Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Brandenburg · HVE (Eingriffsregelung nach BNatSchG)
Naturraum D10 · D08 · D11

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Elbe-Elster

Behördlich anerkannte Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Elbe-Elster. greeNature solutions ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für Kompensation nach der Brandenburger Eingriffsregelung (§§ 13 bis 15 BNatSchG, HVE).

1.899
km² Kreisfläche
~97k
Einwohner (2025)
~51
Einwohner/km²
3
Naturräume D12/D11/D09
~484
km² Naturpark Ndl. Heidelandschaft
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Elbe-Elster im Überblick

Der Landkreis Elbe-Elster liegt im Süden Brandenburgs. Brandenburg gliedert sein Kreisgebiet nicht in Regierungsbezirke, die Fachaufsicht liegt beim Landesamt für Umwelt (LfU). Naturräumlich lässt sich der Kreis in drei Teile gliedern: das Elbe-Elster-Tiefland im Westen und Süden, die westliche Niederlausitz in der Mitte und im Osten sowie den Südrand des Niederen Fläming im äußersten Norden.

Namensgebend sind die Flüsse Schwarze Elster und die Elbe, die den Kreis bei Mühlberg/Elbe berührt. Die Landschaft ist überwiegend ein flachwelliges Altmoränengebiet aus der Saalekaltzeit mit ausgedehnten Sanderflächen, Talsandniederungen und dem Lausitzer Urstromtal. Kiefernforste, Heiden, Sandtrockenrasen und die Auen der Schwarzen und Kleinen Elster prägen das Bild.

Ökologisch bedeutsam sind der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (rund 484 km², zum großen Teil im Kreisgebiet) und Anteile am Naturpark Niederlausitzer Landrücken. Zahlreiche FFH-Gebiete und das Vogelschutzgebiet Niederlausitzer Heide sichern Heideflächen, Teichlandschaften und naturnahe Fließgewässerabschnitte.

Wirtschaftlich ist die Region historisch von der Lausitzer Braunkohle geprägt. Bergbaufolgelandschaften, der Strukturwandel nach dem Kohleausstieg sowie der starke Ausbau von Photovoltaik-Freiflächen und Windenergie erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D10
Elbe-Mulde-Tiefland
Zum Naturraum D10 ›
D08
Spreewald und Lausitzer Becken- und Heideland
Zum Naturraum D08 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Herzberg (Elster) (KS)FinsterwaldeElsterwerdaBad LiebenwerdaDoberlug-KirchhainFalkenberg/ElsterMühlberg/ElbeUebigau-WahrenbrückSonnewaldeSchönewaldeRöderlandPlessaSchlieben

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (rund 484 km², großteils im Kreisgebiet)
  • Anteile am Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • SPA-Vogelschutzgebiet Niederlausitzer Heide (mehrere Teilflächen, u.a. Liebenwerdaer Heide, Weißhaus bei Doberlug-Kirchhain)
  • FFH-Gebiet Mittellauf der Schwarzen Elster
  • FFH-Gebiet Kleine Elster und Schackeniederung bei Falkenberg
  • Elbtalniederung mit Auenflächen bei Mühlberg/Elbe
  • Bergbaufolgelandschaften der Lausitzer Braunkohle mit Rohbodenstandorten und Restseen

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions arbeitet bundesweit und ist mit der Brandenburger Eingriffsregelung vertraut. Wir kennen die verbal-argumentative Bewertung nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE), die Anforderungen der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Elbe-Elster sowie die Besonderheiten der Niederlausitzer Heide- und Bergbaufolgelandschaften aus der Projektpraxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Elbe-Elster

💧

Fließgewässerrenaturierung

Wiederanbindung von Altarmen, naturnahe Uferentwicklung und Auenrevitalisierung an Schwarzer Elster und Kleiner Elster, verbunden mit Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.

🌾

Heidepflege & Sandtrockenrasen

Entbuschung, Schafbeweidung und Mahd zur Erhaltung offener Heiden und nährstoffarmer Sandrasen in der Niederlausitzer Heidelandschaft, Lebensraum für Zauneidechse und wärmeliebende Insekten.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Kiefernforste in standortgerechte Mischwälder mit Eiche, Birke und Buche, Erhöhung von Struktur- und Altholzanteilen als Grundlage für Fledermäuse und höhlenbrütende Arten.

🐦

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Feuchtwiesen in den Elster-Niederungen, Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Braunkehlchen.

⛏️

Bergbaufolge-Renaturierung

Entwicklung von Rohbodenstandorten, Kleingewässern und Trockenlebensräumen auf Kippenflächen und an Restseen der Lausitzer Braunkohle, häufige Zielart ist die Zauneidechse.

🪶

Artenschutz CEF/FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG: Fledermausquartiere, Horstschutz für Schwarzstorch und Greifvögel, Ersatzhabitate für Reptilien an Bahndämmen und Abbauflächen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Elbe-Elster-Tiefland und westliche Niederlausitz

🕊️

Schwarzstorch

Die ausgedehnten Wälder und naturnahen Fließgewässer der Niederlausitz bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate. Horstschutzzonen und die Sicherung ungestörter Bachauen sind typische FCS-Maßnahmen.

