
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Cottbus
Ausgleichsflächen und naturschutzrechtliche Kompensation in der kreisfreien Stadt Cottbus. greeNature stellt geeignete Flächen bereit und begleitet Ihr Vorhaben von der verbal-argumentativen Bewertung nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) bis zur Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt. Bundesweit tätig, mit den Brandenburger Regelungen vertraut.
Die Stadt Cottbus im Überblick
Cottbus ist mit rund 95.000 Einwohnern nach Potsdam die zweitgrößte Stadt Brandenburgs und eines der vier Oberzentren des Landes. Als kreisfreie Stadt wird das Gebiet vollständig vom Landkreis Spree-Neiße umschlossen. Die Stadtfläche von 165,62 km² gliedert sich in 19 Stadtteile, von der dicht bebauten Innenstadt bis zu ländlich geprägten Ortsteilen im Umland.
Naturräumlich gehört Cottbus zur Niederlausitz. Prägend sind die sandigen Böden der Cottbuser Sandplatte, ausgedehnte Kiefernforste sowie die Niederung der Spree, die das Stadtgebiet von Süden nach Norden durchzieht und den Übergang zum Spreewald bildet.
Ein erheblicher Teil des Stadtgebiets steht unter Landschaftsschutz, nach Angaben der Stadt rund 14 Prozent der Fläche. Dazu zählen die Branitzer Parklandschaft, Abschnitte der Spreeaue und Teich- und Wiesenlandschaften am Stadtrand. Mit dem Biotopverbund Spreeaue reicht ein FFH-Gebiet des europäischen Netzes Natura 2000 bis an das Stadtgebiet heran.
Cottbus steht im Zentrum des Lausitzer Strukturwandels. Der Ausstieg aus der Braunkohle, die Flutung des Cottbuser Ostsees als größter künstlicher See Deutschlands, das neue ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn und der Ausbau der BTU Cottbus-Senftenberg mit dem Lausitz Science Park erzeugen einen anhaltenden Bedarf an naturschutzrechtlicher Kompensation.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D08 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Niederung der Spree als Rückgrat des städtischen Biotopverbunds, Übergang zum Spreewald im Norden
- FFH-Gebiet Biotopverbund Spreeaue (Natura 2000) mit Bezug zum Stadtgebiet
- Branitzer Parklandschaft nach Fürst Pückler, Landschaftsschutzgebiet mit Gewässern, Wäldern und Feuchtbereichen
- Rund 14 Prozent der Stadtfläche als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen
- Cottbuser Ostsee, entstehende Bergbaufolgelandschaft mit Ufer- und Renaturierungsräumen
- Kiefernforste und Sandtrockenstandorte der Cottbuser Sandplatte mit Potenzial für Waldumbau
- Teich- und Wiesenlandschaften am Stadtrand (Kolkwitz-Hänchen, Peitzer Teichlandschaft im Norden)
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit den Brandenburger Regelungen zur Eingriffsregelung vertraut. Wir kennen die verbal-argumentative Bewertungspraxis nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) und stimmen Maßnahmen von der Planung bis zur Anerkennung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Cottbus ab. Für Vorhaben im Lausitzer Strukturwandel entwickeln wir Ausgleichs- und Ersatzkonzepte im betroffenen Naturraum der Niederlausitz.
Typische Maßnahmen in der Stadt Cottbus
Renaturierung der Spreeaue
Anbindung von Altarmen, Entwicklung naturnaher Ufer und Auwaldstrukturen entlang der Spree, Aufwertung des Biotopverbunds zwischen Spreewald und Stadtgebiet. Solche Maßnahmen schaffen Lebensräume für Eisvogel, Amphibien und auentypische Arten.
Entsiegelung und Innenentwicklung
Rückbau und Entsiegelung nicht mehr genutzter Bau- und Industrieflächen im dicht bebauten Stadtkörper, Wiederherstellung durchlässiger Böden und stadtnaher Grünflächen als Beitrag zur Kompensation im urbanen Raum.
