
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Schweinfurt
Ökopunkte und Kompensationsflächen im Landkreis Schweinfurt, rechtssicher nach BayKompV. greeNature begleitet Vorhabenträger als Full-Service-Partner von der Eingriffsbilanzierung über die Maßnahmenplanung bis zu Umsetzung und Monitoring.
Der Landkreis Schweinfurt im Überblick
Der Landkreis Schweinfurt liegt im Norden Unterfrankens und umschließt ringförmig die kreisfreie Stadt Schweinfurt, in der auch das Landratsamt seinen Sitz hat. Auf rund 841 km² gliedert sich der Kreis in 29 Gemeinden. Naturräumlich hat er Anteil an zwei BfN-Großlandschaften: den Mainfränkischen Platten (D56) mit dem zentralen Schweinfurter Becken und den vorgelagerten Gäuflächen sowie dem Fränkischen Keuper-Liasland (D59) mit dem Steigerwald und Ausläufern der Haßberge im Südosten und Osten.
Prägend ist der Gegensatz zwischen den offenen, intensiv ackerbaulich genutzten Gäulandschaften über Muschelkalk und den bewaldeten Keuperhöhen des Steigerwalds. Das Schweinfurter Becken zählt im Regenschatten von Rhön und Spessart zu den wärmsten und trockensten Regionen Deutschlands, was Trockenrasen, Weinbaulagen und Streuobstbestände begünstigt. Der Main durchzieht den Kreis mit seiner Aue, ergänzt durch die Täler von Wern und Lauer.
Ökologisch bedeutsam sind die Natura-2000-Gebiete des Kreises, darunter die Mainaue mit Auwäldern und Magerrasen, die Buchenwälder und Wiesentäler des Nordsteigerwalds sowie zahlreiche Naturschutzgebiete wie die Wern-Aue. Steigerwald und Haßberge gehören zum Verbreitungsgebiet der Wildkatze, während die weiten Gäufluren Lebensraum für Feldlerche und Kiebitz bieten. Für den Artenschutz nach § 44 BNatSchG sind diese Vorkommen bei Eingriffen sorgfältig zu prüfen.
Wirtschaftlich ist die Region industriell geprägt und ein zentraler Knoten der Energieinfrastruktur: Am Standort Bergrheinfeld liegt einer der wichtigsten Netzverknüpfungspunkte Deutschlands und der südliche Endpunkt der SuedLink-Trasse, unweit des seit 2015 stillgelegten Kernkraftwerks Grafenrheinfeld. Gewerbe- und Logistikansiedlungen, der Ausbau der Autobahnen A70 und A71 sowie Vorhaben der erneuerbaren Energien lösen regelmäßig Kompensationspflichten nach der BayKompV aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D56 ›
Zum Naturraum D59 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Schweinfurter Becken im Regenschatten von Rhön und Spessart, eine der wärmsten und trockensten Regionen Deutschlands
- Anteil an zwei BfN-Großlandschaften: Mainfränkische Platten (D56) und Fränkisches Keuper-Liasland (D59)
- Natura-2000-Netz mit Mainaue, Nordsteigerwald-Buchenwäldern und der Wern-Aue
- Steigerwald und Haßberge als Verbreitungsgebiet der Wildkatze
- Weinbau und Trockenrasen an den wärmebegünstigten Muschelkalk- und Keuperhängen
- Zentraler Energie-Netzknoten Bergrheinfeld mit südlichem SuedLink-Endpunkt
- Landratsamt mit Sitz in der eingeschlossenen kreisfreien Stadt Schweinfurt
✅ greeNature vor Ort
greeNature kennt die naturräumliche Bandbreite des Landkreises Schweinfurt, von den offenen Gäufluren der Mainfränkischen Platten bis zu den Buchenwäldern des Steigerwalds. Wir stimmen Kompensationskonzepte frühzeitig mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts ab, sichern geeignete Flächen und setzen Maßnahmen fachgerecht um. Von der Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung nach BayKompV über CEF-Maßnahmen im speziellen Artenschutz bis zur Einbuchung von Ökopunkten in das bayerische Ökoflächenkataster übernehmen wir den gesamten Prozess.
