Junge Laubholzaufforstung vor geschlossenem Altbestand
Brandenburg · HVE (Eingriffsregelung nach BNatSchG)
Naturraum D12 · D11

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Potsdam-Mittelmark

Kompensationsmaßnahmen und Ökokonto-Flächen für Vorhaben im Landkreis Potsdam-Mittelmark. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtlichen Ausgleich nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) im Raum zwischen Hohem Fläming, Zauche und Havelland.

2.592
km² Kreisfläche
~221k
Einwohner
38
Gemeinden
3
Naturparks (anteilig)
2
Naturräume D11/D12
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark im Überblick

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark liegt im westlichen Brandenburg und umschließt einen großen Teil des Havellandes südlich der Landeshauptstadt Potsdam. Verwaltungssitz und Kreisstadt ist Bad Belzig. Mit rund 2.592 km² gehört der Kreis zu den flächengrößten Brandenburgs und reicht vom stark reliefierten Hohen Fläming im Südwesten über die sandige Zauche bis in die Niederungen des Havellandes im Norden.

Naturräumlich gliedert sich der Landkreis in zwei BfN-Haupteinheiten. Der Süden und Westen gehört zum Fläming (D11), geprägt durch saalezeitliche Moränen, Sander und tief eingeschnittene Trockentäler, die hier Rummeln genannt werden. Der höchste Punkt ist der Hagelberg mit rund 200 m. Der Norden und Osten liegt in den Mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen (D12) mit der Zauche, der Nauener Platte und der weiten Nuthe-Nieplitz-Niederung.

Ökologisch bedeutsam sind die naturnahen Fließgewässer Plane, Nuthe und Nieplitz, ausgedehnte Kiefernforste mit eingestreuten Buchen- und Eichenwäldern sowie die grundwassernahen Feucht- und Nasswiesen der Niederungen. Anteile von drei Naturparks liegen im Kreisgebiet: Hoher Fläming, Nuthe-Nieplitz und Westhavelland. Kern der Nuthe-Nieplitz-Niederung ist ein großflächiges FFH- und Vogelschutzgebiet.

Der Osten des Kreises gehört zum wachsenden Berliner Umland. Kommunen wie Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf, Michendorf und Werder (Havel) verzeichnen anhaltenden Siedlungs- und Gewerbedruck. Zusammen mit Verkehrsinfrastruktur und dem Ausbau erneuerbarer Energien entsteht daraus regelmäßig erheblicher Kompensationsbedarf. In Brandenburg wird der Ausgleich nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) verbal-argumentativ bewertet, ein festes Punktesystem gibt es nicht.

Junge Laubholzaufforstung vor geschlossenem Altbestand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D12
Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet
Zum Naturraum D12 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Bad Belzig (KS)Werder (Havel)TeltowKleinmachnowStahnsdorfBeelitzMichendorfTreuenbrietzenKloster LehninWiesenburg/MarkZiesarNuthetal

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Hoher Fläming mit Höhenzügen, Sandern und Trockentälern (Rummeln)
  • FFH- und Vogelschutzgebiet Nuthe-Nieplitz-Niederung als großflächiger Feuchtlebensraum
  • Naturpark Westhavelland im Norden, bedeutend für Rast- und Brutvögel
  • Naturnahe Fließgewässer Plane, Nuthe und Nieplitz mit Bezug zu Havel und Spree
  • Sandige Zauche mit Kiefernforsten, Trockenrasen und Binnendünen
  • Offene Ackerlandschaften des Fläming als Wintereinstandsgebiet der Großtrappe

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben im westlichen Brandenburg über die Grenzen der Naturräume Fläming und Mittelbrandenburgische Platten hinweg. Wir kennen die zuständige Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark in Bad Belzig und die maßgeblichen Regelwerke: die verbal-argumentative Bewertung nach den HVE sowie das naturschutzrechtliche Ökokonto nach dem BbgNatSchAG. So stellen wir sicher, dass Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen fachlich anerkannt und rechtssicher angerechnet werden.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Potsdam-Mittelmark

💧

Fließgewässerrenaturierung

An Plane, Nuthe und Nieplitz verbessern der Rückbau von Verbauungen und die Entwicklung naturnaher Ufer- und Sohlstrukturen den Zustand der Gewässer und schaffen Habitate für Eisvogel, Fischotter und die Gewässerfauna.

🌾

Ackerextensivierung und Feldvogelschutz

Blühstreifen, Ackerrandsäume und Lerchenfenster in den offenen Landschaften von Fläming und Zauche werten ausgeräumte Ackerfluren auf und stärken Feldlerche, Kiebitz und weitere Offenlandarten.

🌿

Feucht- und Nasswiesen

Wiedervernässung und extensive Grünlandpflege in der Nuthe-Nieplitz-Niederung und in den Havelniederungen fördern Wiesenbrüter sowie Amphibien wie Rotbauchunke und Moorfrosch.

🌳

Waldumbau

Umbau strukturarmer Kiefernforste zu standortgerechten Laubmischwäldern mit Eiche, Buche und Hainbuche auf den Sandern des Fläming und der Zauche erhöht Stabilität und Artenvielfalt der Wälder.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Zauneidechsen-Habitate auf Sandstandorten, Fledermausquartiere in Wäldern und Alleen sowie neue Laichgewässer für streng geschützte Amphibien.

