Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Bayern · BayKompV
Naturraum D48 · D63 · D62
Regierungsbezirk Oberpfalz

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Tirschenreuth

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für den Landkreis Tirschenreuth. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im nördlichen Oberpfälzer Wald und in der Tirschenreuther Teichpfanne.

1.084
km² Kreisfläche
~72k
Einwohner
26
Gemeinden
3
Naturräume D63/D48/D62
~4.000
Teiche (Land der 1000 Teiche)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Tirschenreuth im Überblick

Der Landkreis Tirschenreuth ist der nordöstlichste Landkreis der Oberpfalz und grenzt auf rund 100 Kilometern an die Tschechische Republik (Bezirke Pilsen und Karlsbad). Er liegt am Übergang zwischen dem Fichtelgebirge im Nordwesten und dem Oberpfälzer Wald im Südosten. Kreisstadt ist Tirschenreuth, weitere prägende Orte sind Mitterteich, Waldsassen, Kemnath und Erbendorf.

Geologisch bestimmen der granitische Steinwald und der Kohlwald als südliche Ausläufer des Fichtelgebirges das Bild, dazwischen liegt die weite Naab-Wondreb-Senke mit ihren flachen Talwannen. Charakteristisch sind vulkanische Basaltkuppen im Raum Kemnath sowie seltene Serpentinstandorte in der nördlichen Oberpfalz, die einer hoch spezialisierten Flora Lebensraum bieten. Nahezu die Hälfte der Kreisfläche ist bewaldet.

Ökologisch ist der Landkreis vor allem durch die Tirschenreuther Teichpfanne geprägt, eine der größten und ältesten Teichlandschaften Deutschlands mit rund 4.000 überwiegend seit dem Mittelalter angelegten Teichen. Im Zentrum liegt das EU-Vogelschutzgebiet Waldnaabaue westlich von Tirschenreuth (6139-471) mit Feuchtwiesen, Nieder- und Übergangsmooren sowie naturnahen Fließgewässern. Hinzu kommen die FFH-Gebiete an Waldnaab und Wondreb sowie mehrere Moor- und Bergwiesenkomplexe.

Die Wirtschaft ist traditionell von der Glas- und Porzellanindustrie geprägt, große Arbeitgeber sind heute die Schott AG in Mitterteich und die Hamm AG (Straßenwalzen) in Tirschenreuth, dazu kommt eine ausgedehnte Teichwirtschaft mit rund 900 Betrieben. Betriebserweiterungen, Gewerbegebiete, der Ausbau von Verkehrswegen entlang der A93 sowie Projekte der erneuerbaren Energien lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D48
Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge
Zum Naturraum D48 ›
D63
Oberpfälzer und Bayerischer Wald
Zum Naturraum D63 ›
D62
Oberpfälzisch-Obermainisches Hügelland
Zum Naturraum D62 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Tirschenreuth (KS)MitterteichWaldsassenKemnathErbendorfWiesauBärnauFuchsmühlMähringKonnersreuthFalkenbergNeusorg

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Tirschenreuther Teichpfanne, eine der größten und ältesten Teichlandschaften Deutschlands ("Land der 1000 Teiche")
  • EU-Vogelschutzgebiet Waldnaabaue westlich von Tirschenreuth (6139-471), rund 2.258 ha Feuchtgebiet
  • FFH-Gebiet Waldnaabtal zwischen Tirschenreuth und Windischeschenbach, rund 2.449 ha
  • Naturpark Steinwald und Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald
  • Basalt- und Serpentinstandorte der nördlichen Oberpfalz mit seltener Spezialflora
  • Hoch- und Übergangsmoore wie das Langweiher Moor und das Moorgebiet bei Bärnau
  • Rund 900 Teichwirtschaftsbetriebe mit über 4.000 Teichen (Karpfenzucht)

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist in ganz Bayern tätig und betreut auch Vorhaben in der nördlichen Oberpfalz. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde in Tirschenreuth, die naturschutzfachlichen Besonderheiten der Teichpfanne und die regionalen Flächenpools und übernehmen die Abstimmung mit dem Landratsamt vollständig für Sie.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Tirschenreuth

🐟

Extensive Teichbewirtschaftung

Naturnahe Bewirtschaftung von Karpfenteichen mit ausgeprägten Verlandungs- und Röhrichtzonen, spätem Anstau und reduziertem Besatz. So entstehen Laichgewässer für Amphibien und Nahrungshabitate für Wasservögel im Herzen der Teichpfanne.

🟤

Moorrenaturierung

Wiedervernässung entwässerter Nieder- und Übergangsmoore, etwa im Umfeld des Langweiher Moores und bei Bärnau. Neben dem Lebensraumgewinn für moortypische Arten leisten die Flächen einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz.

💧

Fließgewässerrenaturierung

Rückbau von Uferverbauungen und Wiederherstellung einer eigendynamischen Entwicklung an Waldnaab und Wondreb, mit Steilwänden für den Eisvogel und durchgängigen Auenstrukturen für Fische und Rundmäuler.

