
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Oder-Spree
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Oder-Spree, bewertet nach den brandenburgischen Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) und der verbal-argumentativen Methode gemäß den §§ 13 bis 15 BNatSchG. greeNature entwickelt und betreut Kompensationsmaßnahmen im Ostbrandenburgischen Heide- und Seengebiet, bundesweit tätig und behördenerfahren.
Der Landkreis Oder-Spree im Überblick
Der Landkreis Oder-Spree liegt im Osten Brandenburgs zwischen dem Berliner Umland und der Grenze zu Polen. Verwaltungssitz und Kreisstadt ist Beeskow an der Spree, größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum ist Fürstenwalde/Spree. Brandenburg gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, der Landkreis untersteht damit unmittelbar den Landesbehörden und dem Landesamt für Umwelt.
Naturräumlich gehört der Kreis zum Ostbrandenburgischen Heide- und Seengebiet und zu den Brandenburgischen Platten und Niederungen, die sich in den Naturräumen D06 und D12 abbilden. Prägend sind ausgedehnte Kiefernforste auf sandigen Böden, eiszeitlich geformte Seen und Rinnen, Moore sowie die Fließgewässer Spree, Schlaube und Oder mit ihren Auen.
Ökologisch bedeutsam sind der Naturpark Schlaubetal mit dem naturnahen Bachtal der Schlaube, die Groß Schauener Seenkette bei Storkow im Naturpark Dahme-Heideseen, die Heideflächen im Süden des Kreises sowie das Odertal bei Eisenhüttenstadt und Neuzelle. Viele dieser Flächen sind als FFH- und Vogelschutzgebiete Teil des europäischen Natura-2000-Netzes.
Wirtschaftlich ist der Kreis durch die Stahl- und Metallindustrie in Eisenhüttenstadt, die Fahrzeug- und Batteriefertigung bei Grünheide sowie Maschinenbau, Chemie und Holzverarbeitung geprägt. Werksansiedlungen, Verkehrsausbau und Energievorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D12 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Schlaubetal (Schlaubetal und Gubener Heide) mit dem FFH-Gebiet Schlaubetal, einem naturnahen Bachtal mit Quellmooren, Klarwasserseen und Buchenwäldern
- Groß Schauener Seenkette bei Storkow im Naturpark Dahme-Heideseen, ein weitgehend unverbautes Gewässersystem mit ausgedehnten Verlandungszonen
- Heideflächen im Süden des Kreises, darunter der zum Landkreis reichende Teil der Reicherskreuzer Heide um Neuzelle auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz
- Odertal im Osten bei Eisenhüttenstadt und Neuzelle mit Auen und Feuchtgebieten an der Grenze zu Polen, Teil des FFH-Gebiets Mittlere Oder
- Scharmützelsee bei Bad Saarow, einer der größten Seen Brandenburgs, eingebettet in Wald- und Uferlandschaften
- Ausgedehnte Kiefernforste, Moore und zahlreiche Naturschutzgebiete des Ostbrandenburgischen Heide- und Seengebiets
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit dem brandenburgischen Kompensationsrecht vertraut. Im Landkreis Oder-Spree arbeiten wir mit der verbal-argumentativen Bewertung nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) und stützen die Anrechnung auf ein Ökokonto nach dem BbgNatSchAG sowie auf die Flächenpoolverordnung. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises in Beeskow und dem Landesamt für Umwelt ab und berücksichtigen, dass die Kompensation in Brandenburg an den betroffenen Naturraum gebunden ist. Von der Flächensicherung über die naturschutzfachliche Konzeption bis zur dauerhaften Pflege und Dokumentation begleiten wir Vorhabenträger, Kommunen und Unternehmen zwischen Spree, Oder und Schlaubetal.
Typische Maßnahmen im Landkreis Oder-Spree
Moore und Feuchtgrünland
Wiedervernässung entwässerter Niedermoore und Extensivierung von Feuchtgrünland in den Niederungen von Spree und Oder. Solche Maßnahmen stärken Wasserhaushalt, Kohlenstoffbindung und Lebensräume feuchtegebundener Arten.
Fließgewässer und Auen
Renaturierung von Uferabschnitten, Anlage von Gewässerrandstreifen und Auenentwicklung an Spree, Schlaube und Oder, ergänzt um Steilwände als Bruthabitat für den Eisvogel.
Heide- und Sandtrockenrasen
Entbuschung, Beweidung und Mahd von Sandheiden und Trockenrasen nach dem Vorbild der Reicherskreuzer und Lieberoser Heide. Erhalt offener, magerer Standorte für wärmeliebende Arten.
Waldumbau naturnaher Wälder
Umbau strukturarmer Kiefernforste zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern sowie Sicherung von Alt- und Totholz, verbunden mit einer Stärkung der Biotopvernetzung.
Seen und Kleingewässer
Neuanlage und Vernetzung besonnter Kleingewässer und Verlandungszonen an den Seenketten des Kreises. Lebensraum für Amphibien, Libellen und Wasservögel.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS), etwa Zauneidechsenhabitate, Fledermausquartiere und Amphibiengewässer nach § 44 BNatSchG.
Geschützte Arten im Ostbrandenburg zwischen Spree, Oder und Schlaubetal
Rotbauchunke und Moorfrosch
Die flachen, gut besonnten Stillgewässer Ostbrandenburgs sind Kernlebensraum der europarechtlich geschützten Rotbauchunke sowie von Moorfrosch und Laubfrosch. Neuanlage und Vernetzung fischfreier Kleingewässer sind typische Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) besiedelt fischfreie, gut besonnte Teiche und Tümpel. Für ihn werden gezielt Laichgewässer mit strukturreichem Landlebensraum im Umfeld entwickelt.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Mopsfledermaus und Großes Mausohr nutzen die alten Wälder des Schlaubetals und die Gewässerlandschaften als Jagd- und Quartierräume. Quartiersicherung, Höhlenbaumschutz und jagdgebietsnahe Gehölze sind gängige CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Sandige Heideflächen, Bahndämme und Konversionsflächen sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben zählt sie zu den häufigsten Zielarten für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Die störungsarmen Wälder mit naturnahen Bächen im Schlaubetal bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungsräume. Ruhezonen, extensive Feuchtwiesen und durchgängige Waldbäche stützen die Bestände.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Spree, Schlaube und Oder sowie an den Seen lebt der Eisvogel. Naturnahe Uferabbrüche, Steilwände und ungestörte Gewässerrandstreifen sind für ihn wirksame Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Fahrzeug- und Batteriefertigung
In Grünheide betreibt Tesla die Gigafactory Berlin-Brandenburg. Werksflächen, Erweiterungen und die zugehörige Infrastruktur führen zu erheblichen Eingriffen in Wald und Naturhaushalt, für die Ausgleich und Ersatz nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG bereitzustellen sind.
Stahl- und Metallindustrie
In Eisenhüttenstadt ist ein großes Stahlwerk ansässig. Der Umbau hin zu emissionsärmeren Verfahren, neue Produktions- und Logistikflächen sowie Standorterweiterungen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf.
Verkehr und Infrastruktur
Der Ausbau der Bahnstrecke Berlin nach Frankfurt (Oder), Maßnahmen an der A12 und den Bundesstraßen sowie Ortsumgehungen führen zu Eingriffen, für die Kompensation nach brandenburgischem Recht bereitzustellen ist.
Erneuerbare Energien
Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Acker- und Konversionsflächen sowie Windenergievorhaben erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich und, je nach betroffener Art, vorgezogene CEF- und FCS-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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