Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Bayern · BayKompV
Naturraum D65 · D61 · D63
Regierungsbezirk Oberpfalz

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Regensburg

Für Vorhaben in der Stadt Regensburg bündelt greeNature die naturschutzrechtliche Kompensation nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) auf einer Hand. Wir stellen Ökopunkte aus anerkannten Maßnahmen im Donauraum, an den Juratrockenhängen und im Umland bereit und begleiten Sie als bundesweit tätiger Full-Service-Partner von der Bilanzierung in Wertpunkten bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.

80,86
km² Stadtfläche
~152.000
Einwohner (2025)
18
Stadtbezirke
337 m
Höhe ü. NHN
D61/D63/D65
Naturräume
Stadt und Ökologie

Die Stadt Regensburg im Überblick

Regensburg ist kreisfreies Oberzentrum der Oberpfalz und liegt am nördlichsten Punkt der Donau, dort wo Naab und Regen in den Strom münden. Auf rund 80,86 km² leben etwa 152.000 Menschen in 18 Stadtbezirken. Die mittelalterliche Altstadt mit Stadtamhof gehört seit 2006 zum UNESCO-Welterbe, was den Umgang mit Freiflächen und Grünstrukturen im Kern der Stadt besonders sensibel macht.

Im Stadtgebiet treffen drei Naturräume aufeinander. Nördlich und westlich der Donau steigt das Gelände zur Fränkischen Alb (D61) mit ihren Kalk- und Dolomithängen an, im Nordosten begleitet der Regen die bewaldeten Ausläufer des Falkensteiner Vorwaldes (D63), und südlich der Donau leiten Gäuboden und Unterbayerisches Hügelland (D65) mit fruchtbaren Lössböden in die offene Ackerlandschaft über.

Ökologisch prägend sind die Donau- und Regenauen als Gewässerkorridor des europäischen Natura-2000-Netzes sowie die wärmeliebenden Trockenhänge am Südrand der Fränkischen Alb. Das FFH-Gebiet 6938-301 (Trockenhänge bei Regensburg) und Naturschutzgebiete wie Keilstein, Brandlberg und der Max-Schultze-Steig sichern Kalkmagerrasen und Felsstandorte, Lebensraum für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG.

Wirtschaftlich ist Regensburg ein Zentrum für Automobilbau, Mikroelektronik und Maschinenbau (unter anderem BMW, Infineon, Continental) mit Universität und Universitätsklinikum. Der anhaltende Zuzug, Gewerbeansiedlungen, Konversionsflächen und Verkehrsprojekte lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus. Damit entsteht ein stetiger Bedarf an rechtssicheren Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die nach BayKompV in Wertpunkten bilanziert und dauerhaft gesichert werden müssen.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›
D61
Fränkische Alb
Zum Naturraum D61 ›
D63
Oberpfälzer und Bayerischer Wald
Zum Naturraum D63 ›

📍 Stadtteile

Innenstadt (Altstadt) (KS)StadtamhofReinhausenWeichsKonradsiedlung-WutzlhofenKumpfmühl-Ziegetsdorf-NeuprüllGalgenbergKasernenviertelOstenviertelWestenviertelBurgweinting-HartingGroßprüfening-Dechbetten-KönigswiesenOberisling-GraßSchwabelweis

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Zusammenfluss von Donau, Naab und Regen im bzw. am Stadtgebiet, Donau- und Regenauen als Natura-2000-Gewässerkorridor
  • FFH-Gebiet 6938-301 (Trockenhänge bei Regensburg) mit Kalkmagerrasen und Felsstandorten am Südrand der Fränkischen Alb
  • Naturschutzgebiete Keilstein, Brandlberg und Max-Schultze-Steig sowie das Landschaftsschutzgebiet Donautallandschaft mit den Winzerer Höhen
  • Übergang dreier Naturräume (Fränkische Alb, Falkensteiner Vorwald, Unterbayerisches Hügelland/Gäuboden) auf engem Raum
  • UNESCO-Welterbe Altstadt mit hohem Nutzungs- und Versiegelungsdruck, wertvolle Gebäudebrüter- und Fledermausquartiere
  • Auwaldreste, Kiesinseln und wärmeliebende Trockenhänge entlang der Donau als Trittsteinbiotope

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und im ostbayerischen Donauraum eng vernetzt. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Regensburg, die naturräumlichen Besonderheiten am Zusammenfluss von Donau und Regen sowie die Flächenpools im angrenzenden Landkreis und in der Oberpfalz aus der Projektpraxis. So bilanzieren wir Eingriff und Kompensation nach BayKompV naturraumgerecht in Wertpunkten.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Regensburg

💧

Auen- und Gewässerrenaturierung

Entwicklung naturnaher Ufer, Altarme und Kiesstrukturen an Donau und Regen, Anbindung von Auwaldresten und Laichgewässern zur Aufwertung des innerstädtischen Gewässerkorridors.

🧱

Entsiegelung im Siedlungsraum

Rückbau versiegelter Flächen auf Konversions-, Gewerbe- und Verkehrsbrachen, Umwandlung in durchlässige, begrünte Böden mit Versickerung, ein wirksamer Baustein bei innerstädtischer Nachverdichtung.

🌾

Grünlandaufwertung im Umland

Extensivierung intensiv genutzter Acker- und Grünlandflächen im Gäuboden und Donautal, Anlage artenreicher Wiesen und Ackerrandstreifen als Lebensraum für Feldvögel und Insekten.

