Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Hessen · KV (Kompensationsverordnung)
Naturraum D46 · D36 · D47
Regierungsbezirk Kassel

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Kassel

Sofort verfügbare Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Kassel, bewertet nach der hessischen Kompensationsverordnung (KV) im Biotopwertverfahren. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen zwischen Reinhardswald, Habichtswald und Kasseler Becken.

1.293
km² Kreisfläche
~231.000
Einwohner
28
Städte und Gemeinden
D46 / D36
BfN-Naturräume
Kassel
Regierungsbezirk
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Kassel im Überblick

Der Landkreis Kassel liegt im Norden Hessens und gehört zum Regierungsbezirk Kassel. Mit rund 1.293 Quadratkilometern umschließt er nahezu vollständig die kreisfreie Stadt Kassel, die als Enklave im Südosten ausgespart bleibt und zugleich Verwaltungssitz des Landkreises ist. In den 11 Städten und 17 Gemeinden leben etwa 231.000 Menschen. Größte Kommunen sind Baunatal und Vellmar, weitere bedeutende Orte sind Hofgeismar und Wolfhagen.

Landschaftlich teilt sich der Kreis in zwei BfN-Naturräume. Der überwiegende Teil gehört zum Westhessischen Bergland (D46) mit dem Habichtswälder Bergland, der Westhessischen Senke und dem Kasseler Becken. Die bewaldeten Höhenzüge im Norden und Osten, vor allem der Reinhardswald und der Kaufunger Wald, zählen zum Oberen Weserbergland (D36). Prägende Fließgewässer sind Fulda und Diemel, die die Beckenlandschaften durchziehen.

Ökologisch bedeutsam sind die ausgedehnten Buchen- und Eichenwälder des Reinhardswaldes mit ihren alten Hute- und Höhlenbäumen sowie die Basaltkuppen und Kalkmagerrasen des Habichtswaldes. Zahlreiche Flächen sind als FFH- und Vogelschutzgebiete Teil des europäischen Netzes Natura 2000, darunter die Wälder bei Zierenberg und der Habichtswald. Die Naturparke Reinhardswald und Habichtswald unterstreichen den naturschutzfachlichen Wert der Region.

Wirtschaftlich ist der Kreis vom industriellen Umland Kassels geprägt, etwa dem großen Fahrzeugwerk in Baunatal, dazu kommen der Verkehrsflughafen Kassel bei Calden, Gewerbe- und Logistikstandorte sowie eine intensive Land- und Forstwirtschaft. Windenergievorhaben auf den Höhenzügen, der Ausbau von Verkehrswegen wie A7 und A44, Siedlungs- und Gewerbeentwicklung sowie Rohstoffgewinnung lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG über das Biotopwertverfahren der hessischen Kompensationsverordnung zu erbringen ist.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D46
Westhessisches Berg- und Beckenland
Zum Naturraum D46 ›
D36
Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland
Zum Naturraum D36 ›
D47
Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)
Zum Naturraum D47 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Kassel (Kreissitz, kreisfrei) (KS)BaunatalVellmarHofgeismarWolfhagenFuldatalKaufungenLohfeldenNiestetalBad KarlshafenGrebensteinImmenhausenNaumburgZierenberg

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Reinhardswald im Norden mit alten Buchen- und Eichenwäldern sowie uralten Hutebäumen
  • Naturpark Habichtswald mit Basaltkuppen vulkanischen Ursprungs und dem Hohen Dörnberg
  • FFH-Gebiete wie Wälder bei Zierenberg und Habichtswald als Teil von Natura 2000
  • Artenreiche Kalkmagerrasen am Hohen Dörnberg, entstanden durch jahrhundertelange Beweidung
  • Fulda und Diemel als prägende Fließgewässer der Beckenlandschaften
  • Gemeindefreies Gebiet Gutsbezirk Reinhardswald als eines der größten geschlossenen Waldgebiete Hessens

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im Landkreis Kassel. Wir kennen das in Hessen maßgebliche Biotopwertverfahren der Kompensationsverordnung (KV), die Praxis der Ökokonten und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Für Eingriffe zwischen Reinhardswald, Habichtswald und Kasseler Becken entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen in den Wäldern, Magerrasen und Auen der Naturräume D46 und D36.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Kassel

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Nadelforste in standortgerechte Buchen- und Eichenwälder im Reinhardswald und Habichtswald sowie Förderung von Alt- und Totholz und Höhlenbäumen. Solche Maßnahmen werten waldgebundene Lebensräume auf und lassen sich im Biotopwertverfahren der KV in Ökopunkten abbilden.

🌼

Kalkmagerrasen und Beweidung

Erhalt und Wiederherstellung artenreicher Kalkmagerrasen, etwa am Hohen Dörnberg, durch extensive Schaf- und Ziegenbeweidung sowie Entbuschung. Diese offenen Standorte beherbergen seltene Pflanzen und Insekten und sichern den günstigen Erhaltungszustand der zugehörigen FFH-Lebensraumtypen.

🌊

Auenrenaturierung an Fulda und Diemel

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und naturnahe Gewässerentwicklung an Fulda, Diemel und ihren Nebenbächen. So entstehen Steilufer, Flachwasserzonen und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.

🌾

Streuobst, Hecken und Biotopverbund

Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Feldhecken und extensivem Grünland in der Westhessischen Senke. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume in der offenen Kulturlandschaft und schaffen Trittsteinbiotope für Vögel, Fledermäuse und Insekten.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen und Bahndämmen, Fledermausquartiere in Wald und Gebäuden sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien.

