
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Tirschenreuth
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für den Landkreis Tirschenreuth. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im nördlichen Oberpfälzer Wald und in der Tirschenreuther Teichpfanne.
Der Landkreis Tirschenreuth im Überblick
Der Landkreis Tirschenreuth ist der nordöstlichste Landkreis der Oberpfalz und grenzt auf rund 100 Kilometern an die Tschechische Republik (Bezirke Pilsen und Karlsbad). Er liegt am Übergang zwischen dem Fichtelgebirge im Nordwesten und dem Oberpfälzer Wald im Südosten. Kreisstadt ist Tirschenreuth, weitere prägende Orte sind Mitterteich, Waldsassen, Kemnath und Erbendorf.
Geologisch bestimmen der granitische Steinwald und der Kohlwald als südliche Ausläufer des Fichtelgebirges das Bild, dazwischen liegt die weite Naab-Wondreb-Senke mit ihren flachen Talwannen. Charakteristisch sind vulkanische Basaltkuppen im Raum Kemnath sowie seltene Serpentinstandorte in der nördlichen Oberpfalz, die einer hoch spezialisierten Flora Lebensraum bieten. Nahezu die Hälfte der Kreisfläche ist bewaldet.
Ökologisch ist der Landkreis vor allem durch die Tirschenreuther Teichpfanne geprägt, eine der größten und ältesten Teichlandschaften Deutschlands mit rund 4.000 überwiegend seit dem Mittelalter angelegten Teichen. Im Zentrum liegt das EU-Vogelschutzgebiet Waldnaabaue westlich von Tirschenreuth (6139-471) mit Feuchtwiesen, Nieder- und Übergangsmooren sowie naturnahen Fließgewässern. Hinzu kommen die FFH-Gebiete an Waldnaab und Wondreb sowie mehrere Moor- und Bergwiesenkomplexe.
Die Wirtschaft ist traditionell von der Glas- und Porzellanindustrie geprägt, große Arbeitgeber sind heute die Schott AG in Mitterteich und die Hamm AG (Straßenwalzen) in Tirschenreuth, dazu kommt eine ausgedehnte Teichwirtschaft mit rund 900 Betrieben. Betriebserweiterungen, Gewerbegebiete, der Ausbau von Verkehrswegen entlang der A93 sowie Projekte der erneuerbaren Energien lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Tirschenreuther Teichpfanne, eine der größten und ältesten Teichlandschaften Deutschlands ("Land der 1000 Teiche")
- EU-Vogelschutzgebiet Waldnaabaue westlich von Tirschenreuth (6139-471), rund 2.258 ha Feuchtgebiet
- FFH-Gebiet Waldnaabtal zwischen Tirschenreuth und Windischeschenbach, rund 2.449 ha
- Naturpark Steinwald und Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald
- Basalt- und Serpentinstandorte der nördlichen Oberpfalz mit seltener Spezialflora
- Hoch- und Übergangsmoore wie das Langweiher Moor und das Moorgebiet bei Bärnau
- Rund 900 Teichwirtschaftsbetriebe mit über 4.000 Teichen (Karpfenzucht)
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist in ganz Bayern tätig und betreut auch Vorhaben in der nördlichen Oberpfalz. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde in Tirschenreuth, die naturschutzfachlichen Besonderheiten der Teichpfanne und die regionalen Flächenpools und übernehmen die Abstimmung mit dem Landratsamt vollständig für Sie.
Typische Maßnahmen im Landkreis Tirschenreuth
Extensive Teichbewirtschaftung
Naturnahe Bewirtschaftung von Karpfenteichen mit ausgeprägten Verlandungs- und Röhrichtzonen, spätem Anstau und reduziertem Besatz. So entstehen Laichgewässer für Amphibien und Nahrungshabitate für Wasservögel im Herzen der Teichpfanne.
