
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rottal-Inn
Behördlich anerkannte Ökopunkte für Eingriffe im Landkreis Rottal-Inn, sofort verfügbar aus Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Rottal und unteren Inntal.
Der Landkreis Rottal-Inn im Überblick
Der Landkreis Rottal-Inn liegt im Süden des Regierungsbezirks Niederbayern und wird von der Rott durchzogen, die den Kreis von West nach Ost in zwei annähernd gleich große Hälften teilt. Im Süden bildet der Inn die Grenze zu Österreich. Verwaltungssitz ist Pfarrkirchen, weitere Zentren sind Eggenfelden und Simbach am Inn.
Landschaftlich gehört der Kreis überwiegend zum Isar-Inn-Hügelland, einem tertiären Hügelland aus Sanden, Kiesen und Tonen, das von eiszeitlichen Löss- und Lehmdecken überzogen ist. Charakteristisch sind das breite, fruchtbare Rotttal, die welligen Ackerhügel des Umlands sowie die steilen, sonnenexponierten Innleiten zwischen Buch und Simbach. Diese Vielfalt aus Tal, Hang und Hügelland schafft ein kleinteiliges Mosaik unterschiedlicher Standorte.
Ökologisch bedeutsam sind vor allem der Untere Inn mit seinen Stauseen und Auwäldern, Teil des Europareservats und des Vogelschutzgebiets Salzach und Unterer Inn, sowie die Rottauen mit Feuchtwiesen und Altwässern. Der Landkreis umfasst fünf FFH-Gebiete, darunter die Innleite von Buch bis Simbach, das Altbachgebiet südwestlich Triftern sowie Niedermoore und Quellsümpfe im Isar-Inn-Hügelland. Kirchendachstühle im Kreis beherbergen zudem bedeutende Wochenstuben des Großen Mausohrs.
Wirtschaftlich prägen intensive Landwirtschaft im fruchtbaren Rottal, das Bäderdreieck mit Thermal- und Geothermiestandorten (Bad Birnbach, Bad Griesbach im Rottal) sowie Gewerbe und Mittelstand den Kreis. Der Ausbau von Verkehrswegen wie der B12, neue Gewerbe- und Wohngebiete, Freiflächen-Photovoltaik und Geothermieprojekte lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D65 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Vogelschutzgebiet und Europareservat Salzach und Unterer Inn (SPA), international bedeutender Rast- und Brutraum
- FFH-Gebiet Innleite von Buch bis Simbach mit wärmeliebenden Hangwäldern und Trockenstandorten
- FFH-Gebiet Altbachgebiet südwestlich Triftern
- Niedermoore und Quellsümpfe im Isar-Inn-Hügelland (FFH), Lebensraum für Amphibien und Feuchtwiesenarten
- Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland, Wochenstuben in Kirchendachstühlen
- Rottauen mit Feuchtwiesen, Altwässern und Wiesenbrütergebieten
- Bäderdreieck mit Thermal- und Geothermiestandorten Bad Birnbach und Bad Griesbach
✅ greeNature vor Ort
Unser Standort in Bayern (Kastl, Lkr. Mühldorf am Inn) grenzt unmittelbar an den Landkreis Rottal-Inn. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde in Pfarrkirchen, die regionalen Flächenpools und die naturschutzfachlichen Besonderheiten des Rottals und des unteren Inntals aus der täglichen Praxis.
Typische Maßnahmen im Landkreis Rottal-Inn
Rottauen-Renaturierung
Wiederanbindung von Altwässern, Entwicklung naturnaher Uferstreifen und Feuchtwiesen entlang der Rott und ihrer Zuflüsse, Aufwertung von Laich- und Bruthabitaten im Talraum.
Wiesenbrüter-Grünland
Extensivierung intensiv genutzter Talwiesen mit angepasster Mahd und Wiedervernässung, gezielt für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter in den Rottauen.
Hecken & Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldrainen und Blühflächen in der ausgeräumten Ackerflur des Rottals, Trittsteinbiotope und Lebensraum für Feldlerche, Rebhuhn und Wildbienen.
Trockenbiotope an Innleiten
Pflege und Neuanlage besonnter Säume, Lesesteinstrukturen und magerer Hangstandorte für die Zauneidechse, häufige CEF-Zielart bei Eingriffen an Bahn- und Straßenböschungen.
Fledermausquartiere sichern
Erhalt und Optimierung von Wochenstuben des Großen Mausohrs in Kirchendachstühlen und Gebäuden sowie Sicherung störungsfreier Jagdhabitate im Umland.
Kleingewässer & Niedermoore
Neuanlage und Sanierung von Tümpeln, Quellsümpfen und Niedermoorflächen im Isar-Inn-Hügelland als Laichgewässer für Amphibien und Lebensraum für Kammmolch und Feuchtwiesenarten.
Geschützte Arten im Rottal und unteres Inntal
Großes Mausohr
Kirchendachstühle im Kreis beherbergen bedeutende Wochenstuben (FFH-Gebiet Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland). Bei Sanierungen und Bauvorhaben sind Quartiersicherung und CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG erforderlich.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Rott, Inn und ihre Nebengewässer bieten Steilufer und fischreiche Gewässerabschnitte. Als Brutplätze dienen natürliche Uferabbrüche, die durch CEF-Maßnahmen wie Steilwandmodellierungen erhalten und geschaffen werden.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Die feuchten Talwiesen der Rottauen sind Brutgebiet des Kiebitz. Extensivierung, angepasste Mahdtermine und Wiedervernässung sichern den Bruterfolg dieser gefährdeten Wiesenbrüterart.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Sonnenexponierte Innleiten, Bahndämme und Straßenböschungen sind typische Lebensräume. Bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben ist die Zauneidechse eine der häufigsten Zielarten für CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die weiträumige Ackerlandschaft des Rottals ist Lebensraum der Feldlerche. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen in der Agrarflur.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Die Niedermoore und Quellsümpfe im Isar-Inn-Hügelland sowie Kleingewässer im Talraum bieten Laichhabitate. Neuanlage vernetzter Tümpel ist eine typische Maßnahme für den Erhalt der Population.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehr & Infrastruktur
Ausbau und Ortsumgehungen entlang der B12 (Achse Passau, München), Kreisstraßen sowie Brücken- und Radwegneubauten über Rott und Inn lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Energie & Geothermie
Geothermieanlagen im Bäderdreieck (Bad Birnbach, Bad Griesbach), Freiflächen-Photovoltaik auf Hügellandstandorten und Windkraftvorhaben erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen.
Gewerbe & Siedlung
Neue Gewerbe- und Wohngebiete in Pfarrkirchen, Eggenfelden und Simbach am Inn führen zu Flächenversiegelung und damit zu Ausgleichsbedarf. Landwirte im Umland können Flächen als Ökokonto oder Ausgleichsfläche einbringen.
Hochwasserschutz
Nach dem Hochwasser von 2016 sind Rückhaltebecken, Deichbaumaßnahmen und Gewässerrenaturierungen an Rott, Simbach und Zuflüssen relevant. Diese Vorhaben erfordern begleitende Kompensations- und CEF-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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