Ackerblühfläche mit Mohn und Kornblumen unter aufziehenden Gewitterwolken
Bayern · BayKompV
Naturraum D56
Regierungsbezirk Unterfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Würzburg

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV in der kreisfreien Stadt Würzburg und im mainfränkischen Maintal.

87,63
km² Stadtfläche
~131k
Einwohner
13
Stadtbezirke
D56
Naturraum Mainfränk. Platten
kreisfrei
Status
Stadt und Ökologie

Die Stadt Würzburg im Überblick

Würzburg ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken und liegt zu beiden Seiten des Mains im mittleren Maintal. Auf rund 87,63 km² leben etwa 131.000 Menschen, verteilt auf 13 Stadtbezirke. Die Stadt ist vollständig vom gleichnamigen Landkreis Würzburg umschlossen.

Naturräumlich gehört das Stadtgebiet zu den Mainfränkischen Platten (BfN-Naturraum D56), einer weitgehend waldarmen Muschelkalklandschaft mit weiter Lössauflage. Prägend sind die Muschelkalk-Trockenhänge über dem eingeschnittenen Maintal, die wärmeliebende Trockenrasen, Weinberge und Streuobstbestände tragen, sowie die fruchtbaren, intensiv ackerbaulich genutzten Gäuplatten.

Ökologisch bedeutsam sind die Trockentalhänge im südlichen Maindreieck, ein FFH-Gebiet, das sich beidseits des Mains von Würzburg mainaufwärts erstreckt, sowie mehrere Naturschutzgebiete und Naturdenkmale an den Steilhängen. Über das LIFE+ Naturprojekt MainMuschelkalk werden diese Trocken- und Kulturlandschaftskomplexe entbuscht, gepflegt und als Biotopverbund gesichert. Der Main selbst bildet eine wichtige Gewässer- und Auenachse durch die Stadt.

Wirtschaftlich ist Würzburg von Universität und Hochschule, dem Universitätsklinikum, Dienstleistungen, Verwaltung und dem Fränkischen Weinbau geprägt. Städtebauliche Vorhaben wie die Konversion ehemaliger US-Kasernenareale, Wohn- und Gewerbeentwicklung, Verkehrs- und Hochwasserschutzprojekte lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach BayKompV zu erbringen ist. In der dicht bebauten Stadt ist geeigneter Kompensationsraum knapp, weshalb Flächen im Umland und der Ankauf von Ökopunkten besondere Bedeutung haben.

Ackerblühfläche mit Mohn und Kornblumen unter aufziehenden Gewitterwolken

🗺️ Zugehörige Naturräume

D56
Mainfränkische Platten
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📍 Stadtteile

Altstadt (KS)SanderauFrauenlandGrombühlZellerauHeidingsfeldHeuchelhofLengfeldVersbachLindleinsmühleSteinbachtalDürrbachtalRottenbauer

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Trockentalhänge im südlichen Maindreieck, wärmeliebende Muschelkalkhänge beidseits des Mains
  • LIFE+ Naturprojekt MainMuschelkalk, Pflege und Biotopverbund von Trockenrasen, Weinbergsbrachen und Streuobst
  • Muschelkalk-Trockenrasen und Felsbänder mit seltenen Steppenpflanzen und wärmeliebenden Insekten
  • Main als prägende Fluss- und Auenachse mit Uferstrukturen quer durch das Stadtgebiet
  • Weinbergslandschaft der Mainfränkischen Platten mit Trockenmauern und Steillagen
  • Festung Marienberg und historische Bauwerke als Quartierstandorte für Fledermäuse
  • Naturschutzgebiete und Naturdenkmale an den Steilhängen über dem Maintal

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bayernweit tätig und kennt die Anforderungen der Kompensation nach BayKompV in Unterfranken aus der Praxis. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Würzburg sowie mit dem benachbarten Landratsamt Würzburg zusammen, kennen die naturraumtypische Bewertung im Naturraum D56 und sichern Flächen im Umland, wo im dicht bebauten Stadtgebiet selbst kaum Kompensationsraum verfügbar ist.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Würzburg

🧱

Entsiegelung und Innenentwicklung

Rückbau und Entsiegelung nicht mehr genutzter Flächen, Hof- und Dachbegrünung sowie naturnahe Gestaltung im Siedlungsbereich. Solche Maßnahmen mindern den Eingriff vor Ort und werten das Stadtklima auf, sie decken den Kompensationsbedarf im dicht bebauten Stadtgebiet jedoch meist nur teilweise.

💧

Gewässerrenaturierung am Main

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung naturnaher Uferstrukturen entlang des Mains und seiner Zuflüsse. So entstehen Lebensräume für Eisvogel, Fische und Amphibien und der Auenverbund im Maintal wird gestärkt.

🍇

Trockenrasen und Weinbergsbrachen

Entbuschung und Pflege der Muschelkalk-Trockenhänge, Erhalt von Trockenmauern und aufgelassenen Weinbergsterrassen. Diese Lebensräume beherbergen wärmeliebende Arten und werden im Rahmen des LIFE+ Projekts MainMuschelkalk als Biotopverbund gesichert.

🌾

Grünland-Extensivierung im Umland

Umwandlung intensiv genutzter Ackerflächen der Gäuplatten in artenreiches Extensivgrünland mit angepassten Mahdterminen und Düngeverzicht. Solche Flächen im stadtnahen Umland schaffen Lebensraum für Feldvögel und Insekten und eignen sich als Ökokontoflächen.

