
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Lahn-Dill-Kreis
Ökopunkte und Kompensation nach der Hessischen Kompensationsverordnung im Lahn-Dill-Kreis. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Lahn-Dill-Bergland zwischen Westerwald, Lahntal und Taunus.
Der Landkreis Lahn-Dill-Kreis im Überblick
Der Lahn-Dill-Kreis liegt in Mittelhessen und gehört zum Regierungsbezirk Gießen. Er umfasst 23 Städte und Gemeinden auf rund 1.066 km² mit etwa 253.000 Einwohnern. Verwaltungssitz und Kreisstadt ist die Sonderstatusstadt Wetzlar an der Lahn, weitere wirtschaftliche Schwerpunkte bilden Dillenburg, Herborn und Haiger im Dilltal. Der Kreis reicht vom breiten Lahntal im Süden bis in die bewaldeten Mittelgebirgslagen des Westerwaldes und des Rothaargebirges im Norden.
Landschaftlich wird der Kreis von drei BfN-Naturräumen geprägt. Der größte Teil, das Gladenbacher Bergland mit den Tälern von Dill und Dietzhölze, gehört zum Naturraum D39 (Westerwald). Das Lahntal um Wetzlar, Leun und Solms zählt zum Naturraum D40 (Lahntal und Limburger Becken), während der Süden um Braunfels und Waldsolms in den Hintertaunus und damit in den Naturraum D41 (Taunus) übergeht. Geologisch prägen Schiefer, Grauwacke, Diabas und Basalt die Mittelgebirgsrücken, in denen über Jahrhunderte das bekannte Lahn-Dill-Erz abgebaut wurde.
Ökologisch bestimmen ausgedehnte Buchen- und Eichenwälder, strukturreiche Bachtäler sowie extensiv genutzte Berg-, Feucht- und Magerwiesen das Bild. Große Teile des Kreises liegen im Naturpark Lahn-Dill-Bergland. Das Natura-2000-Netz sichert unter anderem das Vogelschutzgebiet Hörre bei Herborn und Lemptal sowie zahlreiche FFH-Gebiete wie die Orchideenwiesen bei Haiger-Seelbach. Die waldreichen Höhen und ruhigen Bachauen bieten Lebensraum für Schwarzstorch, Wildkatze und zahlreiche Fledermausarten, die die alten Bergbaustollen als Winterquartier nutzen.
Wirtschaftlich ist der Lahn-Dill-Kreis ein traditionsreicher Industriestandort mit Metallverarbeitung, Maschinenbau und der Optik- und Feinwerktechnik im Raum Wetzlar. Durch den Kreis verläuft die Autobahn A45 (Sauerlandlinie) mit ihren zahlreichen erneuerungsbedürftigen Talbrücken. Verkehrsvorhaben, Gewerbe- und Wohnbauentwicklung, Rohstoffabbau und der Ausbau der Windenergie in den waldreichen Höhenlagen lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach der Hessischen Kompensationsverordnung in Ökopunkten zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D39 ›
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Zum Naturraum D46 ›
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Lahn-Dill-Bergland als großflächige, bewaldete Mittelgebirgslandschaft
- Vogelschutzgebiet Hörre bei Herborn und Lemptal mit Auen und Feuchtlebensräumen
- FFH-Gebiet Orchideenwiesen bei Haiger-Seelbach im Dilltal
- Dill, Dietzhölze und Lahn als prägende Fließgewässer mit naturnahen Abschnitten
- Ehemalige Erzbergbaustollen des Lahn-Dill-Gebiets als bedeutende Fledermausquartiere
- Basalt-, Diabas- und Grauwackevorkommen mit Steinbrüchen als Sekundärlebensräumen
- Artenreiche Berg-, Feucht- und Magerwiesen im Gladenbacher Bergland
✅ greeNature vor Ort
greeNature entwickelt und sichert Kompensation im gesamten Lahn-Dill-Kreis nach der Hessischen Kompensationsverordnung und begleitet Vorhabenträger bundesweit von der Bilanzierung bis zur dauerhaften Sicherung. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde in Wetzlar, die naturraumbezogene Bewertung in den Naturräumen D39, D40 und D41 sowie die typischen Lebensräume des Lahn-Dill-Berglandes, von den Bachtälern an Dill und Lahn bis zu den Bergwiesen und Wäldern des Westerwaldes und Hintertaunus.
Typische Maßnahmen im Landkreis Lahn-Dill-Kreis
Fließgewässerrenaturierung an Dill und Lahn
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung eigendynamischer Gewässerabschnitte an Dill, Dietzhölze und Lahn. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien, verbunden mit einer deutlichen Aufwertung der Gewässerstruktur.
