
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Regensburg
Für Vorhaben in der Stadt Regensburg bündelt greeNature die naturschutzrechtliche Kompensation nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) auf einer Hand. Wir stellen Ökopunkte aus anerkannten Maßnahmen im Donauraum, an den Juratrockenhängen und im Umland bereit und begleiten Sie als bundesweit tätiger Full-Service-Partner von der Bilanzierung in Wertpunkten bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.
Die Stadt Regensburg im Überblick
Regensburg ist kreisfreies Oberzentrum der Oberpfalz und liegt am nördlichsten Punkt der Donau, dort wo Naab und Regen in den Strom münden. Auf rund 80,86 km² leben etwa 152.000 Menschen in 18 Stadtbezirken. Die mittelalterliche Altstadt mit Stadtamhof gehört seit 2006 zum UNESCO-Welterbe, was den Umgang mit Freiflächen und Grünstrukturen im Kern der Stadt besonders sensibel macht.
Im Stadtgebiet treffen drei Naturräume aufeinander. Nördlich und westlich der Donau steigt das Gelände zur Fränkischen Alb (D61) mit ihren Kalk- und Dolomithängen an, im Nordosten begleitet der Regen die bewaldeten Ausläufer des Falkensteiner Vorwaldes (D63), und südlich der Donau leiten Gäuboden und Unterbayerisches Hügelland (D65) mit fruchtbaren Lössböden in die offene Ackerlandschaft über.
Ökologisch prägend sind die Donau- und Regenauen als Gewässerkorridor des europäischen Natura-2000-Netzes sowie die wärmeliebenden Trockenhänge am Südrand der Fränkischen Alb. Das FFH-Gebiet 6938-301 (Trockenhänge bei Regensburg) und Naturschutzgebiete wie Keilstein, Brandlberg und der Max-Schultze-Steig sichern Kalkmagerrasen und Felsstandorte, Lebensraum für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG.
Wirtschaftlich ist Regensburg ein Zentrum für Automobilbau, Mikroelektronik und Maschinenbau (unter anderem BMW, Infineon, Continental) mit Universität und Universitätsklinikum. Der anhaltende Zuzug, Gewerbeansiedlungen, Konversionsflächen und Verkehrsprojekte lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus. Damit entsteht ein stetiger Bedarf an rechtssicheren Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die nach BayKompV in Wertpunkten bilanziert und dauerhaft gesichert werden müssen.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D65 ›
Zum Naturraum D61 ›
Zum Naturraum D63 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Zusammenfluss von Donau, Naab und Regen im bzw. am Stadtgebiet, Donau- und Regenauen als Natura-2000-Gewässerkorridor
- FFH-Gebiet 6938-301 (Trockenhänge bei Regensburg) mit Kalkmagerrasen und Felsstandorten am Südrand der Fränkischen Alb
- Naturschutzgebiete Keilstein, Brandlberg und Max-Schultze-Steig sowie das Landschaftsschutzgebiet Donautallandschaft mit den Winzerer Höhen
- Übergang dreier Naturräume (Fränkische Alb, Falkensteiner Vorwald, Unterbayerisches Hügelland/Gäuboden) auf engem Raum
- UNESCO-Welterbe Altstadt mit hohem Nutzungs- und Versiegelungsdruck, wertvolle Gebäudebrüter- und Fledermausquartiere
- Auwaldreste, Kiesinseln und wärmeliebende Trockenhänge entlang der Donau als Trittsteinbiotope
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und im ostbayerischen Donauraum eng vernetzt. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Regensburg, die naturräumlichen Besonderheiten am Zusammenfluss von Donau und Regen sowie die Flächenpools im angrenzenden Landkreis und in der Oberpfalz aus der Projektpraxis. So bilanzieren wir Eingriff und Kompensation nach BayKompV naturraumgerecht in Wertpunkten.
Typische Maßnahmen in der Stadt Regensburg
Auen- und Gewässerrenaturierung
Entwicklung naturnaher Ufer, Altarme und Kiesstrukturen an Donau und Regen, Anbindung von Auwaldresten und Laichgewässern zur Aufwertung des innerstädtischen Gewässerkorridors.