🌼

Kalkmagerrasen und Trockenhänge

Pflege und Wiederherstellung der Juratrockenhänge an den Winzerer Höhen und Donauhängen durch Beweidung und Entbuschung, Lebensraum für Reptilien, Wildbienen und wärmeliebende Pflanzen.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Vorgezogene Maßnahmen für Zaun- und Mauereidechse an Bahn- und Mauerstandorten, Fledermaus- und Gebäudebrüterquartiere bei Sanierungen, Reptilienhabitate mit Trockenmauern und Lesesteinriegeln, abgestimmt nach BayKompV.

🌳

Gehölz- und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Baumreihen und Kleingehölzen zwischen Stadtrand und Ackerflur, Trittsteinbiotope, die die Auen, Trockenhänge und Waldränder des Umlands miteinander vernetzen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Donauraum am Zusammenfluss von Donau, Naab und Regen

🦎

Zaun- und Mauereidechse

An Bahnanlagen, alten Stützmauern und den Juratrockenhängen der Winzerer Höhen finden Zaun- und Mauereidechse warme, besonnte Habitate. Beide sind häufige Zielarten bei Bauvorhaben, typische CEF-Maßnahmen sind Trockenmauern, Steinriegel und Ersatzlebensräume.

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🦇

Fledermäuse in Stadt und Hängen

Zwergfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten nutzen Altstadtdächer, Keller, Felskeller und die bewaldeten Donauhänge als Quartier und Jagdgebiet. Sanierungen im Welterbe erfordern sorgfältigen Quartierschutz.

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🐦

Eisvogel und Biber

Naturnahe Ufer von Donau und Regen bieten dem Eisvogel Brutwände und dem Biber Reviere. Uferabbrüche, Steilwände und angebundene Altwasser sind wirksame Aufwertungen im Gewässerkorridor.

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🐸

Amphibien der Donauauen

Kleingewässer, Tümpel und Altwasser der Donau- und Regenauen sind Laichhabitate für Erdkröte, Grasfrosch und weitere Amphibien. Neuanlage und Vernetzung von Laichgewässern zählen zu den Standardmaßnahmen.

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🕊️

Gebäudebrüter im Welterbe

Dohle, Mauersegler, Turmfalke und Haussperling brüten an Türmen, Dächern und Fassaden der Altstadt. Bei Sanierungen sind Nisthilfen und der Erhalt von Brutnischen nach § 44 BNatSchG zu berücksichtigen.

🐦

Feldvögel im Gäuboden

Auf den offenen Ackerfluren südlich der Donau brütet die Feldlerche, örtlich ergänzt durch weitere Offenlandarten. Extensivierung, Ackerrandstreifen und Lerchenfenster stützen ihre Bestände.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Nachverdichtung

Der anhaltende Zuzug treibt Wohnbaugebiete und Nachverdichtung voran, etwa in Burgweinting-Harting und auf ehemaligen Kasernen- und Konversionsflächen. Neue Baugebiete und Innenentwicklung lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🏭

Gewerbe und Industrie

Als Standort für Automobilbau und Mikroelektronik (unter anderem BMW, Infineon, Continental) entwickelt Regensburg laufend Gewerbe- und Industrieflächen. Erweiterungen und neue Ansiedlungen erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Brücken- und Straßenbauvorhaben im Donauraum, der Ausbau von Bahnanlagen und weitere Infrastrukturprojekte greifen in Auen und Gehölzbestände ein und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich sowie CEF-Maßnahmen für betroffene Arten.

🌊

Hochwasserschutz an der Donau

Maßnahmen des Hochwasserschutzes entlang von Donau und Regen verändern Ufer und Auen. Sie lassen sich mit ökologischer Aufwertung, Auenanbindung und Kompensationsflächen naturraumgerecht verbinden.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Regensburg

Regensburg liegt am Schnittpunkt von drei Naturräumen. Nördlich und westlich der Donau reicht die Fränkische Alb (D61) mit ihren Trockenhängen heran, im Nordosten begleitet der Regen die Ausläufer des Falkensteiner Vorwaldes (D63), und südlich der Donau schließen Gäuboden und Unterbayerisches Hügelland (D65) an. Für die Kompensation nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt sie für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) in Wertpunkten je nach Naturraum bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenauswahl, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt und alle Dokumentationspflichten.
Als kreisfreie Stadt ist Regensburg selbst Untere Naturschutzbehörde. Zuständig ist das Umweltamt der Stadt Regensburg, Bruderwöhrdstraße 15 b, 93055 Regensburg. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im urbanen Raum sind Entsiegelung von Brach- und Konversionsflächen, die Renaturierung von Donau- und Regenufern, die Pflege der Juratrockenhänge sowie Artenschutzmaßnahmen für Zaun- und Mauereidechse, Fledermäuse und Gebäudebrüter typisch. Im Umland ergänzen Grünlandaufwertung, Hecken und Gehölzverbund das Maßnahmenspektrum.
Ja. Das FFH-Gebiet 6938-301 (Trockenhänge bei Regensburg) sichert Kalkmagerrasen und Felsstandorte und deckt sich im Stadtgebiet mit Naturschutzgebieten wie Keilstein, Brandlberg und dem Max-Schultze-Steig. Hinzu kommen die Donau- und Regenauen als Gewässerkorridor. Eingriffe in der Nähe können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen, greeNature berät Sie zu den FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind vor allem Acker- und Grünlandflächen im Donautal und Gäuboden, Uferstreifen an Donau und Regen sowie Trockenhänge am Albrand. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen weiter extensiv bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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