Extensivierung von Berg- und Feuchtwiesen
Erhalt und Entwicklung artenreicher Berg-, Feucht- und Magerwiesen durch angepasste Mahdtermine, Verzicht auf Düngung und extensive Beweidung. Solche Grünlandmaßnahmen sichern geschützte Wiesenlebensräume und die Insekten- und Pflanzenvielfalt des Lahn-Dill-Berglandes.
Waldumbau und Alt- und Totholzförderung
Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Laubmischwäldern aus Buche, Eiche und Hainbuche sowie Förderung von Alt-, Höhlen- und Totholzbäumen. Naturnahe Wälder werten den Lebensraum für Schwarzstorch, Wildkatze, Fledermäuse und Haselmaus auf.
Hecken, Streuobst und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen auf den Hängen und in der Feldflur. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, schaffen Trittsteinbiotope und werten die offene Kulturlandschaft im Übergang zwischen Tälern und Höhen auf.
Artenschutz CEF und FCS
Sicherung und Neuschaffung von Fledermausquartieren in Bergbaustollen und Gebäuden, Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen sowie Maßnahmen für gewässergebundene Arten, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Renaturierung ehemaliger Abbauflächen
Entwicklung aufgelassener Basalt-, Diabas- und Grauwackesteinbrüche zu strukturreichen Sekundärlebensräumen mit Tümpeln, Rohbodenstandorten und Felsbereichen. Solche Flächen bieten Lebensraum für Amphibien, Reptilien und wärmeliebende Arten und lassen sich als hochwertige Kompensation anerkennen.
Geschützte Arten im Lahn-Dill-Bergland zwischen Westerwald, Lahntal und Taunus
Schwarzstorch in den Waldtälern
Der scheue, streng geschützte Schwarzstorch brütet in den ausgedehnten, ruhigen Wäldern des Lahn-Dill-Berglandes und nutzt die Bachtäler und Feuchtwiesen als Nahrungsraum. Bei Eingriffen in Wald- und Gewässerlebensräume sind Störungsradien zu beachten und geeignete Nahrungshabitate zu sichern.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Mittelgebirgswäldern
Die Europäische Wildkatze (Anhang IV der FFH-Richtlinie) besiedelt die zusammenhängenden, strukturreichen Laubwälder Mittelhessens. Waldumbau, der Erhalt von Alt- und Totholz sowie die Vernetzung von Waldlebensräumen über Korridore sind wichtige Maßnahmen zu ihrem Schutz.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Stollen und Wäldern
Zahlreiche streng geschützte Fledermausarten nutzen die alten Erzbergbaustollen des Lahn-Dill-Gebiets als Winterquartier sowie Wälder und Gebäude als Sommerlebensraum. Bei Abriss, Sanierung oder Verschluss von Stollen sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Dill und Lahn
Die naturnahen Uferabschnitte von Dill und Lahn bieten Steilwände als Brutplätze und fischreiche Gewässer als Nahrungsraum. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für den streng geschützten Eisvogel.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Hecken und Waldrändern
Die streng geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche des Berglandes. Bei Rodungen sind eine abschnittsweise, fachlich begleitete Gehölzentnahme und die Vernetzung von Ersatzhabitaten erforderlich.
Mehr zur Art ›Amphibien in Bächen und Abbaugewässern
Feuersalamander, Grasfrosch und Geburtshelferkröte besiedeln die Quellbäche, Tümpel und wassergefüllten Steinbrüche der Region. Ersatzlaichgewässer und Landhabitate im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Autobahn A45 und Talbrücken
Die Erneuerung der zahlreichen Talbrücken der A45 (Sauerlandlinie) sowie Ausbau- und Sanierungsvorhaben an Bundes- und Landesstraßen berühren Wald-, Gewässer- und Offenlandlebensräume und lösen umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Hessischen Kompensationsverordnung aus.
Gewerbe und Industrie
Der traditionsreiche Industriestandort mit Metallverarbeitung, Maschinenbau und Optik im Raum Wetzlar, Dillenburg und Herborn entwickelt Gewerbe- und Wohnbauflächen weiter. Flächenversiegelung und Erschließung erfordern regelmäßig naturschutzrechtlichen Ausgleich.
Windenergie und Photovoltaik
Der Ausbau der Windenergie in den waldreichen Höhenlagen des Westerwaldes und Lahn-Dill-Berglandes sowie Photovoltaik-Freiflächen erzeugen Kompensationsbedarf und lösen häufig eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung für Fledermäuse, Rotmilan und Schwarzstorch aus.
Rohstoffabbau
Der Abbau von Basalt, Diabas und Grauwacke in den Steinbrüchen der Region greift in Boden, Relief und Lebensräume ein. Erweiterung und Rekultivierung von Abbauflächen erfordern Kompensationsmaßnahmen und bieten zugleich Chancen für hochwertige Sekundärlebensräume.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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