Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Bayern · BayKompV
Naturraum D56 · D47 · D55 · D59
Regierungsbezirk Unterfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rhön-Grabfeld

Sofort verfügbare Ökopunkte auf Vorrat aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV in der Bayerischen Rhön und im Grabfeld.

1.022
km² Kreisfläche
~79k
Einwohner
37
Gemeinden
2
Naturräume D47/D56
19
FFH-Gebiete (Natura 2000)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Rhön-Grabfeld im Überblick

Der Landkreis Rhön-Grabfeld bildet die nördlichste Ecke Bayerns und gehört zum Regierungsbezirk Unterfranken. Er grenzt an Hessen und Thüringen und vereint zwei sehr unterschiedliche Landschaften: die Hohe Rhön im Westen und das offene Grabfeld im Osten. Kreisstadt ist Bad Neustadt an der Saale an der Fränkischen Saale.

Die Rhön ist ein vom Vulkanismus geprägtes Mittelgebirge mit Basaltkuppen, Hochmooren und weiten Bergwiesen, während das Grabfeld eine sanft gewellte, weitgehend waldfreie Hügellandschaft aus Muschelkalk und Keuper ist. Diese geologische Zweiteilung, vulkanische Höhenlagen im Westen und fruchtbare Gäuböden im Osten, schafft eine außergewöhnliche Standort- und Lebensraumvielfalt.

Große Teile der Rhön gehören zum länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Das FFH- und Vogelschutzgebiet Bayerische Hohe Rhön (DE 5526-371 und DE 5526-471) ist mit rund 19.000 Hektar das größte FFH-Gebiet Unterfrankens und beherbergt Bergmähwiesen, Borstgrasrasen und Buchenwälder sowie Arten wie Birkhuhn, Neuntöter und Bekassine. Im Grabfeld sichert das FFH-Gebiet Trockenverbundgebiet Rhön-Grabfeld (DE 5527-373) großflächige Kalkmagerrasen und Wacholderheiden.

Wirtschaftlich ist Bad Neustadt ein bedeutender Industrie- und Medizinstandort (Elektrotechnik, Automobilzulieferer, Rhön-Klinikum). Gewerbeansiedlungen, der Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen im Grabfeld sowie Freiflächen-Photovoltaik und Siedlungsentwicklung lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus. Für Eingriffe außerhalb der streng geschützten Kernzonen des Biosphärenreservats entstehen konkrete Ausgleichs- und Ersatzverpflichtungen.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D56
Mainfränkische Platten
Zum Naturraum D56 ›
D47
Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)
Zum Naturraum D47 ›
D55
Odenwald, Spessart und Südrhön
Zum Naturraum D55 ›
D59
Fränkisches Keuper-Liasland
Zum Naturraum D59 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Bad Neustadt an der Saale (KS)MellrichstadtBad Königshofen im GrabfeldOstheim vor der RhönBischofsheim in der RhönFladungenOberelsbachBastheimHohenrothSalzNordheim vor der RhönSulzfeld

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, länderübergreifend in Bayern, Hessen und Thüringen
  • FFH- und Vogelschutzgebiet Bayerische Hohe Rhön (DE 5526-371 / DE 5526-471), größtes FFH-Gebiet Unterfrankens
  • Lange Rhön mit Bergmähwiesen und Borstgrasrasen, Rückzugsraum des Birkhuhns
  • Schwarzes Moor, eines der bedeutendsten Hochmoore der Rhön mit Bohlenweg
  • FFH-Gebiet Trockenverbundgebiet Rhön-Grabfeld (DE 5527-373), Kalkmagerrasen und Wacholderheiden
  • Grabfeld als offene, muschelkalkgeprägte Ackerlandschaft, Lebensraum von Feldvögeln
  • Fränkische Saale und Streu als prägende Fließgewässer des Landkreises

✅ greeNature vor Ort

greeNature arbeitet als überregionaler Full-Service-Partner auch in Unterfranken. Wir kennen die naturschutzfachlichen Anforderungen im Spannungsfeld von Biosphärenreservat Rhön, Natura-2000-Gebieten und intensiv genutztem Grabfeld und stimmen Maßnahmen von der Konzeption bis zur Abnahme mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Rhön-Grabfeld ab.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Rhön-Grabfeld

🌼

Bergwiesen und Borstgrasrasen

Wiederherstellung und extensive Mahd artenreicher Bergmähwiesen und Borstgrasrasen der Hohen Rhön, Lebensraum für Wiesenbrüter, Tagfalter und seltene Gräser der montanen Lagen.

🌿

Kalkmagerrasen und Wacholderheiden

Entbuschung und Beweidung von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden im Grabfeld und im Trockenverbundgebiet, Erhalt wärmeliebender Insekten, Orchideen und Reptilien.

🍎

Streuobstwiesen

Anlage und Reaktivierung traditioneller Streuobstbestände an den Ortsrändern von Rhön und Grabfeld, Lebensraum für Steinkauz, Wendehals und höhlenbewohnende Fledermäuse.

