Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Hessen · KV (Kompensationsverordnung)
Naturraum D47 · D18
Regierungsbezirk Kassel

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Werra-Meißner-Kreis

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Hessischen Kompensationsverordnung im Werra-Meißner-Kreis.

1.025
km² Kreisfläche
~98.000
Einwohner
16
Städte und Gemeinden
~24.000 ha
Natura-2000-Flächen
D47
Naturraum Osthess. Bergland
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Werra-Meißner-Kreis im Überblick

Der Werra-Meißner-Kreis liegt im Nordosten Hessens an der Grenze zu Niedersachsen und Thüringen und gehört zum Regierungsbezirk Kassel. Verwaltungssitz ist die Kreisstadt Eschwege. Landschaftlich prägend sind das Werratal, der Hohe Meißner und der Kaufunger Wald.

Geologisch ist der Kreis ein Buntsandstein- und Muschelkalk-Bergland, aus dem einzelne Basaltkuppen aufragen. Der Hohe Meißner erreicht gut 750 Meter und bildet mit seinen Bergwiesen, Blockhalden und alten Buchenwäldern das Herzstück des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land.

Ökologisch trägt der Kreis den größten Natura-2000-Anteil aller hessischen Landkreise. Das FFH-Gebiet Werra- und Wehretal (4825-302) ist ein bundesweit bedeutender Lebensraum für Fledermäuse, das EU-Vogelschutzgebiet Meißner (4725-401) umfasst rund 3.720 Hektar Wald- und Offenland.

Der Kreis ist überwiegend ländlich geprägt. Der Lückenschluss der Autobahn A44 zwischen Kassel und Herleshausen, der Ausbau der Windenergie im Bergland sowie kommunale Bau- und Gewerbevorhaben erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV).

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D47
Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)
Zum Naturraum D47 ›
D18
Thüringer Becken und Randplatten
Zum Naturraum D18 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Eschwege (KS)WitzenhausenBad Sooden-AllendorfHessisch LichtenauSontraGroßalmerodeWanfriedWaldkappelHerleshausenMeinhardMeißnerRinggauWehretalNeu-Eichenberg

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Werra- und Wehretal (4825-302), bundesweit bedeutender Lebensraum für Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus
  • EU-Vogelschutzgebiet Meißner (4725-401), rund 3.720 Hektar Wald und Bergwiesen
  • Hoher Meißner, markante Basaltkuppe im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land
  • Kaufunger Wald, großes zusammenhängendes Waldgebiet und Wildkatzenlebensraum
  • Werratal als überregionaler Biotopverbund entlang des Flusses
  • Größter Natura-2000-Anteil aller Landkreise in Hessen mit rund 24.000 Hektar

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch in Nordhessen. Wir arbeiten nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV), kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde des Werra-Meißner-Kreises und entwickeln naturraumtreue Ökokonten für das Werra-Meißner-Bergland, von der Flächensicherung über die Umsetzung bis zur dauerhaften Pflege und zum Monitoring.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Werra-Meißner-Kreis

💧

Bach- und Auenrenaturierung

Rückbau von Verrohrungen, Anlage naturnaher Ufer und Auengehölze an Werra, Wehre und den Zuflüssen im Bergland, um Fließgewässerlebensräume für Fische, Eisvogel und Amphibien aufzuwerten.

🌿

Bergwiesen und Grünland-Extensivierung

Wiederherstellung artenreicher Bergwiesen und Extensivierung von Grünland am Hohen Meißner und in den Muschelkalklagen, Lebensraum für Wiesenbrüter, Falter und Wildbienen.

🍎

Streuobstwiesen

Anlage und Pflege traditioneller Streuobstbestände an den Ortsrändern und Hanglagen des Werratals, wertvoller Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und Insekten.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Nadelforste in standortgerechte Buchen- und Eichenmischwälder auf Buntsandstein, Förderung von Alt- und Totholz für Specht, Haselmaus und waldgebundene Fledermausarten.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen für Fledermausquartiere, Wildkatzenkorridore und Amphibiengewässer, abgestimmt auf die Anforderungen des besonderen Artenschutzes nach § 44 BNatSchG.

🌾

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen zur Vernetzung von Kalkmagerrasen und Waldrändern, Trittsteinbiotope für Reptilien, Feldhase und Niederwild im offenen Bergland.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Werra-Meißner-Bergland mit Hohem Meißner und Werratal

🦇

Fledermäuse im Werra- und Wehretal

Das FFH-Gebiet Werra- und Wehretal ist als Lebensraum für Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus ausgewiesen. Alte Buchenwälder, Höhlenbäume und Stollen bieten Wochenstuben und Winterquartiere. Quartiersicherung und Waldrandaufwertung sind typische CEF-Maßnahmen.