Typische Maßnahmen im Landkreis Schweinfurt
Feldlerchenfenster und Blühflächen
Anlage von Feldlerchenfenstern, Blüh- und Ackerrandstreifen in den intensiv genutzten Gäufluren, um Lebensräume für Feldlerche, Kiebitz und Feldvögel zu sichern.
Streuobst und Trockenrasen
Pflege und Neuanlage von Streuobstwiesen sowie Entwicklung von Mager- und Trockenrasen an den wärmebegünstigten Muschelkalk- und Keuperhängen, unter anderem als Ersatzlebensraum für die Zauneidechse.
Renaturierung von Main und Wern
Entwicklung von Gewässerrandstreifen, Auwald und Uferstrukturen an Main, Wern und Lauer zur Aufwertung der Auenlebensräume für Eisvogel und gewässergebundene Arten.
Waldumbau und Alt- und Totholz
Naturnaher Waldumbau sowie Erhalt von Alt- und Totholz im Steigerwald und in den Haßbergen zur Förderung von Wildkatze, Schwarzstorch und waldgebundenen Fledermausarten.
Kleingewässer im Maintal
Neuanlage und Vernetzung von Laichgewässern und Tümpeln in der Mainaue als Lebensraum für Amphibien, auch als vorgezogene CEF-Maßnahme.
Ökokonto und Flächenpool
Aufbau von Ökokonto- und Poolflächen mit Einbuchung von Ökopunkten in das bayerische Ökoflächenkataster, damit Kompensation planbar und BayKompV-konform bereitsteht.
Geschützte Arten im Mainfranken um das Schweinfurter Becken
Feldlerche
Charakterart der offenen Gäufluren des Schweinfurter Beckens, deren Bestände unter der intensiven Ackernutzung leiden. Feldlerchenfenster und Blühstreifen gehören zu den typischen Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Brütet auf feuchten Wiesen und Ackerflächen der Mainniederung und der Gäulandschaft. Als stark gefährdete Art erfordert er bei Eingriffen besondere Prüfung nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Besiedelt Böschungen, Weinbergsbrachen und Trockenstandorte an den wärmebegünstigten Hängen. Umsiedlung und Schaffung von Sand- und Steinstrukturen sind gängige CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Steigerwald und Haßberge zählen zum Verbreitungsgebiet der Europäischen Wildkatze. Waldverbund und Alt- und Totholzstrukturen sichern ihre Lebensräume.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Nutzt die störungsarmen, gewässerreichen Laubwälder des Steigerwalds als Brut- und Nahrungshabitat. Waldruhe und intakte Bachtäler sind für ihn entscheidend.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Brütet an naturnahen Steilufern von Main und Wern. Renaturierte Gewässerabschnitte und strukturreiche Uferbereiche fördern seine Vorkommen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Energie- und Netzinfrastruktur
Der Netzknoten Bergrheinfeld mit dem südlichen SuedLink-Endpunkt, Umspannwerke sowie der Rückbau und die Nachnutzung des Kraftwerksstandorts Grafenrheinfeld erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf.
Straßen- und Verkehrsvorhaben
Aus- und Neubau an den Autobahnen A70 und A71 sowie an Bundes- und Kreisstraßen führen zu Eingriffen in Boden, Biotope und Lebensräume, die auszugleichen sind.
Gewerbe und Logistik
Industrie-, Gewerbe- und Logistikansiedlungen im Umland der Stadt Schweinfurt, etwa in Gochsheim, beanspruchen Flächen und lösen die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung aus.
Erneuerbare Energien
Freiflächen-Photovoltaik und Windenergie im Steigerwaldvorland und in den Gäulagen benötigen Ausgleichs- und CEF-Maßnahmen für betroffene Offenland- und Waldarten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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