Blühstreifen mit Mohn und Kornblumen am Ackerrand unter Gewitterhimmel
Bayern · BayKompV
Naturraum D65
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV in der Hallertau und im Ilmtal.

761
km² Kreisfläche
~131k
Einwohner
19
Städte und Gemeinden
D65
Naturraum (Tertiärhügelland)
Hallertau
Größtes Hopfenland der Welt
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm im Überblick

Der Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm liegt im Norden des Regierungsbezirks Oberbayern, zwischen München, Ingolstadt und Landshut. Kreisstadt ist Pfaffenhofen an der Ilm. Der Landkreis gehört zum größten Teil zur Hallertau, dem weltweit größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet, und wird von den Flüssen Ilm, Paar, Abens und im Norden von der Donau durchzogen.

Naturräumlich zählt der Landkreis zum Unterbayerischen Hügelland (BfN-Naturraum D65), einem sanft gewellten Tertiärhügelland mit fein verzweigten Talnetzen. Charakteristisch sind asymmetrische Täler mit flachen, süd- und südostexponierten Hängen sowie fruchtbare Lösslehmböden. Entlang der Donau im Norden prägen Auen und Schotterterrassen die Landschaft, während das Hügelland von Hopfengärten, Ackerbau und Waldinseln bestimmt wird.

Ökologisch bedeutsam sind die Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg (FFH-Gebiet DE-7136-304), das Feilenmoos mit Nöttinger Viehweide (DE-7335-371) als Niedermoor- und Feuchtwiesenkomplex sowie die Auen von Paar und Ecknach (DE-7433-371). Hinzu kommen die überregional bedeutenden Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland, für die der Landkreis besondere Verantwortung trägt.

Wirtschaftlich ist der Landkreis stark durch Industrie und Infrastruktur geprägt: die Raffinerie Vohburg (Bayernoil), der Luft- und Raumfahrtstandort Manching sowie zahlreiche Zulieferer und Lebensmittelbetriebe. Als Teil des Münchner und Ingolstädter Verflechtungsraums verzeichnet der Landkreis anhaltendes Bevölkerungs- und Gewerbewachstum. Infrastruktur-, Industrie- und Siedlungsvorhaben erzeugen hier regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Blühstreifen mit Mohn und Kornblumen am Ackerrand unter Gewitterhimmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Pfaffenhofen an der Ilm (KS)ManchingWolnzachGeisenfeldVohburg an der DonauReichertshofenHohenwartScheyernSchweitenkirchenRohrbachBaar-EbenhausenMünchsmünster

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg (DE-7136-304), naturnahe Flussauen
  • Feilenmoos mit Nöttinger Viehweide (DE-7335-371), Niedermoor und Feuchtwiesen im Landkreis
  • FFH-Gebiet Paar und Ecknach (DE-7433-371), Fließgewässer- und Auenverbund
  • Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland, Wochenstuben in Kirchendachstühlen
  • Hallertau als weltgrößtes Hopfenanbaugebiet mit charakteristischer Kulturlandschaft
  • Tertiärhügelland mit Lösslehmhängen, Streuobst und wärmeliebenden Saumgesellschaften
  • Ilm-, Paar- und Abenstal als Biotopverbundachsen durch den Landkreis

✅ greeNature vor Ort

Unser bayerischer Standort in Kastl (Lkr. Mühldorf am Inn) liegt im selben oberbayerischen Kompensationsraum. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Pfaffenhofen, die regionalen Flächenpools und die naturschutzfachlichen Besonderheiten der Hallertau und der Donauauen aus der Praxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm

💧

Auenrenaturierung an Ilm und Paar

Revitalisierung von Uferstrukturen, Altwassern und Auwaldbeständen entlang von Ilm, Paar und Abens. Schaffung naturnaher Gewässerdynamik als Lebensraum für Eisvogel, Biber und Fischfauna.

🌾

Wiedervernässung Feuchtwiesen

Anhebung des Wasserstands und Extensivierung im Umfeld des Feilenmooses und der Niederungen. Entwicklung artenreicher Feucht- und Streuwiesen als Bruthabitat für Wiesenbrüter wie den Kiebitz.

🌱

Ackerrand- und Feldflurstrukturen

Anlage von Ackerrandstreifen, Blühflächen und Lerchenfenstern in der offenen Feldflur und im Umfeld der Hopfengärten. Aufwertung des Lebensraums für Feldlerche, Rebhuhn und Feldhamster.

