Weiträumige Erstaufforstung mit jungen Eichen in Pflanzreihen
Bayern · BayKompV
Naturraum D66
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Weilheim-Schongau

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für den Landkreis Weilheim-Schongau. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Pfaffenwinkel und im bayerischen Alpenvorland.

966
km² Kreisfläche
~139k
Einwohner
34
Gemeinden
D66/D67/D68
Naturräume
1.589 m
Höchster Punkt (Niederbleick)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Weilheim-Schongau im Überblick

Der Landkreis Weilheim-Schongau liegt südlich von München im Regierungsbezirk Oberbayern und umfasst den größten Teil des Pfaffenwinkels. Er reicht vom Lech im Westen über Ammer und Ammersee bis zur Loisach im Osten. Kreisstadt ist Weilheim i. OB, weitere wichtige Orte sind Penzberg, Peißenberg, Schongau und Peiting.

Landschaftlich ist der Landkreis von der eiszeitlichen Jungmoränenlandschaft des Alpenvorlandes geprägt, mit ausgedehnten Mooren, zahlreichen Seen (Ammersee, Staffelsee, Osterseen) und einem lebhaften Relief aus Moränenwällen und Toteislöchern. Nach Süden steigt das Gelände über die Voralpen bis in die Nördlichen Kalkalpen an, der höchste Punkt ist der Niederbleick mit 1.589 Metern.

Ökologisch bedeutsam sind das Vogelschutzgebiet Ammerseegebiet (7932-471) als Rast- und Überwinterungsgebiet, die kalkreichen Niedermoore und Streuwiesen des Pfaffenwinkels, das Mittlere Lechtal (8031-471) mit seiner Flussdynamik und die naturnahen Voralpenflüsse Ammer und Loisach. Diese Lebensräume beherbergen zahlreiche streng geschützte Arten und stellen hohe fachliche Anforderungen an die Kompensation.

Die Wirtschaft ist mittelständisch und breit aufgestellt, mit einem starken Handwerk, einem bedeutenden Biotechnologiestandort in Penzberg, Tourismus und Landwirtschaft. Gewerbe-, Infrastruktur-, Energie- und Rohstoffvorhaben erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV, den greeNature mit regionaler Flächenkenntnis und Full-Service abdeckt.

Weiträumige Erstaufforstung mit jungen Eichen in Pflanzreihen

🗺️ Zugehörige Naturräume

D66
Voralpines Hügel- und Moorland
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📍 Ausgewählte Gemeinden

Weilheim i.OB (KS)PenzbergPeißenbergSchongauPeitingHohenpeißenbergPollingWielenbachSeeshauptSteingadenHuglfingIffeldorfBernried am Starnberger SeeRaisting

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • EU-Vogelschutzgebiet Ammerseegebiet (7932-471), bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasser- und Wiesenvögel
  • Mittleres Lechtal (SPA 8031-471) mit alpiner Flussdynamik und wärmeliebenden Lechheiden
  • Kalkreiche Niedermoore und Streuwiesen des Pfaffenwinkels, Lebensraum stark gefährdeter Arten
  • Ammergebirge (SPA 8330-471) im Süden, Übergang in die Nördlichen Kalkalpen
  • Naturnahe Voralpenflüsse Ammer und Loisach mit Auwäldern und Kiesbänken
  • Eiszeitliche Jungmoränenlandschaft mit Seen wie Ammersee, Staffelsee und den Osterseen bei Iffeldorf

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist in ganz Bayern für die naturschutzrechtliche Kompensation tätig und kennt die Praxis der Unteren Naturschutzbehörde Weilheim-Schongau. Gerade im moor- und seenreichen Pfaffenwinkel und im alpin geprägten Süden des Landkreises sind Kompensationsmaßnahmen fachlich anspruchsvoll. Wir verbinden regionale Flächenkenntnis mit Erfahrung in der Moorrenaturierung, Auenentwicklung und im Artenschutz nach BayKompV.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Weilheim-Schongau

🌾

Moorrenaturierung & Wiedervernässung

Wiederherstellung entwässerter Nieder- und Übergangsmoore im Pfaffenwinkel durch Anhebung des Wasserstands. Diese Maßnahmen sichern seltene Streuwiesenarten, binden Kohlenstoff und erzeugen hochwertige Ökopunkte nach BayKompV.

🌸

Streu- und Feuchtwiesen-Extensivierung

Umstellung intensiv genutzter Wiesen auf einschürige, späte Mahd ohne Düngung. Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Großen Brachvogel sowie für kalkliebende Streuwiesenpflanzen.

💧

Auenrenaturierung an Lech & Ammer

Reaktivierung von Uferdynamik, Altwassern und Kiesbänken entlang der Voralpenflüsse. Lebensraum für Eisvogel, Flussregenpfeifer und kieslaichende Fischarten, verbunden mit Hochwasserrückhalt.

🦎

Artenschutz CEF & FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa fischfreie Laichgewässer für Kammmolch und Amphibien, besonnte Habitate für die Zauneidechse und Ersatzquartiere für Fledermäuse an Gebäuden und Brücken.

🌳

Standortgerechter Waldumbau & Erstaufforstung

Entwicklung klimastabiler Laub- und Mischwälder auf geeigneten Standorten sowie Ufergehölze an Gewässern, zur Aufwertung ausgeräumter Moränenlagen und als Biotopverbund.

