Blütenreiche Extensivwiese in welliger Landschaft mit Waldkulisse
Brandenburg · HVE (Eingriffsregelung nach BNatSchG)
Naturraum D12 · D09

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Havelland

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Havelland. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Brandenburger Eingriffsregelung (HVE), von der Flächensicherung im Westhavelland bis zur dauerhaften Pflege.

1.727
km² Kreisfläche
~171k
Einwohner
26
Gemeinden
D12
BfN-Naturraum
Rathenow
Kreisstadt
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Havelland im Überblick

Der Landkreis Havelland liegt im Westen Brandenburgs zwischen der Landeshauptstadt Potsdam, der Stadt Brandenburg an der Havel und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Namensgebend ist die Havel, die den Kreis in weiten Bögen durchzieht und mit ihren Niederungen die Landschaft prägt. Verwaltungssitz und Kreisstadt ist Rathenow.

Naturräumlich gehört der Kreis zum BfN-Naturraum D12, Brandenburgisches Heide- und Seengebiet. Charakteristisch ist der Wechsel aus flachen Grundmoränenplatten wie der Nauener Platte und den weiten, grundwassernahen Niederungen von Havel und Rhin. Ausgedehnte Niedermoore im Havelländischen Luch und im Rhinluch bieten hohes Potenzial für Wiedervernässung und Kompensation.

Ökologisch ist das Havelland überregional bedeutsam. Der Naturpark Westhavelland, der größte Naturpark Brandenburgs, umfasst große Teile des Kreises und ist zugleich als Sternenpark ausgewiesen. Das Havelländische Luch zählt zu den bundesweit wenigen Gebieten mit freilebenden Großtrappen, und die Untere Havelniederung ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Mitteleuropas.

Wirtschaftlich stehen sich zwei Räume gegenüber. Im Osten wächst der Berliner Umlandgürtel um Falkensee, Dallgow-Döberitz, Wustermark und Brieselang mit starkem Siedlungs- und Gewerbedruck, im Westen prägen Landwirtschaft, die Optikstadt Rathenow und Windenergie die Region. Aus beiden Entwicklungen entsteht regelmäßig Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.

Blütenreiche Extensivwiese in welliger Landschaft mit Waldkulisse

🗺️ Zugehörige Naturräume

D12
Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet
Zum Naturraum D12 ›
D09
Elbtalniederung
Zum Naturraum D09 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Rathenow (KS)FalkenseeNauenPremnitzKetzin/HavelBrieselangDallgow-DöberitzWustermarkSchönwalde-GlienMilower LandFriesackRhinowNennhausen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Westhavelland, größter Naturpark Brandenburgs und zugleich Sternenpark mit besonders dunklem Nachthimmel
  • Untere Havelniederung, eines der größten zusammenhängenden Feuchtgebiete im Binnenland Mitteleuropas, Schwerpunkt eines großen Flussrenaturierungsvorhabens
  • Havelländisches Luch und Rhinluch, ausgedehnte Niedermoore mit hohem Potenzial für Wiedervernässung
  • Vorkommen der Großtrappe im Havelländischen Luch, eines von bundesweit nur wenigen Gebieten mit dieser Art
  • Gülper See als international bedeutender Rast- und Brutplatz für Wasser- und Watvögel
  • Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide, eine großflächige Wildnisentwicklung auf ehemaligem Truppenübungsplatz
  • EU-Vogelschutz- und FFH-Gebiete entlang der Unteren Havel und in den Luchniederungen

✅ greeNature vor Ort

greeNature arbeitet bundesweit und kennt die brandenburgische Verwaltungspraxis, die verbal-argumentative Bewertung nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) und die Anforderungen der unteren Naturschutzbehörden. Im Havelland sichern wir geeignete Flächen in der Havelniederung, im Havelländischen Luch und auf der Nauener Platte, planen die Aufwertung nach der Eingriffsregelung und stimmen die Maßnahmen mit dem Umweltamt des Landkreises, den Wasser- und Bodenverbänden sowie den Flächeneigentümern ab. Dabei berücksichtigen wir, dass die Kompensation in Brandenburg an den Naturraum gebunden ist und die feinere Gliederung des Landschaftsprogramms (LaPro) maßgeblich bleibt. Besteht artenschutzrechtlicher Bedarf nach § 44 BNatSchG, konzipieren wir vorgezogene CEF-Maßnahmen, die die ökologische Funktion für die betroffenen Arten durchgängig sichern.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Havelland

💧

Moorwiedervernässung

Anhebung der Wasserstände in entwässerten Niedermooren des Havelländischen Luchs und des Rhinluchs. Hoher Aufwertungswert, Bindung von Kohlenstoff und Lebensraum für Wat- und Wiesenvögel.

🌾

Feuchtgrünland und Wiesenvogelschutz

Extensivierung feuchter Niederungswiesen mit angepasster, später Mahd und Beweidung. Anlage von Blänken und Nassstellen als Brut- und Nahrungsraum für Kiebitz, Bekassine und weitere Wiesenbrüter.

🐸

Kleingewässer und Sölle

Neuanlage und Sanierung von Kleingewässern in den Grundmoränenplatten als Laichhabitate für Rotbauchunke und Kammmolch, ergänzt um vernetzte Landlebensräume als CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.

🌊

Gewässerrenaturierung Untere Havel

Anbindung von Altarmen, Uferentfesselung und Auenentwicklung an der Unteren Havel und ihren Nebengewässern, zur Verbesserung von Fließgewässerdynamik und Lebensraum für Eisvogel und Fischotter.