🍎

Streuobst und Hecken

Anlage und Pflege von Streuobstbeständen, Hecken und Feldgehölzen auf Muschelkalkhängen und in der ausgeräumten Agrarlandschaft. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume und bieten Nist- und Nahrungshabitate für Vögel, Fledermäuse und Wildbienen.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen und Bahndämmen, Fledermausquartiere an Gebäuden und Bauwerken, Steilwände für den Eisvogel am Main, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Maintal und mainfränkische Weinlandschaft

🦎

Zauneidechse an Hängen und Bahndämmen

Die streng geschützte Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie) besiedelt Trockenhänge, Böschungen, Bahndämme und Brachen im Stadtgebiet. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben sind Ersatzhabitate und Umsiedlungen als vorgezogene CEF-Maßnahme regelmäßig erforderlich.

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🦇

Fledermäuse in Bauwerken und Kellern

Zwergfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten nutzen Dachstühle, Keller, Weinbergsmauern und historische Bauwerke wie die Festung Marienberg als Quartiere. Alle Arten sind streng geschützt, bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme nötig.

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🐦

Eisvogel am Main

Naturnahe Uferabschnitte und Steilwände am Main bieten dem Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Ufer- oder Brückenbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für die streng geschützte Art.

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🌾

Feldlerche auf den Gäuplatten

Die offene, ackerbaulich geprägte Landschaft der Mainfränkischen Platten ist Lebensraum der Feldlerche. Bei Flächeninanspruchnahme im Umland sichern Feldlerchenfenster und extensiv genutzte Grünland- und Brachestreifen die Fortpflanzungsstätten.

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🐸

Amphibien in Auen und Weihern

Erdkröte, Grasfrosch und weitere Amphibien besiedeln Gewässer der Mainaue, Tümpel und wechselfeuchte Senken. Neu angelegte Laichgewässer und vernetzte Landhabitate sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bauvorhaben.

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🦗

Wärmeliebende Arten der Muschelkalkhänge

Die Trockenrasen und Felsbänder über dem Maintal beherbergen Smaragdeidechse, seltene Wildbienen, Heuschrecken und Steppenpflanzen. Entbuschung, Beweidung und Pflege dieser Standorte sind wirksame Aufwertungs- und Erhaltungsmaßnahmen.

Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Konversion und Wohnbau

Die Umnutzung ehemaliger US-Kasernenareale, etwa im Bereich Hubland, sowie weitere Wohn- und Quartiersentwicklungen führen zu Flächeninanspruchnahme und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. In der dicht bebauten Stadt werden dafür häufig Flächen im Umland herangezogen.

🏭

Gewerbe und Infrastruktur

Gewerbe- und Sondergebiete, Erweiterungen von Klinik-, Hochschul- und Verwaltungsstandorten sowie technische Infrastruktur erzeugen Kompensationsbedarf nach BayKompV und lösen bei betroffenen Arten CEF-Maßnahmen aus.

🚈

Verkehr und Mobilität

Ausbau von Straßen, Bahnanlagen und des Straßenbahnnetzes sowie Brücken- und Knotenpunkte im Maintal berühren Ufer- und Hangbereiche und ziehen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach sich.

🌊

Hochwasserschutz und Energie

Hochwasserschutz- und Gewässerbaumaßnahmen am Main, Photovoltaik auf Freiflächen im Umland und energetische Vorhaben erzeugen Eingriffe, die naturschutzrechtlich zu kompensieren sind und mit Gewässer- und Auenaufwertungen verbunden werden können.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Würzburg

Die kreisfreie Stadt Würzburg liegt im BfN-Naturraum D56 (Mainfränkische Platten), einer waldarmen Muschelkalklandschaft mit Lössauflage, geprägt von Trockenhängen über dem Maintal, Weinbergen und fruchtbaren Gäuplatten. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die naturraumtypische Bewertung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) in Wertpunkten bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, naturraumbezogene Bewertung im Naturraum D56, Flächenzuordnung, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Würzburg sowie alle Dokumentationspflichten.
Als kreisfreie Stadt nimmt Würzburg die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Zuständig ist der Fachbereich Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Würzburg, Karmelitenstraße 20, 97070 Würzburg. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Das Stadtgebiet ist dicht bebaut, geeigneter Kompensationsraum ist knapp. Maßnahmen wie Entsiegelung und Begrünung mindern den Eingriff vor Ort, decken den Bedarf aber meist nur teilweise. Ergänzend werden Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Umland herangezogen, häufig im umschließenden Landkreis Würzburg innerhalb desselben Naturraums.
Die Trockentalhänge im südlichen Maindreieck sind als FFH-Gebiet Teil des Netzes Natura 2000. Vorhaben in oder nahe solcher Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie Maßnahmen zur Sicherung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 45 BNatSchG erforderlich machen. greeNature prüft die gebietsbezogenen Anforderungen im Einzelfall.
Häufig sind Gewässer- und Auenrenaturierung am Main, Entbuschung und Pflege der Muschelkalk-Trockenrasen und Weinbergsbrachen, Grünland-Extensivierung und Streuobst im Umland sowie Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Fledermäuse und Eisvogel. Die Auswahl richtet sich nach Eingriffsort, Naturraum und den betroffenen Arten.
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