
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Main-Taunus-Kreis
Der Main-Taunus-Kreis liegt im Kern des Rhein-Main-Ballungsraums zwischen Frankfurt und Wiesbaden. Auf engem Raum treffen dichte Siedlungs- und Gewerbeflächen, die Kiesgruben der Untermainebene und die bewaldeten Hänge des Vortaunus zusammen. Für Eingriffe nach den Paragrafen 13 bis 15 BNatSchG richtet sich die Kompensation nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) und wird in Ökopunkten bewertet. greenature begleitet Vorhabenträger und Kommunen bei Eingriffsregelung, Artenschutz und Ökokonto.
Der Landkreis Main-Taunus-Kreis im Überblick
Der Main-Taunus-Kreis gehört zum Regierungsbezirk Darmstadt und ist trotz seiner geringen Fläche einer der am dichtesten besiedelten Landkreise Deutschlands. Die Lage zwischen den Oberzentren Frankfurt und Wiesbaden führt zu hohem Nutzungsdruck durch Wohnen, Gewerbe und Verkehr.
Naturräumlich reicht der Kreis von der Untermainebene, die zur Großlandschaft Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland (D53) zählt, bis in den bewaldeten Vortaunus als Teil der Großlandschaft Taunus (D41). Der Main bildet im Süden über weite Strecken die Kreisgrenze.
Prägend sind die Kiesgruben der Untermainebene, Streuobstbestände an den Taunushängen sowie Weinbauflächen an den Mainhängen bei Hochheim und Flörsheim. Diese Strukturen bieten trotz dichter Besiedlung wertvolle Lebensräume für geschützte Arten.
Für die naturschutzfachliche Begleitung von Eingriffen ist die Untere Naturschutzbehörde beim Main-Taunus-Kreis zuständig. Ausgleich und Ersatz werden nach der Hessischen Kompensationsverordnung ermittelt und in Ökopunkten bilanziert.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D53 ›
Zum Naturraum D41 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Flächenmäßig einer der kleinsten Landkreise Deutschlands bei zugleich sehr hoher Bevölkerungsdichte, was den Druck auf verbleibende Freiflächen erhöht.
- Kiesgruben der Untermainebene wie die Weilbacher und die Massenheimer Kiesgruben sind bedeutende Sekundärlebensräume und teils als Naturschutzgebiete ausgewiesen.
- Übergang von der offenen Untermainebene in den bewaldeten Vortaunus mit Streuobstwiesen an den Hängen um Kelkheim und Eppstein.
- Weinbau an den Mainhängen bei Hochheim am Main und Flörsheim am Main prägt Landschaft und Kleinklima.
- Trotz starker Zersiedelung bestehen mehrere Natura-2000- und Naturschutzgebiete, deren Erhaltungsziele bei Eingriffen zu beachten sind.
- Hoher Anteil an Gewerbe- und Verkehrsflächen, etwa der Bürostandort Eschborn und die Autobahnen A66, A3 und A5 im Umfeld.
✅ greeNature vor Ort
greenature ist bundesweit tätig und unterstützt Vorhabenträger, Kommunen und Planungsbüros auch im Main-Taunus-Kreis. Im dicht genutzten Rhein-Main-Ballungsraum sind Ausgleichsflächen knapp, sodass der fachlich sauberen Bilanzierung nach der Hessischen Kompensationsverordnung und der frühzeitigen Sicherung von Flächen besondere Bedeutung zukommt. Wir übernehmen die Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung in Ökopunkten, die artenschutzrechtliche Prüfung nach Paragraf 44 BNatSchG einschließlich CEF-Maßnahmen sowie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde. Bei Bedarf entwickeln und betreuen wir Ökokonto-Maßnahmen und übernehmen Herstellung, Pflege und Monitoring der Kompensationsflächen.
Typische Maßnahmen im Landkreis Main-Taunus-Kreis
Streuobstwiesen anlegen und pflegen
Neuanlage und Extensivpflege von Streuobstbeständen an den Taunushängen um Kelkheim und Eppstein. Hochstämmige Obstbäume schaffen Lebensraum für Höhlenbrüter, Fledermäuse und Insekten und werten das Landschaftsbild auf.