Entsiegelung im Siedlungsraum
Rückbau versiegelter Flächen auf Konversions-, Gewerbe- und Verkehrsbrachen, Umwandlung in durchlässige, begrünte Böden mit Versickerung, ein wirksamer Baustein bei innerstädtischer Nachverdichtung.
Grünlandaufwertung im Umland
Extensivierung intensiv genutzter Acker- und Grünlandflächen im Gäuboden und Donautal, Anlage artenreicher Wiesen und Ackerrandstreifen als Lebensraum für Feldvögel und Insekten.
Kalkmagerrasen und Trockenhänge
Pflege und Wiederherstellung der Juratrockenhänge an den Winzerer Höhen und Donauhängen durch Beweidung und Entbuschung, Lebensraum für Reptilien, Wildbienen und wärmeliebende Pflanzen.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Maßnahmen für Zaun- und Mauereidechse an Bahn- und Mauerstandorten, Fledermaus- und Gebäudebrüterquartiere bei Sanierungen, Reptilienhabitate mit Trockenmauern und Lesesteinriegeln, abgestimmt nach BayKompV.
Gehölz- und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Baumreihen und Kleingehölzen zwischen Stadtrand und Ackerflur, Trittsteinbiotope, die die Auen, Trockenhänge und Waldränder des Umlands miteinander vernetzen.
Geschützte Arten im Donauraum am Zusammenfluss von Donau, Naab und Regen
Zaun- und Mauereidechse
An Bahnanlagen, alten Stützmauern und den Juratrockenhängen der Winzerer Höhen finden Zaun- und Mauereidechse warme, besonnte Habitate. Beide sind häufige Zielarten bei Bauvorhaben, typische CEF-Maßnahmen sind Trockenmauern, Steinriegel und Ersatzlebensräume.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Stadt und Hängen
Zwergfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten nutzen Altstadtdächer, Keller, Felskeller und die bewaldeten Donauhänge als Quartier und Jagdgebiet. Sanierungen im Welterbe erfordern sorgfältigen Quartierschutz.
Mehr zur Art ›Eisvogel und Biber
Naturnahe Ufer von Donau und Regen bieten dem Eisvogel Brutwände und dem Biber Reviere. Uferabbrüche, Steilwände und angebundene Altwasser sind wirksame Aufwertungen im Gewässerkorridor.
Mehr zur Art ›Amphibien der Donauauen
Kleingewässer, Tümpel und Altwasser der Donau- und Regenauen sind Laichhabitate für Erdkröte, Grasfrosch und weitere Amphibien. Neuanlage und Vernetzung von Laichgewässern zählen zu den Standardmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Gebäudebrüter im Welterbe
Dohle, Mauersegler, Turmfalke und Haussperling brüten an Türmen, Dächern und Fassaden der Altstadt. Bei Sanierungen sind Nisthilfen und der Erhalt von Brutnischen nach § 44 BNatSchG zu berücksichtigen.
Feldvögel im Gäuboden
Auf den offenen Ackerfluren südlich der Donau brütet die Feldlerche, örtlich ergänzt durch weitere Offenlandarten. Extensivierung, Ackerrandstreifen und Lerchenfenster stützen ihre Bestände.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Nachverdichtung
Der anhaltende Zuzug treibt Wohnbaugebiete und Nachverdichtung voran, etwa in Burgweinting-Harting und auf ehemaligen Kasernen- und Konversionsflächen. Neue Baugebiete und Innenentwicklung lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Gewerbe und Industrie
Als Standort für Automobilbau und Mikroelektronik (unter anderem BMW, Infineon, Continental) entwickelt Regensburg laufend Gewerbe- und Industrieflächen. Erweiterungen und neue Ansiedlungen erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf.
Verkehr und Infrastruktur
Brücken- und Straßenbauvorhaben im Donauraum, der Ausbau von Bahnanlagen und weitere Infrastrukturprojekte greifen in Auen und Gehölzbestände ein und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich sowie CEF-Maßnahmen für betroffene Arten.
Hochwasserschutz an der Donau
Maßnahmen des Hochwasserschutzes entlang von Donau und Regen verändern Ufer und Auen. Sie lassen sich mit ökologischer Aufwertung, Auenanbindung und Kompensationsflächen naturraumgerecht verbinden.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Regensburg
Ökopunkte in der Stadt Regensburg anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat in der Stadt Regensburg.