
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Waldeck-Frankenberg
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) zwischen Kellerwald, Edersee und Waldecker Tafel.
Der Landkreis Waldeck-Frankenberg im Überblick
Der Landkreis Waldeck-Frankenberg liegt im Nordwesten Hessens und gehört zum Regierungsbezirk Kassel. Mit rund 1.849 Quadratkilometern ist er der flächengrößte Landkreis Hessens. Kreisstadt ist die Hansestadt Korbach. Prägend ist eine waldreiche Mittelgebirgslandschaft mit ausgedehnten Buchenwäldern, offenen Hochflächen und den Tälern von Eder, Diemel und Twiste.
Naturräumlich verteilt sich der Kreis auf zwei BfN-Großlandschaften. Der überwiegende Teil gehört zum Westhessischen Bergland (D46) mit der Waldecker Tafel, dem Kellerwald, dem Burgwald und dem Ederbergland. Der Westen um Willingen und das Upland reicht in das Süderbergland (D38) mit den hessischen Ausläufern des Rothaargebirges hinein, wo der Langenberg mit 843 Metern den höchsten Punkt bildet. Aus dieser Vielfalt aus Buntsandstein-, Grauwacken- und Schieferböden ergibt sich ein Mosaik aus Wäldern, Bergwiesen und Auen.
Ökologisch ist der Landkreis von herausragender Bedeutung. Herzstück ist der Nationalpark Kellerwald-Edersee, der einzige Nationalpark Hessens, dessen alte Buchenwälder als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt sind. Große Teile des Kreises sind als Natura-2000-Gebiete gemeldet, darunter drei Vogelschutzgebiete an Twistesee, im hessischen Rothaargebirge und im Kellerwald sowie zahlreiche FFH-Gebiete. Der Edersee zählt zu den größten Stauseen Deutschlands und bindet die Landschaft an das Gewässersystem der Eder.
Wirtschaftlich verbindet der Kreis leistungsstarke Industrie mit Forst-, Land- und Tourismuswirtschaft. Große Arbeitgeber wie Viessmann in Allendorf (Eder), das Continental-Reifenwerk in Korbach und Thonet in Frankenberg stehen neben dem Ausbau der Windenergie auf den Höhenzügen und dem Tourismus am Edersee und in Willingen. Betriebserweiterungen, Verkehrs- und Energievorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich in Ökopunkten nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D46 ›
Zum Naturraum D38 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Nationalpark Kellerwald-Edersee, einziger Nationalpark Hessens
- UNESCO-Weltnaturerbe alte Buchenwälder im Kellerwald
- Drei Vogelschutzgebiete (Twistetalsperre, Hessisches Rothaargebirge, Kellerwald) auf rund 3.827 Hektar
- Zahlreiche FFH-Gebiete, unter anderem an der Oberen Eder
- Edersee, einer der größten Stauseen Deutschlands, im Tal der Eder
- Hessische Ausläufer des Rothaargebirges im Upland mit dem Langenberg (843 m)
- Ausgedehnte Bergwiesen, Borstgrasrasen und naturnahe Auen an Eder und Diemel
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit für Kompensationsvorhaben tätig und betreut Eingriffe im nordhessischen Bergland nach der Hessischen Kompensationsverordnung. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde in Korbach, die Bewertung in Ökopunkten und die naturräumlichen Besonderheiten des Westhessischen Berglandes (D46) und des Süderberglandes (D38) zwischen Kellerwald, Waldecker Tafel und Rothaargebirge.
Typische Maßnahmen im Landkreis Waldeck-Frankenberg
Auen- und Fließgewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung naturnaher Gewässerränder an Eder, Diemel und Twiste. So entstehen Kiesbänke, Steilufer und Auwald als Lebensraum für Fische, Amphibien und den Eisvogel.
Naturnaher Waldumbau und Buchenwaldentwicklung
Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Laub- und Buchenmischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz. Solche Maßnahmen werten die für den Kellerwald typischen Waldlebensräume auf und schaffen Habitate für Höhlenbrüter, Fledermäuse und Wildkatze.
