Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Hessen · KV (Kompensationsverordnung)
Naturraum D39 · D41 · D46 · D38
Regierungsbezirk Gießen

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Lahn-Dill-Kreis

Ökopunkte und Kompensation nach der Hessischen Kompensationsverordnung im Lahn-Dill-Kreis. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Lahn-Dill-Bergland zwischen Westerwald, Lahntal und Taunus.

1.066
km² Kreisfläche
~253k
Einwohner
23
Städte und Gemeinden
3
Naturräume D39/D40/D41
673 m
Jagdberg (höchste Erhebung)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Lahn-Dill-Kreis im Überblick

Der Lahn-Dill-Kreis liegt in Mittelhessen und gehört zum Regierungsbezirk Gießen. Er umfasst 23 Städte und Gemeinden auf rund 1.066 km² mit etwa 253.000 Einwohnern. Verwaltungssitz und Kreisstadt ist die Sonderstatusstadt Wetzlar an der Lahn, weitere wirtschaftliche Schwerpunkte bilden Dillenburg, Herborn und Haiger im Dilltal. Der Kreis reicht vom breiten Lahntal im Süden bis in die bewaldeten Mittelgebirgslagen des Westerwaldes und des Rothaargebirges im Norden.

Landschaftlich wird der Kreis von drei BfN-Naturräumen geprägt. Der größte Teil, das Gladenbacher Bergland mit den Tälern von Dill und Dietzhölze, gehört zum Naturraum D39 (Westerwald). Das Lahntal um Wetzlar, Leun und Solms zählt zum Naturraum D40 (Lahntal und Limburger Becken), während der Süden um Braunfels und Waldsolms in den Hintertaunus und damit in den Naturraum D41 (Taunus) übergeht. Geologisch prägen Schiefer, Grauwacke, Diabas und Basalt die Mittelgebirgsrücken, in denen über Jahrhunderte das bekannte Lahn-Dill-Erz abgebaut wurde.

Ökologisch bestimmen ausgedehnte Buchen- und Eichenwälder, strukturreiche Bachtäler sowie extensiv genutzte Berg-, Feucht- und Magerwiesen das Bild. Große Teile des Kreises liegen im Naturpark Lahn-Dill-Bergland. Das Natura-2000-Netz sichert unter anderem das Vogelschutzgebiet Hörre bei Herborn und Lemptal sowie zahlreiche FFH-Gebiete wie die Orchideenwiesen bei Haiger-Seelbach. Die waldreichen Höhen und ruhigen Bachauen bieten Lebensraum für Schwarzstorch, Wildkatze und zahlreiche Fledermausarten, die die alten Bergbaustollen als Winterquartier nutzen.

Wirtschaftlich ist der Lahn-Dill-Kreis ein traditionsreicher Industriestandort mit Metallverarbeitung, Maschinenbau und der Optik- und Feinwerktechnik im Raum Wetzlar. Durch den Kreis verläuft die Autobahn A45 (Sauerlandlinie) mit ihren zahlreichen erneuerungsbedürftigen Talbrücken. Verkehrsvorhaben, Gewerbe- und Wohnbauentwicklung, Rohstoffabbau und der Ausbau der Windenergie in den waldreichen Höhenlagen lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach der Hessischen Kompensationsverordnung in Ökopunkten zu erbringen ist.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D46
Westhessisches Berg- und Beckenland
Zum Naturraum D46 ›
D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
Zum Naturraum D38 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Wetzlar (KS)DillenburgHerbornHaigerAßlarBraunfelsSolmsLeunEhringshausenHüttenbergSinnEschenburgGreifensteinLahnau

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Lahn-Dill-Bergland als großflächige, bewaldete Mittelgebirgslandschaft
  • Vogelschutzgebiet Hörre bei Herborn und Lemptal mit Auen und Feuchtlebensräumen
  • FFH-Gebiet Orchideenwiesen bei Haiger-Seelbach im Dilltal
  • Dill, Dietzhölze und Lahn als prägende Fließgewässer mit naturnahen Abschnitten
  • Ehemalige Erzbergbaustollen des Lahn-Dill-Gebiets als bedeutende Fledermausquartiere
  • Basalt-, Diabas- und Grauwackevorkommen mit Steinbrüchen als Sekundärlebensräumen
  • Artenreiche Berg-, Feucht- und Magerwiesen im Gladenbacher Bergland

