Mohn und Kornblumen auf einer Ackerblühfläche unter Wolkenhimmel
Bayern · BayKompV
Naturraum D65 · D63
Regierungsbezirk Niederbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Straubing-Bogen

Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Straubing-Bogen, von der Donauaue über den Gäuboden bis in den Bayerischen Wald. greeNature begleitet Ihr Vorhaben als Full-Service-Partner, von der Eingriffsbilanzierung bis zur dauerhaft gesicherten Kompensation nach BayKompV.

1.201,63 km²
Kreisfläche
rund 103.100 (2025)
Einwohner
37
Gemeinden
Straubing (kreisfrei)
Verwaltungssitz
D63 und D65
Naturräume
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Straubing-Bogen im Überblick

Der Landkreis Straubing-Bogen liegt im Nordwesten Niederbayerns und umschließt vollständig die kreisfreie Stadt Straubing, in der auch das Landratsamt seinen Sitz hat. Mit rund 103.100 Einwohnern auf 1.201,63 km² und 37 Gemeinden ist er ein flächenmäßig großer, ländlich geprägter Kreis. Er grenzt im Norden an Cham, im Osten an Regen, im Südosten an Deggendorf, im Süden an Dingolfing-Landau, im Südwesten an Landshut und im Westen an Regensburg. Die Bundesautobahn A3 und die Donau als Bundeswasserstraße bilden die wichtigsten Verkehrsachsen.

Die Donau gliedert den Landkreis in zwei sehr unterschiedliche Landschaften. Nördlich des Flusses steigt das Grundgebirge des Bayerischen Waldes an und erreicht Höhen von über 1.000 Metern. Südlich der Donau schließt das wellige Donau-Isar-Hügelland an. Dazwischen liegt entlang des Stroms der Gäuboden (Dungau), eine mit Löss überdeckte Ebene, deren fruchtbare Böden zu den ertragreichsten Ackerflächen Bayerns zählen und den Kreis als Kornkammer bekannt gemacht haben. Durchflossen wird das Gebiet von Großer Laber, Aiterach, Kinsach und Bogenbach.

Ökologisch sind vor allem die Flussauen wertvoll. Mit dem FFH-Gebiet Donauauen zwischen Straubing und Vilshofen und dem Naturschutzgebiet Öberauer Donauschleife liegen bedeutende Flächen des europäischen Netzes Natura 2000 im Kreis, insgesamt sind mehrere FFH-Gebiete ausgewiesen. Naturräumlich gehört der Kreis zu zwei BfN-Großregionen, dem Oberpfälzer und Bayerischen Wald (D63) sowie dem Unterbayerischen Hügelland und den Isar-Inn-Schotterplatten (D65). Die intensiv genutzte Agrarlandschaft des Gäubodens ist artenarm und bietet dadurch erhebliches Aufwertungspotenzial, während die naturnahen Wälder des Bayerischen Waldes Lebensraum für anspruchsvolle Arten bieten.

Wirtschaftlich prägen Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft den Kreis, ergänzt durch den Bioökonomie-Standort rund um Straubing mit dem BioCampus und dem Technologie- und Förderzentrum für Nachwachsende Rohstoffe. In den Donauschottern wird Kies und Sand gewonnen, hinzu kommen Gewerbe- und Logistikflächen, der Hafen Straubing-Sand sowie der Ausbau von Verkehr, erneuerbaren Energien und Siedlungen. Diese Vorhaben lösen regelmäßig Kompensationspflichten nach BayKompV aus, für die frühzeitig gesicherte Ausgleichsflächen und Ökopunkte benötigt werden.

Mohn und Kornblumen auf einer Ackerblühfläche unter Wolkenhimmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›
D63
Oberpfälzer und Bayerischer Wald
Zum Naturraum D63 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Bogen (KS)GeiselhöringMallersdorf-PfaffenbergMitterfelsSankt EnglmarStraßkirchenOberschneidingKirchrothAiterhofenWiesenfeldenLaberweintingKonzell

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Der Gäuboden (Dungau) zählt mit seinen tiefgründigen Lössböden zu den fruchtbarsten Ackerlandschaften Bayerns und gilt als Kornkammer.
  • Die Donau teilt den Landkreis in den Bayerischen Wald im Norden und das Donau-Isar-Hügelland im Süden.
  • Die kreisfreie Stadt Straubing wird vollständig vom Landkreis umschlossen und beherbergt den Verwaltungssitz.
  • Mit dem FFH-Gebiet Donauauen zwischen Straubing und Vilshofen und der Öberauer Donauschleife liegen bedeutende Natura-2000-Flächen im Kreis.
  • Straubing ist ein bundesweit bekanntes Zentrum der Bioökonomie und der Nachwachsenden Rohstoffe.
  • Zwei Naturräume prägen das Gebiet: der Oberpfälzer und Bayerische Wald (D63) sowie das Unterbayerische Hügelland und die Isar-Inn-Schotterplatten (D65).

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist als Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV in ganz Niederbayern tätig und kennt die Anforderungen im Landkreis Straubing-Bogen. Wir entwickeln Ausgleichsmaßnahmen, die zur jeweiligen Landschaft passen, von produktionsintegrierten Aufwertungen im Gäuboden über Auen- und Gewässerrenaturierungen an der Donau bis zum naturnahen Waldumbau im Bayerischen Wald. Die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt in Straubing sowie die dauerhafte Sicherung und das Monitoring der Flächen übernehmen wir für Sie.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Straubing-Bogen

🌾

Ackerextensivierung und Feldlerchenfenster

Im intensiv bewirtschafteten Gäuboden schaffen produktionsintegrierte Maßnahmen wie Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen wertvolle Strukturen für Feldvögel und Insekten.

