
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Dahme-Spreewald
Ökopunkte, Ökokonten und Ausgleichsflächen im Landkreis Dahme-Spreewald, bewertet nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung im Land Brandenburg (HVE). greeNature entwickelt und betreut Kompensationsmaßnahmen zwischen Dahmeseen, Spreewald und Niederlausitzer Landrücken, bundesweit tätig und behördenerfahren.
Der Landkreis Dahme-Spreewald im Überblick
Der Landkreis Dahme-Spreewald liegt im Südosten Brandenburgs und reicht vom Berliner Umland im Norden bis in die Niederlausitz im Süden. Verwaltungssitz und Kreisstadt ist Lübben (Spreewald), die einwohnerstärkste Stadt ist Königs Wusterhausen. Brandenburg gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, der Kreis untersteht damit unmittelbar den Landesbehörden.
Naturräumlich ist der Kreis dreigeteilt: im Norden das Dahme-Seengebiet mit klaren Seen, Sandtrockenrasen und ausgedehnten Kiefernwäldern, in der Mitte der Spreewald mit seinem verzweigten Netz aus Fließen, Feuchtwiesen und Erlenbruchwäldern und im Süden der Niederlausitzer Landrücken. Diese Spanne bildet sich in den Naturräumen D12, D12 und D08 ab.
Ökologisch prägend sind das Biosphärenreservat Spreewald, der Naturpark Dahme-Heideseen und der Naturpark Niederlausitzer Landrücken. Der überwiegende Teil der insgesamt 77 Naturschutzgebiete ist zugleich als FFH- oder Vogelschutzgebiet Teil des europäischen Natura-2000-Netzes. Die Niederungen mit ihren Fließen und Niedermooren zählen zu den wertvollsten Feuchtlebensräumen Brandenburgs.
Wirtschaftlich ist der Nordkreis eng mit dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und den Gewerbe- und Logistikstandorten im Berliner Umland verbunden, der Südkreis ist land- und forstwirtschaftlich sowie touristisch geprägt. Siedlungsdruck, Verkehrsausbau und Energievorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D12 ›
Zum Naturraum D08 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Biosphärenreservat Spreewald mit Niederungsmooren, einem dichten Netz aus Fließen und ausgedehnten Erlenbruchwäldern, überwiegend als FFH- und Vogelschutzgebiet Teil von Natura 2000
- Naturpark Dahme-Heideseen südöstlich von Berlin mit klaren Seen, Sandtrockenrasen und großflächigen Kiefernwäldern
- Naturpark Niederlausitzer Landrücken im Süden, eiszeitlich geprägter Höhenzug mit Wäldern und naturnahen Fließgewässern
- 77 Naturschutzgebiete, davon der Großteil im europäischen Natura-2000-Netz (FFH- und Vogelschutzgebiete)
- Spree, Dahme und zahlreiche Fließe als prägende Gewässer mit ausgedehnten Auen und Niedermooren
- Ausgeprägter Nord-Süd-Gegensatz zwischen dem stark wachsenden Berliner Umland und der dünn besiedelten Niederlausitz
- Ehemalige Bergbau- und Truppenübungsflächen im Süden als Sukzessions- und Entwicklungsräume
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit dem brandenburgischen Kompensationsrecht vertraut. In Dahme-Spreewald arbeiten wir nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung im Land Brandenburg (HVE) und dem Brandenburgischen Naturschutzausführungsgesetz (BbgNatSchAG). Eingriff und Kompensation werden dabei überwiegend verbal-argumentativ bewertet. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises ab und kennen die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Dahmeseen, Spreewald und Niederlausitzer Landrücken.
Typische Maßnahmen im Landkreis Dahme-Spreewald
Fließgewässer und Feuchtgrünland
Extensivierung von Feuchtwiesen, Anhebung der Wasserstände und naturnahe Uferstrukturen an Spree, Dahme und den Spreewaldfließen. Lebensraum für Amphibien, Wiesenbrüter und Libellen.
Moorrenaturierung
Wiedervernässung entwässerter Nieder- und Anmoore und Umstellung auf moorschonende Nutzung. Schutz der Torfkörper, Bindung von Kohlenstoff und Aufwertung des Wasserhaushalts.
Sandtrockenrasen und Heide
Entbuschung, Beweidung und Mahd magerer Sandstandorte im Dahme-Seengebiet sowie auf ehemaligen Bergbau- und Militärflächen. Erhalt offener Lebensräume für wärmeliebende Arten.
Waldumbau und Bruchwald
Umbau strukturarmer Kiefernforste zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern sowie Entwicklung und Sicherung von Erlenbruch- und Auwäldern in den Niederungen.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Zauneidechsenhabitate, Fledermausquartiere und Amphibiengewässer.
Offenland und Wiesenbrüter
Anlage von Blühflächen, Ackerrandstreifen und extensiv genutztem Grünland für Feldlerche, Kiebitz und weitere Arten der offenen Agrarlandschaft.
Geschützte Arten im Zwischen Dahmeseen, Spreewald und Niederlausitzer Landrücken
Eisvogel und Fischotter
An Spree, Dahme und den Spreewaldfließen leben der Eisvogel und der nach Anhang II der FFH-Richtlinie geschützte Fischotter. Durchgängige Gewässer, naturnahe Ufer und Steilwände als Bruthabitat sind wirksame Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Rotbauchunke
Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) und Rotbauchunke besiedeln fischfreie, besonnte Kleingewässer der Niederungen. Für sie werden Laichgewässer mit geeignetem Landlebensraum im Umfeld entwickelt.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Große Bartfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten nutzen Wälder, alte Gebäude und Gewässer als Jagd- und Quartierräume. Quartiersicherung, Höhlenbaumschutz und Leitstrukturen zählen zu den gängigen CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch und Kranich
Die störungsarmen Wälder und Feuchtgebiete bieten Brut- und Nahrungsräume für Schwarzstorch und Kranich. Ruhezonen, extensive Feuchtgrünländer und naturnahe Waldbäche stützen die Bestände.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Sandige Heideflächen, Bahndämme und Bergbaufolgeflächen sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben zählt sie zu den häufigsten Zielarten für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche und Kiebitz
In der offenen Agrarlandschaft brüten Feldlerche und Kiebitz. Blühflächen, extensiv genutztes Grünland und Feldlerchenfenster sind typische Maßnahmen zur Aufwertung ihrer Lebensräume.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Flughafen BER und Gewerbeansiedlungen
Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und die wachsenden Gewerbe- und Logistikstandorte im Nordkreis, unter anderem in Schönefeld, Wildau und Königs Wusterhausen, erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Siedlungsentwicklung im Berliner Umland
Wohnungsbau und begleitende Infrastruktur im stark wachsenden Berliner Umland führen zu Flächenversiegelung und Eingriffen, für die Ausgleich und Ersatz bereitzustellen sind.
Verkehr und Infrastruktur
Ausbau von Autobahnen (A10, A13), Bundesstraßen und Bahnstrecken sowie Ortsumgehungen führen zu Eingriffen in Natur und Landschaft mit entsprechendem Kompensationsbedarf.
Erneuerbare Energien
Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Windenergievorhaben, häufig auf Konversions- und Bergbaufolgeflächen, erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich und je nach betroffener Art CEF- und FCS-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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