Moorrenaturierung
Wiedervernässung entwässerter Nieder- und Übergangsmoore, etwa im Umfeld des Langweiher Moores und bei Bärnau. Neben dem Lebensraumgewinn für moortypische Arten leisten die Flächen einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz.
Fließgewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen und Wiederherstellung einer eigendynamischen Entwicklung an Waldnaab und Wondreb, mit Steilwänden für den Eisvogel und durchgängigen Auenstrukturen für Fische und Rundmäuler.
Feucht- und Nasswiesen
Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland in der Waldnaabaue als Bruthabitat für Wiesenbrüter wie den Kiebitz, verbunden mit angepassten Mahdterminen und Pufferstreifen entlang der Gewässer.
Waldumbau zu Mischwald
Umbau strukturarmer Fichtenforste in standortgerechte, klimastabile Laubmischwälder im Steinwald und Oberpfälzer Wald. Alt- und Totholzinseln fördern Höhlenbrüter, Fledermäuse und die Wildkatze.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Maßnahmen nach § 44 BNatSchG und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands nach § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahn- und Straßentrassen, Fledermausquartiere und Horstschutz für den Schwarzstorch.
Geschützte Arten im Nördlicher Oberpfälzer Wald und Tirschenreuther Teichpfanne
Kammmolch in der Teichpfanne
Die vielen fischfreien und flach auslaufenden Kleingewässer der Teichpfanne sind ideale Laichgewässer für den Kammmolch, eine Art der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie. Neuanlage und Vernetzung besonnter Tümpel sind typische Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Waldnaab und Wondreb
Naturnahe Abschnitte von Waldnaab und Wondreb mit Steilufern bieten dem Eisvogel Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen die Anlage von Steilwänden, Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch im Oberpfälzer Wald
Die ausgedehnten, gewässerreichen Wälder des Oberpfälzer Waldes und des Steinwaldes sind Brut- und Nahrungsraum für den Schwarzstorch. Horstschutzzonen und störungsarme Bachauen sichern den Bestand.
Mehr zur Art ›Kiebitz in der Waldnaabaue
Feuchte, extensiv genutzte Wiesen im EU-Vogelschutzgebiet Waldnaabaue sind Bruthabitat für den Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Wiedervernässung und angepasste Mahd erhalten die offenen Feuchtflächen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wäldern und Ortschaften
Alte Buchen- und Mischwaldbestände sowie historische Bausubstanz, etwa im Raum Waldsassen, bieten Quartiere für Arten wie das Große Mausohr und die Mopsfledermaus. Quartiersicherung und Jagdhabitate sind häufige Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Waldgebieten
Die zusammenhängenden Wälder von Steinwald und Oberpfälzer Wald werden von der Wildkatze wieder besiedelt. Waldrandgestaltung, Totholzstrukturen und vernetzte Gehölzkorridore fördern die Ausbreitung.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Glas- und Industrieproduktion
Die Glas- und Industriestandorte im Landkreis, etwa die Schott AG in Mitterteich und die Hamm AG in Tirschenreuth, führen bei Betriebserweiterungen und der Ausweisung neuer Gewerbegebiete regelmäßig zu Eingriffen mit Ausgleichs- und Ersatzpflicht nach BayKompV.
Verkehr und Infrastruktur
Der Autobahnkorridor der A93 (Regensburg, Hof), Ortsumgehungen an Bundes- und Staatsstraßen sowie Maßnahmen an der Bahnstrecke lösen Kompensationsbedarf aus, häufig verbunden mit Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und Fledermäuse.
Erneuerbare Energien
Windkraftvorhaben in den Höhenlagen von Steinwald und Oberpfälzer Wald sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und, bei betroffenen Großvögeln, FCS-Maßnahmen nach § 45 BNatSchG.
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Wohnbau- und Gewerbegebiete in Tirschenreuth, Mitterteich, Waldsassen und Kemnath erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ausgleichsflächen einbringen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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