Weißstorch auf einer extensiv genutzten Feuchtwiese
Brandenburg · HVE (Eingriffsregelung nach BNatSchG)
Naturraum D08 · D13

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Sofort verfügbare Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten und Flächenpools. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für Kompensation nach der Brandenburger Eingriffsregelung (HVE) im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, zwischen Spreewald, Niederlausitz und Lausitzer Seenland.

1.223
km² Kreisfläche
~107k
Einwohner
25
Städte & Gemeinden
D08/D13
Naturräume
Senftenberg
Kreisstadt
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Überblick

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz liegt im Süden Brandenburgs und ist mit rund 1.223 km² der flächenkleinste Landkreis des Landes. Verwaltungssitz ist Senftenberg. Naturräumlich gehört der Kreis überwiegend zur Niederlausitz (BfN-Haupteinheit D08), im Süden greift das Oberlausitzer Heideland (D13) über, im Norden reicht das Kreisgebiet in den Oberspreewald mit seinem verzweigten Netz aus Fließen.

Geologisch ist die Region durch die Saale-Kaltzeit geformt. Flachwellige Grund- und Endmoränenplatten, weite Sandflächen und der Lausitzer Grenzwall prägen das Relief. Die Niederlausitz zählt zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands, was die wasserabhängigen Lebensräume der Spreewaldniederung und der Teichgebiete besonders empfindlich macht.

Ökologisch bedeutsam sind die Fließ- und Auenlandschaft des Biosphärenreservats Spreewald, ausgedehnte Kiefernwälder, Sand- und Zwergstrauchheiden sowie zahlreiche Teiche und Feuchtniederungen. Über das Kreisgebiet verteilen sich Natura-2000-Gebiete nach FFH- und Vogelschutzrichtlinie sowie mehrere Naturschutzgebiete.

Wirtschaftlich ist der Kreis vom Braunkohlebergbau und seinem Strukturwandel geprägt. Aus den ausgekohlten Tagebauen entsteht das Lausitzer Seenland, zugleich wachsen Photovoltaik-Freiflächen, Windenergie und Industrie am Standort Schwarzheide. Diese Vorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich im Rahmen der Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG zu erbringen ist.

Weißstorch auf einer extensiv genutzten Feuchtwiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D08
Spreewald und Lausitzer Becken- und Heideland
Zum Naturraum D08 ›
D13
Oberlausitzer Heideland
Zum Naturraum D13 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Senftenberg (KS)Lübbenau/SpreewaldLauchhammerGroßräschenCalauVetschau/SpreewaldSchwarzheideSchipkauRuhlandOrtrandAltdöbern

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Biosphärenreservat Spreewald mit seinem verzweigten Netz aus Fließen und Erlenbruchwäldern im Norden des Kreises
  • Lausitzer Seenland, eine aus der Bergbaufolge geflutete Seenlandschaft, mit Teilen im Kreisgebiet
  • Sand- und Zwergstrauchheiden sowie nährstoffarme Kiefernwälder als typische Lebensräume der Niederlausitz
  • Teiche und Feuchtniederungen als Lebensraum für Fischotter, Amphibien und Wasservögel
  • Natura-2000-Gebiete nach FFH- und Vogelschutzrichtlinie über das Kreisgebiet verteilt
  • Bergbaufolgelandschaft mit Rohböden und Pionierstandorten, wertvoll für spezialisierte Offenland- und Reptilienarten

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und entwickelt Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auch in der Niederlausitz. Wir kennen die verbal-argumentative Bewertung nach den brandenburgischen Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE), die Anforderungen an Ökokonten und Flächenpools nach dem BbgNatSchAG sowie die Besonderheiten der Bergbaufolgelandschaft und des Spreewaldes. Die Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde in Calau begleiten wir vollständig.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

💧

Niedermoor-Wiedervernässung

In den Spreewaldniederungen und in entwässerten Feuchtgebieten wird der Wasserhaushalt angehoben, um Erlenbrüche, Feuchtwiesen und Röhrichte zu erhalten und kohlenstoffspeichernde Moorböden zu stabilisieren.

🐸

Kleingewässer für Amphibien

Neuanlage und Entschlammung fischfreier Tümpel und Teiche als Laichhabitate für Rotbauchunke, Kammmolch und Moorfrosch, häufig als vorgezogene CEF-Maßnahme.

🌾

Sandheiden & Trockenrasen

Entwicklung und Pflege nährstoffarmer Offenlandbiotope auf Sandstandorten und in der Bergbaufolgelandschaft, Lebensraum für Zauneidechse, Heidelerche und wärmeliebende Insekten.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Kiefernforste in standortgerechte Laub- und Mischwälder aus Eiche, Birke und Kiefer zur Erhöhung der Biotop- und Strukturvielfalt.

