
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Altmühltal und Fränkischen Seenland. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im Überblick
Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt im Süden des Regierungsbezirks Mittelfranken und wird als Altmühlfranken vermarktet. Er reicht vom Mittelfränkischen Becken im Norden über das Albvorland bis auf die Höhen der Südlichen Frankenalb im Süden. Kreisstadt ist die Große Kreisstadt Weißenburg i. Bay., weitere Zentren sind Gunzenhausen und Treuchtlingen.
Geologisch spannt sich der Landkreis über drei Landschaften. Im Norden prägen die Sandsteine des Keupers im Mittelfränkischen Becken das Bild, im mittleren Bereich das Albvorland mit den Eisensandsteinen und Tonen des Juras, und im Süden die Kalk- und Dolomitgesteine der Frankenalb mit ihren typischen Karsterscheinungen, Trockentälern und Wacholderheiden. Die Altmühl durchzieht den Landkreis auf rund 52 Kilometern.
Ökologisch bedeutsam sind das Altmühltal mit dem Wiesmet und der Altmühlsee, die als EU-Vogelschutzgebiet (SPA 6728-471) das wichtigste Brutgebiet für Brachvogel, Uferschnepfe und Kiebitz in Bayern bilden. Hinzu kommen die Stauseen des Fränkischen Seenlands (Großer Brombachsee, Altmühlsee, Igelsbachsee), Kalkmagerrasen und Wacholderheiden der Frankenalb sowie die Talwiesen und Weihergebiete als artenreiche Feuchtlebensräume.
Wirtschaftlich prägen Landwirtschaft, Tourismus im Seenland und Naturpark Altmühltal, das Handwerk sowie die Gewinnung von Jurakalk und Naturwerkstein (unter anderem Treuchtlinger Marmor) den Landkreis. Steinbruchbetriebe, der Ausbau von Verkehrs- und Bahninfrastruktur (Eisenbahnknoten Treuchtlingen), Gewerbeflächen und Freiflächen-Photovoltaik erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D59 ›
Zum Naturraum D61 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- EU-Vogelschutzgebiet Altmühltal mit Brunst-Schwaigau und Altmühlsee (SPA 6728-471)
- Wiesmet, bedeutendstes Wiesenbrütergebiet Bayerns mit Brachvogel und Uferschnepfe
- Fränkisches Seenland mit Großem Brombachsee, Altmühlsee und Igelsbachsee
- Naturpark Altmühltal mit Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf der Frankenalb
- Karstlandschaft der Südlichen Frankenalb mit Höhlen und Trockentälern
- Naturwerkstein- und Jurakalkabbau im Raum Treuchtlingen und Solnhofener Umfeld
- Übergang dreier Naturlandschaften vom Keuperbecken über das Albvorland zur Frankenalb
✅ greeNature vor Ort
Als Fachfirma für Naturschutz-Kompensation kennen wir die naturschutzfachlichen Anforderungen im Altmühltal und im Fränkischen Seenland aus der Praxis. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen zusammen, ordnen Eingriffe den Naturräumen D59 und D61 zu und stellen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten für Ihr Vorhaben bereit.
Typische Maßnahmen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Wiesenbrüterschutz im Altmühltal
Extensivierung und Wiedervernässung feuchter Talwiesen im Wiesmet und entlang der Altmühl, angepasste Mahdregime und Grabenanhebung zugunsten von Brachvogel, Uferschnepfe und Kiebitz.
Kalkmagerrasen und Wacholderheiden
Wiederaufnahme der Beweidung mit Schafen und Ziegen sowie Entbuschung von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf den Hängen der Frankenalb, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Reptilien und Orchideen.
Altmühl- und Gewässerrenaturierung
Reaktivierung von Altwässern, Anlage naturnaher Uferstrukturen und Laichgewässer an Altmühl und Zuflüssen, Aufwertung von Weihergebieten für Amphibien und Libellen.
Artenschutz CEF/FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV: Zauneidechsenhabitate in aufgelassenen Steinbrüchen, Fledermausquartiere in Kellern und Karststrukturen, Amphibienlaichgewässer und Ersatzhabitate für Wiesenbrüter.
Streuobst und Heckenverbund
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen und Heckenstrukturen im Albvorland und Keuperbecken, Trittsteinbiotope und Biotopverbund in der Agrarlandschaft für Steinkauz, Neuntöter und Wildbienen.
Waldumbau auf der Frankenalb
Umbau strukturarmer Nadelforste in standortgerechte Buchen- und Eichenmischwälder auf den Jurahochflächen, Förderung von Alt- und Totholz für Höhlenbrüter und Fledermäuse.
Geschützte Arten im Altmühltal und Fränkisches Seenland
Wiesenbrüter im Wiesmet
Das Altmühltal mit dem Wiesmet ist das bedeutendste Brutgebiet für Brachvogel, Uferschnepfe und Kiebitz in Bayern. Typische CEF-Maßnahmen sind Wiedervernässung, Mahdaufschub und Prädatorenmanagement in den Feuchtwiesen.
Mehr zur Art ›Weiß- und Schwarzstorch
Der Weißstorch nutzt die extensiven Talwiesen des Altmühltals als Nahrungsraum, der Schwarzstorch brütet in den störungsarmen Wäldern der Frankenalb. Beide sind bei Windkraft- und Infrastrukturprojekten regelmäßig als FCS-relevante Arten zu prüfen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an der Altmühl
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden entlang der Altmühl und an den Seenland-Gewässern bieten dem Eisvogel Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen Steilwandmodellierungen und die Sicherung fischreicher Flachwasserzonen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Jura und in Steinbrüchen
Kalkmagerrasen, Trockenhänge, Bahndämme und aufgelassene Steinbrüche der Frankenalb sind Kernhabitate der Zauneidechse. Sie ist häufige Zielart bei Rohstoff-, Verkehrs- und Photovoltaikprojekten und erfordert vorgezogene Ersatzhabitate.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Karst und Kellern
Die Höhlen, Felsspalten und Gebäudekeller der Frankenalb dienen Arten wie Großem Mausohr und Mopsfledermaus als Quartier und Winterlebensraum. Quartiersicherung und Ersatzquartiere sind typische Bausteine bei Bauvorhaben.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
Weihergebiete, Altwässer und Tümpel im Albvorland und im Seenland beherbergen Kammmolch, Laubfrosch und Gelbbauchunke. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer sind bewährte Kompensationsmaßnahmen nach BayKompV.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Rohstoffgewinnung und Steinbrüche
Die Gewinnung von Jurakalk, Naturwerkstein und Sand, unter anderem im Raum Treuchtlingen und Pappenheim, prägt den Landkreis. Neuaufschlüsse und Erweiterungen von Abbaustellen lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, häufig verbunden mit Zauneidechsen- und Fledermausmaßnahmen.
Verkehr und Bahninfrastruktur
Treuchtlingen ist ein bedeutender Eisenbahnknoten. Ausbau und Elektrifizierung von Bahnstrecken, Ortsumgehungen sowie der Ausbau der Bundes- und Staatsstraßen im Altmühltal erzeugen Kompensationsbedarf nach BayKompV.
Energie und Erneuerbare
Freiflächen-Photovoltaik auf den Hochflächen der Frankenalb und im Albvorland, Windkraftvorhaben sowie der Ausbau der Stromnetze erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und FCS-Maßnahmen für Groß- und Greifvögel.
Siedlung, Gewerbe und Tourismus
Wohn- und Gewerbegebiete in Weißenburg, Gunzenhausen und Treuchtlingen sowie touristische Infrastruktur im Fränkischen Seenland lösen Eingriffe aus. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ausgleichsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
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