
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Limburg-Weilburg
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Limburg-Weilburg, bewertet in Biotopwertpunkten nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) und geführt über Ökokonten. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen im Lahntal, im Westerwald und im Taunus.
Der Landkreis Limburg-Weilburg im Überblick
Der Landkreis Limburg-Weilburg liegt in Mittelhessen zwischen den Mittelgebirgen Taunus im Süden und Westerwald im Norden und gehört zum Regierungsbezirk Gießen. Auf rund 738 Quadratkilometern leben etwa 173.000 Menschen in 19 Städten und Gemeinden. Sitz der Kreisverwaltung und zugleich größte Kommune ist die Kreisstadt Limburg a. d. Lahn. Rund ein Drittel der Kreisfläche ist bewaldet.
Prägend ist das Tal der Lahn, das den Kreis von Ost nach West durchzieht und dem BfN-Naturraum D40 (Lahntal und Limburger Becken) zugeordnet ist. Nach Norden schließt der Westerwald (D39) an, nach Südosten der Taunus (D41). Das offene, klimatisch begünstigte Limburger Becken mit seinen Streuobstwiesen, Kalkstandorten und Auen steht im Kontrast zu den waldreichen, kühleren Höhen der beiden Mittelgebirge.
Nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG sind vermeidbare Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu unterlassen und unvermeidbare Eingriffe auszugleichen oder zu ersetzen. Maßgeblich für Bewertung und Bilanzierung ist in Hessen die Kompensationsverordnung (KV), die den Kompensationsbedarf und die Aufwertung von Flächen in Biotopwertpunkten (Ökopunkten) bemisst. Vorgezogene Maßnahmen lassen sich über Ökokonten sichern und später einem Eingriff zuordnen.
Wirtschaftlich ist die Region seit jeher vom Abbau und der Verarbeitung von Kalkstein und Basalt geprägt, dazu kommen Gewerbe, Logistik entlang der A3 sowie der ICE-Halt Limburg Süd. Straßenbauvorhaben wie der vierstreifige Ausbau der B49, Rohstoffgewinnung, Siedlungs- und Gewerbeentwicklung sowie die Windenergie auf den Höhen von Westerwald und Taunus lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Kompensation nach der KV zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D40 ›
Zum Naturraum D41 ›
Zum Naturraum D39 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Lahntal als landschaftsprägende Flussachse mit naturnahen Abschnitten und dem FFH-Gebiet Lahntal und seine Hänge
- Lahn als Teil des europäischen Netzes Natura 2000 mit Bedeutung unter anderem für den Eisvogel
- Waldreiche Höhen von Westerwald und Taunus als Lebensraum von Schwarzstorch und Wildkatze
- Kalk- und Basaltvorkommen mit aktiven Steinbrüchen, etwa dem Kalksteinbruch am Schneelsberg und Basaltbrüchen im Westerwald
- Streuobstwiesen und Kalkmagerrasen im wärmebegünstigten Limburger Becken
- Ehemalige Gruben und Steinbrüche der Lahnmarmor-Region als Sekundärlebensräume und Fledermausquartiere
- Übergangslage zwischen drei BfN-Naturräumen (D40, D39, D41) mit entsprechend hoher Lebensraumvielfalt
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit für Vorhabenträger, Kommunen und Planungsbüros tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im Landkreis Limburg-Weilburg. Wir kennen das in Hessen maßgebliche Verfahren der Kompensationsverordnung (KV) mit der Bewertung in Biotopwertpunkten, die Führung von Ökokonten sowie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises. Für Eingriffe im Lahntal, im Westerwald und im Taunus entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen, die zur naturräumlichen Ausstattung der Naturräume D40, D39 und D41 passen, und sichern sie dauerhaft rechtlich und tatsächlich ab.
Typische Maßnahmen im Landkreis Limburg-Weilburg
Auenrenaturierung an der Lahn
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und naturnahe Entwicklung der Lahn und ihrer Zuflüsse. So entstehen Steilufer, Flachwasserzonen und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien, zugleich wird Retentionsraum zurückgewonnen.
Streuobst und Extensivgrünland
Neuanlage und Pflege von Streuobstwiesen sowie Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Extensivgrünland im wärmebegünstigten Limburger Becken. Diese Maßnahmen heben den Biotopwert deutlich und schaffen Lebensraum für Insekten, Vögel und Fledermäuse.
