Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Hessen · KV (Kompensationsverordnung)
Naturraum D53
Regierungsbezirk Darmstadt

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Groß-Gerau

Der Landkreis Groß-Gerau liegt im hessischen Regierungsbezirk Darmstadt, mitten in der Wirtschaftsregion Rhein-Main und im Hessischen Ried am nördlichen Oberrhein. greeNature plant, sichert und setzt hier Kompensationsmaßnahmen um, von der Bewertung in Ökopunkten nach der Hessischen Kompensationsverordnung bis zu artenschutzrechtlichen CEF-Maßnahmen.

rund 453 km²
Kreisfläche
rund 280.000
Einwohner
14
Städte und Gemeinden
Groß-Gerau
Kreisstadt
Darmstadt
Regierungsbezirk
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Groß-Gerau im Überblick

Auf rund 453 Quadratkilometern verbindet der Kreis intensiv genutzte Gewerbe- und Logistikstandorte mit großflächigen Schutzgebieten wie dem Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue, dem größten Naturschutzgebiet Hessens.

Als Teil der Wirtschaftsregion Rhein-Main entsteht durch Siedlung, Verkehr und Logistik ein hoher Bedarf an Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.

Grundlage der Bilanzierung ist die Hessische Kompensationsverordnung (KV), die Eingriff und Ausgleich in Ökopunkten bewertet.

Die Aue des Altrheins, das Hessische Ried und die Sandgebiete prägen den Naturraum und das Artenspektrum und bestimmen, welche Maßnahmen fachlich tragfähig sind.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D53
Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
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📍 Ausgewählte Gemeinden

Groß-Gerau (KS)Rüsselsheim am MainKelsterbachMörfelden-WalldorfRaunheimGinsheim-GustavsburgRiedstadtGernsheimBischofsheimBüttelbornNauheimTreburBiebesheim am RheinStockstadt am Rhein

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Das Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue umfasst rund 2.400 Hektar und ist das größte Naturschutzgebiet Hessens.
  • Weite Teile des Kreises gehören zum EU-Vogelschutzgebiet Hessisches Ried mit Kühkopf-Knoblochsaue, der Altrhein ist zugleich als FFH-Gebiet gesichert.
  • Der Flughafen Frankfurt reicht mit Teilflächen in das Kreisgebiet und ist ein starker Treiber von Eingriffs- und Kompensationsvorhaben.
  • Die Sandgebiete des Groß-Gerauer Sandes beherbergen wärmeliebende Arten wie die Zauneidechse und stellen besondere Anforderungen an Ausgleichsflächen.
  • Der Kreis zählt rund 29 Naturschutzgebiete mit zusammen etwa 4.500 Hektar.
  • Umgeben wird der Kreis von den kreisfreien Städten Frankfurt am Main, Wiesbaden, Mainz und Darmstadt, was den Siedlungs- und Flächendruck zusätzlich erhöht.

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Vorhaben im Landkreis Groß-Gerau von der ersten Eingriffsbilanz bis zur dauerhaften Unterhaltung der Ausgleichsflächen. Wir kennen die Bewertung in Ökopunkten nach der Hessischen Kompensationsverordnung, arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises zusammen und richten Maßnahmen an den naturräumlichen Gegebenheiten des Hessischen Rieds und der Rheinaue aus. Ob Sandmagerrasen für die Zauneidechse, Auenentwicklung am Altrhein oder Grünlandextensivierung für Wiesenbrüter, wir entwickeln rechtssichere Konzepte und übernehmen auf Wunsch das gesamte Flächenmanagement.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Groß-Gerau

🌊

Auenentwicklung am Altrhein

Renaturierung von Altarmen, Flutmulden und Auwald entlang des Rheins, um naturnahe Auendynamik und Lebensräume für Amphibien, Fische und Auwaldarten zurückzugewinnen.

🌾

Grünlandextensivierung im Ried

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in extensiv bewirtschaftetes Feuchtgrünland, das Wiesenbrütern wie dem Kiebitz Brut- und Nahrungshabitate bietet.

🦎

Sandmagerrasen und Reptilienhabitate

Entwicklung offener Sandflächen und Trockenrasen auf den Standorten des Groß-Gerauer Sandes, ergänzt um Steinriegel und Totholz als CEF-Maßnahme für die Zauneidechse.

💧

Kleingewässer und Amphibientümpel

Neuanlage besonnter, fischfreier Laichgewässer für den Kammmolch und weitere Amphibien, abgestimmt auf die Biotopvernetzung im Ried.

