
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Marburg-Biedenkopf
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) im Marburger Lahntal und im Gladenbacher Bergland.
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf im Überblick
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf liegt im mittleren Hessen und gehört zum Regierungsbezirk Gießen. Kreisstadt und Oberzentrum ist die Universitätsstadt Marburg. Auf rund 1.262 km² leben etwa 243.000 Menschen in 22 Städten und Gemeinden. Der Kreis liegt am Übergang dreier Mittelgebirgslandschaften und wird von der Lahn und ihren Nebengewässern durchzogen.
Naturräumlich teilt sich der Kreis in drei große Einheiten. Der Osten gehört zum Westhessischen Bergland (BfN-Naturraum D46) mit dem Marburg-Gießener Lahntal, dem Burgwald, der Oberhessischen Schwelle und dem Amöneburger Becken. Die Westhälfte nimmt das montane Gladenbacher Bergland ein, das naturräumlich zum Westerwald (D39) zählt. Der äußerste Nordwesten um die Sackpfeife (674 m) reicht in das Rothaargebirge und damit in das Süderbergland (D38) hinein.
Ökologisch prägend sind die naturnahen Auen von Lahn, Ohm, Wetschaft und Salzböde, der ausgedehnte Burgwald als eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Hessens sowie die artenreichen Berg- und Feuchtwiesen des Gladenbacher Berglandes. Der markante Basaltkegel der Amöneburg und mehrere FFH- und Vogelschutzgebiete tragen zur hohen Lebensraumvielfalt bei.
Wirtschaftlich prägen die Universität und der Life-Science-Sektor in Marburg, das Ferrero-Werk in Stadtallendorf sowie Formenbau und mittelständisches Gewerbe im Westen den Kreis. Infrastruktur- und Gewerbevorhaben, Wohnbauentwicklung und Windenergie erzeugen regelmäßig Eingriffe, deren Ausgleich nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) in Ökopunkten zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D46 ›
Zum Naturraum D39 ›
Zum Naturraum D38 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Marburg-Gießener Lahntal mit naturnaher Lahnaue als Fließgewässer- und Auenlebensraum
- Burgwald, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Hessens
- Amöneburger Becken mit dem Basaltkegel der Amöneburg (365 m)
- Gladenbacher Bergland mit artenreichen Berg-Mähwiesen und Borstgrasrasen (FFH-Lebensraumtypen)
- Rothaargebirge um die Sackpfeife (674 m), höchste Erhebung des Kreises
- Naturnahe Bäche wie Ohm, Wetschaft und Salzböde mit strukturreichen Talauen
- Mehrere FFH- und Vogelschutzgebiete mit Bedeutung für Wildkatze und Schwarzstorch
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet bundesweit und ist mit dem hessischen Kompensationsrecht vertraut. Wir bewerten Eingriffe und Maßnahmen nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) im Ökopunkte-System, kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde in Marburg und ordnen Vorhaben sicher den Naturräumen D46, D39 und D38 zu. Von der Bedarfsanalyse über die Flächenbereitstellung bis zur Behördenabstimmung und dem Monitoring übernehmen wir den gesamten Prozess.
Typische Maßnahmen im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Auenrenaturierung an der Lahn
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung eigendynamischer Gewässerabschnitte an Lahn, Ohm und Wetschaft. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Extensivierung von Berg- und Feuchtwiesen
Erhalt und Entwicklung artenreicher Berg-Mähwiesen und Feuchtgrünlands im Gladenbacher Bergland durch angepasste Mahdtermine, Düngeverzicht und extensive Beweidung. Diese Wiesen zählen zu den geschützten FFH-Lebensraumtypen.
Waldumbau mit Alt- und Totholz
Umbau strukturarmer Bestände im Burgwald und in den Lahnbergen zu standortgerechten Laubmischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz. Solche Maßnahmen werten Lebensräume für Wildkatze, Fledermäuse und Schwarzstorch auf.
Hecken, Streuobst und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen im Amöneburger Becken und in der offenen Feldflur. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume und schaffen Trittsteinbiotope für Feldvögel und Insekten.
Artenschutz CEF und FCS
Fledermausquartiere an Gebäuden und in Wäldern, Ersatzlaichgewässer für die Gelbbauchunke sowie Habitatstrukturen für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.
Fließgewässerrenaturierung
Entfesselung und Strukturanreicherung kleinerer Bäche wie Salzböde und Wohra, Anlage von Gewässerrandstreifen und Durchgängigkeit für Fische und Kleinlebewesen. Diese Maßnahmen verbinden Hochwasservorsorge mit ökologischer Aufwertung.
Geschützte Arten im Marburger Lahntal und Gladenbacher Bergland
Wildkatze in Burgwald und Lahnbergen
Die streng geschützte Europäische Wildkatze (Anhang IV FFH-Richtlinie) besiedelt die großen, strukturreichen Wälder des Kreises. Alt- und Totholz, unzerschnittene Waldgebiete und Waldrandstrukturen sind für ihren Erhalt entscheidend und typische Ziele von Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch in großen Waldgebieten
Der Schwarzstorch brütet in ruhigen, altholzreichen Wäldern und nutzt naturnahe Bäche und Auen als Nahrungshabitat. Waldberuhigung, der Erhalt von Horstbäumen und die Renaturierung von Waldbächen sind wirksame Maßnahmen zu seinem Schutz.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wäldern und Bunkern
Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten nutzen die Buchenwälder sowie unterirdische Bauwerke im Kreisgebiet als Quartier. Alle Arten sind streng geschützt, bei Abriss, Sanierung und Rodung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Gehölzen und Waldrändern
Die streng geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche. Bei Rodungen sind eine abschnittsweise, fachlich begleitete Gehölzentnahme und die Vernetzung von Ersatzhabitaten erforderlich.
Mehr zur Art ›Amphibien in Tümpeln und Waldwegen
Gelbbauchunke, Feuersalamander und Grasfrosch besiedeln Kleingewässer, quellige Waldbäche und wechselfeuchte Senken des Berglandes. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bauvorhaben.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Lahn und Nebenbächen
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden bieten dem Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen bewährte CEF-Maßnahmen für die streng geschützte Art.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Straßen- und Verkehrsinfrastruktur
Ortsumgehungen entlang der Bundesstraßen B 62, B 252 und B 453 sowie Straßen- und Brückenbaumaßnahmen im Lahntal lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus, die in Ökopunkten nach der Hessischen KV zu erbringen sind.
Industrie und Gewerbe
Erweiterungen des Ferrero-Werks in Stadtallendorf, des Life-Science-Standorts in Marburg sowie Gewerbegebietsausweisungen in den Mittelzentren erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf für Flächenversiegelung und Gehölzverluste.
Windenergie und erneuerbare Energien
Windenergievorhaben in den Höhenlagen des Gladenbacher Berglandes und des Rothaargebirges sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche FCS-Maßnahmen, insbesondere für windkraftsensible Arten.
Siedlungs- und Wohnbauentwicklung
Wohnbau- und Nachverdichtungsvorhaben in der Universitätsstadt Marburg und den Umlandgemeinden erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ökokonto- oder Ausgleichsfläche einbringen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Ökopunkte im Landkreis Marburg-Biedenkopf anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Marburg-Biedenkopf.