Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Bayern · BayKompV
Naturraum D56
Regierungsbezirk Unterfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Schweinfurt

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach BayKompV in der kreisfreien Stadt Schweinfurt und im Schweinfurter Becken am Main.

35,7
km² Stadtfläche
~54.000
Einwohner
15
Stadtteile
D56
Naturraum Mainfränkische Platten
~1.526
Einwohner je km²
Stadt und Ökologie

Die Stadt Schweinfurt im Überblick

Schweinfurt ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken und liegt beidseitig des Mains im Zentrum des Schweinfurter Beckens. Mit rund 35,7 km² zählt Schweinfurt zu den flächenkleinsten kreisfreien Städten Deutschlands. Weil bei der bayerischen Gebietsreform keine Eingemeindungen erfolgten, besteht das Stadtgebiet praktisch nur aus der dicht bebauten Kernstadt und wird vollständig vom Landkreis Schweinfurt umschlossen.

Naturräumlich gehört das gesamte Stadtgebiet zum BfN-Naturraum D56 (Mainfränkische Platten), genauer zur Haupteinheit Schweinfurter Becken. Das Becken ist eine der trockenwärmsten und niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands, die Jahresniederschläge liegen vielerorts unter 600 mm. Diese Sonderstellung prägt die Lebensräume: wärmeliebende Trocken- und Halbtrockenrasen an den Mainleiten, Auwaldreste am Main und strukturreiche Waldbestände im Stadtwald.

Ökologisch bedeutsam sind der Main als überregionaler Biotopverbund sowie mehrere Schutzgebiete im Stadtgebiet, darunter das Naturschutzgebiet Saumain, die Landschaftsschutzgebiete an Mainleite und Wehranlagen und die Natura-2000-Gebiete um Stadtwald und Maintal. Der Main und seine Auen sind Teil eines EU-Vogelschutzgebiets und wichtiger Rast- und Bruthabitate.

Wirtschaftlich ist Schweinfurt einer der bedeutendsten Industriestandorte Nordbayerns und ein Zentrum der Wälzlager- und Zulieferindustrie (unter anderem SKF, Schaeffler mit der Marke FAG, ZF und Bosch Rexroth). Werkserweiterungen, die Nachnutzung ehemaliger Konversionsflächen, Wohnungsbau und Verkehrsvorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach BayKompV in Wertpunkten zu erbringen ist.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D56
Mainfränkische Platten
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📍 Stadtteile

Innenstadt (KS)OberndorfBerglDeutschhofGartenstadtHochfeldSteinbergMusikerviertelMaintalHaardtEselshöheKiliansbergHafen-WestZürch

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturschutzgebiet Saumain, Auwaldrest und Mainaltarm im Stadtgebiet
  • Landschaftsschutzgebiete an Mainleite und Wehranlagen entlang des Mains
  • FFH-Gebiet Forst Dianenslust und Stadtwald Schweinfurt (5927-372)
  • FFH-Gebiet Maintal bei Sennfeld und Weyer (5927-371.01)
  • EU-Vogelschutzgebiet im Maintal zwischen Schweinfurt und Dettelbach
  • Schweinfurter Becken, eine der trockenwärmsten und niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands
  • Wärmeliebende Mainleiten mit Trocken- und Halbtrockenrasen

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und in Bayern verwurzelt. Wir kennen die Bewertung nach BayKompV in Wertpunkten und die Besonderheiten des Naturraums D56 (Mainfränkische Platten) aus der Praxis. In der kreisfreien Stadt Schweinfurt stimmen wir uns mit der städtischen Unteren Naturschutzbehörde ab und berücksichtigen die trockenwarme Prägung des Schweinfurter Beckens bei Auswahl und Planung geeigneter Kompensationsflächen.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Schweinfurt

🧱

Entsiegelung und Begrünung

Rückbau versiegelter Flächen auf ehemaligen Gewerbe-, Verkehrs- und Konversionsstandorten, Wiederherstellung durchwurzelbarer Böden und Anlage naturnaher Grünstrukturen. Entsiegelung ist im dicht bebauten Stadtgebiet eine hochwertige und flächensparende Kompensationsmaßnahme.

💧

Mainauen- und Gewässerrenaturierung

Anbindung von Altarmen, naturnahe Ufergestaltung und Entwicklung von Auwald und Feuchtstrukturen entlang des Mains und im Umfeld des Saumains. Solche Maßnahmen werten den Biotopverbund auf und schaffen Laich- und Bruthabitate.

☀️

Trocken- und Magerrasen an den Mainleiten

Pflege und Entwicklung wärmeliebender Trocken- und Halbtrockenrasen an den sonnenexponierten Mainhängen durch extensive Beweidung, angepasste Mahd und Entbuschung. Diese Standorte gehören zu den artenreichsten Lebensräumen des Schweinfurter Beckens.

🍎

Streuobst und Hecken im Stadtrandbereich

Anlage und Reaktivierung von Streuobstbeständen sowie Hecken- und Saumstrukturen am Übergang zwischen Siedlung und Feldflur. Sie vernetzen Lebensräume und schaffen Trittsteinbiotope für Vögel, Insekten und Kleinsäuger.