✅ greeNature vor Ort

greeNature entwickelt und sichert Kompensation im gesamten Lahn-Dill-Kreis nach der Hessischen Kompensationsverordnung und begleitet Vorhabenträger bundesweit von der Bilanzierung bis zur dauerhaften Sicherung. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde in Wetzlar, die naturraumbezogene Bewertung in den Naturräumen D39, D40 und D41 sowie die typischen Lebensräume des Lahn-Dill-Berglandes, von den Bachtälern an Dill und Lahn bis zu den Bergwiesen und Wäldern des Westerwaldes und Hintertaunus.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Lahn-Dill-Kreis

🌊

Fließgewässerrenaturierung an Dill und Lahn

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung eigendynamischer Gewässerabschnitte an Dill, Dietzhölze und Lahn. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien, verbunden mit einer deutlichen Aufwertung der Gewässerstruktur.

🌾

Extensivierung von Berg- und Feuchtwiesen

Erhalt und Entwicklung artenreicher Berg-, Feucht- und Magerwiesen durch angepasste Mahdtermine, Verzicht auf Düngung und extensive Beweidung. Solche Grünlandmaßnahmen sichern geschützte Wiesenlebensräume und die Insekten- und Pflanzenvielfalt des Lahn-Dill-Berglandes.

🌳

Waldumbau und Alt- und Totholzförderung

Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Laubmischwäldern aus Buche, Eiche und Hainbuche sowie Förderung von Alt-, Höhlen- und Totholzbäumen. Naturnahe Wälder werten den Lebensraum für Schwarzstorch, Wildkatze, Fledermäuse und Haselmaus auf.

🌿

Hecken, Streuobst und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen auf den Hängen und in der Feldflur. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, schaffen Trittsteinbiotope und werten die offene Kulturlandschaft im Übergang zwischen Tälern und Höhen auf.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Sicherung und Neuschaffung von Fledermausquartieren in Bergbaustollen und Gebäuden, Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen sowie Maßnahmen für gewässergebundene Arten, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.

⛏️

Renaturierung ehemaliger Abbauflächen

Entwicklung aufgelassener Basalt-, Diabas- und Grauwackesteinbrüche zu strukturreichen Sekundärlebensräumen mit Tümpeln, Rohbodenstandorten und Felsbereichen. Solche Flächen bieten Lebensraum für Amphibien, Reptilien und wärmeliebende Arten und lassen sich als hochwertige Kompensation anerkennen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Lahn-Dill-Bergland zwischen Westerwald, Lahntal und Taunus

🐦

Schwarzstorch in den Waldtälern

Der scheue, streng geschützte Schwarzstorch brütet in den ausgedehnten, ruhigen Wäldern des Lahn-Dill-Berglandes und nutzt die Bachtäler und Feuchtwiesen als Nahrungsraum. Bei Eingriffen in Wald- und Gewässerlebensräume sind Störungsradien zu beachten und geeignete Nahrungshabitate zu sichern.

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🐱

Wildkatze in den Mittelgebirgswäldern

Die Europäische Wildkatze (Anhang IV der FFH-Richtlinie) besiedelt die zusammenhängenden, strukturreichen Laubwälder Mittelhessens. Waldumbau, der Erhalt von Alt- und Totholz sowie die Vernetzung von Waldlebensräumen über Korridore sind wichtige Maßnahmen zu ihrem Schutz.

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🦇

Fledermäuse in Stollen und Wäldern

Zahlreiche streng geschützte Fledermausarten nutzen die alten Erzbergbaustollen des Lahn-Dill-Gebiets als Winterquartier sowie Wälder und Gebäude als Sommerlebensraum. Bei Abriss, Sanierung oder Verschluss von Stollen sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🐦

Eisvogel an Dill und Lahn

Die naturnahen Uferabschnitte von Dill und Lahn bieten Steilwände als Brutplätze und fischreiche Gewässer als Nahrungsraum. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für den streng geschützten Eisvogel.

