
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Potsdam-Mittelmark
Kompensationsmaßnahmen und Ökokonto-Flächen für Vorhaben im Landkreis Potsdam-Mittelmark. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtlichen Ausgleich nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) im Raum zwischen Hohem Fläming, Zauche und Havelland.
Der Landkreis Potsdam-Mittelmark im Überblick
Der Landkreis Potsdam-Mittelmark liegt im westlichen Brandenburg und umschließt einen großen Teil des Havellandes südlich der Landeshauptstadt Potsdam. Verwaltungssitz und Kreisstadt ist Bad Belzig. Mit rund 2.592 km² gehört der Kreis zu den flächengrößten Brandenburgs und reicht vom stark reliefierten Hohen Fläming im Südwesten über die sandige Zauche bis in die Niederungen des Havellandes im Norden.
Naturräumlich gliedert sich der Landkreis in zwei BfN-Haupteinheiten. Der Süden und Westen gehört zum Fläming (D11), geprägt durch saalezeitliche Moränen, Sander und tief eingeschnittene Trockentäler, die hier Rummeln genannt werden. Der höchste Punkt ist der Hagelberg mit rund 200 m. Der Norden und Osten liegt in den Mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen (D12) mit der Zauche, der Nauener Platte und der weiten Nuthe-Nieplitz-Niederung.
Ökologisch bedeutsam sind die naturnahen Fließgewässer Plane, Nuthe und Nieplitz, ausgedehnte Kiefernforste mit eingestreuten Buchen- und Eichenwäldern sowie die grundwassernahen Feucht- und Nasswiesen der Niederungen. Anteile von drei Naturparks liegen im Kreisgebiet: Hoher Fläming, Nuthe-Nieplitz und Westhavelland. Kern der Nuthe-Nieplitz-Niederung ist ein großflächiges FFH- und Vogelschutzgebiet.
Der Osten des Kreises gehört zum wachsenden Berliner Umland. Kommunen wie Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf, Michendorf und Werder (Havel) verzeichnen anhaltenden Siedlungs- und Gewerbedruck. Zusammen mit Verkehrsinfrastruktur und dem Ausbau erneuerbarer Energien entsteht daraus regelmäßig erheblicher Kompensationsbedarf. In Brandenburg wird der Ausgleich nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) verbal-argumentativ bewertet, ein festes Punktesystem gibt es nicht.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D12 ›
Zum Naturraum D11 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Hoher Fläming mit Höhenzügen, Sandern und Trockentälern (Rummeln)
- FFH- und Vogelschutzgebiet Nuthe-Nieplitz-Niederung als großflächiger Feuchtlebensraum
- Naturpark Westhavelland im Norden, bedeutend für Rast- und Brutvögel
- Naturnahe Fließgewässer Plane, Nuthe und Nieplitz mit Bezug zu Havel und Spree
- Sandige Zauche mit Kiefernforsten, Trockenrasen und Binnendünen
- Offene Ackerlandschaften des Fläming als Wintereinstandsgebiet der Großtrappe
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben im westlichen Brandenburg über die Grenzen der Naturräume Fläming und Mittelbrandenburgische Platten hinweg. Wir kennen die zuständige Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark in Bad Belzig und die maßgeblichen Regelwerke: die verbal-argumentative Bewertung nach den HVE sowie das naturschutzrechtliche Ökokonto nach dem BbgNatSchAG. So stellen wir sicher, dass Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen fachlich anerkannt und rechtssicher angerechnet werden.
Typische Maßnahmen im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Fließgewässerrenaturierung
An Plane, Nuthe und Nieplitz verbessern der Rückbau von Verbauungen und die Entwicklung naturnaher Ufer- und Sohlstrukturen den Zustand der Gewässer und schaffen Habitate für Eisvogel, Fischotter und die Gewässerfauna.
Ackerextensivierung und Feldvogelschutz
Blühstreifen, Ackerrandsäume und Lerchenfenster in den offenen Landschaften von Fläming und Zauche werten ausgeräumte Ackerfluren auf und stärken Feldlerche, Kiebitz und weitere Offenlandarten.