💧

Fließgewässerrenaturierung

Rückbau von Uferverbau und Anlage naturnaher Gewässerrandstreifen an Fränkischer Saale und Streu, Verbesserung der Habitate für Eisvogel, Biber und Groppe.

🦇

Artenschutz CEF/FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV: Biotopverbund für die Wildkatze, Quartiere für Bechstein- und Mopsfledermaus, Zauneidechsenhabitate und Lebensstätten für Feldvögel.

🌾

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldrainen und Trittsteinbiotopen in der ausgeräumten Grabfeld-Feldflur, Vernetzung von Trockenlebensräumen für Rebhuhn, Feldhamster und Wildbienen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Bayerische Rhön und Grabfeld

🐈

Wildkatze

Die ausgedehnten Buchenwälder der Rhön zählen zu den Kernräumen der Europäischen Wildkatze in Bayern. Biotopverbund und waldreiche Wanderkorridore sind typische Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe im Waldrandbereich.

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🐦

Birkhuhn und Wiesenbrüter der Langen Rhön

Die Lange Rhön beherbergt eine der letzten Mittelgebirgspopulationen des Birkhuhns sowie Neuntöter und Bekassine. Extensive Mahd und Offenhaltung der Bergwiesen sichern diese Arten des Vogelschutzgebiets.

🕊️

Schwarzstorch

In den störungsarmen Waldgebieten der Rhön brütet der Schwarzstorch und nutzt naturnahe Bäche als Nahrungshabitat. Gewässerrenaturierung und Horstschutz sind hier bewährte FCS-Maßnahmen.

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🦎

Zauneidechse und Trockenrasenarten

Die Kalkmagerrasen und Wacholderheiden des Grabfelds bieten der Zauneidechse und wärmeliebenden Insekten wertvolle Lebensräume. Steinriegel, Lesesteinhaufen und Saumstrukturen sind gängige CEF-Maßnahmen bei Infrastruktur- und Gewerbevorhaben.

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🌾

Feldvögel im Grabfeld

Die offene Agrarlandschaft des Grabfelds ist Lebensraum für Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn. Blühflächen, Ackerbrachen und Lerchenfenster gleichen Eingriffe in die Feldflur nach BayKompV aus.

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🦇

Fledermäuse in Buchenwäldern

Bechsteinfledermaus, Mopsfledermaus und Großes Mausohr nutzen die alten Buchenwälder und Streuobstbestände als Jagd- und Quartierlebensraum. Höhlenbaumschutz und Quartierangebote sind häufige Kompensationsbausteine.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie und Gewerbe

Bad Neustadt und Mellrichstadt sind wichtige Industriestandorte mit Elektrotechnik und Automobilzulieferern. Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf, den greeNature über anerkannte Ökokonten deckt.

🛤️

Infrastruktur und Verkehr

Der Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen im Grabfeld, Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über Fränkische Saale und Streu lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

⚡

Energie und Erneuerbare

Freiflächen-Photovoltaik auf Grenzertragsflächen des Grabfelds und Windenergie außerhalb der Schutzzonen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen.

🏘️

Siedlungsentwicklung

Wohn- und Gewerbebauflächen in den Städten und Gemeinden des Landkreises benötigen Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer geeigneter Flächen können sich als Flächenanbieter beteiligen und profitieren.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

BA
Landkreis Bad Kissingen
Südwestlicher Nachbar · Rhön und Fränkische Saale
SC
Landkreis Schweinfurt
Südlicher Nachbar · Mainfränkische Platten
HA
Landkreis Haßberge
Südöstlicher Nachbar · Unterfranken
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Rhön-Grabfeld

Der Landkreis umfasst zwei BfN-Naturräume: die Rhön (D47) im Westen mit ihren vulkanisch geprägten Höhenlagen, Bergwiesen und Hochmooren sowie die Mainfränkischen Platten (D56) im Osten, zu denen das muschelkalkgeprägte Grabfeld gehört. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese kostenlos für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung (D47/D56), Flächenzuordnung aus dem Portfolio, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Rhön-Grabfeld und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Rhön-Grabfeld in Bad Neustadt an der Saale, Spörleinstraße 11. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen vollständig für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
In der Rhön sind die extensive Pflege von Bergmähwiesen und Borstgrasrasen, Streuobstwiesen und Waldbiotopverbund für die Wildkatze verbreitet. Im Grabfeld dominieren die Offenhaltung von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, Hecken- und Feldrainanlage sowie Maßnahmen für Feldvögel wie Feldlerche und Kiebitz.
Ja. Das FFH- und Vogelschutzgebiet Bayerische Hohe Rhön (DE 5526-371 und DE 5526-471) ist das größte FFH-Gebiet Unterfrankens, hinzu kommt das Trockenverbundgebiet Rhön-Grabfeld (DE 5527-373). Eingriffe im Umfeld dieser Natura-2000-Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem magere Grünlandstandorte in der Rhön, Trockenstandorte im Grabfeld und Gewässerrandflächen an Fränkischer Saale und Streu. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können viele Flächen extensiv weiter nutzen. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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