
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Spree-Neiße
Ausgleichsflächen und naturschutzrechtliche Kompensation im Landkreis Spree-Neiße, bewertet nach der Eingriffsregelung des BNatSchG und den brandenburgischen Hinweisen zum Vollzug (HVE). greeNature entwickelt Kompensationsmaßnahmen in der Niederlausitz und ist bundesweit tätig.
Der Landkreis Spree-Neiße im Überblick
Der Landkreis Spree-Neiße liegt im Südosten Brandenburgs an der Grenze zu Polen und Sachsen und umschließt die kreisfreie Stadt Cottbus vollständig. Kreissitz ist Forst (Lausitz). Prägend sind die weiten Kiefernwälder der Niederlausitz, das verzweigte Fließgewässersystem des Oberspreewaldes im Nordwesten sowie die Flusslandschaften von Spree und Lausitzer Neiße.
Naturräumlich gehört der Landkreis zur BfN-Haupteinheit D08 (Niederlausitz). Charakteristisch sind nährstoffarme Sandböden, Sand- und Zwergstrauchheiden, Erlenbrüche und Feuchtniederungen. Im Südosten fällt der Muskauer Faltenbogen als eiszeitlich gestauchte geologische Sonderform auf, heute UNESCO Global Geopark. Über Jahrzehnte hat der Braunkohletagebau Landschaft und Wasserhaushalt tiefgreifend verändert.
Ökologisch bedeutsam sind unter anderem die Peitzer Teiche als international bedeutsames Wasservogelgebiet, das Biosphärenreservat Spreewald sowie zahlreiche FFH- und Vogelschutzgebiete entlang von Spree und Neiße. Neben der Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG sind bei Vorhaben regelmäßig die artenschutzrechtlichen Verbote nach § 44 BNatSchG zu beachten.
Wirtschaftlich ist der Landkreis stark vom Lausitzer Braunkohlerevier geprägt. Die Tagebaue Jänschwalde und Welzow-Süd, das Kraftwerk Jänschwalde und der Strukturwandel der Region lösen erheblichen Kompensationsbedarf aus. In Brandenburg wird der Ausgleich verbal-argumentativ auf Grundlage der Hinweise zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) hergeleitet, wobei erhebliche Beeinträchtigungen in der Regel mindestens flächengleich zu kompensieren sind.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D08 ›
Zum Naturraum D12 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Peitzer Teiche, international bedeutsames Rast- und Brutgebiet für Wasservögel
- Biosphärenreservat Spreewald mit Fließen, Erlenbrüchen und Feuchtwiesen im Nordwesten
- Muskauer Faltenbogen im Südosten als UNESCO Global Geopark
- Flusslandschaften von Spree und Lausitzer Neiße mit FFH- und Vogelschutzgebieten
- Große Bergbaufolgelandschaften der Tagebaue Jänschwalde und Welzow-Süd
- Kiefernforste auf nährstoffarmen Sanden sowie Sand- und Zwergstrauchheiden
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit den Brandenburger Regelungen vertraut, von der verbal-argumentativen Bewertung nach den HVE über die Anforderungen der Flächenpoolverordnung bis zur Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Spree-Neiße in Forst (Lausitz). In der Niederlausitz kennen wir die Flächenpotenziale der Bergbaufolgelandschaft und der Flussniederungen von Spree und Neiße.
Typische Maßnahmen im Landkreis Spree-Neiße
Wiedervernässung von Niederungen
Wiedervernässung entwässerter Niederungen und extensive Grünlandnutzung in den Spreewald- und Malxeniederungen zur Stabilisierung des Wasserhaushalts.
Gewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen und naturnahe Teichbewirtschaftung an Spree, Neiße und den Peitzer Teichen zugunsten von Fisch-, Amphibien- und Vogelarten.
Sandheiden auf Bergbaufolgeflächen
Entwicklung von Sand- und Zwergstrauchheiden sowie offenen Rohböden auf Bergbaufolgeflächen als Lebensraum für Zauneidechse, Feldlerche und wärmeliebende Insekten.
Waldumbau
Umbau strukturarmer Kiefernforste in standortgerechte Laubmischwälder mit Eiche, Birke und Erle zur Erhöhung der Lebensraumvielfalt und Klimastabilität.
Grünland-Extensivierung
Extensivierung und Wiedervernässung von Feuchtgrünland in den Flussniederungen als Bruthabitat für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter.
Artenschutz CEF
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für Zauneidechse, Fledermäuse und Feldvögel, etwa Habitatstrukturen, Steinriegel und Quartiere, um die ökologische Funktion betroffener Lebensstätten dauerhaft zu sichern.
Geschützte Arten im Niederlausitz und Lausitzer Braunkohlerevier
Zauneidechse
Sand- und Bergbaufolgeflächen, Bahndämme und Waldränder der Niederlausitz sind Kernlebensräume der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Tagebauvorhaben ist sie eine häufige Zielart, für die vorgezogene CEF-Maßnahmen und Umsiedlungen erforderlich werden.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Offene Beckenlagen, Bergbaufolgeflächen und Ackerfluren bieten der Feldlerche Brutraum. Ackerrandstreifen, Brachen und Lerchenfenster stärken die Bestände dieser Offenlandart.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Feuchtgrünland und Niederungen an Spree und Malxe sind Lebensraum für den Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Extensive Grünlandnutzung und Wiedervernässung fördern die Brutbestände.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Die ausgedehnten, störungsarmen Wälder der Niederlausitz mit ihren Fließgewässern und Erlenbrüchen sind Brut- und Nahrungshabitat des Schwarzstorchs. Waldumbau und der Schutz von Horststandorten sichern den Bestand.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Naturnahe Ufer von Spree, Lausitzer Neiße und den Teichgebieten bieten dem Eisvogel Brutplätze. Steilwände, Uferabbrüche und die Renaturierung von Gewässern schaffen neue Bruthabitate.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Waldbestände, Höhlenbäume und Bauwerke dienen Fledermäusen als Quartier. Quartier- und Kollisionsverluste sind bei Vorhaben artenschutzrechtlich nach § 44 BNatSchG zu prüfen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Braunkohle und Bergbaufolge
Die Tagebaue Jänschwalde und Welzow-Süd prägen den Landkreis. Betrieb, Sanierung und Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft sowie der Strukturwandel der Lausitz lösen umfangreichen Kompensations- und Wiederherstellungsbedarf aus.
Energie und Strukturwandel
Das Kraftwerk Jänschwalde, der Umbau der Energieinfrastruktur sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Speicherprojekte auf ehemaligen Tagebauflächen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und CEF-Maßnahmen.
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau von Autobahn A15, Bundesstraßen, Bahnstrecken und der Grenzübergänge nach Polen bei Guben und Forst zieht Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach sich.
Industrie und Gewerbe
Der regionale Wachstumskern Spremberg mit Papier-, Kunststoff- und weiterverarbeitender Industrie sowie Neuansiedlungen im Zuge des Strukturwandels erzeugen Bedarf an Ausgleichsflächen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Spree-Neiße
Ökopunkte im Landkreis Spree-Neiße anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Spree-Neiße.