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Nadelforste in standortgerechte Laub- und Mischwälder aus Buche, Eiche und Hainbuche in Westerwald und Taunus, verbunden mit der Förderung von Alt- und Totholz. Solche Wälder bieten Schwarzstorch, Wildkatze und waldbewohnenden Fledermäusen Lebensraum.
Renaturierung von Steinbrüchen
Naturnahe Gestaltung ausgekiester Bereiche und Rekultivierung von Kalk- und Basaltbrüchen mit besonnten Kleingewässern, Rohbodenflächen und Felswänden. Diese Sekundärlebensräume sind wertvoll für Gelbbauchunke und weitere Amphibien, Zauneidechse und Wildbienen.
Kalkmagerrasen und Saumbiotope
Entbuschung und extensive Beweidung oder Mahd von Kalkmagerrasen auf den Kalkstandorten des Limburger Beckens sowie Entwicklung artenreicher Säume. Solche Trockenlebensräume beherbergen seltene Pflanzen, Insekten und Reptilien.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und in Steinbrüchen, Fledermausquartiere in Gebäuden und Stollen sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien.
Geschützte Arten im Lahntal zwischen Taunus und Westerwald
Schwarzstorch in den Waldgebieten
Die zusammenhängenden, gewässerreichen Wälder von Westerwald und Taunus bieten dem störungsempfindlichen Schwarzstorch Brutlebensraum. Bei Eingriffen in Waldgebiete sind Horstschutzzonen, störungsarme Zeitfenster und die Sicherung von Nahrungsgewässern wichtige Bausteine der Planung.
Mehr zur Art ›Eisvogel an der Lahn
Naturnahe Uferabschnitte der Lahn mit Steilwänden bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze, die Lahn ist hier Teil des europäischen Netzes Natura 2000. Bei Eingriffen an Gewässern gehören Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen zu den typischen CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Höhlen und Wäldern
Alte Stollen und Höhlen der Kalk- und Lahnmarmor-Region sowie die Laubwälder der Mittelgebirge sind Quartier und Jagdgebiet für Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und weitere Arten. Alle sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse in Steinbrüchen und an Bahndämmen
Besonnte Böschungen, Steinbrüche, Basaltflächen und Bahndämme sind Lebensraum der streng geschützten Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten gehören Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.
Mehr zur Art ›Amphibien in Steinbruchgewässern
Gelbbauchunke, Kreuzkröte und Kammmolch besiedeln wechselfeuchte Kleingewässer in Kalk- und Basaltbrüchen sowie Auensenken der Lahn. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Rohstoffvorhaben.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Mittelgebirgswäldern
Die ausgedehnten, strukturreichen Wälder von Taunus und Westerwald zählen zum Verbreitungsgebiet der Europäischen Wildkatze. Waldrandgestaltung, Totholz und die Vernetzung von Waldlebensräumen über Korridore unterstützen ihre Bestände und dienen dem Biotopverbund.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Ausbau der B49
Der vierstreifige Ausbau der B49 zwischen Limburg und Wetzlar ist ein großräumiges Straßenbauvorhaben mit erheblichem Kompensationsbedarf. Abschnittsweise sind auch gewässerbauliche Maßnahmen wie die Verlegung von Lahnabschnitten vorgesehen, die ökologisch auszugleichen sind.
Rohstoffgewinnung
Der Abbau von Kalkstein und Basalt, etwa am Schneelsberg und in den Basaltbrüchen des Westerwaldes, greift in Boden, Relief und Lebensräume ein. Rekultivierung und begleitende Kompensation können dabei neue Sekundärlebensräume an Abbaugewässern und Felswänden schaffen.
Siedlung, Gewerbe und Verkehr
Wohn- und Gewerbegebiete in Limburg, Weilburg und den übrigen Kommunen, das Umfeld des ICE-Halts Limburg Süd an der Schnellfahrstrecke Köln,Rhein/Main sowie Ortsumgehungen führen zu Flächenversiegelung und erfordern Ausgleich nach der KV. Grundeigentümer können als Flächenanbieter profitieren.
Windenergie auf den Höhen
Auf den waldreichen Höhen von Westerwald und Taunus entstehen Windenergieanlagen. Neubau und Repowering lösen Eingriffe aus und erfordern häufig artenschutzrechtliche Prüfungen sowie FCS-Maßnahmen für windkraftempfindliche Arten wie Rotmilan und Fledermäuse.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Limburg-Weilburg
Ökopunkte im Landkreis Limburg-Weilburg anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Limburg-Weilburg.