Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Bayern · BayKompV
Naturraum D65
Regierungsbezirk Niederbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rottal-Inn

Behördlich anerkannte Ökopunkte für Eingriffe im Landkreis Rottal-Inn, sofort verfügbar aus Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Rottal und unteren Inntal.

1.281
km² Kreisfläche
~121k
Einwohner
31
Gemeinden
D65
Naturraum
5
FFH-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Rottal-Inn im Überblick

Der Landkreis Rottal-Inn liegt im Süden des Regierungsbezirks Niederbayern und wird von der Rott durchzogen, die den Kreis von West nach Ost in zwei annähernd gleich große Hälften teilt. Im Süden bildet der Inn die Grenze zu Österreich. Verwaltungssitz ist Pfarrkirchen, weitere Zentren sind Eggenfelden und Simbach am Inn.

Landschaftlich gehört der Kreis überwiegend zum Isar-Inn-Hügelland, einem tertiären Hügelland aus Sanden, Kiesen und Tonen, das von eiszeitlichen Löss- und Lehmdecken überzogen ist. Charakteristisch sind das breite, fruchtbare Rotttal, die welligen Ackerhügel des Umlands sowie die steilen, sonnenexponierten Innleiten zwischen Buch und Simbach. Diese Vielfalt aus Tal, Hang und Hügelland schafft ein kleinteiliges Mosaik unterschiedlicher Standorte.

Ökologisch bedeutsam sind vor allem der Untere Inn mit seinen Stauseen und Auwäldern, Teil des Europareservats und des Vogelschutzgebiets Salzach und Unterer Inn, sowie die Rottauen mit Feuchtwiesen und Altwässern. Der Landkreis umfasst fünf FFH-Gebiete, darunter die Innleite von Buch bis Simbach, das Altbachgebiet südwestlich Triftern sowie Niedermoore und Quellsümpfe im Isar-Inn-Hügelland. Kirchendachstühle im Kreis beherbergen zudem bedeutende Wochenstuben des Großen Mausohrs.

Wirtschaftlich prägen intensive Landwirtschaft im fruchtbaren Rottal, das Bäderdreieck mit Thermal- und Geothermiestandorten (Bad Birnbach, Bad Griesbach im Rottal) sowie Gewerbe und Mittelstand den Kreis. Der Ausbau von Verkehrswegen wie der B12, neue Gewerbe- und Wohngebiete, Freiflächen-Photovoltaik und Geothermieprojekte lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Pfarrkirchen (KS)EggenfeldenSimbach am InnBad BirnbachBad Griesbach im RottalArnstorfGangkofenTrifternTannRotthalmünsterMassingWurmannsquick

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Vogelschutzgebiet und Europareservat Salzach und Unterer Inn (SPA), international bedeutender Rast- und Brutraum
  • FFH-Gebiet Innleite von Buch bis Simbach mit wärmeliebenden Hangwäldern und Trockenstandorten
  • FFH-Gebiet Altbachgebiet südwestlich Triftern
  • Niedermoore und Quellsümpfe im Isar-Inn-Hügelland (FFH), Lebensraum für Amphibien und Feuchtwiesenarten
  • Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland, Wochenstuben in Kirchendachstühlen
  • Rottauen mit Feuchtwiesen, Altwässern und Wiesenbrütergebieten
  • Bäderdreieck mit Thermal- und Geothermiestandorten Bad Birnbach und Bad Griesbach

✅ greeNature vor Ort

Unser Standort in Bayern (Kastl, Lkr. Mühldorf am Inn) grenzt unmittelbar an den Landkreis Rottal-Inn. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde in Pfarrkirchen, die regionalen Flächenpools und die naturschutzfachlichen Besonderheiten des Rottals und des unteren Inntals aus der täglichen Praxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Rottal-Inn

💧

Rottauen-Renaturierung

Wiederanbindung von Altwässern, Entwicklung naturnaher Uferstreifen und Feuchtwiesen entlang der Rott und ihrer Zuflüsse, Aufwertung von Laich- und Bruthabitaten im Talraum.

🌿

Wiesenbrüter-Grünland

Extensivierung intensiv genutzter Talwiesen mit angepasster Mahd und Wiedervernässung, gezielt für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter in den Rottauen.

🌾

Hecken & Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldrainen und Blühflächen in der ausgeräumten Ackerflur des Rottals, Trittsteinbiotope und Lebensraum für Feldlerche, Rebhuhn und Wildbienen.

🦎

Trockenbiotope an Innleiten

Pflege und Neuanlage besonnter Säume, Lesesteinstrukturen und magerer Hangstandorte für die Zauneidechse, häufige CEF-Zielart bei Eingriffen an Bahn- und Straßenböschungen.

