Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Bayern · BayKompV
Naturraum D66 · D65
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Starnberg

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Fünfseenland. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV zwischen Starnberger See und Ammersee.

488
km² Kreisfläche
~140k
Einwohner
14
Gemeinden
D66
Naturraum Voralpines Hügel- und Moorland
2 Seen
Starnberger See & Ammersee
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Starnberg im Überblick

Der Landkreis Starnberg liegt südwestlich von München im oberbayerischen Alpenvorland und bildet das Kernstück des Fünfseenlandes. Zwischen Starnberger See und Ammersee erstreckt sich eine reich gegliederte Seen- und Hügellandschaft, die zu den landschaftlich bekanntesten Regionen Bayerns zählt.

Geologisch ist der Landkreis durch die Würm-Eiszeit geformt. Der Würmgletscher hinterließ ausgedehnte Moränenzüge, Drumlins und Toteiskessel, in denen sich die großen Seen und zahlreiche Kleingewässer, Moore und Feuchtsenken gebildet haben. Nach Norden geht das Moränenland in die Münchner Schotterebene über, im Süden reicht der Blick bis zur Alpenkette.

Ökologisch bedeutsam sind die großen Stillgewässer und ihre Ufer. Das FFH-Gebiet Starnberger See (8133-371) ist eines der größten kalkhaltigen Stillgewässer Deutschlands mit Armleuchteralgen-Rasen und naturnahen Kiesufern. Die Ammerseeufer und Leitenwälder (FFH-Gebiet 7932-372) sowie das Ampermoos verbinden Verlandungszonen, Streuwiesen, Nieder- und Hangwälder zu einem eng verzahnten Lebensraummosaik.

Wirtschaftlich zählt der Landkreis zu den kaufkraftstärksten Regionen Deutschlands. Der Siedlungsdruck aus dem Großraum München, der Ausbau von Wohn- und Gewerbeflächen, Verkehrsinfrastruktur sowie Freiflächen-Photovoltaik erzeugen einen stetigen Kompensationsbedarf nach BayKompV. Zugleich schränken Seen, Moore und Schutzgebiete die verfügbaren Ausgleichsflächen ein, was eine vorausschauende Flächensicherung besonders wertvoll macht.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›
D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Starnberg (KS)GautingGilchingHerrsching am AmmerseeTutzingKraillingFeldafingPöckingBergAndechsInning am AmmerseeSeefeldWeßlingWörthsee

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Starnberger See (8133-371), großes kalkhaltiges Stillgewässer mit Armleuchteralgen-Rasen
  • FFH-Gebiet Ammerseeufer und Leitenwälder (7932-372), Verlandungszonen und Hangwälder
  • Ampermoos am Nordufer des Ammersees, bedeutendes Niedermoor und Wiesenbrütergebiet
  • Würmglaziale Moränen- und Drumlinlandschaft des Fünfseenlandes
  • Kleinseen wie Wörthsee, Weßlinger See und Pilsensee mit naturnahen Uferbereichen
  • Leitenwälder und Streuwiesen als kleinflächig verzahnte Lebensräume

✅ greeNature vor Ort

Das Fünfseenland ist ein Raum mit hohem Nutzungsdruck und knappen Ausgleichsflächen. greeNature kennt die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Starnberg, die naturschutzfachlichen Anforderungen an den Seen und Mooren sowie die Flächenpotenziale im voralpinen Moränenland und sichert Kompensationsflächen frühzeitig.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Starnberg

🌾

Streuwiesen-Renaturierung

Wiederherstellung und extensive Pflege von Streu- und Feuchtwiesen im Ampermoos und in den Verlandungszonen, Lebensraum für Wiesenbrüter, Enzian-Ameisenbläuling und seltene Seggenrieder.

💧

Moor- und Kleingewässerschutz

Wiedervernässung entwässerter Nieder- und Übergangsmoore, Anlage besonnter Kleingewässer für Amphibien in den Toteiskesseln der Moränenlandschaft.

🌳

Leitenwald-Entwicklung

Naturnaher Umbau der Hangwälder an den Seeufern, Förderung standortgerechter Laubmischwälder und totholzreicher Altbestände als Lebensraum für Fledermäuse und Haselmaus.

🌿

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Wiesen in artenreiches Extensivgrünland auf den Moränenhängen, Vernetzung von Streuwiesen und Magerrasen im Biotopverbund.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Zauneidechsen-Habitate auf Bahndämmen und Böschungen, Fledermausquartiere in Waldbeständen, Eisvogel-Steilwände an Uferabschnitten, maßgeschneidert nach BayKompV.

