
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV in der Hallertau und im Ilmtal.
Der Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm im Überblick
Der Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm liegt im Norden des Regierungsbezirks Oberbayern, zwischen München, Ingolstadt und Landshut. Kreisstadt ist Pfaffenhofen an der Ilm. Der Landkreis gehört zum größten Teil zur Hallertau, dem weltweit größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet, und wird von den Flüssen Ilm, Paar, Abens und im Norden von der Donau durchzogen.
Naturräumlich zählt der Landkreis zum Unterbayerischen Hügelland (BfN-Naturraum D65), einem sanft gewellten Tertiärhügelland mit fein verzweigten Talnetzen. Charakteristisch sind asymmetrische Täler mit flachen, süd- und südostexponierten Hängen sowie fruchtbare Lösslehmböden. Entlang der Donau im Norden prägen Auen und Schotterterrassen die Landschaft, während das Hügelland von Hopfengärten, Ackerbau und Waldinseln bestimmt wird.
Ökologisch bedeutsam sind die Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg (FFH-Gebiet DE-7136-304), das Feilenmoos mit Nöttinger Viehweide (DE-7335-371) als Niedermoor- und Feuchtwiesenkomplex sowie die Auen von Paar und Ecknach (DE-7433-371). Hinzu kommen die überregional bedeutenden Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland, für die der Landkreis besondere Verantwortung trägt.
Wirtschaftlich ist der Landkreis stark durch Industrie und Infrastruktur geprägt: die Raffinerie Vohburg (Bayernoil), der Luft- und Raumfahrtstandort Manching sowie zahlreiche Zulieferer und Lebensmittelbetriebe. Als Teil des Münchner und Ingolstädter Verflechtungsraums verzeichnet der Landkreis anhaltendes Bevölkerungs- und Gewerbewachstum. Infrastruktur-, Industrie- und Siedlungsvorhaben erzeugen hier regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D65 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg (DE-7136-304), naturnahe Flussauen
- Feilenmoos mit Nöttinger Viehweide (DE-7335-371), Niedermoor und Feuchtwiesen im Landkreis
- FFH-Gebiet Paar und Ecknach (DE-7433-371), Fließgewässer- und Auenverbund
- Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland, Wochenstuben in Kirchendachstühlen
- Hallertau als weltgrößtes Hopfenanbaugebiet mit charakteristischer Kulturlandschaft
- Tertiärhügelland mit Lösslehmhängen, Streuobst und wärmeliebenden Saumgesellschaften
- Ilm-, Paar- und Abenstal als Biotopverbundachsen durch den Landkreis
✅ greeNature vor Ort
Unser bayerischer Standort in Kastl (Lkr. Mühldorf am Inn) liegt im selben oberbayerischen Kompensationsraum. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Pfaffenhofen, die regionalen Flächenpools und die naturschutzfachlichen Besonderheiten der Hallertau und der Donauauen aus der Praxis.
Typische Maßnahmen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Auenrenaturierung an Ilm und Paar
Revitalisierung von Uferstrukturen, Altwassern und Auwaldbeständen entlang von Ilm, Paar und Abens. Schaffung naturnaher Gewässerdynamik als Lebensraum für Eisvogel, Biber und Fischfauna.
Wiedervernässung Feuchtwiesen
Anhebung des Wasserstands und Extensivierung im Umfeld des Feilenmooses und der Niederungen. Entwicklung artenreicher Feucht- und Streuwiesen als Bruthabitat für Wiesenbrüter wie den Kiebitz.
Ackerrand- und Feldflurstrukturen
Anlage von Ackerrandstreifen, Blühflächen und Lerchenfenstern in der offenen Feldflur und im Umfeld der Hopfengärten. Aufwertung des Lebensraums für Feldlerche, Rebhuhn und Feldhamster.
Streuobst und Hecken
Anlage von Streuobstbeständen und Heckenzügen auf Lösslehmhängen des Tertiärhügellands. Trittsteinbiotope und Nahrungshabitate für Steinkauz, Neuntöter und Wildbienen im Biotopverbund.
Artenschutz CEF und FCS
Sicherung von Mausohr-Wochenstuben in Kirchendachstühlen, Eisvogel-Steilwände an Fließgewässern, Zauneidechsen-Habitate an Bahn- und Straßendämmen sowie Amphibiengewässer, maßgeschneidert nach BayKompV.
Erstaufforstung und Waldumbau
Standortgerechte Laubmischwälder auf Grenzertragsflächen des Hügellands sowie Umbau von Nadelforsten hin zu klimastabilen, strukturreichen Beständen mit hohem Kompensationswert.
Geschützte Arten im Hallertau und Ilmtal
Großes Mausohr
Der Landkreis beherbergt bedeutende Wochenstuben des Großen Mausohrs (Anhang II FFH-Richtlinie) in Kirchendachstühlen. Quartiersicherung, ungestörte Zugänge und die Erhaltung strukturreicher Jagdhabitate sind typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Die Feucht- und Niedermoorbereiche um das Feilenmoos und die Nöttinger Viehweide sind Brutgebiet des Kiebitzes. Extensive Wiesennutzung, Wiedervernässung und Gelegeschutz sichern den Bruterfolg dieser Wiesenbrüterart.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Ilm, Paar, Abens und in den Donauauen findet der Eisvogel geeignete Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen die Anlage und Pflege von Steilwänden sowie den Erhalt strukturreicher, fischreicher Uferabschnitte.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
In den Niedermoor- und Auengewässern kommen Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie), Laubfrosch und Gelbbauchunke vor. Neu angelegte und vernetzte Kleingewässer sind bewährte Kompensations- und Ersatzmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Bahn- und Straßendämme, Kiesabbauflächen und wärmebegünstigte Säume sind Lebensraum der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben und erfordert vorgezogene CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
In der offenen Feldflur und den Ackerlandschaften rund um die Hopfengärten brütet die Feldlerche. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Randstrukturen verbessern gezielt ihren Bruterfolg.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Raffinerie
Der Raffineriestandort Vohburg (Bayernoil), der Luft- und Raumfahrtstandort Manching sowie Gewerbe- und Logistikansiedlungen erzeugen bei Erweiterungen und Neubauten erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV. greeNature übernimmt das Kompensationsflächenmanagement vollständig.
Infrastruktur und Verkehr
Die Autobahn A9, die ICE-Strecke München, Ingolstadt, Nürnberg, Bundesstraßen wie die B300 und B13 sowie Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über Ilm und Donau lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Siedlungsentwicklung
Als Teil des Münchner und Ingolstädter Verflechtungsraums wächst der Landkreis stark. Neue Wohn- und Gewerbegebiete in Pfaffenhofen, Manching, Reichertshofen und den Umlandgemeinden erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich.
Energie und Erneuerbare
Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf dem Tertiärhügelland, Windkraftprojekte und Netzausbau erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie CEF- und FCS-Maßnahmen für betroffene Arten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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