Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Bayern · BayKompV
Naturraum D66 · D67 · D65 · D68
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Traunstein

Ökopunkte im Landkreis Traunstein sind über anerkannte Ökokonten verfügbar. greeNature begleitet Vorhabenträger im Chiemgau als Full-Service-Partner von der Eingriffsbilanzierung bis zur dauerhaften Sicherung der Kompensation nach BayKompV.

1.533,74 km²
Kreisfläche
rund 175.000
Einwohner
35
Gemeinden
Oberbayern
Regierungsbezirk
18 FFH- und 6 Vogelschutzgebiete
Natura-2000-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Traunstein im Überblick

Der Landkreis Traunstein liegt im Südosten Oberbayerns zwischen dem Chiemsee im Westen und der Salzach an der österreichischen Grenze im Osten. Mit rund 1.534 km² Fläche und etwa 175.000 Einwohnern in 35 Gemeinden zählt er zu den größeren Landkreisen Bayerns. Kreisstadt ist die Große Kreisstadt Traunstein. Der Raum wird als Chiemgau bezeichnet und grenzt im Süden an die Alpen sowie an österreichisches Staatsgebiet.

Das Kreisgebiet reicht von den Chiemgauer Alpen im Süden mit Gipfeln wie dem Sonntagshorn (1.961 m) über das eiszeitlich geprägte Voralpine Hügel- und Moorland bis zum Tertiärhügelland im Norden. Die Landschaft wurde maßgeblich durch die Gletscher der Würmeiszeit geformt, die Moränenzüge, Toteislöcher und weite Moorflächen hinterließen. Prägend sind der Chiemsee als größter See Bayerns, kleinere Seen wie der Waginger und Tachinger See sowie die Flüsse Alz, Traun, Tiroler Achen und Salzach.

Naturschutzfachlich gehört der Landkreis zu den artenreichsten Regionen Bayerns. Über zwei Dutzend Natura-2000-Gebiete, darunter 18 FFH-Gebiete und mehrere Vogelschutzgebiete, sichern Moore, Seeufer, Bergwälder und Auen. Bedeutende Lebensräume sind die Moore südlich des Chiemsees, das Moorgebiet von Eggstätt-Hemhof bis Seeon, die Östlichen Chiemgauer Alpen und der Geigelstein. Neben europaweit geschützten Fledermausarten kommen unter anderem Kiebitz, Eisvogel und viele moor- und wiesengebundene Arten vor.

Wirtschaftlich prägen mittelständische Industrie, der Chemiepark Trostberg, Präzisionstechnik in Traunreut sowie Tourismus und Landwirtschaft den Landkreis. Gewerbeansiedlungen, Wohnbau, der Ausbau von Verkehrswegen und Freiflächen-Photovoltaik lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus, die nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) auszugleichen sind. greeNature stellt hierfür rechtssichere Ausgleichsflächen und Ökopunkte bereit und übernimmt die naturschutzfachliche Umsetzung.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›
D67
Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen
Zum Naturraum D67 ›
D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
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D68
Nördliche Kalkalpen
Zum Naturraum D68 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Traunstein (KS)TraunreutTrostbergTittmoningRuhpoldingGrassauÜberseeWaging am SeeSiegsdorfInzellFridolfingChiemingGrabenstättMarquartstein

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Chiemsee als größter See Bayerns mit ausgedehnten Verlandungs- und Moorzonen an seinen Ufern
  • Weite Nieder- und Hochmoore wie die Kendlmühlfilzen und die Moore südlich des Chiemsees
  • Chiemgauer Alpen mit Geigelstein und dem Naturschutzgebiet Östliche Chiemgauer Alpen
  • Landesweit bedeutende Fledermausvorkommen (Wimperfledermaus, Großes Mausohr, Mopsfledermaus) mit eigenen FFH-Gebieten
  • Waginger und Tachinger See als wärmste Seenlandschaft Oberbayerns mit hoher Lebensraumvielfalt
  • Fluss- und Auenlandschaften von Alz, Traun, Tiroler Achen und Salzach als überregionaler Biotopverbund

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist im gesamten Chiemgau aktiv und kennt die naturräumlichen Besonderheiten des Landkreises Traunstein, von den Mooren rund um den Chiemsee bis zu den Bergwäldern der Chiemgauer Alpen. Wir stimmen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Traunstein ab und sichern Ökopunkte, die zum Eingriffsraum und zum betroffenen Naturraum passen.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Traunstein

🌾

Moorrenaturierung und Wiedervernässung

Wiederherstellung entwässerter Nieder- und Hochmoore durch Anhebung der Wasserstände. Solche Maßnahmen binden Kohlenstoff und schaffen Lebensraum für moortypische Arten, wie sie in den Filzen rund um den Chiemsee vorkommen.

🌼

Extensivierung von Grünland

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Streu- und Feuchtwiesen mit angepasster Mahd. Im Chiemgau tragen extensive Wiesen wesentlich zur Sicherung von Wiesenbrütern und Insektenvielfalt bei.

🏞️

Gewässer- und Auenentwicklung

Renaturierung von Fließgewässern, Anlage von Uferrandstreifen und Reaktivierung von Auen an Alz, Traun und Tiroler Achen. Naturnahe Gewässer verbessern den Biotopverbund und den Hochwasserrückhalt.

