Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Hessen · KV (Kompensationsverordnung)
Naturraum D55 · D53 · D47
Regierungsbezirk Darmstadt

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Main-Kinzig-Kreis

Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Main-Kinzig-Kreis, bewertet nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV). Wir begleiten Eingriffe zwischen dem Rhein-Main-Rand, dem Kinzigtal und dem Spessart von der Bilanzierung bis zur dauerhaft gesicherten Maßnahme.

rund 1.320 km² (ohne Hanau)
Fläche
rund 323.000 (ohne Hanau)
Einwohner
28
Städte und Gemeinden
Gelnhausen
Kreisstadt und Sitz
Darmstadt
Regierungsbezirk
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Main-Kinzig-Kreis im Überblick

Der Main-Kinzig-Kreis liegt im Osten des Regierungsbezirks Darmstadt und reicht vom dicht besiedelten Rhein-Main-Rand bei Maintal und Nidderau über das Kinzigtal bis in die Buchen- und Eichenwälder des Hessischen Spessart. Zum 1. Januar 2026 ist die Stadt Hanau aus dem Kreis ausgeschieden und wieder kreisfrei geworden.

Die naturräumliche Bandbreite reicht vom Rhein-Main-Tiefland über die Hügel- und Streuobstlagen des Büdinger Landes bis zu den geschlossenen Waldgebieten des Spessarts und den Ausläufern des Vogelsbergs. Diese Vielfalt prägt sowohl die vorkommenden Arten als auch die Anforderungen an eine fachgerechte Kompensation.

Für Eingriffe in Natur und Landschaft gelten die §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit der Hessischen Kompensationsverordnung (KV). Der Kompensationsbedarf wird in Ökopunkten bilanziert. Wir übernehmen die Ermittlung des Bedarfs, die Maßnahmenplanung und die langfristige Sicherung der Flächen.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D55
Odenwald, Spessart und Südrhön
Zum Naturraum D55 ›
D53
Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
Zum Naturraum D53 ›
D47
Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)
Zum Naturraum D47 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Gelnhausen (KS)MaintalBruchköbelNidderauSchlüchternBad Soden-SalmünsterWächtersbachBad OrbLangenselboldErlenseeGründauFreigerichtSteinau an der StraßeSinntal

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Ausgedehnte Buchen- und Eichenwälder des Hessischen Spessart, unter anderem im FFH-Gebiet Hochspessart mit sehr alten Eichenbeständen.
  • Die Kinzig als prägende Flussachse mit Auen, die für Gewässerrenaturierung und Hochwasserrückhalt eine wichtige Rolle spielen.
  • Vorkommen der Europäischen Wildkatze in den zusammenhängenden Waldgebieten von Spessart und Büdinger Wald.
  • Streuobstwiesen und extensiv genutztes Grünland im Ronneburger Hügelland und im Büdinger Land.
  • Naturpark Hessischer Spessart als großflächiges Schutz- und Erholungsgebiet.
  • Deutlicher Übergang vom verdichteten Rhein-Main-Raum um Maintal und Nidderau zu den ländlich geprägten Mittelgebirgslagen im Osten.

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben im Main-Kinzig-Kreis mit Blick auf die örtlichen Verhältnisse. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises ab, bilanzieren den Eingriff nach der Hessischen Kompensationsverordnung in Ökopunkten und sichern Ausgleichsflächen rechtlich sowie langfristig in der Pflege. Ob naturnahe Waldentwicklung im Spessart, Auenmaßnahmen an der Kinzig oder Offenlandaufwertung im Büdinger Land, wir wählen Maßnahmen, die zum jeweiligen Naturraum und zu den betroffenen Arten passen.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Main-Kinzig-Kreis

🌳

Naturnahe Waldentwicklung

Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Laubwäldern und Gestaltung stufig aufgebauter Waldränder, angelehnt an die Buchen- und Eichenwälder des Spessarts.

💧

Auen- und Gewässerrenaturierung

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung naturnaher Auen entlang der Kinzig und ihrer Zuflüsse.

🍎

Streuobstwiesen anlegen und pflegen

Neuanlage und Sanierung von Hochstamm-Streuobstbeständen im Ronneburger Hügelland und im Büdinger Land als Lebensraum für Vögel und Insekten.

🌾

Grünlandextensivierung

Umwandlung von Intensivgrünland und Acker in artenreiche, extensiv genutzte Wiesen mit angepasstem Mahdregime.

🐸

Kleingewässer und Amphibienlaichgewässer

Anlage besonnter Tümpel und Feuchtbiotope für Amphibien, unter anderem im Umfeld der Kinzigaue und feuchter Waldlagen.