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🐾

Wildkatze im Kaufunger Wald

Die großen zusammenhängenden Waldgebiete von Kaufunger Wald und Meißner gehören zu den Kernlebensräumen der Europäischen Wildkatze. Waldverbund, strukturreiche Waldränder und ungestörte Rückzugsräume sichern die Population.

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🐦

Schwarzstorch

Der Schwarzstorch brütet in den störungsarmen Laubwäldern des Berglands und nutzt die naturnahen Bachtäler als Nahrungshabitat. Waldruhe und intakte Fließgewässer sind entscheidend, häufige Zielart bei Waldeingriffen und Windenergievorhaben.

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🐭

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche mit gutem Fruchtangebot. Bei Eingriffen in Gehölze sind Umsiedlung, Verbundpflanzungen und die Anlage von Ersatzhabitaten gängige artenschutzrechtliche Maßnahmen.

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🐸

Amphibien der Bachtäler

Feuersalamander, Gelbbauchunke und Grasfrosch nutzen die quellnahen Bachtäler und Waldtümpel des Berglands. Neu angelegte Kleingewässer und die Renaturierung von Quellbereichen zählen zu den wirksamsten Kompensationsmaßnahmen.

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🐦

Eisvogel an Werra und Wehre

An naturnahen Abschnitten von Werra und Wehre brütet der Eisvogel in Uferabbrüchen. Die Schaffung von Steilwänden und strukturreichen Uferzonen verbindet Gewässerentwicklung mit gezieltem Artenschutz.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛤️

Autobahn A44 Kassel bis Herleshausen

Der Lückenschluss der A44 zwischen Kassel und der A4 bei Herleshausen führt durch den Kreis und ist eines der größten Infrastrukturvorhaben Nordhessens. Trassenbau, Brücken und Tunnel in der bewegten Bergregion lösen umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.

⚡

Windenergie im Bergland

Der Ausbau der Windenergie auf den Höhenzügen des Werra-Meißner-Berglands erfordert naturschutzrechtliche Kompensation sowie CEF- und FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten wie Schwarzstorch, Rotmilan und Fledermäuse.

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Wohnbau- und Gewerbegebiete in Eschwege, Witzenhausen und den weiteren Städten erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer land- und forstwirtschaftlicher Flächen können sich hier als Flächenanbieter einbringen.

🚧

Verkehrs- und Leitungsausbau

Ortsumgehungen, der Ausbau von Landes- und Kreisstraßen sowie Netz- und Leitungsvorhaben führen zu Eingriffen in Gehölze, Gewässer und Offenland und begründen Kompensationsbedarf nach der Hessischen KV.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

HE
Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Südlicher Nachbar
SC
Landkreis Schwalm-Eder-Kreis
Südwestlicher Nachbar
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Werra-Meißner-Kreis

Der Werra-Meißner-Kreis gehört zur BfN-Großlandschaft D47 (Osthessisches Bergland), naturräumlich zum Fulda-Werra-Bergland mit Werratal, Hohem Meißner und Kaufunger Wald. Für die Kompensation nach der Hessischen Kompensationsverordnung ist die naturräumliche Zuordnung des Eingriffs wichtig, greeNature ermittelt diese für Ihr Vorhaben.
In Hessen werden Kompensationsmaßnahmen nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) in Wertpunkten (Ökopunkten) bewertet und über behördlich anerkannte Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Flächenzuordnung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und die vollständige Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist die Kreisverwaltung des Werra-Meißner-Kreises, Fachdienst 8.3 Natur- und Landschaftsschutz, Honer Straße 49, 37269 Eschwege. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme für Sie.
Verbreitet sind Bach- und Auenrenaturierungen an Werra und Wehre, die Wiederherstellung artenreicher Bergwiesen, naturnaher Waldumbau auf Buntsandstein, Streuobstwiesen sowie Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Wildkatze und Amphibien. Die Bewertung erfolgt nach der Hessischen KV.
Ja. Der Kreis trägt den größten Natura-2000-Anteil in Hessen. Prägend sind das FFH-Gebiet Werra- und Wehretal (4825-302) und das EU-Vogelschutzgebiet Meißner (4725-401). Eingriffe in deren Umfeld können FFH-Verträglichkeitsprüfungen und Kohärenzsicherungsmaßnahmen (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich machen. greeNature berät Sie zu den Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem Grünland in den Bachtälern, Waldflächen mit Aufwertungspotenzial und Hanglagen für Streuobst oder Magerrasen. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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