
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Märkisch-Oderland
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie Ökokonten im Landkreis Märkisch-Oderland, in Brandenburg verbal-argumentativ nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) bewertet. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für die Kompensation von Eingriffen im Oderbruch, auf dem Barnim und im Lebuser Land.
Der Landkreis Märkisch-Oderland im Überblick
Der Landkreis Märkisch-Oderland liegt im Osten Brandenburgs zwischen dem östlichen Rand Berlins und der deutsch-polnischen Grenze an der Oder. Mit rund 2.159 km² ist er einer der größten Landkreise Brandenburgs. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Seelow. Der Kreis entstand 1993 aus den Altkreisen Bad Freienwalde, Seelow und Strausberg sowie Teilen des Kreises Fürstenwalde. Brandenburg gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, sodass keine Bezirksebene zwischengeschaltet ist.
Der Landkreis vereint drei sehr unterschiedliche Landschaften: das weite, eingedeichte Oderbruch, eine der größten trockengelegten Flussniederungen Mitteleuropas, die Höhen des Oberbarnim im Nordwesten und das Lebuser Land mit seinen markanten Oderhängen. Die Bandbreite reicht von feuchten Niederungswiesen über Trocken- und Halbtrockenrasen bis zu ausgedehnten Kiefern- und Laubmischwäldern.
Ökologisch bedeutsam sind vor allem die Oderaue mit dem EU-Vogelschutzgebiet Mittlere Oderniederung und mehrere FFH-Gebiete wie Oderwiesen Neurüdnitz, Oderaue Genschmar und die Oderhänge bei Mallnow mit ihren wärmeliebenden Trockenrasen. Im Westen liegt der Naturpark Märkische Schweiz, mit rund 205 km² das kleinste und zugleich älteste Großschutzgebiet Brandenburgs, mit dem Naturschutzgebiet Stobbertal und dem Feuchtgebiet Altfriedland.
Die Wirtschaft reicht von der intensiven Landwirtschaft im fruchtbaren Oderbruch über die Rohstoffgewinnung bei Rüdersdorf (Kalkstein und Zementproduktion) bis zum starken Siedlungs- und Gewerbedruck im Berliner Umland (Neuenhagen, Hoppegarten, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen/Eggersdorf). Straßen- und Bahnvorhaben, Wohn- und Gewerbeflächen sowie Wind- und Freiflächen-Photovoltaik lösen regelmäßig Eingriffe aus. Der Ausgleich richtet sich nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem BbgNatSchAG und wird in Brandenburg verbal-argumentativ nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) bewertet, nicht über ein landesweites Ökopunkte-Verfahren.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D12 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Oderbruch, eine der größten eingedeichten Flussniederungen Mitteleuropas, mit dem EU-Vogelschutzgebiet Mittlere Oderniederung
- FFH-Gebiete der Oderaue wie Oderwiesen Neurüdnitz, Oderaue Genschmar und Odervorland Gieshof mit artenreichem Feuchtgrünland
- Oderhänge bei Mallnow und im Lebuser Land mit pontischen Trocken- und Halbtrockenrasen, wärmeliebende Insekten- und Pflanzengemeinschaften
- Naturpark Märkische Schweiz (rund 205 km²), ältestes Großschutzgebiet Brandenburgs, mit dem NSG Stobbertal und dem Feuchtgebiet Altfriedland
- Barnimer Wald- und Seenlandschaft im Nordwesten mit Kiefernforsten, Fließen und Kleingewässern
- Rüdersdorfer Kalksteintagebau als überregional bedeutende Bergbaufolgelandschaft mit besonderen Sekundärlebensräumen
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit dem Kompensationsrecht des Landes Brandenburg vertraut. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Märkisch-Oderland in Seelow zusammen, kennen die verbal-argumentative Bewertung nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) sowie die Anforderungen an Ökokonten und zertifizierte Flächenpools nach der Flächenpoolverordnung und dem BbgNatSchAG. Von der Bedarfsermittlung über die Flächensicherung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring begleiten wir Ihr Vorhaben im Oderbruch, auf dem Barnim und im Lebuser Land durchgehend.
Typische Maßnahmen im Landkreis Märkisch-Oderland
Feuchtgrünland im Oderbruch
Extensivierung intensiv genutzter Flächen zu artenreichem Feucht- und Nassgrünland in der Oderaue. Angepasste Mahdtermine, Verzicht auf Düngung und die Anlage von Blänken schaffen Brut- und Nahrungshabitate für Wiesenbrüter und werten die Niederung ökologisch auf.