🦇

Fledermausquartiere sichern

Erhalt und Optimierung von Wochenstuben des Großen Mausohrs in Kirchendachstühlen und Gebäuden sowie Sicherung störungsfreier Jagdhabitate im Umland.

🐸

Kleingewässer & Niedermoore

Neuanlage und Sanierung von Tümpeln, Quellsümpfen und Niedermoorflächen im Isar-Inn-Hügelland als Laichgewässer für Amphibien und Lebensraum für Kammmolch und Feuchtwiesenarten.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Rottal und unteres Inntal

🦇

Großes Mausohr

Kirchendachstühle im Kreis beherbergen bedeutende Wochenstuben (FFH-Gebiet Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland). Bei Sanierungen und Bauvorhaben sind Quartiersicherung und CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG erforderlich.

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🐦

Eisvogel

Rott, Inn und ihre Nebengewässer bieten Steilufer und fischreiche Gewässerabschnitte. Als Brutplätze dienen natürliche Uferabbrüche, die durch CEF-Maßnahmen wie Steilwandmodellierungen erhalten und geschaffen werden.

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🐤

Kiebitz

Die feuchten Talwiesen der Rottauen sind Brutgebiet des Kiebitz. Extensivierung, angepasste Mahdtermine und Wiedervernässung sichern den Bruterfolg dieser gefährdeten Wiesenbrüterart.

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🦎

Zauneidechse

Sonnenexponierte Innleiten, Bahndämme und Straßenböschungen sind typische Lebensräume. Bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben ist die Zauneidechse eine der häufigsten Zielarten für CEF-Maßnahmen.

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🐦

Feldlerche

Die weiträumige Ackerlandschaft des Rottals ist Lebensraum der Feldlerche. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen in der Agrarflur.

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🐸

Kammmolch

Die Niedermoore und Quellsümpfe im Isar-Inn-Hügelland sowie Kleingewässer im Talraum bieten Laichhabitate. Neuanlage vernetzter Tümpel ist eine typische Maßnahme für den Erhalt der Population.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛤️

Verkehr & Infrastruktur

Ausbau und Ortsumgehungen entlang der B12 (Achse Passau, München), Kreisstraßen sowie Brücken- und Radwegneubauten über Rott und Inn lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

⚡

Energie & Geothermie

Geothermieanlagen im Bäderdreieck (Bad Birnbach, Bad Griesbach), Freiflächen-Photovoltaik auf Hügellandstandorten und Windkraftvorhaben erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen.

🏭

Gewerbe & Siedlung

Neue Gewerbe- und Wohngebiete in Pfarrkirchen, Eggenfelden und Simbach am Inn führen zu Flächenversiegelung und damit zu Ausgleichsbedarf. Landwirte im Umland können Flächen als Ökokonto oder Ausgleichsfläche einbringen.

💧

Hochwasserschutz

Nach dem Hochwasser von 2016 sind Rückhaltebecken, Deichbaumaßnahmen und Gewässerrenaturierungen an Rott, Simbach und Zuflüssen relevant. Diese Vorhaben erfordern begleitende Kompensations- und CEF-Maßnahmen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Rottal-Inn

Der Landkreis gehört überwiegend zum BfN-Naturraum D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten), landschaftlich zum Isar-Inn-Hügelland mit dem Rotttal, welligen Ackerhügeln und den Innleiten. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die Abstimmung mit dem Landratsamt Rottal-Inn und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Rottal-Inn, Ringstraße 4-7, 84347 Pfarrkirchen. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Bedeutsam sind das Vogelschutzgebiet und Europareservat Salzach und Unterer Inn sowie fünf FFH-Gebiete, darunter die Innleite von Buch bis Simbach, das Altbachgebiet südwestlich Triftern und die Niedermoore und Quellsümpfe im Isar-Inn-Hügelland. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können FFH-Verträglichkeitsprüfungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 BNatSchG erforderlich machen.
Häufige artenschutzrechtlich relevante Arten sind das Große Mausohr in Kirchendachstühlen, die Zauneidechse an Böschungen und Innleiten, der Kiebitz in den Rottauen sowie die Feldlerche in der Ackerlandschaft. Nach § 44 BNatSchG sind hierfür vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) zu planen, greeNature setzt diese fachgerecht um.
Ja. Besonders geeignet sind feuchte Talwiesen in den Rottauen, gewässernahe Grundstücke sowie Hang- und Grenzertragsstandorte an den Innleiten. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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