🌻

Offenland und Ackerextensivierung

Anlage von Brachen, Blühflächen und Feldlerchenfenstern in der weiten Feldflur des Luchs. Solche Maßnahmen stützen Feldvögel und schaffen Nahrungsraum im Umfeld der Großtrappenvorkommen.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Überführung strukturarmer Kiefernforste auf den Sandstandorten in standortgerechte Kiefern-Laubmischwälder mit Eiche und Buche, für mehr Struktur, Klimaresilienz und Artenvielfalt.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Havelniederung und Havelländisches Luch

🦃

Großtrappe

Das Havelländische Luch ist eines von bundesweit nur wenigen Gebieten mit freilebenden Großtrappen. Die Art ist auf weite, störungsarme Offenlandschaften mit extensiver Nutzung angewiesen. Ackerextensivierung, Brachen und Prädationsschutz sind hier zentrale Bausteine.

🐦

Kiebitz und Wiesenbrüter

Die feuchten Niederungswiesen der Luche und der Havelniederung sind Brutgebiet für Kiebitz, Bekassine und weitere Wiesenbrüter. Wiedervernässung, Blänken und extensive Grünlandnutzung sichern und verbessern die Habitate.

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🐤

Feldlerche

In der offenen Feldflur des Havellands ist die Feldlerche ein Charaktervogel der Agrarlandschaft. Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensiv genutzte Ackerränder schaffen Brut- und Nahrungsraum und lassen sich als produktionsintegrierte Kompensation umsetzen.

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🐦

Eisvogel

An der Havel, ihren Altarmen und naturnahen Uferabschnitten brütet der Eisvogel in Steilwänden. Uferentfesselung, Abbruchkanten und klare, fischreiche Gewässer sichern geeignete Bruthabitate.

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🐸

Rotbauchunke und Kammmolch

Die zahlreichen Kleingewässer und Sölle der Grundmoränenplatten beherbergen Rotbauchunke und Kammmolch. Neuanlage von Laichgewässern und die Vernetzung von Landlebensräumen fördern die Bestände.

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🦇

Fledermäuse

Alte Laubbestände, Gewässer und Höhlenbäume bieten Arten wie Großem Mausohr und Mopsfledermaus Quartier und Jagdrevier. Quartier- und Habitatmaßnahmen sind nach der HVE als Aufwertung anrechenbar.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Verkehr und Bundesautobahn A10

Der Berliner Ring (A10) durchquert den Osten des Kreises, dazu kommen Ortsumgehungen, Brückenbauwerke und der Ausbau von Bundes- und Landesstraßen. Solche Vorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

🏘️

Siedlung und Gewerbe im Berliner Umland

Falkensee, Dallgow-Döberitz, Wustermark und Brieselang gehören zu den wachstumsstärksten Räumen Brandenburgs. Wohnbau- und Gewerbegebiete sowie Logistikstandorte erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf. Eigentümer geeigneter Flächen können als Anbieter profitieren.

💨

Windenergie und Photovoltaik

Das windhöffige Westhavelland ist Standort zahlreicher Windparks, ergänzt um Freiflächen-Photovoltaik auf Sandstandorten. Der Zubau erfordert naturschutzrechtliche Kompensation und, bei betroffenen Arten, artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.

🚆

Schienenausbau und Infrastruktur

Der Ausbau der Bahnverbindungen zwischen Nauen, Rathenow und Berlin sowie leitungsgebundene Infrastruktur führen zu Eingriffen in Natur und Landschaft, die auszugleichen oder zu ersetzen sind.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

OS
Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Nördlicher Nachbar · Rhinluch
OB
Landkreis Oberhavel
Nordöstlicher Nachbar · Havelland
PO
Landkreis Potsdam-Mittelmark
Südlicher Nachbar · Havel und Nauener Platte
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Havelland

Der Landkreis Havelland gehört zum BfN-Naturraum D12 (Brandenburgisches Heide- und Seengebiet), geprägt durch Grundmoränenplatten wie die Nauener Platte und die weiten Niederungen von Havel und Rhin. In Brandenburg soll die Kompensation naturraumtreu erfolgen. Maßgeblich ist dabei die feinere Gliederung des Landschaftsprogramms (LaPro), die den Bundes-Naturraum weiter untergliedert. greeNature ordnet Ihren Eingriff kostenlos ein.
In Brandenburg richtet sich die Kompensation nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG. Eingriff und Ausgleich werden nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) überwiegend verbal-argumentativ bewertet, standardisierte Punktetabellen kommen nicht zur Anwendung. Aufwertungsmaßnahmen lassen sich über ein Ökokonto nach dem Brandenburgischen Naturschutzausführungsgesetz bevorraten. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Flächenzuordnung, Behördenabstimmung und Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Umweltamt des Landkreises Havelland, Goethestraße 59/60, 14641 Nauen. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme.
Grundlage sind die §§ 13 bis 15 BNatSchG, ergänzt durch das Brandenburgische Naturschutzausführungsgesetz und die Hinweise zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE). Anders als etwa die Bayerische Kompensationsverordnung arbeitet Brandenburg nicht mit einem festen Punktesystem, sondern bewertet Eingriff und Ausgleich verbal-argumentativ. Die räumliche Bindung an den Naturraum ist dabei sorgfältig zu beachten.
Verbreitet sind die Wiedervernässung entwässerter Niedermoore, die Extensivierung feuchter Niederungswiesen mit Wiesenvogelschutz, die Neuanlage von Kleingewässern für Rotbauchunke und Kammmolch sowie Offenlandmaßnahmen im Umfeld der Großtrappenvorkommen. An der Unteren Havel kommen Auen- und Gewässerrenaturierungen hinzu.
Ja. Besonders geeignet sind feuchte Grünland- und Niedermoorflächen in den Luchen und der Havelniederung sowie extensivierbare Ackerflächen in der offenen Feldflur. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können viele Flächen weiterhin angepasst bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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