🏞️

Fließgewässerrenaturierung

Anbindung von Altarmen, Uferentfesselung und Strukturanreicherung an Spree, Schwarzer Elster und den Spreewaldfließen zur Aufwertung der Gewässerlebensräume.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Maßgeschneiderte Habitate für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse, Reptilienhabitate und Nisthilfen, zur Sicherung der kontinuierlichen ökologischen Funktionalität.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Niederlausitz, Spreewald und Lausitzer Seenland

🦦

Fischotter & Biber

Die gewässerreiche Spreewald- und Teichlandschaft ist Kernlebensraum für den Fischotter (Anhang II FFH-Richtlinie) und den Biber. Gewässerrenaturierung und durchgängige, strukturreiche Ufer sind typische Aufwertungen.

🐸

Rotbauchunke & Kammmolch

Die vielen Kleingewässer und Feuchtniederungen beherbergen Rotbauchunke, Kammmolch und Moorfrosch. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sind eine häufige CEF-Maßnahme bei Eingriffen.

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🦎

Zauneidechse

Sandige Böschungen, Bahndämme und offene Rohböden der Bergbaufolgelandschaft sind ideale Reptilienhabitate. Bei Infrastruktur- und Bauvorhaben ist die Zauneidechse eine regelmäßige Zielart mit vorgezogenem Ausgleich.

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🦇

Fledermäuse

Altholzbestände, Erlenbrüche und Gebäude im ländlichen Raum bieten Quartiere für mehrere Fledermausarten. Quartiersicherung und der Bau von Ersatzquartieren sind übliche Artenschutzmaßnahmen.

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🐦

Eisvogel

Die klaren Fließe des Spreewaldes und naturnahe Uferabbrüche bieten dem Eisvogel Brutplätze. Steilwände und strukturreiche Ufer werden gezielt als Habitat entwickelt.

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🕊️

Kiebitz & Wiesenbrüter

Feuchtwiesen und offene Niederungen sind Brutgebiet für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Extensivierung und an die Brutzeit angepasste Mahd sichern den Bruterfolg.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

⛏️

Strukturwandel & Bergbaufolge

Der Ausstieg aus der Braunkohle prägt die Region. Rekultivierung, die Flutung ausgekohlter Tagebaue zum Lausitzer Seenland und Folgenutzungen erfordern umfangreiche naturschutzrechtliche Begleitung und Kompensation.

⚡

Erneuerbare Energien

Großflächige Photovoltaik-Freiflächenanlagen, oft auf Bergbaufolge- und Konversionsflächen, sowie Windenergievorhaben lösen Eingriffe aus, die im Rahmen der HVE auszugleichen sind.

🏭

Industrie & Gewerbe

Der Chemie- und Industriestandort Schwarzheide sowie Gewerbeansiedlungen im Zuge des Strukturwandels erzeugen Kompensationsbedarf für Versiegelung und Gehölzverluste.

🛤️

Infrastruktur & Verkehr

Aus- und Neubau von Straßen, Bahnstrecken und Netztrassen im Zuge des Lausitzer Strukturwandels führen zu Ausgleichs- und Ersatzpflichten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

DA
Landkreis Dahme-Spreewald
Nördlicher Nachbar · Spreewald
SP
Landkreis Spree-Neiße
Östlicher Nachbar · Niederlausitz
EL
Landkreis Elbe-Elster
Westlicher Nachbar · Brandenburg
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Der Kreis gehört überwiegend zum BfN-Naturraum D08 (Niederlausitz), im Süden greift das Oberlausitzer Heideland (D13) über, und der Norden reicht in den Oberspreewald. Für die Anrechenbarkeit der Kompensation ist in Brandenburg der räumliche Bezug zum betroffenen Naturraum wichtig. greeNature ordnet Ihren Eingriff kostenlos ein.
In Brandenburg erfolgt die Bewertung von Eingriff und Kompensation verbal-argumentativ auf Grundlage der Hinweise zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE), nicht über ein festes Punkteverfahren wie die BayKompV in Bayern. Vorleistungen lassen sich über Ökokonten und Flächenpools nach dem BbgNatSchAG sichern. greeNature übernimmt Bilanzierung, Maßnahmenplanung und Behördenabstimmung.
Untere Naturschutzbehörde ist das Amt für Umwelt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Joachim-Gottschalk-Straße 36, 03205 Calau. greeNature koordiniert die gesamte Abstimmung mit der Behörde, von der Maßnahmenkonzeption bis zur Anerkennung.
Verbreitet sind die Wiedervernässung von Niedermooren, die Neuanlage von Kleingewässern für Amphibien, die Entwicklung von Sandheiden und Trockenrasen, der naturnahe Waldumbau von Kiefernforsten sowie die Renaturierung von Fließgewässern im Spreewald. In der Bergbaufolgelandschaft entstehen zudem wertvolle Pionierlebensräume.
Ja. Neben der Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG sind die Verbote des besonderen Artenschutzes nach § 44 BNatSchG zu beachten. Betroffen sind häufig Zauneidechse, Fledermäuse, Amphibien wie Rotbauchunke und Kammmolch sowie Brutvögel. Bei Bedarf sichern vorgezogene CEF-Maßnahmen die kontinuierliche ökologische Funktionalität.
Ja. Geeignet sind unter anderem entwässerte Feuchtstandorte, strukturarme Kiefernforste, Ackerflächen mit Aufwertungspotenzial sowie Flächen der Bergbaufolgelandschaft. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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