
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Brandenburg an der Havel
Anerkannte Ausgleichsflächen und Ökokonto-Maßnahmen für Ihre Kompensationspflicht in der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel. greeNature solutions, Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach der Brandenburger Eingriffsregelung (HVE).
Die Stadt Brandenburg an der Havel im Überblick
Die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel liegt im Westen des Landes Brandenburg, rund 60 km westlich von Berlin. Auf etwa 229,71 km² Stadtfläche leben rund 73.900 Menschen. Die Stadt ist nahezu vollständig von den Landkreisen Havelland und Potsdam-Mittelmark umgeben und gliedert sich in acht Stadtteile sowie mehrere ländlich geprägte Ortsteile.
Namensgebend und landschaftsprägend ist die Havel, die das Stadtgebiet in einem weit verzweigten System aus Flussarmen, Seen und Altarmen durchzieht. Zur Havelseenkette gehören unter anderem der Beetzsee, der Breitlingsee und der Plauer See. Naturräumlich liegt die Stadt im Bereich der Mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen (BfN-Naturraum D12), deren Grundmoränenplatten und breite Niederungen die weichseleiszeitliche Prägung Brandenburgs widerspiegeln. Nach Süden greifen Ausläufer des Flämings (D11) in das Stadtumland.
Ökologisch bedeutsam sind die Auen und Feuchtgebiete der Havelniederung. Im Stadtgebiet liegen mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter das FFH-Gebiet Mittlere Havel mit Altarmen, Feuchtwiesen und Auwäldern sowie das großflächige EU-Vogelschutzgebiet Mittlere Havelniederung. Nach Angaben der Stadt liegen mehrere FFH- und Vogelschutzgebiete ganz oder teilweise im Stadtgebiet.
Wirtschaftlich ist Brandenburg an der Havel von der Stahl- und Metallindustrie, dem Maschinen- und Getriebebau sowie mittelständischem Gewerbe geprägt. Wohnbau, Gewerbeansiedlungen, Konversionsflächen und Verkehrsvorhaben lösen im Stadtgebiet regelmäßig Kompensationsbedarf nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung aus, die das Land Brandenburg auf Grundlage der Hinweise zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) verbal-argumentativ bewertet.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D12 ›
Zum Naturraum D09 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- NSG und FFH-Gebiet Mittlere Havel, Auenlandschaft mit Altarmen, Feuchtwiesen und Auwäldern
- EU-Vogelschutzgebiet (SPA) Mittlere Havelniederung, großflächiges Rast- und Brutgebiet
- FFH-Gebiet Gränert, Erlenbruchwälder und Niedermoore am Stadtrand
- FFH-Gebiet Beetzsee-Rinne und Niederungen, Verlandungszonen und Röhrichte
- Landschaftsschutzgebiete Brandenburger Wald- und Seengebiet und Westhavelland
- NSG Große Freiheit bei Plaue und NSG Stadthavel, gewässergeprägte Stadtnatur an der Havel
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions arbeitet bundesweit und ist mit der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung des Landes Brandenburg vertraut. Wir kennen die verbal-argumentative Bewertung nach der HVE, das Brandenburger Ökokonto und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Brandenburg an der Havel aus der Projektpraxis und begleiten Eingriffsvorhaben im Havelraum von der Bilanzierung bis zur Umsetzung.
Typische Maßnahmen in der Stadt Brandenburg an der Havel
Gewässer- und Auenrenaturierung
Wiederanbindung von Altarmen der Havel, Entwicklung naturnaher Uferzonen und Feuchtwiesen in der Havelniederung. Solche Maßnahmen verbessern den Zustand von Fließ- und Stillgewässern und schaffen Lebensraum für Fische, Libellen und Wasservögel.
Entsiegelung im Stadtgebiet
Rückbau versiegelter Flächen auf Industriebrachen und Konversionsstandorten, gefolgt von Bodenlockerung und standortgerechter Begrünung. Entsiegelung ist im urbanen Kontext eine wirksame Kompensation für Eingriffe in Boden und Wasserhaushalt.
Grünland-Extensivierung im Umland
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Feucht- und Frischwiesen in den Niederungen um die Stadt, angepasste Mahd und Verzicht auf Düngung fördern Wiesenbrüter und blütenbesuchende Insekten.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Feldflur der Ortsteile, Trittsteinbiotope vernetzen Havelaue, Gränert und die Fläming-Ausläufer für Feldhase, Rebhuhn und Wildbienen.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse, Reptilienhabitate auf Bahndämmen und Brachen sowie Amphibiengewässer, um die ökologische Funktion betroffener Fortpflanzungsstätten dauerhaft zu sichern.
Auwald und Erstaufforstung
Entwicklung standortgerechter Erlen- und Eschenbestände in den Niederungen sowie Laubmischwald auf trockeneren Plattenstandorten, langfristige Aufwertung von Wald- und Bodenfunktionen im Stadtumland.
Geschützte Arten im Havelniederung, Beetzsee und Mittlere Havel
Eisvogel
Die naturnahen Ufer und Altarme der Mittleren Havel bieten dem Eisvogel Brutplätze in Steilwänden und fischreiche Jagdgewässer. Uferabbrüche und die Renaturierung von Gewässerrändern sind typische Kompensationsmaßnahmen zu seinen Gunsten.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Altbaubestand, Gehölze und Gewässer im Stadtgebiet dienen Fledermausarten als Quartier und Jagdrevier. Bei Sanierung und Abriss sind Quartierverluste zu vermeiden, Ersatzquartiere und Gehölzstrukturen sichern die ökologische Funktion.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Bahnanlagen, Böschungen und Brachflächen im Stadtraum sind bevorzugte Lebensräume der Zauneidechse. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben zählt ihre Umsiedlung auf vorbereitete Habitatflächen zu den häufigen CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
Kleingewässer, Gräben und Feuchtsenken der Havelniederung beherbergen Kammmolch, Rotbauchunke und weitere Amphibien. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen in Gewässernähe.
Mehr zur Art ›Kiebitz und Wiesenbrüter
Die Feuchtwiesen und Niederungen um die Stadt sind Lebensraum für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Extensiv genutztes, hoch anstehendes Feuchtgrünland und angepasste Mahdtermine fördern den Bruterfolg dieser Offenlandarten.
Mehr zur Art ›Biber und Fischotter
Havel, Beetzsee und die verzweigten Nebengewässer sind Kernlebensraum für Biber und Fischotter, beide nach der FFH-Richtlinie geschützt. Durchgängige, strukturreiche Gewässer und ungestörte Uferbereiche sichern ihre Vorkommen.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Siedlungsentwicklung
Neue Wohnquartiere, Nachverdichtung und die Entwicklung von Konversionsflächen im Stadtgebiet lösen über die Bauleitplanung Ausgleichspflichten nach der Eingriffsregelung aus. greeNature stellt geeignete Kompensationsflächen bereit und stimmt sie mit der Unteren Naturschutzbehörde ab.
Gewerbe und Industrie
Erweiterungen und Neuansiedlungen im industriellen Umfeld der Stahl-, Metall- und Getriebebranche sowie neue Gewerbegebiete führen zu Flächenversiegelung und erzeugen Kompensationsbedarf, der über Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gedeckt wird.
Verkehr und Infrastruktur
Straßen- und Brückenbauvorhaben über die Havel, Bahnanlagen sowie der Ausbau von Hafen- und Wasserstraßen greifen in Boden, Gewässer und Gehölze ein und lösen naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Energie und Netze
Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Stadtumland sowie der Ausbau von Leitungs- und Netzinfrastruktur erfordern eine Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung nach der HVE und in gewässernahen Lagen artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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