichen und Kleingewässern
Grasfrosch, Erdkröte und Molche besiedeln die Teiche, Gräben und wechselfeuchten Senken im Stadtgebiet. Neue oder wiederhergestellte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern die Fortpflanzungsstätten bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Kammmolch in den Riddagshäuser Teichen
Die reich strukturierten Stillgewässer im Braunschweiger Osten bieten dem streng geschützten Kammmolch (Anhang IV und II FFH-Richtlinie) geeignete Laichhabitate. Anlage und Vernetzung besonnter, fischfreier Kleingewässer sind wirksame CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnungsbau und Quartiersentwicklung
Als wachsende Großstadt entwickelt Braunschweig neue Wohnquartiere und verdichtet bestehende Lagen, etwa in den Ringgebieten und am Stadtrand. Solche Vorhaben lösen Eingriffe aus, deren Ausgleich sich über bevorratete Ökopunkte effizient abdecken lässt.
Gewerbe- und Industriestandorte
Erweiterungen von Gewerbe- und Industriegebieten, unter anderem im Umfeld von Automobil- und Finanzwirtschaft, führen zu Flächenversiegelung mit Kompensationsbedarf. greeNature ermittelt den Ausgleichsumfang und sichert geeignete Flächen im Naturraum.
Verkehr und Infrastruktur
Braunschweig ist Knotenpunkt der Autobahnen A2 und A39 sowie mehrerer Bundesstraßen und Schienenstrecken. Aus- und Neubau, Brückenbauwerke und Radwege ziehen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach sich, die über das Biotopwertverfahren gedeckt werden.
Forschungs- und Hochschulflächen
Der Ausbau von Technischer Universität, Forschungsflughafen und wissenschaftlichen Einrichtungen bindet Flächen und erzeugt Eingriffe. Kompensation lässt sich über stadtnahe Ausgleichsflächen und Ökokonten naturraumgerecht umsetzen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Braunschweig
Ökopunkte in der Stadt Braunschweig anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat in der Stadt Braunschweig.