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🐿️

Haselmaus in Hecken und Waldrändern

Die streng geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche des Berglandes. Bei Rodungen sind eine abschnittsweise, fachlich begleitete Gehölzentnahme und die Vernetzung von Ersatzhabitaten erforderlich.

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🐸

Amphibien in Bächen und Abbaugewässern

Feuersalamander, Grasfrosch und Geburtshelferkröte besiedeln die Quellbäche, Tümpel und wassergefüllten Steinbrüche der Region. Ersatzlaichgewässer und Landhabitate im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🌉

Autobahn A45 und Talbrücken

Die Erneuerung der zahlreichen Talbrücken der A45 (Sauerlandlinie) sowie Ausbau- und Sanierungsvorhaben an Bundes- und Landesstraßen berühren Wald-, Gewässer- und Offenlandlebensräume und lösen umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Hessischen Kompensationsverordnung aus.

🏭

Gewerbe und Industrie

Der traditionsreiche Industriestandort mit Metallverarbeitung, Maschinenbau und Optik im Raum Wetzlar, Dillenburg und Herborn entwickelt Gewerbe- und Wohnbauflächen weiter. Flächenversiegelung und Erschließung erfordern regelmäßig naturschutzrechtlichen Ausgleich.

💨

Windenergie und Photovoltaik

Der Ausbau der Windenergie in den waldreichen Höhenlagen des Westerwaldes und Lahn-Dill-Berglandes sowie Photovoltaik-Freiflächen erzeugen Kompensationsbedarf und lösen häufig eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung für Fledermäuse, Rotmilan und Schwarzstorch aus.

⛏️

Rohstoffabbau

Der Abbau von Basalt, Diabas und Grauwacke in den Steinbrüchen der Region greift in Boden, Relief und Lebensräume ein. Erweiterung und Rekultivierung von Abbauflächen erfordern Kompensationsmaßnahmen und bieten zugleich Chancen für hochwertige Sekundärlebensräume.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Lahn-Dill-Kreis

Der Kreis umfasst drei BfN-Naturräume. Das Gladenbacher Bergland mit den Tälern von Dill und Dietzhölze gehört zum Naturraum D39 (Westerwald), das Lahntal um Wetzlar zum Naturraum D40 (Lahntal und Limburger Becken) und der Hintertaunus im Süden zum Naturraum D41 (Taunus). Für die Kompensation nach der Hessischen Kompensationsverordnung ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs wichtig. greeNature ermittelt diese für Sie.
In Hessen wird der Ausgleich nach der Hessischen Kompensationsverordnung (KV) über ein Biotopwertverfahren in Ökopunkten bilanziert und kann aus einem anerkannten Ökokonto bereitgestellt werden. greeNature übernimmt die Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung, die Flächenzuordnung, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie alle Dokumentations- und Sicherungspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Lahn-Dill-Kreis mit Sitz im Karl-Kellner-Ring 51, 35576 Wetzlar. Für ihr eigenes Stadtgebiet nimmt die Sonderstatusstadt Wetzlar diese Aufgaben teilweise selbst wahr. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Große Teile des Kreises liegen im Naturpark Lahn-Dill-Bergland. Zum Natura-2000-Netz zählen unter anderem das Vogelschutzgebiet Hörre bei Herborn und Lemptal sowie mehrere FFH-Gebiete. Vorhaben in oder nahe solcher Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie Maßnahmen zur Sicherung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) erforderlich machen. Wir prüfen die gebietsbezogenen Anforderungen im Einzelfall.
Häufig sind die Renaturierung von Fließgewässern an Dill und Lahn, die Extensivierung von Berg- und Feuchtwiesen, der Umbau von Wäldern zu naturnahen Laubmischbeständen sowie Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Schwarzstorch, Eisvogel und Amphibien. Auch die Renaturierung ehemaliger Steinbrüche eignet sich als hochwertige Kompensation. Die Auswahl richtet sich nach Naturraum, Eingriffsort und betroffenen Arten.
Ja. Geeignet sind unter anderem extensivierbares Grünland, Flächen an Bach- und Flussauen, aufforstungsfähige oder umbaufähige Waldbestände sowie ehemalige Abbauflächen. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring. Die konkrete Eignung klären wir nach einer Standortprüfung.
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