Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Hessen · KV (Kompensationsverordnung)
Naturraum D46
Regierungsbezirk Kassel

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Kassel

Ökopunkte und Ausgleichsflächen für die kreisfreie documenta-Stadt Kassel, bewertet nach der hessischen Kompensationsverordnung (KV) im Biotopwertverfahren. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für die Kompensation von Eingriffen im Kasseler Becken an der Fulda.

106,8
km² Stadtfläche
~197.000
Einwohner
23
Ortsbezirke
D46
BfN-Naturraum
Kassel
Regierungsbezirk (Sitz)
Stadt und Ökologie

Die Stadt Kassel im Überblick

Kassel ist mit rund 197.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Hessens und als kreisfreie Stadt Sitz des Regierungsbezirks Kassel sowie des sie umschließenden Landkreises Kassel. Auf einer Stadtfläche von etwa 106,8 Quadratkilometern gliedert sich die Stadt in 23 Ortsbezirke, vom dicht bebauten Zentrum um die Mitte und den Vorderen Westen bis zu den grüneren Randlagen wie Bad Wilhelmshöhe, Harleshausen und Niederzwehren. Die Fulda durchzieht das Stadtgebiet von Süden nach Norden und trennt die westlichen Höhen um den Habichtswald von den östlichen Hängen zum Kaufunger Wald.

Naturräumlich liegt Kassel im Westhessischen Bergland (BfN-Naturraum D46), genauer im Kasseler Becken innerhalb der Westhessischen Senke. Die Beckenlage an der Fulda wird im Westen von den Basaltkuppen und Buchenwäldern des Habichtswaldes gerahmt, im Osten steigt das Gelände zum Kaufunger Wald an. Diese Übergangslage zwischen bewaldeten Mittelgebirgshöhen und offener Beckenlandschaft prägt die Lebensräume im Stadtgebiet.

Trotz der städtischen Prägung verfügt Kassel über bemerkenswerte Schutz- und Grünflächen. Das Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet Dönche im Südwesten zählt zu den größten innerstädtischen Grünflächen Deutschlands und beherbergt Magerrasen, Heideflächen und Feuchtsenken. Hinzu kommen die Fuldaaue mit der Karlsaue, der Bergpark Wilhelmshöhe als UNESCO-Welterbe mit altem Baumbestand sowie die Niederung der Losse. Solche Flächen bilden den naturschutzfachlichen Rahmen, in dem Eingriff und Ausgleich abzuwägen sind.

Wirtschaftlich ist Kassel ein Zentrum des Schienenfahrzeug- und Maschinenbaus mit langer Industrietradition, ergänzt durch Fahrzeugbau, Dienstleistungen und die Universität Kassel. Als wachsende Universitäts- und Verwaltungsstadt entstehen Bedarfe für Wohnbau, Gewerbeflächen und Verkehrsinfrastruktur, etwa rund um den ICE-Knoten Kassel-Wilhelmshöhe. Die damit verbundenen Eingriffe sind nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG auszugleichen, in Hessen über das Biotopwertverfahren der Kompensationsverordnung (KV) in Ökopunkten bilanziert.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D46
Westhessisches Berg- und Beckenland
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📍 Stadtteile

Mitte (KS)Vorderer WestenWehlheidenBad WilhelmshöheKirchditmoldHarleshausenRothenditmoldWesertorBettenhausenWaldauNiederzwehrenOberzwehrenNordshausenFasanenhof

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturschutz- und FFH-Gebiet Dönche im Südwesten, eine der größten innerstädtischen Grünflächen Deutschlands mit Magerrasen, Heide und Feuchtsenken
  • Lage im Kasseler Becken (BfN-Naturraum D46, Westhessisches Bergland) an der Fulda, gerahmt von Habichtswald und Kaufunger Wald
  • Fuldaaue mit der Karlsaue als innerstädtischer Auen- und Grünraum entlang des Flusses
  • Bergpark Wilhelmshöhe als UNESCO-Welterbe mit altem, quartierreichem Baumbestand am Westrand der Stadt
  • Als kreisfreie Stadt eigene Untere Naturschutzbehörde im Umwelt- und Gartenamt, vollständig vom Landkreis Kassel umschlossen
  • Losseniederung im Osten als Gewässer- und Auenlebensraum mit Renaturierungspotenzial

