
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Regensburg
Für Vorhaben im Landkreis Regensburg bündelt greeNature die Kompensation nach BayKompV auf einer Hand. Wir stellen Ökopunkte aus anerkannten Maßnahmen im Donauraum, im Gäuboden und im Falkensteiner Vorwald bereit und begleiten Sie als Full-Service-Partner von der Bilanzierung bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.
Der Landkreis Regensburg im Überblick
Der Landkreis Regensburg liegt im Süden der Oberpfalz und legt sich ringförmig um die kreisfreie Stadt Regensburg, die zugleich sein Verwaltungssitz ist. Mit rund 1.392 km² und etwa 198.000 Einwohnern in 41 Gemeinden zählt er zu den größeren und wirtschaftsstärksten Kreisen Bayerns. Prägend ist die Donau, die den Landkreis von West nach Ost durchzieht und mit ihren Nebenflüssen Naab, Regen und Laber ein weit verzweigtes Gewässernetz bildet.
Landschaftlich treffen im Kreisgebiet drei sehr unterschiedliche Naturräume zusammen. Südlich und westlich der Donau reicht die Fränkische Alb mit ihren Kalk- und Dolomithängen bis an das Donautal heran und bildet wärmeliebende Trockenstandorte. Das breite Donautal und der angrenzende Gäuboden gehören zum Unterbayerischen Hügelland und tragen einige der fruchtbarsten Ackerböden Bayerns. Im Osten steigt das Gelände zum Falkensteiner Vorwald an, dem westlichsten, stark bewaldeten Ausläufer des Bayerischen Waldes.
Aus dieser Vielfalt ergibt sich ein dichtes Schutzgebietsnetz mit mehreren Naturschutzgebieten und zahlreichen FFH-Gebieten des europäischen Natura-2000-Systems, darunter Trockenhänge wie die Mattinger Hänge und naturnahe Talräume wie die Gmünder Au. Kalkmagerrasen, Auwälder, Kleingewässer und struktureiche Waldränder bieten Lebensraum für streng geschützte Arten nach Paragraf 44 BNatSchG und für Arten der FFH-Richtlinie.
Wirtschaftlich profitiert der Landkreis von der Nähe zum Oberzentrum Regensburg und seinen leistungsfähigen Verkehrsachsen (A3, A93 und Bahnknoten). Gewerbe- und Industrieansiedlungen im Umland, Wohnbauentwicklung durch den anhaltenden Zuzug sowie Infrastruktur- und Energieprojekte lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus. Damit entsteht ein stetiger Bedarf an rechtssicheren Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die nach BayKompV bilanziert und dauerhaft gesichert werden müssen.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Ringförmiger Landkreis um die kreisfreie Stadt Regensburg mit hohem Siedlungs- und Gewerbedruck im Umland
- Drei Naturräume auf engem Raum: Fränkische Alb, Gäuboden im Donautal und Falkensteiner Vorwald
- Dichtes Natura-2000-Netz mit mehreren FFH-Gebieten und Naturschutzgebieten
- Wärmeliebende Kalkmagerrasen und Trockenhänge der Jura-Ausläufer (etwa Mattinger Hänge)
- Fluss- und Auenlandschaften von Donau, Naab, Regen und Laber
- Gäuboden als eine der fruchtbarsten und intensivst genutzten Ackerlandschaften Bayerns
✅ greeNature vor Ort
greeNature kennt die naturschutzfachlichen Anforderungen im Landkreis Regensburg und stimmt jede Maßnahme auf den jeweiligen Naturraum ab, sei es die Aufwertung von Kalkmagerrasen am Jura, die Renaturierung von Gewässerrändern an Donau und Naab oder der Waldumbau im Falkensteiner Vorwald. Als Full-Service-Partner übernehmen wir die Kompensationsbilanzierung nach BayKompV, die Flächensicherung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Regensburg sowie Umsetzung, Pflege und Monitoring. So erhalten Vorhabenträger anerkennungsfähige Ökopunkte ohne eigenen Flächenaufwand.
