Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Brandenburg · HVE (Eingriffsregelung nach BNatSchG)
Naturraum D12

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Potsdam

Ausgleichsflächen, Ökokonto-Maßnahmen und Artenschutz für Ihre Kompensationspflicht in der Landeshauptstadt Potsdam. greeNature solutions, Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach der Brandenburger Eingriffsregelung (HVE).

188
km² Stadtfläche
~187k
Einwohner (2023)
Landeshauptstadt
von Brandenburg
D12
Naturraum
über 20
Seen im Stadtgebiet
Stadt und Ökologie

Die Stadt Potsdam im Überblick

Potsdam ist die Landeshauptstadt Brandenburgs und eine kreisfreie Stadt unmittelbar an der südwestlichen Stadtgrenze Berlins. Auf rund 188 km² leben etwa 187.000 Menschen, womit Potsdam die größte und am stärksten wachsende Stadt des Landes ist. Der Stadtkörper zieht sich weit an der Havel entlang und umschließt zahlreiche Seen.

Naturräumlich gehört Potsdam zu den Mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen (D12). Eiszeitlich geprägte Grundmoränenplatten wechseln mit breiten Talniederungen der Havel, dazwischen liegen über zwanzig Seen wie der Templiner, der Tiefe und der Sacrower See. Wald, Wasser und Parkanlagen sind eng mit dem Stadtbild verwoben, rund drei Viertel der Stadtfläche sind Grün-, Wald-, Wasser- und Landwirtschaftsflächen.

Große Teile des Stadtgebiets stehen unter Schutz. Dazu zählen das Landschaftsschutzgebiet Königswald mit Havelseen und Seeburger Agrarlandschaft, das Naturschutzgebiet Obere Wublitz sowie Anteile an den Natura-2000-Gebieten der Mittleren Havelniederung und der Nuthe-Nieplitz-Niederung. Hinzu kommen die UNESCO-Welterbe-Parks von Sanssouci und Babelsberg.

Als Wissenschafts-, Medien- und Verwaltungsstandort wächst Potsdam kontinuierlich. Neue Wohnquartiere, Forschungsbauten und Verkehrsvorhaben lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus, für die nach der Brandenburger Eingriffsregelung Ausgleich und Ersatz zu leisten sind.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D12
Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet
Zum Naturraum D12 ›

📍 Stadtteile

Innenstadt (KS)BabelsbergPotsdam WestBornstedtGolmEicheFahrlandGroß GlienickeMarquardtNeu FahrlandDrewitzAm Stern

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Landeshauptstadt Brandenburgs und mit über 187.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes.
  • Rund drei Viertel der Stadtfläche bestehen aus Grün-, Wald-, Wasser- und Landwirtschaftsflächen.
  • Über zwanzig Seen und der Havellauf prägen das Stadtgebiet und schaffen wertvolle Gewässer- und Uferlebensräume.
  • UNESCO-Welterbe Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin (Sanssouci, Babelsberg, Neuer Garten).
  • Anteile an mehreren Natura-2000-Gebieten, darunter die Mittlere Havelniederung und die Nuthe-Nieplitz-Niederung.
  • Wissenschaftsstandort mit Universität Potsdam, Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten in Golm und auf dem Telegrafenberg.
  • Medienstadt Babelsberg als traditionsreicher Film- und Fernsehstandort.

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions begleitet Vorhabenträger in Potsdam von der ersten Eingriffsbilanz bis zur gesicherten Umsetzung und Unterhaltung der Kompensation. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt und die naturräumlichen Gegebenheiten zwischen Havelseen, Zauche und Seeburger Agrarlandschaft. Für den innerstädtischen Ausgleich ebenso wie für großflächige Maßnahmen im Umland entwickeln wir rechtssichere Konzepte nach der Brandenburger Eingriffsregelung und vermitteln bei Bedarf anerkannte Ökokonto-Flächen.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Potsdam

💧

Gewässer- und Uferrenaturierung

Rückbau verbauter Ufer an Havel, Wublitz und Seengürtel, Entwicklung naturnaher Röhrichte, Flachwasserzonen und Gehölzsäume als Lebensraum für Fische, Libellen und Wasservögel.

🧱

Entsiegelung und Rückbau

Aufbrechen versiegelter Flächen auf Konversionsstandorten wie ehemaligen Kasernen, Herstellung durchlässiger Böden und begrünter Freiflächen im Siedlungsbereich.

🌾

Grünlandextensivierung im Umland

Umwandlung intensiv genutzter Ackerflächen in artenreiches Extensivgrünland, etwa in der Seeburger Agrarlandschaft und den Havelniederungen, mit angepasster Mahd und Beweidung.

🐸

Kleingewässer und Amphibienlaichgewässer

Anlage und Sanierung von Tümpeln und Kleingewässern in der Nuthe-Nieplitz- und Havelniederung zur Förderung von Amphibien und Libellen.

