
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Schwandorf
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für den Landkreis Schwandorf. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Naabtal, im Oberpfälzer Seenland und im Oberpfälzer Wald.
Der Landkreis Schwandorf im Überblick
Der Landkreis Schwandorf liegt im Herzen der Oberpfalz in Ostbayern, zwischen dem Verdichtungsraum Regensburg im Süden und der tschechischen Grenze im Nordosten. Sitz der Kreisverwaltung ist die Große Kreisstadt Schwandorf an der Naab. Der Landkreis erstreckt sich in seiner längsten Ausdehnung über rund 90 Kilometer und umfasst 33 Städte, Märkte und Gemeinden.
Landschaftlich teilt sich der Landkreis in zwei naturräumliche Großlandschaften. Der zentrale und westliche Teil gehört zum Oberpfälzisch-Obermainischen Hügelland (Naturraum D62) mit dem prägenden Naabtal und einer weiten, gewässerreichen Hügellandschaft. Der bewaldete Osten zählt zum Oberpfälzer und Bayerischen Wald (Naturraum D63), wo das kristalline Grundgebirge des Böhmischen Massivs eine mittelgebirgsartige Landschaft bis zur Grenze formt. Rund um Schwandorf und Wackersdorf hat der frühere Braunkohleabbau eine ausgedehnte Bergbaufolgelandschaft hinterlassen, aus der das Oberpfälzer Seenland mit Steinberger See und Murner See hervorgegangen ist.
Ökologisch ist der Landkreis durch seine Teich- und Weiherlandschaften geprägt, die auf eine jahrhundertealte Karpfenteichwirtschaft zurückgehen. Herausragend ist das FFH- und Vogelschutzgebiet Charlottenhofer Weihergebiet, Hirtlohweiher und Langwiedteiche, ein national bedeutsames Brut- und Rastgebiet für gefährdete Vogelarten. Das Naabtal wirkt als überregionale Biotopverbundachse, und der über 40 Prozent bewaldete Naturpark Oberpfälzer Wald bietet Lebensraum für Schwarzstorch, Fledermäuse und wärmeliebende Arten der Bergbaufolgeflächen.
Wirtschaftlich prägen der Industriepark Wackersdorf mit dem BMW-Standort, mittelständische Betriebe entlang der Autobahnen A93 und A6 sowie ein aktiver Rohstoffabbau (Kies, Sand, Ton) den Landkreis. Betriebserweiterungen, Verkehrsprojekte, Freiflächen-Photovoltaik auf Konversions- und Bergbaufolgeflächen sowie die Siedlungs- und Gewerbeentwicklung lösen regelmäßig Kompensationsverpflichtungen nach BayKompV aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D63 ›
Zum Naturraum D62 ›
Zum Naturraum D61 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH- und Vogelschutzgebiet Charlottenhofer Weihergebiet, Hirtlohweiher und Langwiedteiche (6639-372), national bedeutsames Brut- und Rastgebiet
- Oberpfälzer Seenland mit Bergbaufolgeseen (Steinberger See, Murner See) aus dem früheren Braunkohleabbau
- Naturpark Oberpfälzer Wald mit über 40 Prozent Waldanteil und kristallinem Grundgebirge an der Grenze zu Tschechien
- Naabtal als überregionale Fließgewässer- und Biotopverbundachse
- Traditionelle Karpfenteichwirtschaft mit ausgedehnten Weiherlandschaften
- Rohböden und Sukzessionsflächen der Bergbaufolgelandschaft als Lebensraum wärmeliebender Pionierarten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist in ganz Bayern aktiv und kennt die Kompensationspraxis der Oberpfalz. Wir stimmen uns mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Schwandorf ab, kennen die regionalen Flächenpools und die Besonderheiten der Weiher-, Naabtal- und Bergbaufolgelandschaften aus der Projektarbeit.
Typische Maßnahmen im Landkreis Schwandorf
Teich- und Weiherlandschaften
Renaturierung und extensive Bewirtschaftung der Oberpfälzer Weihergebiete mit Flachwasserzonen, Verlandungsröhrichten und störungsarmen Uferbereichen als Lebensraum für Amphibien, Rohrdommel und Wasservögel.
