
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Straubing-Bogen
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Straubing-Bogen, von der Donauaue über den Gäuboden bis in den Bayerischen Wald. greeNature begleitet Ihr Vorhaben als Full-Service-Partner, von der Eingriffsbilanzierung bis zur dauerhaft gesicherten Kompensation nach BayKompV.
Der Landkreis Straubing-Bogen im Überblick
Der Landkreis Straubing-Bogen liegt im Nordwesten Niederbayerns und umschließt vollständig die kreisfreie Stadt Straubing, in der auch das Landratsamt seinen Sitz hat. Mit rund 103.100 Einwohnern auf 1.201,63 km² und 37 Gemeinden ist er ein flächenmäßig großer, ländlich geprägter Kreis. Er grenzt im Norden an Cham, im Osten an Regen, im Südosten an Deggendorf, im Süden an Dingolfing-Landau, im Südwesten an Landshut und im Westen an Regensburg. Die Bundesautobahn A3 und die Donau als Bundeswasserstraße bilden die wichtigsten Verkehrsachsen.
Die Donau gliedert den Landkreis in zwei sehr unterschiedliche Landschaften. Nördlich des Flusses steigt das Grundgebirge des Bayerischen Waldes an und erreicht Höhen von über 1.000 Metern. Südlich der Donau schließt das wellige Donau-Isar-Hügelland an. Dazwischen liegt entlang des Stroms der Gäuboden (Dungau), eine mit Löss überdeckte Ebene, deren fruchtbare Böden zu den ertragreichsten Ackerflächen Bayerns zählen und den Kreis als Kornkammer bekannt gemacht haben. Durchflossen wird das Gebiet von Großer Laber, Aiterach, Kinsach und Bogenbach.
Ökologisch sind vor allem die Flussauen wertvoll. Mit dem FFH-Gebiet Donauauen zwischen Straubing und Vilshofen und dem Naturschutzgebiet Öberauer Donauschleife liegen bedeutende Flächen des europäischen Netzes Natura 2000 im Kreis, insgesamt sind mehrere FFH-Gebiete ausgewiesen. Naturräumlich gehört der Kreis zu zwei BfN-Großregionen, dem Oberpfälzer und Bayerischen Wald (D63) sowie dem Unterbayerischen Hügelland und den Isar-Inn-Schotterplatten (D65). Die intensiv genutzte Agrarlandschaft des Gäubodens ist artenarm und bietet dadurch erhebliches Aufwertungspotenzial, während die naturnahen Wälder des Bayerischen Waldes Lebensraum für anspruchsvolle Arten bieten.
Wirtschaftlich prägen Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft den Kreis, ergänzt durch den Bioökonomie-Standort rund um Straubing mit dem BioCampus und dem Technologie- und Förderzentrum für Nachwachsende Rohstoffe. In den Donauschottern wird Kies und Sand gewonnen, hinzu kommen Gewerbe- und Logistikflächen, der Hafen Straubing-Sand sowie der Ausbau von Verkehr, erneuerbaren Energien und Siedlungen. Diese Vorhaben lösen regelmäßig Kompensationspflichten nach BayKompV aus, für die frühzeitig gesicherte Ausgleichsflächen und Ökopunkte benötigt werden.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D65 ›
Zum Naturraum D63 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Der Gäuboden (Dungau) zählt mit seinen tiefgründigen Lössböden zu den fruchtbarsten Ackerlandschaften Bayerns und gilt als Kornkammer.
- Die Donau teilt den Landkreis in den Bayerischen Wald im Norden und das Donau-Isar-Hügelland im Süden.
- Die kreisfreie Stadt Straubing wird vollständig vom Landkreis umschlossen und beherbergt den Verwaltungssitz.
- Mit dem FFH-Gebiet Donauauen zwischen Straubing und Vilshofen und der Öberauer Donauschleife liegen bedeutende Natura-2000-Flächen im Kreis.
- Straubing ist ein bundesweit bekanntes Zentrum der Bioökonomie und der Nachwachsenden Rohstoffe.
- Zwei Naturräume prägen das Gebiet: der Oberpfälzer und Bayerische Wald (D63) sowie das Unterbayerische Hügelland und die Isar-Inn-Schotterplatten (D65).