🍎

Streuobst und Hecken

Anlage von Streuobstbeständen und Heckenzügen auf Lösslehmhängen des Tertiärhügellands. Trittsteinbiotope und Nahrungshabitate für Steinkauz, Neuntöter und Wildbienen im Biotopverbund.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Sicherung von Mausohr-Wochenstuben in Kirchendachstühlen, Eisvogel-Steilwände an Fließgewässern, Zauneidechsen-Habitate an Bahn- und Straßendämmen sowie Amphibiengewässer, maßgeschneidert nach BayKompV.

🌳

Erstaufforstung und Waldumbau

Standortgerechte Laubmischwälder auf Grenzertragsflächen des Hügellands sowie Umbau von Nadelforsten hin zu klimastabilen, strukturreichen Beständen mit hohem Kompensationswert.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Hallertau und Ilmtal

🦇

Großes Mausohr

Der Landkreis beherbergt bedeutende Wochenstuben des Großen Mausohrs (Anhang II FFH-Richtlinie) in Kirchendachstühlen. Quartiersicherung, ungestörte Zugänge und die Erhaltung strukturreicher Jagdhabitate sind typische CEF-Maßnahmen.

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🐦

Kiebitz

Die Feucht- und Niedermoorbereiche um das Feilenmoos und die Nöttinger Viehweide sind Brutgebiet des Kiebitzes. Extensive Wiesennutzung, Wiedervernässung und Gelegeschutz sichern den Bruterfolg dieser Wiesenbrüterart.

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🐟

Eisvogel

An Ilm, Paar, Abens und in den Donauauen findet der Eisvogel geeignete Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen die Anlage und Pflege von Steilwänden sowie den Erhalt strukturreicher, fischreicher Uferabschnitte.

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🐸

Kammmolch und Amphibien

In den Niedermoor- und Auengewässern kommen Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie), Laubfrosch und Gelbbauchunke vor. Neu angelegte und vernetzte Kleingewässer sind bewährte Kompensations- und Ersatzmaßnahmen.

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🦎

Zauneidechse

Bahn- und Straßendämme, Kiesabbauflächen und wärmebegünstigte Säume sind Lebensraum der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben und erfordert vorgezogene CEF-Maßnahmen.

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🌾

Feldlerche

In der offenen Feldflur und den Ackerlandschaften rund um die Hopfengärten brütet die Feldlerche. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Randstrukturen verbessern gezielt ihren Bruterfolg.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie und Raffinerie

Der Raffineriestandort Vohburg (Bayernoil), der Luft- und Raumfahrtstandort Manching sowie Gewerbe- und Logistikansiedlungen erzeugen bei Erweiterungen und Neubauten erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV. greeNature übernimmt das Kompensationsflächenmanagement vollständig.

🛤️

Infrastruktur und Verkehr

Die Autobahn A9, die ICE-Strecke München, Ingolstadt, Nürnberg, Bundesstraßen wie die B300 und B13 sowie Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über Ilm und Donau lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.

🏘️

Siedlungsentwicklung

Als Teil des Münchner und Ingolstädter Verflechtungsraums wächst der Landkreis stark. Neue Wohn- und Gewerbegebiete in Pfaffenhofen, Manching, Reichertshofen und den Umlandgemeinden erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich.

⚡

Energie und Erneuerbare

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf dem Tertiärhügelland, Windkraftprojekte und Netzausbau erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie CEF- und FCS-Maßnahmen für betroffene Arten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm

Der Landkreis gehört überwiegend zum BfN-Naturraum D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten), einem Tertiärhügelland mit Lösslehmböden, das den größten Teil der Hallertau umfasst. Im Norden reichen die Donauauen und Schotterterrassen in den Landkreis. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenbereitstellung aus dem eigenen Portfolio, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Pfaffenhofen sowie alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Pfaffenhofen a.d.Ilm, Hauptplatz 22, 85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen vollständig für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Verbreitet sind Auenrenaturierungen an Ilm und Paar, die Wiedervernässung und Extensivierung von Feuchtwiesen im Umfeld des Feilenmooses, Ackerrand- und Feldflurstrukturen in der Hallertau, Streuobst und Hecken auf den Lösslehmhängen sowie Artenschutzmaßnahmen für Mausohr, Kiebitz, Eisvogel und Zauneidechse.
Ja. Im Landkreis liegen unter anderem die Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg (DE-7136-304), das Feilenmoos mit Nöttinger Viehweide (DE-7335-371) sowie Paar und Ecknach (DE-7433-371). Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind feuchte Grünland- und Niederungsflächen an Ilm, Paar und Abens, gewässernahe Ackerflächen sowie Hanglagen mit Potenzial für Streuobst und Hecken. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen weiter bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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