
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Traunstein
Ökopunkte im Landkreis Traunstein sind über anerkannte Ökokonten verfügbar. greeNature begleitet Vorhabenträger im Chiemgau als Full-Service-Partner von der Eingriffsbilanzierung bis zur dauerhaften Sicherung der Kompensation nach BayKompV.
Der Landkreis Traunstein im Überblick
Der Landkreis Traunstein liegt im Südosten Oberbayerns zwischen dem Chiemsee im Westen und der Salzach an der österreichischen Grenze im Osten. Mit rund 1.534 km² Fläche und etwa 175.000 Einwohnern in 35 Gemeinden zählt er zu den größeren Landkreisen Bayerns. Kreisstadt ist die Große Kreisstadt Traunstein. Der Raum wird als Chiemgau bezeichnet und grenzt im Süden an die Alpen sowie an österreichisches Staatsgebiet.
Das Kreisgebiet reicht von den Chiemgauer Alpen im Süden mit Gipfeln wie dem Sonntagshorn (1.961 m) über das eiszeitlich geprägte Voralpine Hügel- und Moorland bis zum Tertiärhügelland im Norden. Die Landschaft wurde maßgeblich durch die Gletscher der Würmeiszeit geformt, die Moränenzüge, Toteislöcher und weite Moorflächen hinterließen. Prägend sind der Chiemsee als größter See Bayerns, kleinere Seen wie der Waginger und Tachinger See sowie die Flüsse Alz, Traun, Tiroler Achen und Salzach.
Naturschutzfachlich gehört der Landkreis zu den artenreichsten Regionen Bayerns. Über zwei Dutzend Natura-2000-Gebiete, darunter 18 FFH-Gebiete und mehrere Vogelschutzgebiete, sichern Moore, Seeufer, Bergwälder und Auen. Bedeutende Lebensräume sind die Moore südlich des Chiemsees, das Moorgebiet von Eggstätt-Hemhof bis Seeon, die Östlichen Chiemgauer Alpen und der Geigelstein. Neben europaweit geschützten Fledermausarten kommen unter anderem Kiebitz, Eisvogel und viele moor- und wiesengebundene Arten vor.
Wirtschaftlich prägen mittelständische Industrie, der Chemiepark Trostberg, Präzisionstechnik in Traunreut sowie Tourismus und Landwirtschaft den Landkreis. Gewerbeansiedlungen, Wohnbau, der Ausbau von Verkehrswegen und Freiflächen-Photovoltaik lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus, die nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) auszugleichen sind. greeNature stellt hierfür rechtssichere Ausgleichsflächen und Ökopunkte bereit und übernimmt die naturschutzfachliche Umsetzung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Chiemsee als größter See Bayerns mit ausgedehnten Verlandungs- und Moorzonen an seinen Ufern
- Weite Nieder- und Hochmoore wie die Kendlmühlfilzen und die Moore südlich des Chiemsees
- Chiemgauer Alpen mit Geigelstein und dem Naturschutzgebiet Östliche Chiemgauer Alpen
- Landesweit bedeutende Fledermausvorkommen (Wimperfledermaus, Großes Mausohr, Mopsfledermaus) mit eigenen FFH-Gebieten
- Waginger und Tachinger See als wärmste Seenlandschaft Oberbayerns mit hoher Lebensraumvielfalt
- Fluss- und Auenlandschaften von Alz, Traun, Tiroler Achen und Salzach als überregionaler Biotopverbund
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist im gesamten Chiemgau aktiv und kennt die naturräumlichen Besonderheiten des Landkreises Traunstein, von den Mooren rund um den Chiemsee bis zu den Bergwäldern der Chiemgauer Alpen. Wir stimmen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Traunstein ab und sichern Ökopunkte, die zum Eingriffsraum und zum betroffenen Naturraum passen.
Typische Maßnahmen im Landkreis Traunstein
Moorrenaturierung und Wiedervernässung
Wiederherstellung entwässerter Nieder- und Hochmoore durch Anhebung der Wasserstände. Solche Maßnahmen binden Kohlenstoff und schaffen Lebensraum für moortypische Arten, wie sie in den Filzen rund um den Chiemsee vorkommen.