🌿

Feucht- und Nasswiesen

Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland in der Waldnaabaue als Bruthabitat für Wiesenbrüter wie den Kiebitz, verbunden mit angepassten Mahdterminen und Pufferstreifen entlang der Gewässer.

🌳

Waldumbau zu Mischwald

Umbau strukturarmer Fichtenforste in standortgerechte, klimastabile Laubmischwälder im Steinwald und Oberpfälzer Wald. Alt- und Totholzinseln fördern Höhlenbrüter, Fledermäuse und die Wildkatze.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Maßnahmen nach § 44 BNatSchG und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands nach § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahn- und Straßentrassen, Fledermausquartiere und Horstschutz für den Schwarzstorch.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Nördlicher Oberpfälzer Wald und Tirschenreuther Teichpfanne

🐸

Kammmolch in der Teichpfanne

Die vielen fischfreien und flach auslaufenden Kleingewässer der Teichpfanne sind ideale Laichgewässer für den Kammmolch, eine Art der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie. Neuanlage und Vernetzung besonnter Tümpel sind typische Kompensationsmaßnahmen.

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🐦

Eisvogel an Waldnaab und Wondreb

Naturnahe Abschnitte von Waldnaab und Wondreb mit Steilufern bieten dem Eisvogel Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen die Anlage von Steilwänden, Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern.

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🕊️

Schwarzstorch im Oberpfälzer Wald

Die ausgedehnten, gewässerreichen Wälder des Oberpfälzer Waldes und des Steinwaldes sind Brut- und Nahrungsraum für den Schwarzstorch. Horstschutzzonen und störungsarme Bachauen sichern den Bestand.

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🐤

Kiebitz in der Waldnaabaue

Feuchte, extensiv genutzte Wiesen im EU-Vogelschutzgebiet Waldnaabaue sind Bruthabitat für den Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Wiedervernässung und angepasste Mahd erhalten die offenen Feuchtflächen.

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🦇

Fledermäuse in Wäldern und Ortschaften

Alte Buchen- und Mischwaldbestände sowie historische Bausubstanz, etwa im Raum Waldsassen, bieten Quartiere für Arten wie das Große Mausohr und die Mopsfledermaus. Quartiersicherung und Jagdhabitate sind häufige Maßnahmen.

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🐱

Wildkatze in den Waldgebieten

Die zusammenhängenden Wälder von Steinwald und Oberpfälzer Wald werden von der Wildkatze wieder besiedelt. Waldrandgestaltung, Totholzstrukturen und vernetzte Gehölzkorridore fördern die Ausbreitung.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Glas- und Industrieproduktion

Die Glas- und Industriestandorte im Landkreis, etwa die Schott AG in Mitterteich und die Hamm AG in Tirschenreuth, führen bei Betriebserweiterungen und der Ausweisung neuer Gewerbegebiete regelmäßig zu Eingriffen mit Ausgleichs- und Ersatzpflicht nach BayKompV.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Der Autobahnkorridor der A93 (Regensburg, Hof), Ortsumgehungen an Bundes- und Staatsstraßen sowie Maßnahmen an der Bahnstrecke lösen Kompensationsbedarf aus, häufig verbunden mit Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und Fledermäuse.

⚡

Erneuerbare Energien

Windkraftvorhaben in den Höhenlagen von Steinwald und Oberpfälzer Wald sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und, bei betroffenen Großvögeln, FCS-Maßnahmen nach § 45 BNatSchG.

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Wohnbau- und Gewerbegebiete in Tirschenreuth, Mitterteich, Waldsassen und Kemnath erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ausgleichsflächen einbringen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Tirschenreuth

Der Landkreis liegt am Übergang dreier BfN-Naturräume: dem Oberpfälzer und Bayerischen Wald (D63) im Südosten, dem Fichtelgebirge (D48) mit Steinwald und Kohlwald im Nordwesten und dem Oberpfälzisch-Obermainischen Hügelland (D62) im Westen um Kemnath. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt sie kostenlos für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenauswahl, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Tirschenreuth sowie alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Tirschenreuth, Mähringer Straße 7, 95643 Tirschenreuth. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen vollständig für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
In der Tirschenreuther Teichpfanne sind extensive Teichbewirtschaftung mit Verlandungszonen, die Neuanlage von Laichgewässern für Amphibien und Kammmolch, die Wiedervernässung von Mooren sowie die Renaturierung von Feuchtwiesen und Fließgewässern an Waldnaab und Wondreb häufige und naturschutzfachlich wirksame Maßnahmen.
Ja. Im Landkreis liegen das EU-Vogelschutzgebiet Waldnaabaue westlich von Tirschenreuth (6139-471) sowie zahlreiche FFH-Gebiete, darunter das Waldnaabtal und die Wondrebaue. Eingriffe im Umfeld dieser Natura-2000-Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie FCS-Maßnahmen nach § 45 BNatSchG erfordern. greeNature berät Sie zu allen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Teiche mit Entwicklungspotenzial, feuchtes Grünland in den Talauen sowie strukturarme Waldflächen mit Umbaupotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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