Feucht- und Nasswiesen
Wiedervernässung und extensive Grünlandpflege in der Nuthe-Nieplitz-Niederung und in den Havelniederungen fördern Wiesenbrüter sowie Amphibien wie Rotbauchunke und Moorfrosch.
Waldumbau
Umbau strukturarmer Kiefernforste zu standortgerechten Laubmischwäldern mit Eiche, Buche und Hainbuche auf den Sandern des Fläming und der Zauche erhöht Stabilität und Artenvielfalt der Wälder.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Zauneidechsen-Habitate auf Sandstandorten, Fledermausquartiere in Wäldern und Alleen sowie neue Laichgewässer für streng geschützte Amphibien.
Trockenrasen und Heiden
Pflege und Neuentwicklung von Sandtrockenrasen, Heiden und Binnendünen auf nährstoffarmen Standorten der Zauche schaffen Lebensraum für wärmeliebende Insekten und Reptilien.
Geschützte Arten im Zwischen Hohem Fläming, Zauche und Havelland
Großtrappe und Feldvögel
Die offenen Ackerlandschaften des Fläming zählen zu den Wintereinstandsgebieten der Großtrappe. Extensivierung, Blühstreifen und Lerchenfenster fördern zugleich Feldlerche und weitere Feldvögel und sind häufiger Bezugspunkt in der Eingriffsregelung.
Mehr zur Art ›Kranich und Schwarzstorch
In den ruhigen, alten Waldbeständen und an den Feuchtgebieten der Niederungen brüten Schwarzstorch und Kranich. Der Erhalt großer, störungsarmer Waldkomplexe und naturnaher Gewässer ist für diese Arten entscheidend.
Mehr zur Art ›Rotbauchunke, Moorfrosch und Kammmolch
Die grundwassernahen Feuchtgebiete der Nuthe-Nieplitz-Niederung beherbergen streng geschützte Amphibien. Neue und wiedervernässte Laichgewässer sind wirksame Maßnahmen für Rotbauchunke, Moorfrosch und Kammmolch.
Mehr zur Art ›Eisvogel und Fischotter
An naturnahen Bächen wie Plane und Nuthe brütet der Eisvogel in Steilufern, der Fischotter nutzt die vernetzten Gewässer als Lebensraum. Gewässerrenaturierung und strukturreiche Ufer verbessern die Bedingungen für beide Arten.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wäldern und Alleen
Wälder, Alleen und Gewässer des Landkreises bieten Quartiere und Jagdreviere für mehrere streng geschützte Fledermausarten. Der Erhalt von Höhlenbäumen und ergänzende Quartiersangebote sind zentrale Artenschutzmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Sandstandorten
Die sandigen, sonnenexponierten Standorte der Zauche und des Fläming sind typische Lebensräume der Zauneidechse. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben werden regelmäßig CEF-Maßnahmen mit Ersatzhabitaten erforderlich.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Siedlungswachstum im Berliner Umland
Kommunen wie Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf, Michendorf und Werder (Havel) wachsen anhaltend. Neue Wohn- und Gewerbegebiete lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. Eigentümer geeigneter Flächen können als Anbieter für Kompensationsmaßnahmen profitieren.
Verkehr und Infrastruktur
Der Ausbau von Straßen und Schiene, Ortsumgehungen sowie Vorhaben im Umfeld der Autobahnen A9 und A10 (Berliner Ring) erzeugen Eingriffe in Natur und Landschaft, die nach den HVE auszugleichen sind.
Erneuerbare Energien
Windenergie im Fläming sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Sandstandorten der Zauche erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und, wo Arten betroffen sind, Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Rohstoffabbau und Gewerbe
Sand- und Kiesabbau in der Zauche sowie Logistik- und Technologiestandorte im Umland gehen mit Flächenverbrauch einher. Renaturierung ausgebeuteter Abbauflächen und begleitende Ausgleichsmaßnahmen sind hier typische Aufgaben.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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