Extensivierung von Grünland
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Streu- und Feuchtwiesen mit angepasster Mahd. Im Chiemgau tragen extensive Wiesen wesentlich zur Sicherung von Wiesenbrütern und Insektenvielfalt bei.
Gewässer- und Auenentwicklung
Renaturierung von Fließgewässern, Anlage von Uferrandstreifen und Reaktivierung von Auen an Alz, Traun und Tiroler Achen. Naturnahe Gewässer verbessern den Biotopverbund und den Hochwasserrückhalt.
Fledermausquartiere sichern (CEF)
Erhalt und Aufwertung von Wochenstuben und Winterquartieren als vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG. Der Landkreis beherbergt landesweit bedeutende Kolonien von Wimperfledermaus, Mausohr und Mopsfledermaus.
Hecken, Streuobst und Feldgehölze
Neuanlage und Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen in der Kulturlandschaft. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume und bieten Deckung und Nahrung für Vögel, Reptilien und Kleinsäuger.
Naturnaher Waldumbau
Entwicklung stabiler, standortgerechter Mischwälder in den bewaldeten Hang- und Berglagen der Chiemgauer Alpen. Der Umbau erhöht die Struktur- und Artenvielfalt und stärkt die Schutzfunktion der Bergwälder.
Geschützte Arten im Chiemgau
Fledermäuse
Der Landkreis zählt zu den wichtigsten Fledermausregionen Bayerns. Für Wimperfledermaus, Großes Mausohr und Mopsfledermaus bestehen eigene FFH-Gebiete. Quartiere sind streng geschützt und müssen bei Eingriffen frühzeitig über CEF-Maßnahmen gesichert werden.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Der Kiebitz brütet in offenen Feuchtwiesen und Moorrandbereichen, etwa in den Mooren südlich des Chiemsees. Als Bodenbrüter reagiert er empfindlich auf Nutzungsänderungen, weshalb Wiesenextensivierung eine geeignete Ausgleichsmaßnahme ist.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Abschnitten von Alz, Traun und Salzach findet der Eisvogel Steilufer für seine Bruthöhlen und klare Gewässer als Jagdrevier. Uferrenaturierung und der Erhalt von Abbruchkanten fördern die Art unmittelbar.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt Böschungen, Bahndämme und besonnte Säume. Bei Bauvorhaben ist sie regelmäßig betroffen und erfordert artenschutzrechtliche Maßnahmen wie die Anlage von Steinriegeln und Habitatstrukturen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der Kammmolch lebt in den fischfreien Kleingewässern und Verlandungszonen der seen- und moorreichen Landschaft. Er ist eine Art des Anhangs II und IV der FFH-Richtlinie, für die neue Laichgewässer angelegt werden können.
Mehr zur Art ›Feldlerche
In den offenen Ackerbaulandschaften des nördlichen Landkreises brütet die Feldlerche am Boden. Für sie eignen sich Blüh- und Brachestreifen sowie extensiv bewirtschaftete Feldstrukturen als Ausgleich.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe und Industrie
Ansiedlungen und Erweiterungen im Umfeld des Chemieparks Trostberg sowie der Industriestandorte in Traunreut und Traunstein beanspruchen Flächen und lösen Ausgleichspflichten nach BayKompV aus.
Verkehrsinfrastruktur
Der Aus- und Umbau von Bundesstraßen, Ortsumgehungen und Bahnanlagen im Kreisgebiet greift in Natur und Landschaft ein und erfordert Kompensation über Ökopunkte oder Ausgleichsflächen.
Wohn- und Siedlungsbau
Die Ausweisung neuer Wohn- und Mischgebiete in den wachsenden Gemeinden des Landkreises führt regelmäßig zu Eingriffen, die im Rahmen der Bauleitplanung auszugleichen sind.
Freiflächen-Photovoltaik und Netzausbau
Solarparks und der Ausbau der Stromnetze benötigen große Flächen. Auch hier ist eine naturschutzfachliche Bilanzierung und Kompensation nach BayKompV erforderlich.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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