Gewässer und Auen entwickeln
Renaturierung von Bachläufen wie Schwarzbach und Wickerbach sowie Auenentwicklung entlang des Mains. Strukturreiche Ufer und angebundene Auenbereiche verbessern Durchgängigkeit und Retention.
Kiesgruben renaturieren
Gestaltung von Steilwänden, Flachwasserzonen und Rohbodenflächen in ausgekiesten Bereichen der Untermainebene. Solche Sekundärlebensräume kommen Amphibien, Reptilien und Watvögeln zugute.
Flächen entsiegeln
Rückbau und Entsiegelung nicht mehr genutzter Verkehrs- und Gewerbeflächen im dicht bebauten Ballungsraum. Entsiegelung schafft neuen Boden für Vegetation und verbessert Versickerung und Kleinklima.
Acker und Weinberge extensivieren
Anlage von Blüh- und Ackerrandstreifen, Feldlerchenfenstern und extensiv genutzten Saumstrukturen auf Acker- und Weinbergsflächen bei Hochheim und Flörsheim. Das fördert Feldvögel und Ackerwildkräuter.
Artenschutz-Habitate sichern (CEF)
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach Paragraf 44 BNatSchG, etwa Anlage besonnter Lesesteinhaufen und Sandlinsen für die Zauneidechse. CEF-Maßnahmen sichern die Funktion betroffener Lebensstätten vor dem Eingriff.
Geschützte Arten im Untermainebene und Vortaunus im Rhein-Main-Ballungsraum
Zauneidechse
Besiedelt Kiesgruben, Bahndämme und trockenwarme Säume der Untermainebene. Bei Eingriffen sind Habitate häufig über vorgezogene CEF-Maßnahmen zu sichern.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Nutzt offene Feuchtflächen und Rohböden in den Kiesgruben, etwa den Weilbacher und Massenheimer Kiesgruben. Der Bestand ist auf störungsarme, feuchte Offenlandflächen angewiesen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Mehrere Arten jagen über Gewässern, Streuobstwiesen und Waldrändern des Vortaunus und nutzen Quartiere in Bäumen und Gebäuden. Quartierbäume und Leitstrukturen sind bei Vorhaben zu berücksichtigen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Brütet auf den Acker- und Weinbergsflächen der offenen Untermainebene bei Hochheim und Flörsheim. Der Bodenbrüter profitiert von extensiven Randstreifen und Feldlerchenfenstern.
Mehr zur Art ›Amphibien
Gewässer der Kiesgruben und Auenbereiche bieten Laichhabitate für Molche, Kröten und Frösche. Neu angelegte, besonnte Kleingewässer eignen sich gut als Ausgleich.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Kommt an strukturreichen Abschnitten von Main, Schwarzbach und Wickerbach vor und benötigt Steilufer für die Bruthöhlen. Naturnahe Gewässerentwicklung fördert die Art.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe und Büroflächen
Erweiterungen und Nachverdichtungen an Gewerbestandorten wie Eschborn lösen regelmäßig Eingriffe aus, für die Ausgleich in Ökopunkten nach der Hessischen Kompensationsverordnung zu erbringen ist.
Verkehrsinfrastruktur
Straßen- und Schienenprojekte im Ballungsraum, etwa im Umfeld von A66 und A3 sowie geplante Schienenvorhaben, erfordern Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung sowie artenschutzrechtliche Prüfungen.
Wohnbauentwicklung
Der anhaltende Siedlungsdruck im Rhein-Main-Gebiet führt zu neuen Wohnbaugebieten. Flächenknappheit macht eine frühzeitige Sicherung von Kompensationsflächen und Ökokonto-Maßnahmen wichtig.
Rohstoffgewinnung
Kiesabbau in der Untermainebene greift in Natur und Landschaft ein. Renaturierte Abbauflächen lassen sich zugleich als hochwertige Kompensations- und Sekundärlebensräume gestalten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Main-Taunus-Kreis
Ökopunkte im Landkreis Main-Taunus-Kreis anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Main-Taunus-Kreis.