
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Oberhavel
Anerkannte Ökokonto- und Ausgleichsflächen für Ihren Kompensationsbedarf. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Naturschutz-Kompensation nach der Eingriffsregelung (§§ 13-15 BNatSchG) im Landkreis Oberhavel, zwischen Berlin und der Mecklenburgischen Seenplatte.
Der Landkreis Oberhavel im Überblick
Der Landkreis Oberhavel liegt im Norden Brandenburgs und reicht von der nördlichen Stadtgrenze Berlins bis an die Mecklenburgische Seenplatte. Kreisstadt ist Oranienburg. Auf rund 1.808 km² leben etwa 218.000 Menschen in 19 Gemeinden, davon neun Städte. Namensgebend ist die Obere Havel, die den Kreis von Norden nach Süden durchzieht.
Naturräumlich gehört Oberhavel überwiegend zur BfN-Großlandschaft D05 (Mecklenburg-Brandenburgisches Platten- und Hügelland sowie Luchland) mit der Granseer Platte, dem Ruppiner und Nordbrandenburger Wald- und Seengebiet sowie dem Rhinluch. Die südlichen und östlichen Randbereiche zählen zur Großlandschaft D12 (Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet). Prägend sind eiszeitliche Sander, Grund- und Endmoränen, ausgedehnte Kiefernforste sowie Niedermoore in den Luchen.
Mehr als die Hälfte der Kreisfläche steht unter Landschafts- oder Naturschutz. Im Norden liegt der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land mit dem klaren Großen Stechlinsee, im Südosten reicht der Naturpark Barnim in den Kreis. Bedeutende Natura-2000-Gebiete sind das FFH- und Vogelschutzgebiet Stechlin, das EU-Vogelschutzgebiet Obere Havelniederung und die FFH-Gebiete der Havel- und Luchlandschaften.
Wirtschaftlich verbindet Oberhavel industrielle Kerne (Schienenfahrzeugbau in Hennigsdorf, Klebe- und Folienprodukte sowie Pharmazie in Oranienburg) mit einem starken Siedlungsdruck im Berliner Umland und einer land- und forstwirtschaftlich geprägten Fläche im Norden. Wohnbau, Gewerbe, Verkehrs- und Energievorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach der Eingriffsregelung (§§ 13-15 BNatSchG) auf Grundlage der Hinweise zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D04 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Stechlin-Ruppiner Land im Norden mit dem klaren Großen Stechlinsee
- Naturpark Barnim (anteilig) im Südosten um Liebenwalde
- FFH- und EU-Vogelschutzgebiet Stechlin, rund 8.655 ha Wald-, See- und Moorkomplex
- EU-Vogelschutzgebiet Obere Havelniederung, Kranich- und Fischadlerlebensraum
- FFH-Gebiet Seilershofer Buchheide, naturnaher Buchenwald im Norden (rund 971 ha)
- Rhin- und Havelluch mit ausgedehnten Niedermooren
- Renaturierte Zehdenicker Tonstiche, Feuchtgebiet für Amphibien und Wasservögel
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions ist bundesweit für Naturschutz-Kompensation tätig und in Brandenburg mit der Eingriffsregelung nach §§ 13-15 BNatSchG und den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) vertraut. Wir sichern und entwickeln Ökokonto- und Ausgleichsflächen in den Luchen, Wäldern und Havelniederungen Oberhavels, stimmen die verbal-argumentative Bewertung mit der Unteren Naturschutzbehörde ab und begleiten Vorhabenträger von der Bedarfsermittlung über die Umsetzung bis zur dauerhaften Pflege und zum Monitoring.
Typische Maßnahmen im Landkreis Oberhavel
Niedermoor-Wiedervernässung
Wiedervernässung entwässerter Niedermoore in Rhinluch, Havelländischem Luch und den Havelniederungen. Anhebung der Wasserstände, Extensivierung der Nutzung und Wiederherstellung Torf bildender Lebensgemeinschaften, wirksam für Klima- und Artenschutz zugleich.
Waldumbau
Umbau strukturarmer Kiefernforste auf Sandern und Endmoränen in standortgerechte Laubmisch- und Buchenwälder. Aufwertung als Lebensraum für Schwarzspecht, Fledermäuse und den Schwarzstorch.