Grünlandaufwertung im Umland
Extensivierung intensiv genutzter Flächen und Entwicklung artenreicher Wiesen in den ländlichen Ortsteilen und den Niederungen, Lebensraum für Wiesenbrüter und Insekten.
Waldumbau der Kiefernforste
Umbau strukturarmer Kiefernforste auf den Sandböden der Cottbuser Sandplatte zu standortgerechten, klimastabilen Laub- und Mischwäldern mit Eiche, Hainbuche und Linde.
Bergbaufolge Cottbuser Ostsee
Naturnahe Gestaltung von Ufer- und Verlandungszonen, Flachwasser- und Röhrichtbereichen im Umfeld des gefluteten Tagebaus, Entwicklung neuer Lebensräume für Wasser- und Watvögel.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der offenen Feldflur der Ortsteile, Vernetzung von Sandtrockenrasen und Ackerränder als Lebensraum für Feldvögel und Reptilien.
Geschützte Arten im Niederlausitz, Spreeaue und Lausitzer Strukturwandel
Zauneidechse
Bahnanlagen, Sandtrockenstandorte und Ruderalflächen im Stadtgebiet bieten der Zauneidechse Lebensraum. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben ist der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG zu beachten, vorgezogene CEF-Maßnahmen sichern Ersatzhabitate.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Altbaumbestände in der Branitzer Parklandschaft, Höhlenbäume und Gebäude dienen Fledermäusen als Quartier. Quartier- und Kollisionsverluste sind bei Vorhaben artenschutzrechtlich nach § 44 BNatSchG zu prüfen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Naturnahe Uferabschnitte der Spree und der Teichlandschaften bieten dem Eisvogel Brutplätze. Steilwände, Uferabbrüche und die Renaturierung von Gewässern schaffen neue Bruthabitate.
Mehr zur Art ›Amphibien
Kleingewässer, Teiche und die Feuchtbereiche der Spreeaue sind Laichhabitate für Amphibien. Neu angelegte oder wiederhergestellte Gewässer sind typische Ausgleichsmaßnahmen im stadtnahen Raum.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die offene Feldflur der ländlichen Ortsteile bietet der Feldlerche Bruthabitate. Bei Flächenverlust durch Siedlungs- und Gewerbeentwicklung sichern Feldlerchenfenster und extensive Ackerränder die ökologische Funktion.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Feuchte Niederungen und Grünlandflächen entlang der Spree bieten dem Kiebitz Lebensraum. Wiedervernässung und Grünlandextensivierung stärken die Bestände dieser gefährdeten Wiesenbrüterart.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
ICE-Werk und Bahnknoten
Am Rand von Cottbus entsteht das größte ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn, ein zentrales Vorhaben des Strukturwandels. Werksbau, Gleisanlagen und der Ausbau des Bahnknotens ziehen Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie artenschutzrechtliche Maßnahmen nach sich.
Cottbuser Ostsee und Bergbaufolge
Die Flutung des ehemaligen Tagebaus Cottbus-Nord zum Cottbuser Ostsee sowie die Gestaltung von Ufern, Freizeit- und Infrastruktureinrichtungen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und die naturnahe Entwicklung der Bergbaufolgelandschaft.
Wissenschaft und Gewerbe
Der Ausbau der BTU Cottbus-Senftenberg mit dem Lausitz Science Park, Ansiedlungen von Forschungseinrichtungen und neue Gewerbeflächen im Zuge des Strukturwandels erzeugen Bedarf an Ausgleichsflächen.
Wohnbau und Siedlungsentwicklung
Wohnbau- und Nachverdichtungsprojekte sowie die Entwicklung neuer Baugebiete für den wachsenden Standort erfordern naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer stadtnaher Flächen können sich als Flächenanbieter einbringen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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