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und mit dem hessischen Kompensationssystem vertraut. Wir bilanzieren Eingriffe im Stadtgebiet Kassel nach der Kompensationsverordnung (KV) im Biotopwertverfahren mit Ökopunkten, stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Kassel ab und beziehen bei Natura-2000- und überörtlichen Belangen das Regierungspräsidium Kassel als obere Naturschutzbehörde ein. Im urbanen Umfeld setzen wir auf Entsiegelung, Aufwertung von Gewässern und Auen an Fulda und Losse sowie auf Grünland-, Streuobst- und Artenschutzmaßnahmen am Stadtrand und im angrenzenden Umland. Von der Bedarfsermittlung über die Flächensicherung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring begleiten wir Ihr Vorhaben durchgehend.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Kassel

🧱

Entsiegelung und Flächenaufwertung

Rückbau versiegelter Flächen, Umnutzung von Brachen und Begrünung im dicht bebauten Stadtraum. Die Wiederherstellung durchlässiger, belebter Böden und strukturreicher Grünflächen wertet innerstädtische Lebensräume auf und lässt sich im Biotopwertverfahren der KV in Ökopunkten abbilden.

🌊

Gewässerrenaturierung an Fulda und Losse

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und naturnahe Entwicklung der Auen an Fulda und Losse. So entstehen Steilufer, Flachwasserzonen und Auwaldsäume als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien im Stadtgebiet.

🌾

Grünlandaufwertung im Stadtrand und Umland

Extensivierung und Wiederherstellung artenreichen Grünlands auf Stadtrandflächen und im angrenzenden Umland, etwa durch angepasste Mahd und Beweidung. Diese offenen Lebensräume fördern Wiesenvögel, Insekten und die Biotopvernetzung.

🍎

Streuobst, Hecken und Biotopverbund

Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Feldhecken und Säumen an den Hängen zu Habichtswald und Kaufunger Wald. Solche Strukturen schaffen Trittsteinbiotope für Vögel, Fledermäuse und Insekten und vernetzen städtische mit angrenzenden Lebensräumen.

💧

Kleingewässer und Feuchtbiotope

Neuanlage besonnter Laichgewässer, Tümpel und wechselfeuchter Senken in der Fuldaaue und in den Randlagen, etwa im Umfeld der Dönche. Solche Feuchtbiotope sichern Fortpflanzungsstätten von Amphibien und Libellen und erhöhen die Strukturvielfalt.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen und Bahnflächen, Fledermausquartiere in Gebäuden und Altbäumen sowie Ersatzlaichgewässer für Amphibien.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Nordhessen im Kasseler Becken an der Fulda

🦎

Zauneidechse auf Magerrasen und Bahnflächen

Die trockenwarmen Magerrasen der Dönche sowie Bahndämme und Ruderalflächen im Stadtgebiet sind Lebensraum der streng geschützten Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben sind Habitatanlage und Umsiedlung als vorgezogene CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG erforderlich.

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🌾

Feldlerche auf offenen Freiflächen

Die offenen Gras- und Heideflächen der Dönche und randstädtische Freiflächen bieten der Feldlerche Brutplätze. In Eingriffsverfahren sind Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Randstreifen typische Artenschutzmaßnahmen nach § 44 BNatSchG.

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🦇

Fledermäuse in Park und Gebäude

Der alte Baumbestand des Bergparks Wilhelmshöhe, Alleen und Gebäude bieten streng geschützten Fledermausarten (Anhang IV FFH-Richtlinie) Quartiere und Jagdräume. Bei Abriss, Sanierung oder Baumfällung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme vorzusehen.

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🐸

Amphibien in Aue und Kleingewässern

Kleingewässer, wechselfeuchte Senken und Auengewässer in der Fuldaaue und im Umfeld der Dönche sind Fortpflanzungsstätten von Amphibien. Neu angelegte oder wiederhergestellte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern die Vorkommen bei Eingriffen.

