
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Kassel
Sofort verfügbare Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Kassel, bewertet nach der hessischen Kompensationsverordnung (KV) im Biotopwertverfahren. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen zwischen Reinhardswald, Habichtswald und Kasseler Becken.
Der Landkreis Kassel im Überblick
Der Landkreis Kassel liegt im Norden Hessens und gehört zum Regierungsbezirk Kassel. Mit rund 1.293 Quadratkilometern umschließt er nahezu vollständig die kreisfreie Stadt Kassel, die als Enklave im Südosten ausgespart bleibt und zugleich Verwaltungssitz des Landkreises ist. In den 11 Städten und 17 Gemeinden leben etwa 231.000 Menschen. Größte Kommunen sind Baunatal und Vellmar, weitere bedeutende Orte sind Hofgeismar und Wolfhagen.
Landschaftlich teilt sich der Kreis in zwei BfN-Naturräume. Der überwiegende Teil gehört zum Westhessischen Bergland (D46) mit dem Habichtswälder Bergland, der Westhessischen Senke und dem Kasseler Becken. Die bewaldeten Höhenzüge im Norden und Osten, vor allem der Reinhardswald und der Kaufunger Wald, zählen zum Oberen Weserbergland (D36). Prägende Fließgewässer sind Fulda und Diemel, die die Beckenlandschaften durchziehen.
Ökologisch bedeutsam sind die ausgedehnten Buchen- und Eichenwälder des Reinhardswaldes mit ihren alten Hute- und Höhlenbäumen sowie die Basaltkuppen und Kalkmagerrasen des Habichtswaldes. Zahlreiche Flächen sind als FFH- und Vogelschutzgebiete Teil des europäischen Netzes Natura 2000, darunter die Wälder bei Zierenberg und der Habichtswald. Die Naturparke Reinhardswald und Habichtswald unterstreichen den naturschutzfachlichen Wert der Region.
Wirtschaftlich ist der Kreis vom industriellen Umland Kassels geprägt, etwa dem großen Fahrzeugwerk in Baunatal, dazu kommen der Verkehrsflughafen Kassel bei Calden, Gewerbe- und Logistikstandorte sowie eine intensive Land- und Forstwirtschaft. Windenergievorhaben auf den Höhenzügen, der Ausbau von Verkehrswegen wie A7 und A44, Siedlungs- und Gewerbeentwicklung sowie Rohstoffgewinnung lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG über das Biotopwertverfahren der hessischen Kompensationsverordnung zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Reinhardswald im Norden mit alten Buchen- und Eichenwäldern sowie uralten Hutebäumen
- Naturpark Habichtswald mit Basaltkuppen vulkanischen Ursprungs und dem Hohen Dörnberg
- FFH-Gebiete wie Wälder bei Zierenberg und Habichtswald als Teil von Natura 2000
- Artenreiche Kalkmagerrasen am Hohen Dörnberg, entstanden durch jahrhundertelange Beweidung
- Fulda und Diemel als prägende Fließgewässer der Beckenlandschaften
- Gemeindefreies Gebiet Gutsbezirk Reinhardswald als eines der größten geschlossenen Waldgebiete Hessens
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im Landkreis Kassel. Wir kennen das in Hessen maßgebliche Biotopwertverfahren der Kompensationsverordnung (KV), die Praxis der Ökokonten und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Für Eingriffe zwischen Reinhardswald, Habichtswald und Kasseler Becken entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen in den Wäldern, Magerrasen und Auen der Naturräume D46 und D36.
Typische Maßnahmen im Landkreis Kassel
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Nadelforste in standortgerechte Buchen- und Eichenwälder im Reinhardswald und Habichtswald sowie Förderung von Alt- und Totholz und Höhlenbäumen. Solche Maßnahmen werten waldgebundene Lebensräume auf und lassen sich im Biotopwertverfahren der KV in Ökopunkten abbilden.