🌳

Stadtwald- und Waldrandaufwertung

Entwicklung standortgerechter Laubmischwälder, Förderung von Alt- und Totholz sowie strukturreicher, stufig aufgebauter Waldränder im Stadtwald und im Forst Dianenslust. Dies stärkt Lebensräume gebäude- und waldgebundener Arten.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Trockenstandorten, Fledermausquartiere an Gebäuden und im Wald, Eisvogel-Steilwände am Main, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Schweinfurter Becken am Main

🐦

Eisvogel am Main

Der Main und seine Altwässer bieten mit Steilufern und fischreichen Abschnitten Lebensraum für den streng geschützten Eisvogel. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und naturnahe Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.

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🦎

Zauneidechse an Mainleiten und Bahnanlagen

Die trockenwarmen Hänge, Böschungen und Bahndämme im Stadtgebiet sind Kernhabitate der Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben sind Ersatzlebensräume mit Sonnen- und Versteckstrukturen als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🦇

Fledermäuse im Stadtwald und an Gebäuden

Waldbestände des Stadtwalds und Dianenslust sowie Dachstühle und Keller der Kernstadt bieten Quartiere für mehrere streng geschützte Fledermausarten. Bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als vorgezogene CEF-Maßnahme nachzuweisen.

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🕊️

Feldlerche in der Feldflur

Die offenen Ackerflächen am Stadtrand und im Umland sind Lebensraum der Feldlerche, deren Bestände unter dem Verlust offener Bruthabitate leiden. Feldlerchenfenster und extensiv genutzte Ackerstreifen sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen.

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🐸

Amphibien in Mainauen und Kleingewässern

Grasfrosch, Erdkröte und weitere Arten besiedeln Tümpel, Altarme und wechselfeuchte Senken der Mainaue. Neuanlage und Vernetzung fischfreier Laichgewässer sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bauvorhaben.

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🐤

Kiebitz in feuchten Ackersenken

In feuchten Senken der Mainaue und angrenzender Ackerflächen kann der Kiebitz als Bodenbrüter vorkommen. Extensivierung, Anlage von Blänken und Nässestellen sowie Beruhigung der Brutflächen sind geeignete Maßnahmen für diese gefährdete Art.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Konversion

Die Nachnutzung ehemaliger US-Konversionsflächen sowie Wohn- und Innenentwicklungsvorhaben schaffen dringend benötigten Wohnraum, lösen aber Eingriffe in Boden, Grün- und Freiflächen aus. Der Ausgleich ist nach BayKompV in Wertpunkten zu erbringen, greeNature übernimmt Bedarfsanalyse und Flächenbereitstellung.

🏭

Industrie und Gewerbe

Als Zentrum der Wälzlager- und Zulieferindustrie (unter anderem SKF, Schaeffler/FAG, ZF, Bosch Rexroth) erzeugt Schweinfurt durch Werkserweiterungen, Logistik und Gewerbeansiedlungen regelmäßig Kompensationsbedarf. greeNature ist erfahrener Partner für Kompensationsflächenmanagement im industriellen Umfeld.

🛤️

Verkehr und Hafen

Ausbau von Bundes- und Ortsstraßen, Bahnanlagen sowie Erweiterungen am Mainhafen greifen in Böden, Gehölze und Gewässerränder ein und ziehen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach sich, häufig verbunden mit Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und Eisvogel.

⚡

Energie und Infrastruktur

Photovoltaik auf Konversions- und Randflächen, Fernwärme- und Netzausbau sowie technische Infrastruktur erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und, bei betroffenen Arten, CEF- oder FCS-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Schweinfurt

Das gesamte Stadtgebiet gehört zum BfN-Naturraum D56 (Mainfränkische Platten), Haupteinheit Schweinfurter Becken. Die Kompensation wird nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) in Wertpunkten bewertet, wobei die naturräumliche Zuordnung des Eingriffs maßgeblich ist. greeNature ermittelt diese Zuordnung für Sie.
Ökopunkte werden nach BayKompV in Wertpunkten bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, naturräumliche Zuordnung (D56), Flächenbereitstellung, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Schweinfurt und alle Dokumentationspflichten.
Da Schweinfurt eine kreisfreie Stadt ist, nimmt die Stadt Schweinfurt selbst die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde wahr (Stadtverwaltung, Markt 1, 97421 Schweinfurt). Anders als bei kreisangehörigen Gemeinden ist also nicht ein Landratsamt, sondern die Stadt selbst zuständig. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie.
Im dicht bebauten Stadtgebiet sind Entsiegelung und Begrünung, Mainauen- und Gewässerrenaturierung, die Pflege wärmeliebender Trocken- und Magerrasen an den Mainleiten sowie Streuobst- und Waldrandaufwertungen typische Maßnahmen. Hinzu kommen Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Fledermäuse und Eisvogel.
Ja. Im Stadtgebiet und am Stadtrand liegen die FFH-Gebiete Forst Dianenslust und Stadtwald Schweinfurt (5927-372) sowie Maintal bei Sennfeld und Weyer (5927-371.01) und ein EU-Vogelschutzgebiet im Maintal. Eingriffe im Umfeld können artenschutzrechtliche Prüfungen sowie CEF- oder FCS-Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind vor allem Flächen im Umland und in der Mainaue, etwa intensiv genutzte Ackerflächen, feuchte Senken oder wärmebegünstigte Hänge mit Entwicklungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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