Blühfläche mit Kornblumen und Mohn, am Rand alte Kopfbäume
Brandenburg · HVE (Eingriffsregelung nach BNatSchG)
Naturraum D12 · D09

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Brandenburg an der Havel

Anerkannte Ausgleichsflächen und Ökokonto-Maßnahmen für Ihre Kompensationspflicht in der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel. greeNature solutions, Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach der Brandenburger Eingriffsregelung (HVE).

229,71
km² Stadtfläche
~73.900
Einwohner
8
Stadtteile
10
FFH-Gebiete im Stadtgebiet
kreisfrei
Verwaltungsstatus
Stadt und Ökologie

Die Stadt Brandenburg an der Havel im Überblick

Die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel liegt im Westen des Landes Brandenburg, rund 60 km westlich von Berlin. Auf etwa 229,71 km² Stadtfläche leben rund 73.900 Menschen. Die Stadt ist nahezu vollständig von den Landkreisen Havelland und Potsdam-Mittelmark umgeben und gliedert sich in acht Stadtteile sowie mehrere ländlich geprägte Ortsteile.

Namensgebend und landschaftsprägend ist die Havel, die das Stadtgebiet in einem weit verzweigten System aus Flussarmen, Seen und Altarmen durchzieht. Zur Havelseenkette gehören unter anderem der Beetzsee, der Breitlingsee und der Plauer See. Naturräumlich liegt die Stadt im Bereich der Mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen (BfN-Naturraum D12), deren Grundmoränenplatten und breite Niederungen die weichseleiszeitliche Prägung Brandenburgs widerspiegeln. Nach Süden greifen Ausläufer des Flämings (D11) in das Stadtumland.

Ökologisch bedeutsam sind die Auen und Feuchtgebiete der Havelniederung. Im Stadtgebiet liegen mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter das FFH-Gebiet Mittlere Havel mit Altarmen, Feuchtwiesen und Auwäldern sowie das großflächige EU-Vogelschutzgebiet Mittlere Havelniederung. Nach Angaben der Stadt liegen mehrere FFH- und Vogelschutzgebiete ganz oder teilweise im Stadtgebiet.

Wirtschaftlich ist Brandenburg an der Havel von der Stahl- und Metallindustrie, dem Maschinen- und Getriebebau sowie mittelständischem Gewerbe geprägt. Wohnbau, Gewerbeansiedlungen, Konversionsflächen und Verkehrsvorhaben lösen im Stadtgebiet regelmäßig Kompensationsbedarf nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung aus, die das Land Brandenburg auf Grundlage der Hinweise zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) verbal-argumentativ bewertet.

Blühfläche mit Kornblumen und Mohn, am Rand alte Kopfbäume

🗺️ Zugehörige Naturräume

D12
Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet
Zum Naturraum D12 ›
D09
Elbtalniederung
Zum Naturraum D09 ›

📍 Stadtteile

Altstadt (KS)NeustadtDomGördenNordHohenstückenPlaueKirchmöserKlein Kreutz/SaaringenGollwitzGöttinSchmerzke

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • NSG und FFH-Gebiet Mittlere Havel, Auenlandschaft mit Altarmen, Feuchtwiesen und Auwäldern
  • EU-Vogelschutzgebiet (SPA) Mittlere Havelniederung, großflächiges Rast- und Brutgebiet
  • FFH-Gebiet Gränert, Erlenbruchwälder und Niedermoore am Stadtrand
  • FFH-Gebiet Beetzsee-Rinne und Niederungen, Verlandungszonen und Röhrichte
  • Landschaftsschutzgebiete Brandenburger Wald- und Seengebiet und Westhavelland
  • NSG Große Freiheit bei Plaue und NSG Stadthavel, gewässergeprägte Stadtnatur an der Havel

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions arbeitet bundesweit und ist mit der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung des Landes Brandenburg vertraut. Wir kennen die verbal-argumentative Bewertung nach der HVE, das Brandenburger Ökokonto und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Brandenburg an der Havel aus der Projektpraxis und begleiten Eingriffsvorhaben im Havelraum von der Bilanzierung bis zur Umsetzung.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Brandenburg an der Havel

💧

Gewässer- und Auenrenaturierung

Wiederanbindung von Altarmen der Havel, Entwicklung naturnaher Uferzonen und Feuchtwiesen in der Havelniederung. Solche Maßnahmen verbessern den Zustand von Fließ- und Stillgewässern und schaffen Lebensraum für Fische, Libellen und Wasservögel.

🧱

Entsiegelung im Stadtgebiet

Rückbau versiegelter Flächen auf Industriebrachen und Konversionsstandorten, gefolgt von Bodenlockerung und standortgerechter Begrünung. Entsiegelung ist im urbanen Kontext eine wirksame Kompensation für Eingriffe in Boden und Wasserhaushalt.

🌿

Grünland-Extensivierung im Umland

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Feucht- und Frischwiesen in den Niederungen um die Stadt, angepasste Mahd und Verzicht auf Düngung fördern Wiesenbrüter und blütenbesuchende Insekten.

🌾

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Feldflur der Ortsteile, Trittsteinbiotope vernetzen Havelaue, Gränert und die Fläming-Ausläufer für Feldhase, Rebhuhn und Wildbienen.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse, Reptilienhabitate auf Bahndämmen und Brachen sowie Amphibiengewässer, um die ökologische Funktion betroffener Fortpflanzungsstätten dauerhaft zu sichern.