🦎

Sonderstandorte für Reptilien und Offenland

Trockenmauern, Lesesteinhaufen und Blühstreifen für Zauneidechse und Offenlandarten an sonnigen Hang- und Randlagen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Spessart, Kinzigtal und östliches Rhein-Main

🐱

Europäische Wildkatze

Die zusammenhängenden Wälder von Spessart und Büdinger Wald zählen zu den bedeutenden Rückzugsräumen der Wildkatze in Hessen. Waldverbund und störungsarme Bestände sind für sie entscheidend.

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🕊️

Schwarzstorch

Der Schwarzstorch brütet in ruhigen, alten Waldbeständen und nutzt naturnahe Bäche und Auen als Nahrungshabitat. Waldrandgestaltung und gute Gewässerqualität kommen ihm zugute.

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🦇

Waldfledermäuse (u. a. Bechsteinfledermaus)

Die alten Laubwälder des Hochspessart bieten höhlenreiche Quartierbäume für waldgebundene Fledermausarten wie Bechsteinfledermaus und Mopsfledermaus.

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🐭

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt strukturreiche Wälder, Waldränder und Hecken. Durchgängige Gehölzstrukturen sind für ihre Ausbreitung wichtig.

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🐦

Eisvogel

An naturnahen Abschnitten der Kinzig und ihrer Zuflüsse findet der Eisvogel Steilufer zum Brüten und klare, fischreiche Gewässer als Jagdrevier.

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🦎

Zauneidechse

Warme, besonnte Böschungen, Bahndämme und Waldränder bieten der Zauneidechse Lebensraum. Bei Eingriffen ist sie häufig artenschutzrechtlich relevant.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Verkehrsinfrastruktur

Ausbau und Erhaltungsmaßnahmen an den Autobahnen A45 und A66 sowie an Bundes- und Landesstraßen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf im Kreisgebiet.

🏭

Gewerbe- und Logistikflächen

Neue Gewerbe- und Logistikstandorte entlang der Autobahnachsen, etwa im Umfeld von Gelnhausen und Erlensee, führen zu Eingriffen in Boden und Freiflächen.

🏘️

Wohnbauentwicklung am Rhein-Main-Rand

Die Nachfrage nach Wohnraum in Maintal, Nidderau und Bruchköbel treibt Baulandausweisungen mit entsprechendem Ausgleichsbedarf.

⚡

Energie- und Netzinfrastruktur

Windenergievorhaben in den Waldlagen sowie der Ausbau von Strom- und Bahntrassen lösen Kompensations- und Artenschutzmaßnahmen aus.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

WE
Landkreis Wetteraukreis
Westen und Nordwesten (Hessen)
VO
Landkreis Vogelsbergkreis
Norden (Hessen)
FU
Landkreis Fulda
Nordosten (Hessen)
OF
Landkreis Offenbach
Südwesten (Hessen)
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Main-Kinzig-Kreis

In Hessen und damit auch im Main-Kinzig-Kreis wird die Kompensation nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) bewertet. Eingriff und Ausgleichsmaßnahmen werden dabei in Ökopunkten bilanziert, nicht nach der bayerischen BayKompV.
Untere Naturschutzbehörde ist das Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises mit Sitz in Gelnhausen. Es stimmt Kompensationsmaßnahmen und artenschutzrechtliche Belange ab.
Nein. Zum 1. Januar 2026 ist die Stadt Hanau aus dem Main-Kinzig-Kreis ausgeschieden und wieder kreisfrei. Für Vorhaben in Hanau ist die Stadt selbst zuständig, für das übrige Kreisgebiet der Main-Kinzig-Kreis.
Je nach Standort können unter anderem Wildkatze, Schwarzstorch, waldbewohnende Fledermäuse, Haselmaus, Eisvogel und Zauneidechse betroffen sein. Der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG ist frühzeitig zu prüfen, bei Bedarf mit CEF-Maßnahmen zur Sicherung der ökologischen Funktion.
Geeignet sind unter anderem naturnahe Waldentwicklung im Spessart, Auen- und Gewässerrenaturierung an der Kinzig, Streuobst- und Grünlandaufwertung im Büdinger Land sowie Kleingewässer für Amphibien. Wir wählen die Maßnahme passend zum betroffenen Naturraum.
Wir übernehmen die Kompensation als Full-Service, von der Bilanzierung nach KV über die Maßnahmenplanung und Flächensicherung bis zu Pflege und Monitoring. So bleibt der Ausgleich für Vorhabenträger planbar.
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