🌳

Ersatzaufforstung und Waldumbau

Waldmehrung und Umbau standortgerechter Auen- und Hartholzwälder als Ersatz für Waldverluste, mit heimischen Baumarten.

🐝

Blühflächen und Ackerrandstreifen

Anlage mehrjähriger Blühstreifen und extensiver Ackerränder in der Feldflur, die Feldvögeln und Insekten dauerhaft zugutekommen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Hessisches Ried am nördlichen Oberrhein

🦎

Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt die Sandgebiete und Bahntrassen des Kreises. Nach § 44 BNatSchG streng geschützt, macht sie bei Eingriffen häufig vorgezogene CEF-Maßnahmen und die Umsiedlung in vorbereitete Habitate erforderlich.

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🐸

Kammmolch

Der Kammmolch ist eine Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie und in den Gewässern der Rheinaue nachgewiesen. Erhalt und Neuanlage besonnter, fischfreier Laichgewässer stehen im Mittelpunkt.

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🐦

Kiebitz

Der Kiebitz brütet in den offenen Feucht- und Grünlandbereichen des Hessischen Rieds. Sein Rückgang macht extensiv gepflegtes Grünland zu einer wichtigen Ausgleichsleistung.

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🪶

Eisvogel

Der Eisvogel jagt an Altrhein und naturnahen Gewässern des Kreises. Störungsarme Uferzonen und Steilwände sichern seine Brutplätze.

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🦇

Fledermäuse

Mehrere Fledermausarten nutzen die Auwälder und alten Baumbestände als Quartier und Jagdrevier. Vor Rodungen sind Quartierkontrollen und der Erhalt von Höhlenbäumen erforderlich.

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🐦

Feldlerche

Die Feldlerche brütet in der offenen Feldflur des Kreises. Blühflächen, Ackerrandstreifen und Lerchenfenster gleichen den Verlust von Bruthabitaten aus.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Gewerbe- und Logistikflächen

Entlang der Autobahnen A3, A67 und A60 entstehen Logistik- und Gewerbegebiete, deren Flächenversiegelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG auszugleichen ist.

✈️

Flughafen Frankfurt und Cargo-Bereich

Der Flughafen reicht mit Teilflächen in den Kreis. Ausbau und Betrieb lösen umfangreichen Kompensations- und Artenschutzbedarf aus.

🏘️

Wohn- und Siedlungsentwicklung

Neue Wohnquartiere in Rüsselsheim am Main, Groß-Gerau und den Umlandgemeinden erfordern Grünordnung und Ausgleichsflächen.

🚆

Verkehr und Hochwasserschutz

Straßen- und Schienenausbau sowie Hochwasserschutzmaßnahmen am Rhein führen zu Eingriffen, die naturschutzfachlich zu kompensieren sind.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

MA
Landkreis Main-Taunus-Kreis
Hessen, im Norden
OF
Landkreis Offenbach
Hessen, im Osten
DA
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Hessen, im Südosten
BE
Landkreis Bergstraße
Hessen, im Süden
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Groß-Gerau

In Hessen und damit auch im Kreis Groß-Gerau gilt die Hessische Kompensationsverordnung (KV). Eingriffe und Ausgleichsmaßnahmen werden darin in Ökopunkten bewertet. Die bayerische BayKompV kommt hier nicht zur Anwendung.
Ökopunkte sind die Recheneinheit der Hessischen Kompensationsverordnung. Sie bilden den ökologischen Wert einer Fläche vor und nach einer Maßnahme ab. Die Differenz ergibt den Aufwertungswert, mit dem ein Eingriff ausgeglichen wird.
Für Eingriffe im Kreisgebiet ist in der Regel die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Groß-Gerau mit Sitz in der Wilhelm-Seipp-Straße 4 in Groß-Gerau zuständig. Bei größeren Vorhaben kann zusätzlich das Regierungspräsidium Darmstadt beteiligt sein.
Im Kreis spielen unter anderem die Zauneidechse in den Sandgebieten, der Kammmolch in der Rheinaue sowie Wiesenbrüter wie der Kiebitz eine Rolle. Für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG können vorgezogene CEF-Maßnahmen nötig sein.
Große Teile des Rieds und der Rheinaue gehören zum EU-Vogelschutzgebiet Hessisches Ried mit Kühkopf-Knoblochsaue sowie zu FFH-Gebieten. Vorhaben in oder nahe diesen Gebieten können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung erfordern.
Ja. Wir begleiten Vorhaben von der Bilanzierung über die Herstellung bis zur langfristigen Unterhaltung und dem Monitoring, sodass die Maßnahmen dauerhaft gesichert bleiben.
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