🌱

Hecken & Biotopverbund

Anlage von Hecken- und Saumstrukturen in der ausgeräumten Feldflur der Schotterebene, Trittsteinbiotope zwischen den Seen für Feldhase, Rebhuhn und Wildbienen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Fünfseenland im Alpenvorland

🦆

Wasservögel an den Seen

Starnberger See und Ammersee sind bedeutende Rast- und Überwinterungsgewässer für Kolbenente, Reiherente, Tafelente und Gänsesäger. Naturnahe Ufer und Verlandungszonen sind hierfür entscheidend.

🐦

Wiesenbrüter im Ampermoos

Die Streu- und Feuchtwiesen am Ammersee sind Lebensraum für Kiebitz, Bekassine und Großen Brachvogel. Extensivierung und Wiedervernässung sind typische Maßnahmen zugunsten dieser stark gefährdeten Arten.

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🐸

Amphibien der Moränenlandschaft

Laubfrosch, Gelbbauchunke und Kammmolch besiedeln Kleingewässer und Toteiskessel im Fünfseenland. Neu angelegte besonnte Laichgewässer sind häufige CEF-Maßnahmen bei Eingriffen.

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🦇

Fledermäuse in Leitenwäldern

Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und Braunes Langohr nutzen die alten Hangwälder an den Seeufern als Jagd- und Quartierraum. Erhalt von Höhlenbäumen und Quartierhölzern ist zentral.

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🌰

Haselmaus in Hecken und Waldsäumen

Die Haselmaus lebt in strukturreichen Waldrändern, Hecken und Leitenwäldern des Landkreises. Sie ist eine typische Zielart bei Rodungen und erfordert Verbund- und CEF-Maßnahmen.

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🐦

Eisvogel an Ufern und Bächen

Der Eisvogel brütet in natürlichen Steilwänden an Seeufern und Zuflüssen. Steilwandmodellierungen und naturnahe Uferabschnitte sichern seine Brutplätze bei Wasserbaumaßnahmen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Der Zuzug aus dem Großraum München treibt Wohnbau- und Gewerbegebiete in Gilching, Gauting, Starnberg und Herrsching. Neue Baugebiete lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus, für die im dicht besiedelten Fünfseenland früh gesicherte Flächen entscheidend sind.

🛤️

Infrastruktur & Verkehr

Ortsumgehungen, der Ausbau der B2 und der Bahnstrecken der S-Bahn München sowie Radwege- und Brückenprojekte greifen in Böschungen, Wälder und Uferbereiche ein und erzeugen Kompensationsbedarf inklusive Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und Haselmaus.

⚡

Energie & Erneuerbare

Freiflächen-Photovoltaik auf Acker- und Grünlandstandorten sowie Netzausbauvorhaben erfordern naturschutzrechtliche Kompensation. In der Schotterebene lassen sich Ausgleich und Biotopverbund häufig sinnvoll verbinden.

🔬

Forschung & Sondergebiete

Der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen und die angrenzenden Forschungs- und Gewerbestandorte (Weßling, Gilching) führen bei Erweiterungen zu Eingriffen mit Ausgleichs- und Ersatzflächenbedarf.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Starnberg

Der Landkreis Starnberg gehört zum BfN-Naturraum D66 (Voralpines Hügel- und Moorland). Prägend ist die würmglaziale Moränen- und Seenlandschaft des Fünfseenlandes mit Starnberger See, Ammersee und zahlreichen Kleingewässern und Mooren. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese kostenlos für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Starnberg sowie alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Starnberg, Strandbadstraße 2, 82319 Starnberg. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Genehmigung bis zur Abnahme.
Im Landkreis liegen mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter das FFH-Gebiet Starnberger See (8133-371), die Ammerseeufer und Leitenwälder (7932-372) sowie das Ampermoos. Eingriffe in ihrem Umfeld können artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG und, bei europarechtlich geschützten Arten, FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen FFH- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Häufig sind Streuwiesen-Renaturierung und Wiedervernässung im Ampermoos, die Anlage besonnter Kleingewässer für Amphibien in den Toteiskesseln, der naturnahe Umbau der Leitenwälder an den Seeufern sowie Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Haselmaus und Fledermäuse. Wegen der knappen Flächen im Fünfseenland ist eine frühzeitige Flächensicherung besonders wichtig.
Ja. Besonders geeignet sind Feucht- und Streuwiesen, extensivierbares Grünland auf Moränenhängen sowie Waldrand- und Uferflächen mit Aufwertungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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