💧

Gewässer- und Auenrenaturierung

An Donau, Großer Laber, Kinsach und Bogenbach lassen sich Ufer entfesseln, Altarme anbinden und Auwald entwickeln, was den Biotopwert deutlich erhöht.

🌳

Hecken, Feldgehölze und Streuobst

Neue Gehölzstrukturen und Streuobstwiesen vernetzen die ausgeräumte Agrarlandschaft und bieten Lebensraum, Deckung und Nahrung für viele Arten.

🌲

Naturnaher Waldumbau

In den Wäldern des Bayerischen Waldes (Naturraum D63) fördern der Umbau zu strukturreichen Mischbeständen und der Erhalt von Alt- und Totholz die biologische Vielfalt.

🐸

Kleingewässer und Amphibienbiotope

Neu angelegte Tümpel und Flachwasserzonen in der Donauaue schaffen Laichgewässer für Amphibien und Lebensraum für Libellen und weitere Feuchtarten.

🌼

Extensivgrünland und Feuchtwiesen

Die Umwandlung von Intensiväckern in extensiv genutztes Grünland und Feuchtwiesen unterstützt Wiesenbrüter wie den Kiebitz und stärkt den Wasserhaushalt.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Gäuboden und Bayerischer Wald

🌾

Feldlerche

Charaktervogel des offenen Gäubodens, der unter der intensiven Ackernutzung leidet. Für den Erhalt der lokalen Population eignen sich CEF-Maßnahmen wie Feldlerchenfenster und Blühflächen.

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🐦

Kiebitz

Wiesenbrüter der feuchten Niederungen und Ackerflächen im Donautal. Er benötigt offene, extensiv genutzte Flächen mit feuchten Mulden und profitiert von Grünlandextensivierung.

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💠

Eisvogel

Brütet an Donau, Großer Laber und Kinsach in Steilufern. Naturnahe, strukturreiche Fließgewässer mit klarem Wasser sind für sein Vorkommen entscheidend.

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🦎

Zauneidechse

Besiedelt Bahndämme, Wegränder und trockenwarme Säume. Bei Eingriffen ist sie nach § 44 BNatSchG streng geschützt und wird häufig mit vorlaufenden CEF-Maßnahmen umgesiedelt.

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🦇

Fledermäuse

Mehrere Arten nutzen die Wälder des Bayerischen Waldes und Gebäude als Quartier sowie die Auen als Jagdrevier. Ausgleich erfolgt über Quartierangebote und die Sicherung von Jagdhabitaten.

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🕊️

Schwarzstorch

Brütet in den störungsarmen, gewässerreichen Wäldern des Bayerischen Waldes. Er reagiert empfindlich auf Störungen, weshalb Horstschutz und ungestörte Nahrungsgewässer wichtig sind.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Ausbau und Neubau von A3, Staatsstraßen, Bahnstrecken sowie Maßnahmen an der Donau und am Hafen Straubing-Sand greifen in Natur und Landschaft ein.

🏭

Gewerbe und Industrie

Neue und erweiterte Gewerbe-, Logistik- und Industrieflächen, unter anderem im Umfeld des Bioökonomie-Standorts Straubing, lösen Kompensationspflichten aus.

⛏️

Kies- und Sandabbau

Die Rohstoffgewinnung in den Donauschottern des Gäubodens erfordert Ausgleich und Ersatz sowie naturschutzfachlich hochwertige Folgenutzungen.

☀️

Erneuerbare Energien und Siedlung

Photovoltaik-Freiflächen, Windenergieanlagen und neue Wohn- und Baugebiete führen zu Flächenverbrauch und entsprechendem Kompensationsbedarf.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Straubing-Bogen

Ökopunkte sind das rechnerische Maß für die Aufwertung von Natur und Landschaft nach BayKompV. Wer im Landkreis baut oder Flächen versiegelt, muss den Eingriff ausgleichen. Ökopunkte aus anerkannten Maßnahmen können diese Verpflichtung erfüllen.
Zuständig ist in der Regel die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Straubing-Bogen mit Sitz in der Leutnerstraße 15 in Straubing. Sie prüft die Eingriffsbilanz und erkennt Kompensationsmaßnahmen an. Bei größeren Vorhaben können weitere Behörden beteiligt sein.
Wir übernehmen den gesamten Kompensationsprozess: Eingriffsbilanzierung nach BayKompV, Maßnahmenkonzept, Flächensicherung, Abstimmung mit der Behörde sowie Umsetzung, dauerhafte Pflege und Monitoring. So haben Sie einen Ansprechpartner von der Planung bis zur gesicherten Kompensation.
Die Bayerische Kompensationsverordnung regelt, wie Eingriffe in Natur und Landschaft bewertet und ausgeglichen werden. Sie legt die Bilanzierung in Wertpunkten fest und schafft eine nachvollziehbare Grundlage dafür, welchen Umfang die Kompensation für Ihr Vorhaben haben muss.
CEF-Maßnahmen (measures to ensure continued ecological functionality) sind vorgezogene Maßnahmen des Artenschutzes nach § 44 BNatSchG. Im Gäuboden sind sie etwa für Feldlerche oder Kiebitz relevant, damit deren Lebensstätten vor dem Eingriff funktionsfähig erhalten bleiben.
Gerade die ausgeräumte Agrarlandschaft des Gäubodens bietet großes Aufwertungspotenzial, weil hier mit vergleichsweise geringem Aufwand hohe ökologische Gewinne erzielt werden können. greeNature entwickelt und sichert passende Flächen und bündelt sie in prüffähigen Maßnahmen.
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