
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Elbe-Elster
Behördlich anerkannte Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Elbe-Elster. greeNature solutions ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für Kompensation nach der Brandenburger Eingriffsregelung (§§ 13 bis 15 BNatSchG, HVE).
Der Landkreis Elbe-Elster im Überblick
Der Landkreis Elbe-Elster liegt im Süden Brandenburgs. Brandenburg gliedert sein Kreisgebiet nicht in Regierungsbezirke, die Fachaufsicht liegt beim Landesamt für Umwelt (LfU). Naturräumlich lässt sich der Kreis in drei Teile gliedern: das Elbe-Elster-Tiefland im Westen und Süden, die westliche Niederlausitz in der Mitte und im Osten sowie den Südrand des Niederen Fläming im äußersten Norden.
Namensgebend sind die Flüsse Schwarze Elster und die Elbe, die den Kreis bei Mühlberg/Elbe berührt. Die Landschaft ist überwiegend ein flachwelliges Altmoränengebiet aus der Saalekaltzeit mit ausgedehnten Sanderflächen, Talsandniederungen und dem Lausitzer Urstromtal. Kiefernforste, Heiden, Sandtrockenrasen und die Auen der Schwarzen und Kleinen Elster prägen das Bild.
Ökologisch bedeutsam sind der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (rund 484 km², zum großen Teil im Kreisgebiet) und Anteile am Naturpark Niederlausitzer Landrücken. Zahlreiche FFH-Gebiete und das Vogelschutzgebiet Niederlausitzer Heide sichern Heideflächen, Teichlandschaften und naturnahe Fließgewässerabschnitte.
Wirtschaftlich ist die Region historisch von der Lausitzer Braunkohle geprägt. Bergbaufolgelandschaften, der Strukturwandel nach dem Kohleausstieg sowie der starke Ausbau von Photovoltaik-Freiflächen und Windenergie erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (rund 484 km², großteils im Kreisgebiet)
- Anteile am Naturpark Niederlausitzer Landrücken
- SPA-Vogelschutzgebiet Niederlausitzer Heide (mehrere Teilflächen, u.a. Liebenwerdaer Heide, Weißhaus bei Doberlug-Kirchhain)
- FFH-Gebiet Mittellauf der Schwarzen Elster
- FFH-Gebiet Kleine Elster und Schackeniederung bei Falkenberg
- Elbtalniederung mit Auenflächen bei Mühlberg/Elbe
- Bergbaufolgelandschaften der Lausitzer Braunkohle mit Rohbodenstandorten und Restseen
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions arbeitet bundesweit und ist mit der Brandenburger Eingriffsregelung vertraut. Wir kennen die verbal-argumentative Bewertung nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE), die Anforderungen der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Elbe-Elster sowie die Besonderheiten der Niederlausitzer Heide- und Bergbaufolgelandschaften aus der Projektpraxis.
Typische Maßnahmen im Landkreis Elbe-Elster
Fließgewässerrenaturierung
Wiederanbindung von Altarmen, naturnahe Uferentwicklung und Auenrevitalisierung an Schwarzer Elster und Kleiner Elster, verbunden mit Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Heidepflege & Sandtrockenrasen
Entbuschung, Schafbeweidung und Mahd zur Erhaltung offener Heiden und nährstoffarmer Sandrasen in der Niederlausitzer Heidelandschaft, Lebensraum für Zauneidechse und wärmeliebende Insekten.
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Kiefernforste in standortgerechte Mischwälder mit Eiche, Birke und Buche, Erhöhung von Struktur- und Altholzanteilen als Grundlage für Fledermäuse und höhlenbrütende Arten.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Feuchtwiesen in den Elster-Niederungen, Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Braunkehlchen.
Bergbaufolge-Renaturierung
Entwicklung von Rohbodenstandorten, Kleingewässern und Trockenlebensräumen auf Kippenflächen und an Restseen der Lausitzer Braunkohle, häufige Zielart ist die Zauneidechse.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG: Fledermausquartiere, Horstschutz für Schwarzstorch und Greifvögel, Ersatzhabitate für Reptilien an Bahndämmen und Abbauflächen.
Geschützte Arten im Elbe-Elster-Tiefland und westliche Niederlausitz
Schwarzstorch
Die ausgedehnten Wälder und naturnahen Fließgewässer der Niederlausitz bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate. Horstschutzzonen und die Sicherung ungestörter Bachauen sind typische FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kiebitz & Wiesenbrüter
Feuchte Niederungen an Schwarzer und Kleiner Elster sind Lebensraum für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Grünlandextensivierung und die Wiedervernässung von Senken schaffen geeignete Brutflächen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Sandtrockenrasen, Heideflächen, Bahndämme und Bergbaufolgeflächen sind Kernhabitate der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Energieprojekten und erfordert vorgezogene Ersatzhabitate (CEF).
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Altholzreiche Wälder, Alleen und Gebäude im Kreisgebiet dienen Fledermäusen als Quartier und Jagdrevier. Quartierverluste bei Sanierungen und Rodungen werden durch Ersatzquartiere und Habitatbäume ausgeglichen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Abschnitten der Schwarzen Elster und ihrer Nebengewässer brütet der Eisvogel in Uferabbrüchen. Steilwandmodellierung und die Förderung dynamischer Ufer sind bewährte Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die offene Ackerlandschaft des Elbe-Elster-Tieflands ist Lebensraum der Feldlerche. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen gleichen Lebensraumverluste in der Feldflur aus.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Braunkohle & Strukturwandel
Die Lausitzer Braunkohle prägt den Osten des Kreisgebiets. Rekultivierung und Sanierung von Bergbaufolgeflächen sowie Vorhaben des Strukturwandels nach dem Kohleausstieg lösen umfangreichen Kompensations- und Renaturierungsbedarf aus.
Energie & Erneuerbare
Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Konversions- und Kippenflächen sowie Windenergieanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation, häufig mit Artenschutzmaßnahmen für Feldvögel und Reptilien.
Infrastruktur & Verkehr
Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen, Bahnstrecken (Knoten Falkenberg/Elster) sowie Gewässerbaumaßnahmen an Elbe und Schwarzer Elster ziehen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach sich.
Siedlung & Gewerbe
Gewerbe- und Wohnbauentwicklung in Finsterwalde, Herzberg, Elsterwerda und Bad Liebenwerda erzeugt Eingriffe, die über Ökokonten und Ausgleichsflächen kompensiert werden können. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Kompensationsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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