Kalkmagerrasen und Beweidung
Erhalt und Wiederherstellung artenreicher Kalkmagerrasen, etwa am Hohen Dörnberg, durch extensive Schaf- und Ziegenbeweidung sowie Entbuschung. Diese offenen Standorte beherbergen seltene Pflanzen und Insekten und sichern den günstigen Erhaltungszustand der zugehörigen FFH-Lebensraumtypen.
Auenrenaturierung an Fulda und Diemel
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und naturnahe Gewässerentwicklung an Fulda, Diemel und ihren Nebenbächen. So entstehen Steilufer, Flachwasserzonen und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Streuobst, Hecken und Biotopverbund
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Feldhecken und extensivem Grünland in der Westhessischen Senke. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume in der offenen Kulturlandschaft und schaffen Trittsteinbiotope für Vögel, Fledermäuse und Insekten.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen und Bahndämmen, Fledermausquartiere in Wald und Gebäuden sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien.
Kleingewässer und Feuchtbiotope
Neuanlage besonnter Laichgewässer, Tümpel und wechselfeuchter Senken in Auen und Waldrandlagen. Solche Feuchtbiotope sichern Fortpflanzungsstätten von Amphibien und Libellen und erhöhen die Strukturvielfalt der Landschaft.
Geschützte Arten im Nordhessen zwischen Reinhardswald und Habichtswald
Schwarzstorch im Reinhardswald
Die ausgedehnten, störungsarmen Laubwälder des Reinhardswaldes mit ihren Bächen und Waldtümpeln zählen zu den Brutgebieten des scheuen Schwarzstorchs. Erhalt alter Horstbäume, störungsfreier Waldbereiche und naturnaher Waldgewässer sichert seine Vorkommen bei forstlichen und baulichen Vorhaben.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den großen Waldgebieten
Reinhardswald und Kaufunger Wald gehören zu den Verbreitungsschwerpunkten der Europäischen Wildkatze in Hessen. Sie benötigt strukturreiche Wälder mit Totholz, Windwurf und ungestörten Rückzugsräumen. Der Erhalt von Waldrändern und Biotopverbund ist für ihre Wanderungen entscheidend.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Buchenwäldern
Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten nutzen die alten Buchenwälder mit Baumhöhlen als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Fällungen, Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Wald und Hecke
Die streng geschützte Haselmaus besiedelt struktur- und beerenreiche Waldränder, Gebüsche und Hecken. Bei Rodungen und Gehölzverlusten sind der Erhalt von Verbundstrukturen sowie die Anlage neuer Gehölzbiotope als vorgezogene Maßnahmen gefragt.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Fulda und Diemel
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Magerrasen und Bahndämmen
Auf Magerrasen, Böschungen und Bahndämmen ist die Zauneidechse eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Windenergie auf den Höhenzügen
Auf den bewaldeten Höhen des Kreises, unter anderem im Reinhardswald, werden Windenergievorhaben geplant und umgesetzt. Neubau und Repowering lösen Eingriffe aus und erfordern häufig artenschutzrechtliche Prüfungen sowie FCS-Maßnahmen für windkraftempfindliche Arten.
Industrie und Gewerbe im Kasseler Umland
Das große Fahrzeugwerk in Baunatal, der Verkehrsflughafen Kassel bei Calden sowie Gewerbe- und Logistikflächen führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, der über das Biotopwertverfahren der KV bilanziert wird.
Verkehrsinfrastruktur
Ausbau und Sanierung der Autobahnen A7 und A44, von Bundes- und Landstraßen sowie Ortsumgehungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. greeNature ermittelt den Bedarf und ordnet ihn den passenden Naturräumen und Flächen zu.
Siedlungsentwicklung
Wohn- und Gewerbegebiete in den wachsenden Vororten rund um Kassel sowie in Baunatal, Vellmar und Fuldatal führen zu Eingriffen in Boden und Landschaft. Grundeigentümer können hier als Flächenanbieter für Kompensation profitieren.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Kassel.