Auen- und Gewässerrenaturierung
Reaktivierung von Altarmen, naturnahe Umgestaltung von Gräben und Fließen sowie Anlage von Kleingewässern in Oderbruch und Märkischer Schweiz. Solche Maßnahmen verbessern den Wasserhaushalt und schaffen Lebensraum für Amphibien, Libellen und den Eisvogel.
Trockenrasen und Streuobst an den Oderhängen
Pflege und Wiederherstellung wärmeliebender Trocken- und Halbtrockenrasen sowie Anlage von Streuobstbeständen im Lebuser Land, etwa an den Oderhängen bei Mallnow. Beweidung und Entbuschung sichern die für den Naturraum typischen, artenreichen Offenlandbiotope.
Waldumbau auf dem Barnim
Umbau strukturarmer Kiefernforste zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern mit Eiche, Hainbuche und Buche. Der Umbau erhöht die Struktur- und Artenvielfalt, stabilisiert den Wasserhaushalt und dient als dauerhaft gesicherte Kompensationsfläche.
Hecken und Biotopverbund
Neuanlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Ackerlandschaft von Barnim und Lebuser Platte. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume als Trittsteinbiotope und schaffen Deckung und Nahrung für Feldvögel, Insekten und Kleinsäuger.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse, Habitatstrukturen für die Zauneidechse und neue Laichgewässer für Amphibien, abgestimmt auf das jeweilige Vorhaben und den Erhaltungszustand der betroffenen Population.
Geschützte Arten im Oderbruch, Oberbarnim und Lebuser Land
Wiesenbrüter im Oderbruch
Kiebitz und weitere Wiesenbrüter nutzen die offenen Feuchtwiesen der Oderaue. Typische Maßnahmen sind die Extensivierung von Grünland, angepasste Mahdregime und die Anlage von Blänken als vorgezogene CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche und Offenlandarten
Die weiträumige Ackerlandschaft auf Barnim und Lebuser Platte ist Lebensraum der Feldlerche. In Bau- und Infrastrukturverfahren sind Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen bewährte Artenschutzmaßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an den Oderhängen
Trockenrasen, Böschungen und Bahndämme im Lebuser Land bieten der streng geschützten Zauneidechse Lebensraum. Bei Eingriffen sind Umsiedlung und die Anlage besonnter Habitatstrukturen mit Steinriegeln und Sandlinsen typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Amphibien in Auen und Kleingewässern
Rotbauchunke, Laubfrosch und weitere Amphibien besiedeln die Kleingewässer und Feuchtsenken des Oderbruchs und der Märkischen Schweiz. Neue oder wiederhergestellte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern die Fortpflanzungsstätten bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wäldern und Bergbaufolgeflächen
Alte Baumbestände, Gebäude und die Stollen der Rüdersdorfer Bergbaufolgelandschaft bieten Quartiere für streng geschützte Fledermausarten (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Abriss oder Baumfällung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch und Waldarten
In den zusammenhängenden Wäldern von Barnim und Märkischer Schweiz brütet der Schwarzstorch, der störungsarme Altholzbestände und naturnahe Fließgewässer als Nahrungshabitat benötigt. Waldumbau, Horstschutz und die Renaturierung von Fließen unterstützen den Erhaltungszustand.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Siedlungs- und Gewerbedruck im Berliner Umland
Die stadtnahen Gemeinden Neuenhagen, Hoppegarten, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen/Eggersdorf und Rüdersdorf wachsen stark. Wohnbau- und Gewerbegebiete lösen Eingriffe aus, deren Ausgleich verbal-argumentativ nach der HVE zu erbringen ist. greeNature sichert und entwickelt geeignete Flächen im Kreisgebiet.
Verkehr und Bahn
Der Ausbau und die Sanierung von Straßen wie der B1 und B5, Ortsumgehungen sowie Maßnahmen an den Bahnstrecken in Richtung Berlin und zur Oder (Ostbahn) erzeugen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie artenschutzrechtlichen Handlungsbedarf.
Rohstoffgewinnung Rüdersdorf
Der Kalksteintagebau und die Zementproduktion bei Rüdersdorf sind überregional bedeutend. Erweiterungen und Folgenutzungen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation, zugleich bieten Bergbaufolgeflächen Potenzial für hochwertige Ausgleichs- und Rekultivierungsmaßnahmen.
Erneuerbare Energien
Windenergie auf Barnim und Lebuser Platte sowie Freiflächen-Photovoltaik an Randlagen des Oderbruchs erfordern Kompensation und CEF-Maßnahmen, insbesondere für Offenland- und Greifvogelarten. greeNature plant vorhabenbezogene Maßnahmen und Flächenpools.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Märkisch-Oderland
Ökopunkte im Landkreis Märkisch-Oderland anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Märkisch-Oderland.