💧

Kleingewässer und Feuchtbiotope

Neuanlage besonnter Laichgewässer, Tümpel und wechselfeuchter Senken in Auen und Waldrandlagen. Solche Feuchtbiotope sichern Fortpflanzungsstätten von Amphibien und Libellen und erhöhen die Strukturvielfalt der Landschaft.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Nordhessen zwischen Reinhardswald und Habichtswald

🕊️

Schwarzstorch im Reinhardswald

Die ausgedehnten, störungsarmen Laubwälder des Reinhardswaldes mit ihren Bächen und Waldtümpeln zählen zu den Brutgebieten des scheuen Schwarzstorchs. Erhalt alter Horstbäume, störungsfreier Waldbereiche und naturnaher Waldgewässer sichert seine Vorkommen bei forstlichen und baulichen Vorhaben.

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🐈

Wildkatze in den großen Waldgebieten

Reinhardswald und Kaufunger Wald gehören zu den Verbreitungsschwerpunkten der Europäischen Wildkatze in Hessen. Sie benötigt strukturreiche Wälder mit Totholz, Windwurf und ungestörten Rückzugsräumen. Der Erhalt von Waldrändern und Biotopverbund ist für ihre Wanderungen entscheidend.

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🦇

Fledermäuse in Buchenwäldern

Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten nutzen die alten Buchenwälder mit Baumhöhlen als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Fällungen, Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🐭

Haselmaus in Wald und Hecke

Die streng geschützte Haselmaus besiedelt struktur- und beerenreiche Waldränder, Gebüsche und Hecken. Bei Rodungen und Gehölzverlusten sind der Erhalt von Verbundstrukturen sowie die Anlage neuer Gehölzbiotope als vorgezogene Maßnahmen gefragt.

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🐟

Eisvogel an Fulda und Diemel

Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.

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🦎

Zauneidechse an Magerrasen und Bahndämmen

Auf Magerrasen, Böschungen und Bahndämmen ist die Zauneidechse eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

💨

Windenergie auf den Höhenzügen

Auf den bewaldeten Höhen des Kreises, unter anderem im Reinhardswald, werden Windenergievorhaben geplant und umgesetzt. Neubau und Repowering lösen Eingriffe aus und erfordern häufig artenschutzrechtliche Prüfungen sowie FCS-Maßnahmen für windkraftempfindliche Arten.

🏭

Industrie und Gewerbe im Kasseler Umland

Das große Fahrzeugwerk in Baunatal, der Verkehrsflughafen Kassel bei Calden sowie Gewerbe- und Logistikflächen führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, der über das Biotopwertverfahren der KV bilanziert wird.

🛤️

Verkehrsinfrastruktur

Ausbau und Sanierung der Autobahnen A7 und A44, von Bundes- und Landstraßen sowie Ortsumgehungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. greeNature ermittelt den Bedarf und ordnet ihn den passenden Naturräumen und Flächen zu.

🏘️

Siedlungsentwicklung

Wohn- und Gewerbegebiete in den wachsenden Vororten rund um Kassel sowie in Baunatal, Vellmar und Fuldatal führen zu Eingriffen in Boden und Landschaft. Grundeigentümer können hier als Flächenanbieter für Kompensation profitieren.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

WA
Landkreis Waldeck-Frankenberg
Westlicher Nachbar, Hessen
SC
Landkreis Schwalm-Eder-Kreis
Südlicher Nachbar, Hessen
WE
Landkreis Werra-Meißner-Kreis
Östlicher Nachbar, Hessen
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Kassel

Der Landkreis Kassel teilt sich in zwei BfN-Naturräume. Der größere Teil gehört zum Westhessischen Bergland (D46) mit Habichtswälder Bergland, Westhessischer Senke und Kasseler Becken, die bewaldeten Höhen im Norden und Osten wie der Reinhardswald und der Kaufunger Wald zählen zum Oberen Weserbergland (D36). Für die Bewertung nach dem Biotopwertverfahren ist die genaue Einordnung des Eingriffsortes entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
In Hessen werden Eingriff und Ausgleich nach der Kompensationsverordnung (KV) über das Biotopwertverfahren bewertet. Jeder Biotoptyp erhält anhand der Anlage zur KV eine bestimmte Zahl an Biotopwertpunkten (Ökopunkten), maßgeblich ist die Differenz der Wertpunkte vor und nach der Aufwertung einer Fläche. Vorgezogene Maßnahmen werden über ein Ökokonto bei der zuständigen Naturschutzbehörde geführt. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Bilanzierung, Flächenzuordnung, die behördliche Abstimmung und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Kassel, Fachdienst Naturschutz, mit Sitz in der Ritterstraße 1, 34466 Wolfhagen. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung im Ökokonto bis zur Abnahme.
Häufig sind der naturnahe Umbau von Nadelforsten in Buchen- und Eichenwälder, die Pflege artenreicher Kalkmagerrasen wie am Hohen Dörnberg, Auenrenaturierungen an Fulda und Diemel sowie Streuobst, Hecken und Biotopverbund in der Westhessischen Senke. Bei Infrastruktur- und Windkraftvorhaben kommen Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Amphibien, Fledermäuse und Eisvogel hinzu.
Ja. Zu den bedeutenden Natura-2000-Gebieten zählen die Wälder bei Zierenberg, der Habichtswald sowie Waldgebiete des Reinhardswaldes. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie Maßnahmen zur Sicherung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich machen. greeNature prüft die gebietsbezogenen Anforderungen im Einzelfall.
Ja. Besonders geeignet sind Flächen mit Aufwertungspotenzial, etwa strukturarme Forste, intensiv genutztes Grünland, Gewässerrandstreifen oder verbuschte Magerrasen. greeNature prüft die Eignung, ermittelt die erzielbaren Ökopunkte nach der KV und übernimmt Planung, Anerkennung und dauerhafte Sicherung. So werden ökologische Aufwertung und wirtschaftliche Nutzung der Fläche miteinander verbunden.
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