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist als Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV in ganz Niederbayern tätig und kennt die Anforderungen im Landkreis Straubing-Bogen. Wir entwickeln Ausgleichsmaßnahmen, die zur jeweiligen Landschaft passen, von produktionsintegrierten Aufwertungen im Gäuboden über Auen- und Gewässerrenaturierungen an der Donau bis zum naturnahen Waldumbau im Bayerischen Wald. Die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt in Straubing sowie die dauerhafte Sicherung und das Monitoring der Flächen übernehmen wir für Sie.
Typische Maßnahmen im Landkreis Straubing-Bogen
Ackerextensivierung und Feldlerchenfenster
Im intensiv bewirtschafteten Gäuboden schaffen produktionsintegrierte Maßnahmen wie Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen wertvolle Strukturen für Feldvögel und Insekten.
Gewässer- und Auenrenaturierung
An Donau, Großer Laber, Kinsach und Bogenbach lassen sich Ufer entfesseln, Altarme anbinden und Auwald entwickeln, was den Biotopwert deutlich erhöht.
Hecken, Feldgehölze und Streuobst
Neue Gehölzstrukturen und Streuobstwiesen vernetzen die ausgeräumte Agrarlandschaft und bieten Lebensraum, Deckung und Nahrung für viele Arten.
Naturnaher Waldumbau
In den Wäldern des Bayerischen Waldes (Naturraum D63) fördern der Umbau zu strukturreichen Mischbeständen und der Erhalt von Alt- und Totholz die biologische Vielfalt.
Kleingewässer und Amphibienbiotope
Neu angelegte Tümpel und Flachwasserzonen in der Donauaue schaffen Laichgewässer für Amphibien und Lebensraum für Libellen und weitere Feuchtarten.
Extensivgrünland und Feuchtwiesen
Die Umwandlung von Intensiväckern in extensiv genutztes Grünland und Feuchtwiesen unterstützt Wiesenbrüter wie den Kiebitz und stärkt den Wasserhaushalt.
Geschützte Arten im Gäuboden und Bayerischer Wald
Feldlerche
Charaktervogel des offenen Gäubodens, der unter der intensiven Ackernutzung leidet. Für den Erhalt der lokalen Population eignen sich CEF-Maßnahmen wie Feldlerchenfenster und Blühflächen.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Wiesenbrüter der feuchten Niederungen und Ackerflächen im Donautal. Er benötigt offene, extensiv genutzte Flächen mit feuchten Mulden und profitiert von Grünlandextensivierung.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Brütet an Donau, Großer Laber und Kinsach in Steilufern. Naturnahe, strukturreiche Fließgewässer mit klarem Wasser sind für sein Vorkommen entscheidend.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Besiedelt Bahndämme, Wegränder und trockenwarme Säume. Bei Eingriffen ist sie nach § 44 BNatSchG streng geschützt und wird häufig mit vorlaufenden CEF-Maßnahmen umgesiedelt.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Mehrere Arten nutzen die Wälder des Bayerischen Waldes und Gebäude als Quartier sowie die Auen als Jagdrevier. Ausgleich erfolgt über Quartierangebote und die Sicherung von Jagdhabitaten.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Brütet in den störungsarmen, gewässerreichen Wäldern des Bayerischen Waldes. Er reagiert empfindlich auf Störungen, weshalb Horstschutz und ungestörte Nahrungsgewässer wichtig sind.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehr und Infrastruktur
Ausbau und Neubau von A3, Staatsstraßen, Bahnstrecken sowie Maßnahmen an der Donau und am Hafen Straubing-Sand greifen in Natur und Landschaft ein.
Gewerbe und Industrie
Neue und erweiterte Gewerbe-, Logistik- und Industrieflächen, unter anderem im Umfeld des Bioökonomie-Standorts Straubing, lösen Kompensationspflichten aus.
Kies- und Sandabbau
Die Rohstoffgewinnung in den Donauschottern des Gäubodens erfordert Ausgleich und Ersatz sowie naturschutzfachlich hochwertige Folgenutzungen.
Erneuerbare Energien und Siedlung
Photovoltaik-Freiflächen, Windenergieanlagen und neue Wohn- und Baugebiete führen zu Flächenverbrauch und entsprechendem Kompensationsbedarf.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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