Gewässer- und Auenrenaturierung
Renaturierung von Havelabschnitten, Altarmen und Fließgewässern, Rückbau von Uferverbau und Sohlschwellen, Entwicklung von Auwald und Röhrichten, Laich- und Bruthabitate für Fische, Eisvogel und Biber.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Acker- und Grünlandflächen in den Luchen in artenreiches Feuchtgrünland, Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Bekassine und Nahrungsflächen für rastende Kraniche.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, Ersatzlaichgewässer für Kammmolch und Rotbauchunke, Habitatstrukturen für Zauneidechse an Bahndämmen und Sandflächen, Quartiere für Fledermäuse, abgestimmt auf die betroffenen Arten.
Sandtrockenrasen & Hecken
Entwicklung und Pflege von Sandtrockenrasen und Heideflächen auf nährstoffarmen Sandern sowie Anlage von Hecken und Feldgehölzen in der Granseer Platte als Biotopverbund für Feldlerche, Neuntöter und Wildbienen.
Geschützte Arten im Obere Havel zwischen Berlin und Mecklenburgischer Seenplatte
Kraniche & Fischadler
Die Obere Havelniederung und die renaturierten Zehdenicker Tonstiche sind bedeutende Brut- und Rastgebiete. Kraniche sammeln sich im Herbst zu Tausenden, Fischadler brüten auf Masten und Horstplattformen entlang von Havel und Seen.
Schwarzstorch & Rotmilan
Die ausgedehnten Wälder um Stechlin und die Seilershofer Buchheide bieten dem Schwarzstorch störungsarme Brutplätze, Rotmilan und Seeadler jagen über den offenen Luchen. Windkraft- und Infrastrukturvorhaben erfordern hier FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Buchenwälder, Kellergewölbe und Baumhöhlen beherbergen Großes Mausohr, Abendsegler und Bechsteinfledermaus. Bei Abriss- und Waldvorhaben sind Quartierverluste durch CEF-Kastenquartiere und den Erhalt von Habitatbäumen auszugleichen.
Mehr zur Art ›Eisvogel & Biber
An Havel, Havelkanälen und den Tonstichen sind Eisvogel, Biber und Fischotter regelmäßig vertreten. Steilwände, naturnahe Ufer und Altarme zählen zu den typischen Aufwertungszielen.
Mehr zur Art ›Kammmolch & Amphibien
Die wassergefüllten Zehdenicker Tonstiche und zahlreiche Kleingewässer der Moränenlandschaft sind Laichhabitate für Kammmolch, Rotbauchunke, Moorfrosch und Laubfrosch, häufige Zielarten bei Eingriffen im Berliner Umland.
Mehr zur Art ›Zauneidechse & Feldlerche
Sandtrockenrasen, Bahndämme und Ackersäume der Granseer Platte sind Lebensraum für Zauneidechse, Feldlerche und Neuntöter. Bei Bau- und Trassenvorhaben zählt die Umsiedlung der Zauneidechse zu den häufigsten CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie & Gewerbe
Standorte wie der Schienenfahrzeugbau (Alstom) in Hennigsdorf sowie Folien-, Klebstoff- und Pharmaunternehmen in Oranienburg und Velten erweitern Produktions- und Logistikflächen. Betriebs- und Gewerbegebietsentwicklungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Siedlungsdruck Berliner Umland
Im südlichen Speckgürtel (Hohen Neuendorf, Glienicke/Nordbahn, Mühlenbecker Land, Birkenwerder) entstehen Wohn- und Gewerbegebiete. Flächenversiegelung und Gehölzverluste erfordern Kompensation nach der Eingriffsregelung, oft mit Bedarf an vorgezogenen Ökokontoflächen.
Verkehr & Infrastruktur
Der Berliner Ring (A10), die A24 und A111, Ortsumgehungen sowie der Ausbau von Regional- und S-Bahn-Strecken (unter anderem Richtung Oranienburg und Velten) führen zu Eingriffen in Natur und Landschaft mit entsprechendem Kompensationsbedarf.
Energie & Rohstoffe
Windenergie auf der Granseer Platte und im Löwenberger Land, Photovoltaik-Freiflächen sowie Ton- und Kiesabbau bei Zehdenick erzeugen Kompensations- und Artenschutzbedarf, besonders für Greifvögel, Feldbrüter und Reptilien.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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