
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Sofort verfügbare Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten und Flächenpools. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für Kompensation nach der Brandenburger Eingriffsregelung (HVE) im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, zwischen Spreewald, Niederlausitz und Lausitzer Seenland.
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Überblick
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz liegt im Süden Brandenburgs und ist mit rund 1.223 km² der flächenkleinste Landkreis des Landes. Verwaltungssitz ist Senftenberg. Naturräumlich gehört der Kreis überwiegend zur Niederlausitz (BfN-Haupteinheit D08), im Süden greift das Oberlausitzer Heideland (D13) über, im Norden reicht das Kreisgebiet in den Oberspreewald mit seinem verzweigten Netz aus Fließen.
Geologisch ist die Region durch die Saale-Kaltzeit geformt. Flachwellige Grund- und Endmoränenplatten, weite Sandflächen und der Lausitzer Grenzwall prägen das Relief. Die Niederlausitz zählt zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands, was die wasserabhängigen Lebensräume der Spreewaldniederung und der Teichgebiete besonders empfindlich macht.
Ökologisch bedeutsam sind die Fließ- und Auenlandschaft des Biosphärenreservats Spreewald, ausgedehnte Kiefernwälder, Sand- und Zwergstrauchheiden sowie zahlreiche Teiche und Feuchtniederungen. Über das Kreisgebiet verteilen sich Natura-2000-Gebiete nach FFH- und Vogelschutzrichtlinie sowie mehrere Naturschutzgebiete.
Wirtschaftlich ist der Kreis vom Braunkohlebergbau und seinem Strukturwandel geprägt. Aus den ausgekohlten Tagebauen entsteht das Lausitzer Seenland, zugleich wachsen Photovoltaik-Freiflächen, Windenergie und Industrie am Standort Schwarzheide. Diese Vorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich im Rahmen der Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D08 ›
Zum Naturraum D13 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Biosphärenreservat Spreewald mit seinem verzweigten Netz aus Fließen und Erlenbruchwäldern im Norden des Kreises
- Lausitzer Seenland, eine aus der Bergbaufolge geflutete Seenlandschaft, mit Teilen im Kreisgebiet
- Sand- und Zwergstrauchheiden sowie nährstoffarme Kiefernwälder als typische Lebensräume der Niederlausitz
- Teiche und Feuchtniederungen als Lebensraum für Fischotter, Amphibien und Wasservögel
- Natura-2000-Gebiete nach FFH- und Vogelschutzrichtlinie über das Kreisgebiet verteilt
- Bergbaufolgelandschaft mit Rohböden und Pionierstandorten, wertvoll für spezialisierte Offenland- und Reptilienarten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und entwickelt Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auch in der Niederlausitz. Wir kennen die verbal-argumentative Bewertung nach den brandenburgischen Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE), die Anforderungen an Ökokonten und Flächenpools nach dem BbgNatSchAG sowie die Besonderheiten der Bergbaufolgelandschaft und des Spreewaldes. Die Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde in Calau begleiten wir vollständig.
Typische Maßnahmen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Niedermoor-Wiedervernässung
In den Spreewaldniederungen und in entwässerten Feuchtgebieten wird der Wasserhaushalt angehoben, um Erlenbrüche, Feuchtwiesen und Röhrichte zu erhalten und kohlenstoffspeichernde Moorböden zu stabilisieren.
Kleingewässer für Amphibien
Neuanlage und Entschlammung fischfreier Tümpel und Teiche als Laichhabitate für Rotbauchunke, Kammmolch und Moorfrosch, häufig als vorgezogene CEF-Maßnahme.
Sandheiden & Trockenrasen
Entwicklung und Pflege nährstoffarmer Offenlandbiotope auf Sandstandorten und in der Bergbaufolgelandschaft, Lebensraum für Zauneidechse, Heidelerche und wärmeliebende Insekten.
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Kiefernforste in standortgerechte Laub- und Mischwälder aus Eiche, Birke und Kiefer zur Erhöhung der Biotop- und Strukturvielfalt.
Fließgewässerrenaturierung
Anbindung von Altarmen, Uferentfesselung und Strukturanreicherung an Spree, Schwarzer Elster und den Spreewaldfließen zur Aufwertung der Gewässerlebensräume.
Artenschutz CEF/FCS
Maßgeschneiderte Habitate für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse, Reptilienhabitate und Nisthilfen, zur Sicherung der kontinuierlichen ökologischen Funktionalität.
Geschützte Arten im Niederlausitz, Spreewald und Lausitzer Seenland
Fischotter & Biber
Die gewässerreiche Spreewald- und Teichlandschaft ist Kernlebensraum für den Fischotter (Anhang II FFH-Richtlinie) und den Biber. Gewässerrenaturierung und durchgängige, strukturreiche Ufer sind typische Aufwertungen.
Rotbauchunke & Kammmolch
Die vielen Kleingewässer und Feuchtniederungen beherbergen Rotbauchunke, Kammmolch und Moorfrosch. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sind eine häufige CEF-Maßnahme bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Sandige Böschungen, Bahndämme und offene Rohböden der Bergbaufolgelandschaft sind ideale Reptilienhabitate. Bei Infrastruktur- und Bauvorhaben ist die Zauneidechse eine regelmäßige Zielart mit vorgezogenem Ausgleich.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Altholzbestände, Erlenbrüche und Gebäude im ländlichen Raum bieten Quartiere für mehrere Fledermausarten. Quartiersicherung und der Bau von Ersatzquartieren sind übliche Artenschutzmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Die klaren Fließe des Spreewaldes und naturnahe Uferabbrüche bieten dem Eisvogel Brutplätze. Steilwände und strukturreiche Ufer werden gezielt als Habitat entwickelt.
Mehr zur Art ›Kiebitz & Wiesenbrüter
Feuchtwiesen und offene Niederungen sind Brutgebiet für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Extensivierung und an die Brutzeit angepasste Mahd sichern den Bruterfolg.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Strukturwandel & Bergbaufolge
Der Ausstieg aus der Braunkohle prägt die Region. Rekultivierung, die Flutung ausgekohlter Tagebaue zum Lausitzer Seenland und Folgenutzungen erfordern umfangreiche naturschutzrechtliche Begleitung und Kompensation.
Erneuerbare Energien
Großflächige Photovoltaik-Freiflächenanlagen, oft auf Bergbaufolge- und Konversionsflächen, sowie Windenergievorhaben lösen Eingriffe aus, die im Rahmen der HVE auszugleichen sind.
Industrie & Gewerbe
Der Chemie- und Industriestandort Schwarzheide sowie Gewerbeansiedlungen im Zuge des Strukturwandels erzeugen Kompensationsbedarf für Versiegelung und Gehölzverluste.
Infrastruktur & Verkehr
Aus- und Neubau von Straßen, Bahnstrecken und Netztrassen im Zuge des Lausitzer Strukturwandels führen zu Ausgleichs- und Ersatzpflichten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
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