
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Vogelsbergkreis
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Vogelsbergkreis, bewertet nach der hessischen Kompensationsverordnung. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation im Vulkanmassiv Vogelsberg und im osthessischen Bergland.
Der Landkreis Vogelsbergkreis im Überblick
Der Vogelsbergkreis liegt in Mittelhessen und gehört zum Regierungsbezirk Gießen. Prägend ist der Vogelsberg, das größte zusammenhängende Basaltmassiv Mitteleuropas, dessen höchste Erhebung der Taufstein mit 773 Metern bildet. Mit rund 1.459 km² ist der Kreis flächenmäßig einer der größten Hessens und zugleich sehr dünn besiedelt.
Geologisch ist die Landschaft durch tertiären Vulkanismus geformt. Über Basalt und verwitterten vulkanischen Böden liegen ausgedehnte Buchenwälder, Bergmähwiesen und strukturreiches Offenland mit Hecken, Lesesteinriegeln und Quellfluren. Der Vogelsberg gilt als Wasserspeicher der Region, hier entspringen unter anderem Nidda, Schwalm, Ohm, Lauter und Nidder.
Ökologisch bedeutsam ist vor allem das EU-Vogelschutzgebiet Vogelsberg (DE 5421-401), das mit rund 63.600 Hektar das größte Natura-2000-Gebiet Hessens ist. Es wurde unter anderem wegen der starken Bestände von Rotmilan und Schwarzstorch ausgewiesen. Hinzu kommt das FFH-Gebiet Hoher Vogelsberg (DE 5421-302) mit seinen Bergmähwiesen und naturnahen Buchenwäldern.
Wirtschaftlich prägen Land- und Forstwirtschaft, Windenergie und der Basaltabbau die Region. Windparks im waldreichen Bergland, aktive Steinbrüche, Ortsumgehungen und Gewerbeentwicklung erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf. Die Bewertung erfolgt in Ökopunkten nach der hessischen Kompensationsverordnung (KV).

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- EU-Vogelschutzgebiet Vogelsberg (DE 5421-401), mit rund 63.600 ha das größte Natura-2000-Gebiet Hessens
- FFH-Gebiet Hoher Vogelsberg (DE 5421-302), rund 3.845 ha, Bergmähwiesen und naturnahe Buchenwälder
- Größtes zusammenhängendes Basaltmassiv Mitteleuropas, höchster Punkt Taufstein 773 m
- Eine der höchsten Rotmilan-Dichten Europas sowie bedeutende Schwarzstorch-Vorkommen
- Vogelsbergteiche als überregional bedeutsamer Rastplatz für Wasser- und Zugvögel
- Quellreiches Bergland als Ursprung von Nidda, Schwalm, Ohm, Lauter und Nidder
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und in Hessen mit der hessischen Kompensationsverordnung, dem Biotopwertverfahren und der Bewertung in Ökopunkten vertraut. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde des Vogelsbergkreises sowie die naturschutzfachlichen Besonderheiten des Vogelsberges, von den Bergmähwiesen bis zu den Rotmilan- und Schwarzstorch-Lebensräumen im großen Vogelschutzgebiet.
Typische Maßnahmen im Landkreis Vogelsbergkreis
Bergwiesen und Grünland
Extensivierung und Wiederherstellung artenreicher Berg- und Feuchtwiesen auf vulkanischen Böden, angelehnt an den FFH-Lebensraumtyp Bergmähwiesen. Lebensraum für Wiesenbrüter, Falter und Wildbienen im Hohen Vogelsberg.
Waldumbau und Buchenwald
Entwicklung strukturreicher, naturnaher Buchen- und Laubmischwälder mit Alt- und Totholzanteilen. Habitatverbesserung für Bechsteinfledermaus, Mopsfledermaus, Schwarzspecht und Wildkatze.
Fließgewässerrenaturierung
Rückbau von Verbauungen und Anlage naturnaher Ufer an den Oberläufen von Nidda, Schwalm, Ohm und Lauter. Schaffung von Laichhabitaten sowie Bruthabitaten für den Eisvogel.
Quellen und Nassbrachen
Renaturierung von Quellfluren, Kleingewässern und Nassbrachen im quellreichen Bergland. Aufwertung von Amphibienlaichgewässern, unter anderem für den Kammmolch.
Streuobst und Hecken
Anlage und Pflege von Streuobstbeständen, Hecken und Lesesteinriegeln im strukturreichen Offenland. Trittsteinbiotope und Biotopverbund zwischen Waldrändern und Grünland.
Artenschutz CEF und FCS
Maßnahmen für Rotmilan und Schwarzstorch im Umfeld von Windenergie- und Infrastrukturvorhaben, Fledermausquartiere sowie Zauneidechsen-Habitate, abgestimmt nach § 44 BNatSchG und der hessischen KV.
Geschützte Arten im Vulkanmassiv Vogelsberg und osthessisches Bergland
Rotmilan
Der Vogelsberg beherbergt eine der höchsten Rotmilan-Dichten Europas. Das offene, strukturreiche Grünland ist zentrales Jagdhabitat. Bei Windenergievorhaben sind FCS-Maßnahmen zur Sicherung des Erhaltungszustands häufig erforderlich.
Schwarzstorch
Die ausgedehnten, störungsarmen Wälder mit Bachtälern bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate. Das Vogelschutzgebiet Vogelsberg wurde unter anderem wegen dieser Art ausgewiesen.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Der Vogelsberg zählt zu den Kernräumen der Europäischen Wildkatze in Hessen. Naturnahe Wälder, Totholz und unzerschnittene Waldkomplexe sind für den Biotopverbund entscheidend.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Bechsteinfledermaus und Mopsfledermaus nutzen die alten Buchenwälder als Quartier und Jagdgebiet. Quartierbäume, Winterquartiere und Habitatvernetzung sind typische Kompensationsziele.
Mehr zur Art ›Amphibien
In Quellfluren, Kleingewässern und Vogelsbergteichen leben Feuersalamander, Kammmolch und weitere Amphibien. Neuanlage und Aufwertung von Laichgewässern sind bewährte Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An den naturnahen Oberläufen von Lauter, Schwalm und Nidda brütet der Eisvogel in Steilufern. Renaturierte Gewässerabschnitte und Uferabbrüche schaffen neue Brutmöglichkeiten.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Windenergie
Der waldreiche Vogelsberg ist einer der bedeutendsten Windenergiestandorte Hessens. Neubau und Repowering von Windparks lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, insbesondere FCS-Maßnahmen für Rotmilan und Schwarzstorch.
Basalt- und Rohstoffabbau
Der Vogelsberg ist ein bedeutendes Basaltvorkommen. Erweiterung und Neuaufschluss von Steinbrüchen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und die spätere Rekultivierung der Abbauflächen.
Infrastruktur und Verkehr
Ausbau von Bundes- und Landesstraßen, Ortsumgehungen und Brückenbauwerke erzeugen Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG, bewertet in Ökopunkten nach der hessischen KV.
Siedlung und Gewerbe
Wohn- und Gewerbegebiete in Lauterbach, Alsfeld und den größeren Gemeinden führen zu Eingriffen, die ausgeglichen werden müssen. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Ausgleichsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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