🏞️

Trockenrasen und Heiden

Pflege und Neuentwicklung von Sandtrockenrasen, Heiden und Binnendünen auf nährstoffarmen Standorten der Zauche schaffen Lebensraum für wärmeliebende Insekten und Reptilien.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Zwischen Hohem Fläming, Zauche und Havelland

🐦

Großtrappe und Feldvögel

Die offenen Ackerlandschaften des Fläming zählen zu den Wintereinstandsgebieten der Großtrappe. Extensivierung, Blühstreifen und Lerchenfenster fördern zugleich Feldlerche und weitere Feldvögel und sind häufiger Bezugspunkt in der Eingriffsregelung.

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🦢

Kranich und Schwarzstorch

In den ruhigen, alten Waldbeständen und an den Feuchtgebieten der Niederungen brüten Schwarzstorch und Kranich. Der Erhalt großer, störungsarmer Waldkomplexe und naturnaher Gewässer ist für diese Arten entscheidend.

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🐸

Rotbauchunke, Moorfrosch und Kammmolch

Die grundwassernahen Feuchtgebiete der Nuthe-Nieplitz-Niederung beherbergen streng geschützte Amphibien. Neue und wiedervernässte Laichgewässer sind wirksame Maßnahmen für Rotbauchunke, Moorfrosch und Kammmolch.

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🐦

Eisvogel und Fischotter

An naturnahen Bächen wie Plane und Nuthe brütet der Eisvogel in Steilufern, der Fischotter nutzt die vernetzten Gewässer als Lebensraum. Gewässerrenaturierung und strukturreiche Ufer verbessern die Bedingungen für beide Arten.

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🦇

Fledermäuse in Wäldern und Alleen

Wälder, Alleen und Gewässer des Landkreises bieten Quartiere und Jagdreviere für mehrere streng geschützte Fledermausarten. Der Erhalt von Höhlenbäumen und ergänzende Quartiersangebote sind zentrale Artenschutzmaßnahmen.

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🦎

Zauneidechse auf Sandstandorten

Die sandigen, sonnenexponierten Standorte der Zauche und des Fläming sind typische Lebensräume der Zauneidechse. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben werden regelmäßig CEF-Maßnahmen mit Ersatzhabitaten erforderlich.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Siedlungswachstum im Berliner Umland

Kommunen wie Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf, Michendorf und Werder (Havel) wachsen anhaltend. Neue Wohn- und Gewerbegebiete lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. Eigentümer geeigneter Flächen können als Anbieter für Kompensationsmaßnahmen profitieren.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Der Ausbau von Straßen und Schiene, Ortsumgehungen sowie Vorhaben im Umfeld der Autobahnen A9 und A10 (Berliner Ring) erzeugen Eingriffe in Natur und Landschaft, die nach den HVE auszugleichen sind.

⚡

Erneuerbare Energien

Windenergie im Fläming sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Sandstandorten der Zauche erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und, wo Arten betroffen sind, Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.

⛏️

Rohstoffabbau und Gewerbe

Sand- und Kiesabbau in der Zauche sowie Logistik- und Technologiestandorte im Umland gehen mit Flächenverbrauch einher. Renaturierung ausgebeuteter Abbauflächen und begleitende Ausgleichsmaßnahmen sind hier typische Aufgaben.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

HA
Landkreis Havelland
Nördlicher Nachbar, Havelniederung
TE
Landkreis Teltow-Fläming
Östlicher Nachbar, Niederer Fläming
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Potsdam-Mittelmark

Der Landkreis liegt in zwei BfN-Haupteinheiten. Der Süden und Westen gehört zum Naturraum D11 (Fläming) mit dem Hohen Fläming, der Norden und Osten zum Naturraum D12 (Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen) mit Zauche, Nauener Platte und der Nuthe-Nieplitz-Niederung. Für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ist nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG der räumliche und funktionale Bezug zum Eingriff maßgeblich. greeNature ordnet Ihren Eingriff dem zutreffenden Naturraum zu.
Anders als in einigen anderen Ländern schreibt Brandenburg kein festes Punktesystem vor. Eingriff und Ausgleich werden nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) verbal-argumentativ bewertet, wobei die Besonderheiten des Einzelfalls berücksichtigt werden. Vorgezogene Maßnahmen lassen sich über ein naturschutzrechtliches Ökokonto nach dem BbgNatSchAG bevorraten und später anrechnen. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Maßnahmenplanung, Behördenabstimmung und Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit Sitz in der Niemöllerstraße 1, 14806 Bad Belzig. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme.
Im Kreisgebiet liegen Anteile der Naturparks Hoher Fläming, Nuthe-Nieplitz und Westhavelland. Die Nuthe-Nieplitz-Niederung ist als FFH- und Vogelschutzgebiet Teil des europäischen Netzes Natura 2000. Eingriffe im Umfeld solcher Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Anforderungen nach § 44 BNatSchG auslösen. greeNature prüft die Betroffenheit und plant erforderliche CEF- oder FCS-Maßnahmen.
Vor allem das Siedlungs- und Gewerbewachstum im Berliner Umland, Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben, Windenergie im Fläming, Photovoltaik-Freiflächen sowie Sand- und Kiesabbau in der Zauche erzeugen regelmäßig Eingriffe, die nach den HVE auszugleichen sind.
Ja. Geeignet sind zum Beispiel Ackerflächen mit Extensivierungspotenzial, grundwassernahe Grünländer in den Niederungen sowie Sandstandorte für Trockenrasen und Reptilienhabitate. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und bringt die Fläche in ein Ökokonto oder ein konkretes Vorhaben ein.
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