Typische Maßnahmen im Landkreis Regensburg
Auen- und Gewässerrandaufwertung
Renaturierung von Uferstreifen und Auen an Donau, Naab, Regen und Laber mit standortgerechten Gehölzen und Flachwasserzonen. Solche Maßnahmen fördern Eisvogel und Amphibien und werten das Gewässernetz nach BayKompV auf.
Kalkmagerrasen und Trockenhänge
Entbuschung, Beweidung oder Mahd der Jura-Trockenhänge erhält wärmeliebende Lebensräume für Zauneidechse und licht liebende Pflanzenarten und sichert wertvolle Offenlandbiotope dauerhaft.
Ackerextensivierung im Gäuboden
Blühflächen, mehrjährige Randstreifen und Feldlerchenfenster in der intensiv genutzten Feldflur schaffen Nahrungs- und Bruthabitate für Feldbrüter und verbessern die Biotopvernetzung.
Waldumbau im Falkensteiner Vorwald
Entwicklung strukturreicher, standortheimischer Mischwälder mit Alt- und Totholzanteilen bietet Lebensraum für Fledermäuse, Haselmaus und Schwarzstorch und stabilisiert die Bestände klimafest.
Kleingewässer und Laichbiotope
Anlage besonnter Tümpel und Weiher in der Kulturlandschaft schafft Fortpflanzungsgewässer für Kammmolch und weitere Amphibien und eignet sich für CEF-Maßnahmen im Vorfeld eines Eingriffs.
Hecken und Streuobst
Neuanlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstwiesen gliedert ausgeräumte Fluren, vernetzt Biotope und erzeugt langfristig gesicherte Ökopunkte im Umland von Regensburg.
Geschützte Arten im Donauraum und Falkensteiner Vorwald
Feldlerche
Charakterart der offenen Gäuboden-Feldflur. Der Bodenbrüter leidet unter der intensiven Ackernutzung und profitiert von Feldlerchenfenstern und extensiven Randstreifen als CEF-Maßnahme.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Besiedelt die wärmebegünstigten Kalkhänge und Trockenrasen der Fränkischen Alb sowie Bahn- und Wegböschungen. Bei Eingriffen sind häufig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen und Umsiedlungen nötig.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Brütet an Steilufern von Donau, Naab und Laber. Naturnahe Uferstrukturen und störungsarme Gewässerabschnitte sind für die streng geschützte Art entscheidend.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Die Karsthöhlen und Stollen des Jura sowie alte Gebäude und Baumhöhlen bieten Quartiere. Alle heimischen Arten sind streng geschützt und bei Bau- und Sanierungsvorhaben frühzeitig zu prüfen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Art der FFH-Richtlinie, die besonnte, fischfreie Kleingewässer in der Kulturlandschaft und in Waldrandlage besiedelt. Neue Laichgewässer eignen sich gut als vorgezogene Kompensation.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Scheuer Brutvogel störungsarmer, gewässerreicher Wälder im Falkensteiner Vorwald. Er benötigt große Horstbäume und intakte Bachauen als Nahrungsräume.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe- und Industrieflächen
Ansiedlungen und Erweiterungen in den gewerbestarken Umlandgemeinden wie Neutraubling und Obertraubling versiegeln Flächen und lösen Ausgleichspflichten nach BayKompV aus.
Verkehrsinfrastruktur
Aus- und Neubauten an den Autobahnen A3 und A93, an Bundes- und Staatsstraßen sowie an Bahnstrecken greifen in Natur und Landschaft ein und erfordern Kompensation.
Wohn- und Siedlungsentwicklung
Der anhaltende Zuzug in das Regensburger Umland treibt Baugebiete und Nachverdichtung voran und erzeugt regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzbedarf.
Erneuerbare Energien
Freiflächen-Photovoltaik im Gäuboden und Windenergie in den Waldlagen des Vorwalds benötigen naturschutzfachliche Bilanzierung und Kompensationsflächen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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