🌳

Waldumbau und Ufergehölze

Entwicklung standortgerechter Laub- und Auwaldbestände sowie Ufergehölze entlang der Fließ- und Standgewässer, Aufwertung strukturarmer Kiefernforste.

🦎

Trockenrasen und Sandlebensräume

Pflege und Neuschaffung von Sandtrockenrasen und offenen Sonnstandorten auf Bahnflächen und ehemaligen Militärarealen als Habitat für Zauneidechse und Wildbienen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Havelstadt zwischen Seengürtel und Zauche

🐟

Eisvogel

An naturnahen Ufern von Havel und Wublitz mit Steilwänden und klarem Wasser findet der Eisvogel Brut- und Jagdreviere. Uferrenaturierungen und der Erhalt von Abbruchkanten sichern sein Vorkommen.

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🦇

Fledermäuse

Havelseen, alte Parkbäume und Gebäude bieten Quartiere für mehrere Fledermausarten. Bei Sanierung und Abriss sind Quartierprüfungen und Ersatzquartiere nach § 44 BNatSchG erforderlich.

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🦎

Zauneidechse

Bahndämme, Trockenrasen und ehemalige Militärflächen wie die Döberitzer Heide sind Lebensraum der streng geschützten Zauneidechse. Baubedingte Eingriffe erfordern häufig vorgezogene Umsiedlungen (CEF).

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🐸

Amphibien

Die Kleingewässer der Nuthe-Nieplitz- und Havelniederung beherbergen Frösche, Kröten und Molche. Laichgewässer und Wanderkorridore sind bei Vorhaben zu berücksichtigen.

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🦎

Kammmolch

Der Kammmolch als FFH-Anhang-II-Art besiedelt fischfreie Kleingewässer im Potsdamer Umland. Neuanlage und Vernetzung von Laichgewässern gehören zu den wirksamen Kompensationsmaßnahmen.

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🐦

Feldlerche

In der offenen Agrarlandschaft rund um Seeburg und Fahrland brütet die Feldlerche am Boden. Extensivierung und Lerchenfenster stärken die rückläufigen Bestände.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Stadtquartier Krampnitz

Auf dem rund 140 Hektar großen Areal einer ehemaligen Kaserne entsteht im Potsdamer Norden ein neues Wohnquartier für mehrere tausend Menschen. Rückbau, Versiegelung und Erschließung erfordern umfangreichen naturschutzrechtlichen Ausgleich.

🔬

Wissenschaftspark Golm

Der Ausbau von Universität, Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten in Golm bindet Freiflächen und löst Eingriffe in Boden und Landschaft aus, die zu kompensieren sind.

🎬

Medienstadt und Gewerbe Babelsberg

Die Weiterentwicklung des Film- und Medienstandorts sowie neuer Gewerbeflächen führt zu Flächenversiegelung mit entsprechendem Kompensationsbedarf.

🚋

Verkehrs- und Infrastrukturausbau

Straßenbau, die geplante Tramverlängerung nach Krampnitz und weitere Infrastrukturvorhaben greifen in Grün- und Gewässerstrukturen ein und erfordern Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

PO
Landkreis Potsdam-Mittelmark
umschließt Potsdam im Süden und Westen
HA
Landkreis Havelland
nördlich der Havel
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Potsdam

In Brandenburg und damit auch in der Landeshauptstadt Potsdam erfolgt die Bewertung von Eingriff und Ausgleich verbal-argumentativ nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) auf Grundlage der §§ 13 bis 15 BNatSchG. Anders als in Bayern gibt es kein festes Ökopunkte-Rechenmodell, maßgeblich ist die fachgutachterliche Herleitung von Beeinträchtigung und Kompensation.
Als kreisfreie Stadt nimmt Potsdam die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Zuständig ist der Bereich Umwelt und Natur der Landeshauptstadt Potsdam. Bei größeren Vorhaben können weitere Fachbehörden beteiligt sein.
Potsdam ist eine kreisfreie Stadt mit eigener Verwaltung und eigener Naturschutzbehörde. Der frühere Landkreis Potsdam wurde 1993 aufgelöst, das Umland gehört heute zum Landkreis Potsdam-Mittelmark, der die Stadt im Süden und Westen umschließt.
Ja. Der Ausgleich soll möglichst im betroffenen Naturraum liegen, kann bei fehlenden innerstädtischen Flächen aber im Umland innerhalb desselben Naturraums (D12) umgesetzt werden. greeNature vermittelt hierfür anerkannte Ökokonto-Flächen.
Häufig relevant sind Fledermäuse in Gebäuden und Parkbäumen, die Zauneidechse auf Bahn- und Konversionsflächen, Brutvögel sowie Amphibien in den Gewässerniederungen. Der strenge Artenschutz nach § 44 BNatSchG kann vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) erforderlich machen.
Am besten früh in der Planung. Eine frühzeitige Eingriffs- und Artenschutzeinschätzung vermeidet Verzögerungen im Genehmigungsverfahren und sichert die spätere Umsetzbarkeit der Kompensation.
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