Naab- und Regenauen
Revitalisierung der Fließgewässer durch Uferabbrüche, Altarme und standortgerechten Auwald. Verbesserung der Durchgängigkeit und Schaffung von Laich- und Bruthabitaten für Fische, Eisvogel und Biber.
Bergbaufolgelandschaft
Entwicklung von Magerrasen, Rohböden und Sukzessionsflächen auf ehemaligen Braunkohleflächen des Oberpfälzer Seenlands als Habitat für Zauneidechse, Wildbienen und wärmeliebende Pionierarten.
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Nadelforste im Oberpfälzer Wald in klimastabile Mischwälder mit Habitatbäumen und Totholzanreicherung, unter anderem als Lebensraum für Schwarzstorch, Haselmaus und waldbewohnende Fledermäuse.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Feuchtwiesen im Naabtal in artenreiches Extensivgrünland als Brut- und Nahrungshabitat für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Braunkehlchen.
Artenschutz CEF/FCS
Anlage von Zauneidechsen-Habitaten, Amphibienlaichgewässern für den Kammmolch und Fledermausquartieren, maßgeschneidert nach den Vorgaben der BayKompV und des besonderen Artenschutzes.
Geschützte Arten im Naabtal und Oberpfälzer Seenland
Wasser- und Röhrichtvögel der Weihergebiete
Das Charlottenhofer Weihergebiet zählt zu den bedeutendsten Brut- und Rastgebieten der Oberpfalz. Rohrdommel, Zwergdommel und zahlreiche Wasservögel finden hier großflächige Röhrichte und Verlandungszonen. Typische Maßnahmen sind Röhrichtentwicklung und störungsarme Uferzonierung.
Eisvogel an Naab und Regen
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden entlang von Naab und Regen bieten dem Eisvogel Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen die Modellierung von Steilwänden, die Zulassung von Uferabbrüchen und die Anlage von Fischnährgewässern.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
Die Weiher- und Teichlandschaften sind Kernlebensraum für den Kammmolch (Anhang II der FFH-Richtlinie), Laubfrosch und weitere Amphibien. Anlage und Vernetzung besonnter, fischfreier Laichgewässer sind häufige Ausgleichs- und CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch im Oberpfälzer Wald
Die ausgedehnten, gewässerreichen Wälder bieten dem Schwarzstorch störungsarme Horststandorte und Nahrungshabitate. Bei Eingriffen in Waldlebensräume sind Horstschutz und die Sicherung von Nahrungsgewässern typische FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wald und Siedlung
Großes Mausohr, Zwergfledermaus und Braunes Langohr nutzen alte Laubwälder, Streuobstbestände und Gebäudequartiere. Quartierbäume, Ersatzquartiere und der Erhalt von Jagdhabitaten sichern die Populationen bei Bauvorhaben.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Bergbaufolgeflächen
Die Rohböden, Bahndämme und Sukzessionsflächen des Oberpfälzer Seenlands sind ideale Habitate für die Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Gewerbeprojekten sind Umsiedlung und die Anlage besonnter Ersatzhabitate häufige CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Gewerbe (Industriepark Wackersdorf)
Der Industriepark Wackersdorf mit dem BMW-Standort und weiteren Betrieben ist ein wirtschaftlicher Kern des Landkreises. Erweiterungen, Logistik- und Produktionsflächen sowie neue Gewerbegebiete erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau der Autobahnen A93 und A6, der Bahnstrecke Regensburg,Weiden, Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über die Naab lösen naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Energie und Erneuerbare
Freiflächen-Photovoltaik auf Konversions- und Bergbaufolgeflächen sowie Windkraftvorhaben im Oberpfälzer Wald erfordern Kompensation und, je nach betroffenen Arten, CEF- oder FCS-Maßnahmen.
Rohstoffabbau und Siedlung
Kies-, Sand- und Tonabbau sowie die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten in den Städten und Gemeinden erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Ökokontoflächen einbringen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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