🌿

Hecken & Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Magerrasen als Trittsteinbiotope in der Moränenhügellandschaft, zur Vernetzung von Moor-, Wiesen- und Auenlebensräumen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Pfaffenwinkel und bayerisches Alpenvorland

🐦

Wiesenbrüter (Kiebitz, Großer Brachvogel)

Die Streuwiesen und Niedermoore im Ammerseegebiet und im Pfaffenwinkel zählen zu den wichtigsten Brut- und Rastgebieten für Wiesenbrüter in Süddeutschland. Für den Kiebitz und den Großen Brachvogel sind extensive Feuchtwiesen mit hohem Grundwasserstand und später Mahd als CEF-Maßnahmen von zentraler Bedeutung.

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🐸

Gelbbauchunke & Laubfrosch

In den Auen von Lech und Ammer sowie in Abbaugewässern kommen Gelbbauchunke und Laubfrosch vor. Beide sind streng geschützte Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie, für die bei Eingriffen häufig neue Kleingewässer und temporäre Tümpel als vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen anzulegen sind.

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🦎

Zauneidechse

Auf Bahndämmen, Kiesabbauflächen und den wärmebegünstigten Lechheiden lebt die Zauneidechse. Als Art des Anhangs IV löst sie bei Bau- und Infrastrukturvorhaben regelmäßig CEF-Maßnahmen aus, etwa die Anlage besonnter Habitatstrukturen mit Steinriegeln und Sandlinsen.

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🦇

Fledermäuse (Großes Mausohr)

Entlang des Lech und in den strukturreichen Voralpenlandschaften jagen mehrere Fledermausarten, darunter das Große Mausohr. Quartiere in Dachstühlen, alten Bäumen und Brückenbauwerken erfordern bei Sanierungen und Neubauten Ersatzquartiere und angepasste Bauzeiten.

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🐟

Eisvogel

An den naturnahen Abschnitten von Ammer, Lech und Loisach brütet der Eisvogel in Steilufern. Uferabbrüche, naturnahe Gewässerdynamik und künstlich modellierte Brutwände sind typische Maßnahmen, um seinen Bestand bei Gewässerausbauten zu sichern.

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🦎

Kammmolch

In den kalkreichen Moorgewässern und Weihern des Pfaffenwinkels lebt der Kammmolch, eine Art des Anhangs II und IV der FFH-Richtlinie. Die Anlage und Vernetzung fischfreier Laichgewässer mit strukturreichem Umland ist eine bewährte Kompensationsmaßnahme.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Gewerbe & Industrie

Der Landkreis ist mittelständisch geprägt, mit bedeutenden Standorten wie dem Biotechnologiestandort in Penzberg. Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete in Weilheim, Penzberg und Schongau lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

🛣️

Infrastruktur & Verkehr

Ortsumgehungen, der Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen sowie Maßnahmen an den Bahnstrecken im Oberland führen zu Eingriffen, die Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach sich ziehen.

⚡

Energie & Erneuerbare

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Moränenstandorten, Wasserkraftnutzung am Lech und einzelne Windkraftvorhaben erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen.

⛏️

Rohstoffgewinnung & Siedlung

Kiesabbau in den Fluss- und Schotterebenen von Lech und Ammer sowie Wohn- und Siedlungsentwicklung in den wachsenden Gemeinden erzeugen Eingriffe, für die Ausgleichsflächen bereitzustellen sind.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Weilheim-Schongau

Der Landkreis gehört überwiegend zum BfN-Naturraum D66 (Voralpines Hügel- und Moorland), der die moor- und seenreiche Jungmoränenlandschaft des Pfaffenwinkels umfasst. Die südlich anschließenden Höhenzüge zählen zum Naturraum D67 (Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen), der äußerste Süden im Bereich des Ammergebirges reicht in den Naturraum D68 (Nördliche Kalkalpen). Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt die Bedarfsanalyse, die Naturraum-Zuordnung, die Flächenbereitstellung, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Weilheim-Schongau sowie alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Weilheim-Schongau, Umwelt- und Naturschutzverwaltung, Pütrichstraße 8, 82362 Weilheim i. OB. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Wegen der moor- und feuchtwiesenreichen Landschaft stehen die Wiedervernässung von Niedermooren, die Extensivierung von Streu- und Feuchtwiesen für Wiesenbrüter sowie die Renaturierung der Auen von Lech, Ammer und Loisach im Vordergrund. Hinzu kommen artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen, etwa Laichgewässer für Kammmolch und Amphibien oder besonnte Habitate für die Zauneidechse.
Ja. Im Landkreis liegen unter anderem das Vogelschutzgebiet Ammerseegebiet (7932-471), das Mittlere Lechtal (8031-471) und Teile des Ammergebirges (8330-471) sowie zahlreiche FFH-Gebiete der Moore und Flusstäler. Eingriffe im Umfeld dieser Natura-2000-Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich machen. greeNature berät Sie zu allen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind feuchte Grünland- und Moorstandorte, Uferflächen an Lech und Ammer sowie extensivierbare Wiesen in den Moränenlagen. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können viele Flächen weiter bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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