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🐦

Eisvogel an Fulda und Losse

Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden an Fulda und Losse bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.

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🐭

Haselmaus in Gehölzen und Waldrändern

Die streng geschützte Haselmaus (Anhang IV FFH-Richtlinie) besiedelt struktur- und beerenreiche Gehölze, Waldränder und Hecken an den Hängen zu Habichtswald und Kaufunger Wald. Erhalt und Neuanlage verbindender Gehölzstrukturen sind bewährte Artenschutzmaßnahmen nach § 44 BNatSchG.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbauentwicklung

Als wachsende Universitäts- und Verwaltungsstadt weist Kassel neue Wohnquartiere und Nachverdichtungen aus. Die damit verbundene Flächeninanspruchnahme löst Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus, die über Ökopunkte gedeckt werden können.

🏭

Gewerbe- und Industrieflächen

Die Erweiterung und Modernisierung von Gewerbe- und Industriestandorten, etwa im Schienenfahrzeug- und Maschinenbau, beansprucht Flächen und erfordert naturschutzrechtliche Kompensation im Biotopwertverfahren der KV.

🚆

Verkehrs- und Bahninfrastruktur

Ausbau und Erneuerung von Straßen- und Schieneninfrastruktur rund um den ICE-Knoten Kassel-Wilhelmshöhe ziehen Eingriffe nach sich, deren Ausgleich und artenschutzrechtliche Prüfung greeNature über Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen abdeckt.

💧

Ver- und Entsorgung sowie Hochwasserschutz

Vorhaben der technischen Infrastruktur und des Hochwasserschutzes entlang der Fulda können Eingriffe in Natur und Landschaft auslösen. Renaturierung von Auen und Gewässern lässt sich dabei mit der Kompensationspflicht verbinden.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Kassel

Kassel liegt im BfN-Naturraum D46 (Westhessisches Bergland), genauer im Kasseler Becken innerhalb der Westhessischen Senke an der Fulda. Die Stadt wird im Westen vom Habichtswald und im Osten vom Kaufunger Wald gerahmt. Für die Bilanzierung eines Eingriffs ist die genaue naturräumliche Zuordnung entscheidend, greeNature ermittelt diese für Ihr Vorhaben.
In Hessen wird die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG über die Kompensationsverordnung (KV) umgesetzt. Der Wert von Eingriff und Kompensation wird im Biotopwertverfahren in Ökopunkten bilanziert. greeNature übernimmt die Bedarfsermittlung, die Flächenzuordnung, die Abstimmung mit der Behörde und die vollständige Dokumentation.
Als kreisfreie Stadt hat Kassel eine eigene Untere Naturschutzbehörde im Umwelt- und Gartenamt, Friedrich-Ebert-Straße 16, 34117 Kassel. Bei Natura-2000-Belangen und überörtlich bedeutsamen Fragen wirkt das Regierungspräsidium Kassel als obere Naturschutzbehörde mit. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen für Sie.
Im urbanen Raum eignen sich besonders Entsiegelung und Flächenaufwertung, die Renaturierung von Fulda und Losse mit ihren Auen sowie Kleingewässer und Feuchtbiotope. Am Stadtrand und im Umland kommen Grünlandaufwertung, Streuobst und Hecken hinzu. Ergänzt werden diese durch artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Ja. Im Südwesten liegt das Naturschutz- und FFH-Gebiet Dönche, hinzu kommen die Fuldaaue mit der Karlsaue und der Bergpark Wilhelmshöhe. Eingriffe mit möglicher Beeinträchtigung eines FFH-Gebiets erfordern eine FFH-Verträglichkeitsprüfung nach § 34 BNatSchG, gegebenenfalls sind Kohärenzsicherungs- oder FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG nötig.
Ja. Geeignet sind unter anderem entsiegelbare Flächen und Brachen im Stadtgebiet, Auenflächen entlang von Fulda und Losse sowie aufwertungsfähige Grünland-, Streuobst- und Waldrandflächen am Stadtrand und im angrenzenden Landkreis Kassel. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature prüft die Eignung und übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring nach der KV.
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