🌳

Auwald und Erstaufforstung

Entwicklung standortgerechter Erlen- und Eschenbestände in den Niederungen sowie Laubmischwald auf trockeneren Plattenstandorten, langfristige Aufwertung von Wald- und Bodenfunktionen im Stadtumland.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Havelniederung, Beetzsee und Mittlere Havel

🐦

Eisvogel

Die naturnahen Ufer und Altarme der Mittleren Havel bieten dem Eisvogel Brutplätze in Steilwänden und fischreiche Jagdgewässer. Uferabbrüche und die Renaturierung von Gewässerrändern sind typische Kompensationsmaßnahmen zu seinen Gunsten.

Mehr zur Art ›
🦇

Fledermäuse

Altbaubestand, Gehölze und Gewässer im Stadtgebiet dienen Fledermausarten als Quartier und Jagdrevier. Bei Sanierung und Abriss sind Quartierverluste zu vermeiden, Ersatzquartiere und Gehölzstrukturen sichern die ökologische Funktion.

Mehr zur Art ›
🦎

Zauneidechse

Bahnanlagen, Böschungen und Brachflächen im Stadtraum sind bevorzugte Lebensräume der Zauneidechse. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben zählt ihre Umsiedlung auf vorbereitete Habitatflächen zu den häufigen CEF-Maßnahmen.

Mehr zur Art ›
🐸

Kammmolch und Amphibien

Kleingewässer, Gräben und Feuchtsenken der Havelniederung beherbergen Kammmolch, Rotbauchunke und weitere Amphibien. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen in Gewässernähe.

Mehr zur Art ›
🐤

Kiebitz und Wiesenbrüter

Die Feuchtwiesen und Niederungen um die Stadt sind Lebensraum für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Extensiv genutztes, hoch anstehendes Feuchtgrünland und angepasste Mahdtermine fördern den Bruterfolg dieser Offenlandarten.

Mehr zur Art ›
🦫

Biber und Fischotter

Havel, Beetzsee und die verzweigten Nebengewässer sind Kernlebensraum für Biber und Fischotter, beide nach der FFH-Richtlinie geschützt. Durchgängige, strukturreiche Gewässer und ungestörte Uferbereiche sichern ihre Vorkommen.

Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Siedlungsentwicklung

Neue Wohnquartiere, Nachverdichtung und die Entwicklung von Konversionsflächen im Stadtgebiet lösen über die Bauleitplanung Ausgleichspflichten nach der Eingriffsregelung aus. greeNature stellt geeignete Kompensationsflächen bereit und stimmt sie mit der Unteren Naturschutzbehörde ab.

🏭

Gewerbe und Industrie

Erweiterungen und Neuansiedlungen im industriellen Umfeld der Stahl-, Metall- und Getriebebranche sowie neue Gewerbegebiete führen zu Flächenversiegelung und erzeugen Kompensationsbedarf, der über Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gedeckt wird.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Straßen- und Brückenbauvorhaben über die Havel, Bahnanlagen sowie der Ausbau von Hafen- und Wasserstraßen greifen in Boden, Gewässer und Gehölze ein und lösen naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.

⚡

Energie und Netze

Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Stadtumland sowie der Ausbau von Leitungs- und Netzinfrastruktur erfordern eine Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung nach der HVE und in gewässernahen Lagen artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

HA
Landkreis Havelland
Nördlicher Nachbar, Havelniederung und Westhavelland
PO
Landkreis Potsdam-Mittelmark
Umschließt die Stadt weiträumig, Zauche und Mittlere Havel
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Brandenburg an der Havel

Die Stadt liegt überwiegend im BfN-Naturraum D12 (Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen), geprägt durch die Havelniederung mit Seen, Altarmen und Feuchtgebieten. Nach Süden greifen Ausläufer des Flämings (D11) in das Stadtumland. Für die naturschutzrechtliche Bilanzierung ist die genaue Zuordnung des Eingriffsorts maßgeblich, greeNature ermittelt sie für Sie.
Das Land Brandenburg bewertet Eingriff und Ausgleich nicht über ein starres Punktesystem, sondern verbal-argumentativ auf Grundlage der Hinweise zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE). Kompensationsmaßnahmen können aus anerkannten Ökokonten bereitgestellt werden. greeNature übernimmt die Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung, die Flächenbereitstellung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und die Dokumentation.
Als kreisfreie Stadt nimmt Brandenburg an der Havel die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Zuständig ist das Amt für Bauleitplanung, Naturschutz und Baurecht, Klosterstraße 14, 14770 Brandenburg an der Havel. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Ja. Im Stadtgebiet liegen mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter das FFH-Gebiet Mittlere Havel, das FFH-Gebiet Gränert, die Beetzsee-Rinne und das EU-Vogelschutzgebiet Mittlere Havelniederung. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Anforderungen nach § 44 BNatSchG auslösen, bei streng geschützten Arten gegebenenfalls FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG. greeNature berät Sie zu den rechtlichen Anforderungen.
Im urbanen und stadtnahen Kontext bewähren sich Entsiegelung von Brach- und Konversionsflächen, Gewässer- und Auenrenaturierung an der Havel, Extensivierung von Feuchtgrünland im Umland, Hecken- und Biotopverbund sowie Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Zauneidechse und Amphibien. Die Auswahl richtet sich nach dem betroffenen Naturhaushalt und der verbal-argumentativen Bewertung nach der HVE.
Ja. Geeignet sind unter anderem Grünland und Ackerflächen in der Havelniederung, gewässernahe Flächen mit Entwicklungspotenzial sowie Standorte für Aufforstung oder Entsiegelung. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature prüft die Eignung, übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und führt die Maßnahme, wo sinnvoll, über ein anerkanntes Ökokonto.
Jetzt anfragen

Ökopunkte in der Stadt Brandenburg an der Havel anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat in der Stadt Brandenburg an der Havel.