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🐦

Kiebitz & Wiesenbrüter

Feuchte Niederungen an Schwarzer und Kleiner Elster sind Lebensraum für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Grünlandextensivierung und die Wiedervernässung von Senken schaffen geeignete Brutflächen.

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🦎

Zauneidechse

Sandtrockenrasen, Heideflächen, Bahndämme und Bergbaufolgeflächen sind Kernhabitate der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Energieprojekten und erfordert vorgezogene Ersatzhabitate (CEF).

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🦇

Fledermäuse

Altholzreiche Wälder, Alleen und Gebäude im Kreisgebiet dienen Fledermäusen als Quartier und Jagdrevier. Quartierverluste bei Sanierungen und Rodungen werden durch Ersatzquartiere und Habitatbäume ausgeglichen.

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🐟

Eisvogel

An naturnahen Abschnitten der Schwarzen Elster und ihrer Nebengewässer brütet der Eisvogel in Uferabbrüchen. Steilwandmodellierung und die Förderung dynamischer Ufer sind bewährte Kompensationsmaßnahmen.

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🌾

Feldlerche

Die offene Ackerlandschaft des Elbe-Elster-Tieflands ist Lebensraum der Feldlerche. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen gleichen Lebensraumverluste in der Feldflur aus.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

⛏️

Braunkohle & Strukturwandel

Die Lausitzer Braunkohle prägt den Osten des Kreisgebiets. Rekultivierung und Sanierung von Bergbaufolgeflächen sowie Vorhaben des Strukturwandels nach dem Kohleausstieg lösen umfangreichen Kompensations- und Renaturierungsbedarf aus.

⚡

Energie & Erneuerbare

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Konversions- und Kippenflächen sowie Windenergieanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation, häufig mit Artenschutzmaßnahmen für Feldvögel und Reptilien.

🛤️

Infrastruktur & Verkehr

Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen, Bahnstrecken (Knoten Falkenberg/Elster) sowie Gewässerbaumaßnahmen an Elbe und Schwarzer Elster ziehen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach sich.

🏘️

Siedlung & Gewerbe

Gewerbe- und Wohnbauentwicklung in Finsterwalde, Herzberg, Elsterwerda und Bad Liebenwerda erzeugt Eingriffe, die über Ökokonten und Ausgleichsflächen kompensiert werden können. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Kompensationsflächen anbieten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

DA
Landkreis Dahme-Spreewald
Nördlicher Nachbar, Spreewald
TE
Landkreis Teltow-Fläming
Nordwestl. Nachbar, Niederer Fläming
OB
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Östlicher Nachbar, Lausitzer Revier
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Elbe-Elster

Der Landkreis liegt überwiegend im Brandenburgischen Heide- und Seengebiet (Naturraum D12, westliche Niederlausitz). Der Norden hat Anteil am Fläming (D11, Niederer Fläming), der Süden an der Elbtalniederung (D09) rund um Mühlberg/Elbe. Für die Kompensation ist die naturräumliche Zuordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt sie für Ihr Vorhaben.
Brandenburg nutzt keine feste Punkteverordnung wie Bayern. Die Bewertung erfolgt verbal-argumentativ auf Grundlage der Eingriffsregelung (§§ 13 bis 15 BNatSchG) und der Hinweise zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE). Ausgleich und Ersatz werden im Einzelfall funktionsbezogen hergeleitet und mit der zuständigen Behörde abgestimmt. greeNature übernimmt Herleitung, Bilanzierung und Dokumentation.
Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Elbe-Elster, Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz, Nordpromenade 4a, 04916 Herzberg (Elster). greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme für Sie.
Verbreitet sind Heidepflege und die Entwicklung von Sandtrockenrasen, naturnaher Waldumbau von Kiefernforsten, die Renaturierung von Schwarzer und Kleiner Elster, Grünlandextensivierung in den Niederungen sowie die ökologische Aufwertung von Bergbaufolgeflächen. Häufige Artenschutzmaßnahmen betreffen Zauneidechse, Fledermäuse und Schwarzstorch.
Ja. Im Kreisgebiet liegen mehrere FFH-Gebiete (u.a. Mittellauf der Schwarzen Elster, Kleine Elster und Schackeniederung) sowie das Vogelschutzgebiet Niederlausitzer Heide. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und bei artenschutzrechtlicher Betroffenheit vorgezogene Maßnahmen (CEF) oder Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG erfordern.
Ja. Geeignet sind zum Beispiel Ackerflächen in den Elster-Niederungen, entwicklungsfähige Kiefernforste, Heide- und Sandstandorte sowie Bergbaufolgeflächen. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und stimmt die Aufwertung mit der unteren Naturschutzbehörde ab.
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