Extensivierung von Berg- und Feuchtwiesen
Erhalt und Entwicklung artenreicher Bergmähwiesen und Borstgrasrasen im Rothaargebirge durch angepasste Mahd, Verzicht auf Düngung und extensive Beweidung. Diese Grünlandtypen zählen zu den geschützten FFH-Lebensraumtypen der Höhenlagen.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene CEF-Maßnahmen und populationsstützende FCS-Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Fledermausquartiere in Wald und Gebäuden, Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen sowie Horst- und Nahrungshabitatschutz für den Schwarzstorch.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der Feldflur der Waldecker Tafel. Diese Strukturen vernetzen Wald- und Offenlandlebensräume und dienen als Trittsteine für Haselmaus, Neuntöter und Wildbienen.
Streuobst und struktureiche Ränder
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen und gestuften Waldrändern an den Ortsrändern und Talhängen. Solche Bestände bieten Nahrung und Brutplätze für Steinkauz, Gartenrotschwanz und zahlreiche Insektenarten.
Geschützte Arten im Kellerwald, Edersee und Waldecker Land
Wildkatze
Die großen zusammenhängenden Buchenwälder des Kellerwalds gehören zu den Kernlebensräumen der Europäischen Wildkatze. Waldumbau, Totholzanreicherung und der Biotopverbund über Hecken und Waldränder sind typische Maßnahmen zu ihrem Schutz.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Alte, störungsarme Waldbestände mit naturnahen Bächen bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate. Bei Wind- und Infrastrukturvorhaben in den Waldgebieten sind Horstschutz und die Sicherung von Nahrungsgewässern häufige FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Eder, Diemel und Twiste brütet der Eisvogel in natürlichen Steilufern. Renaturierte Uferabbrüche und angelegte Bruthilfen sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen an den Fließgewässern des Kreises.
Mehr zur Art ›Waldfledermäuse
Bechsteinfledermaus, Mopsfledermaus und weitere Arten nutzen die alten Buchenwälder als Quartier und Jagdgebiet. Der Erhalt von Höhlenbäumen und Quartierverbünden sowie Ersatzquartiere sind typische CEF-Maßnahmen bei Eingriffen in Waldbestände.
Mehr zur Art ›Amphibien in Wald und Aue
Feuersalamander in den quelligen Waldbächen sowie Kammmolch und weitere Molcharten in Auengewässern zählen zu den prägenden Arten. Neu angelegte Laichgewässer und die Vernetzung von Kleingewässern sichern ihre Vorkommen.
Mehr zur Art ›Haselmaus
In struktureichen Wäldern, Waldrändern und Hecken lebt die Haselmaus, eine streng geschützte Art nach Anhang IV der FFH-Richtlinie. Der Erhalt und die Neuanlage vernetzter Gehölzstrukturen sind wirksame Schutzmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Gewerbe
Große Arbeitgeber wie Viessmann in Allendorf (Eder), das Continental-Reifenwerk in Korbach und Thonet in Frankenberg prägen die Wirtschaft. Betriebserweiterungen und neue Gewerbeflächen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf, der in Ökopunkten nach der Hessischen Kompensationsverordnung auszugleichen ist.
Windenergie
Die Höhenzüge des Rothaargebirges und der Waldecker Tafel sind bevorzugte Standorte für Windenergie. Solche Vorhaben lösen Eingriffe aus und erfordern häufig artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen, etwa für Schwarzstorch, Rotmilan und Fledermäuse.
Infrastruktur und Verkehr
Ausbau und Erneuerung von Bundes- und Landesstraßen, Ortsumgehungen sowie Brücken- und Leitungsvorhaben in den Tälern von Eder und Diemel lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.
Siedlung und Tourismus
Wohn- und Gewerbeentwicklung in den Städten sowie touristische Vorhaben am Edersee und in Willingen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ausgleichsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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