🦇

Fledermausquartiere sichern (CEF)

Erhalt und Aufwertung von Wochenstuben und Winterquartieren als vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG. Der Landkreis beherbergt landesweit bedeutende Kolonien von Wimperfledermaus, Mausohr und Mopsfledermaus.

🌳

Hecken, Streuobst und Feldgehölze

Neuanlage und Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen in der Kulturlandschaft. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume und bieten Deckung und Nahrung für Vögel, Reptilien und Kleinsäuger.

🌲

Naturnaher Waldumbau

Entwicklung stabiler, standortgerechter Mischwälder in den bewaldeten Hang- und Berglagen der Chiemgauer Alpen. Der Umbau erhöht die Struktur- und Artenvielfalt und stärkt die Schutzfunktion der Bergwälder.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Chiemgau

🦇

Fledermäuse

Der Landkreis zählt zu den wichtigsten Fledermausregionen Bayerns. Für Wimperfledermaus, Großes Mausohr und Mopsfledermaus bestehen eigene FFH-Gebiete. Quartiere sind streng geschützt und müssen bei Eingriffen frühzeitig über CEF-Maßnahmen gesichert werden.

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🐦

Kiebitz

Der Kiebitz brütet in offenen Feuchtwiesen und Moorrandbereichen, etwa in den Mooren südlich des Chiemsees. Als Bodenbrüter reagiert er empfindlich auf Nutzungsänderungen, weshalb Wiesenextensivierung eine geeignete Ausgleichsmaßnahme ist.

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🐟

Eisvogel

An naturnahen Abschnitten von Alz, Traun und Salzach findet der Eisvogel Steilufer für seine Bruthöhlen und klare Gewässer als Jagdrevier. Uferrenaturierung und der Erhalt von Abbruchkanten fördern die Art unmittelbar.

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🦎

Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt Böschungen, Bahndämme und besonnte Säume. Bei Bauvorhaben ist sie regelmäßig betroffen und erfordert artenschutzrechtliche Maßnahmen wie die Anlage von Steinriegeln und Habitatstrukturen.

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🐸

Kammmolch

Der Kammmolch lebt in den fischfreien Kleingewässern und Verlandungszonen der seen- und moorreichen Landschaft. Er ist eine Art des Anhangs II und IV der FFH-Richtlinie, für die neue Laichgewässer angelegt werden können.

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🐦

Feldlerche

In den offenen Ackerbaulandschaften des nördlichen Landkreises brütet die Feldlerche am Boden. Für sie eignen sich Blüh- und Brachestreifen sowie extensiv bewirtschaftete Feldstrukturen als Ausgleich.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Gewerbe und Industrie

Ansiedlungen und Erweiterungen im Umfeld des Chemieparks Trostberg sowie der Industriestandorte in Traunreut und Traunstein beanspruchen Flächen und lösen Ausgleichspflichten nach BayKompV aus.

🚧

Verkehrsinfrastruktur

Der Aus- und Umbau von Bundesstraßen, Ortsumgehungen und Bahnanlagen im Kreisgebiet greift in Natur und Landschaft ein und erfordert Kompensation über Ökopunkte oder Ausgleichsflächen.

🏘️

Wohn- und Siedlungsbau

Die Ausweisung neuer Wohn- und Mischgebiete in den wachsenden Gemeinden des Landkreises führt regelmäßig zu Eingriffen, die im Rahmen der Bauleitplanung auszugleichen sind.

☀️

Freiflächen-Photovoltaik und Netzausbau

Solarparks und der Ausbau der Stromnetze benötigen große Flächen. Auch hier ist eine naturschutzfachliche Bilanzierung und Kompensation nach BayKompV erforderlich.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Traunstein

greeNature verfügt über anerkannte Ökokonten und kann Ökopunkte für Vorhaben im Chiemgau kurzfristig bereitstellen. Da die Punkte bereits vor Ihrem Eingriff generiert und gesichert sind, entfällt der Zeitverzug einer erst noch anzulegenden Ausgleichsfläche.
Zuständig ist die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Traunstein. Sie prüft die Eingriffsbilanzierung nach BayKompV und stimmt Art und Umfang der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ab. greeNature übernimmt die fachliche Abstimmung für Sie.
Kompensationsmaßnahmen sollen einen räumlichen und funktionalen Bezug zum Eingriff wahren und möglichst im betroffenen Naturraum liegen. greeNature hält Flächen in den einschlägigen Naturräumen des Chiemgaus vor, sodass der geforderte Bezug gewahrt bleibt.
Die Bayerische Kompensationsverordnung legt fest, wie Eingriffe in Natur und Landschaft bewertet und in Wertpunkten bilanziert werden und welche Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen erforderlich sind. Sie bildet die Grundlage für die Ermittlung des Kompensationsbedarfs.
CEF-Maßnahmen (measures to ensure continued ecological functionality) sind vorgezogene Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, die die ökologische Funktion betroffener Lebensstätten erhalten, bevor der Eingriff erfolgt. Im Landkreis sind sie etwa für Fledermausquartiere und Wiesenbrüter relevant.
Ja. greeNature sichert die Kompensationsflächen rechtlich dauerhaft und übernimmt die notwendige Unterhaltung und Pflege. Als Full-Service-Partner begleiten wir das Vorhaben von der Bilanzierung bis zur langfristigen Sicherung.
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