
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Passau
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Passau. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV zwischen Bayerischem Wald, Donau, Inn und Rottal.
Der Landkreis Passau im Überblick
Der Landkreis Passau liegt im äußersten Südosten Niederbayerns an der Grenze zu Österreich, dort wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen. Mit rund 1.530 km² ist er der drittgrößte Landkreis Bayerns. Verwaltungssitz ist die kreisfreie Stadt Passau, die als Enklave vollständig vom Kreisgebiet umschlossen wird und selbst nicht zum Landkreis gehört.
Landschaftlich ist der Kreis zweigeteilt. Nördlich der Donau steigt das Gelände zum Bayerischen Wald an, geprägt vom kristallinen Grundgebirge aus Granit und Gneis (Naturraum D63) mit ausgedehnten Waldgebieten wie dem Neuburger Wald und dem Dreiburgenland. Südlich von Donau und Inn erstreckt sich das sanft gewellte tertiäre Hügelland mit dem fruchtbaren Rottal und den lössbedeckten Terrassen entlang der großen Flüsse (Naturraum D65).
Ökologisch herausragend sind die Donauleiten von Passau bis Jochenstein (FFH-Gebiet DE-7446-301), deren wärmebegünstigte Fels- und Trockenhänge die artenreichste Reptilienfauna Bayerns beherbergen, darunter die Smaragdeidechse. Der Untere Inn ist als EU-Vogelschutz- und Ramsar-Gebiet ein international bedeutender Rast- und Überwinterungsplatz für Wasservögel. Die Ilz gilt als einer der naturnächsten Flüsse Bayerns, im Rottal ergänzen Feuchtwiesen die Lebensraumvielfalt.
Wirtschaftlich profitiert der Landkreis von der Grenzlage und der Autobahn A3 als Logistik- und Industrieachse, vom Tourismus im Bäderdreieck um Bad Griesbach sowie von einer starken Land- und Forstwirtschaft. Straßen- und Gewerbeprojekte, Energievorhaben und Siedlungserweiterungen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV, der eine naturraumtreue Ausgleichsplanung in D63 und D65 erfordert.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D63 ›
Zum Naturraum D65 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturschutz- und FFH-Gebiet Donauleiten von Passau bis Jochenstein (DE-7446-301), artenreichste Reptilienfauna Bayerns mit Smaragdeidechse
- EU-Vogelschutz- und Ramsar-Gebiet Unterer Inn, international bedeutender Rast- und Überwinterungsplatz für Wasservögel
- Ilz, einer der naturnächsten Flüsse Bayerns, aus dem Bayerischen Wald zur Donau
- Kristallines Grundgebirge aus Granit und Gneis im Norden (D63), tertiäres Hügelland mit Löss im Süden (D65)
- Rottal mit Feuchtwiesen und Auen, Bäderdreieck-Region um Bad Griesbach
- Neuburger Wald und Dreiburgenland als große zusammenhängende Waldgebiete
- Donau-, Inn-, Rott-, Vils- und Ilzauen als Biotopverbundachsen
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist als Full-Service-Partner für Naturschutz-Kompensation im östlichen Niederbayern aktiv. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Passau, die regionalen Flächenpotenziale und die Besonderheiten der Naturräume D63 (Bayerischer Wald) und D65 (Unterbayerisches Hügelland). Von der Flächensicherung über die Maßnahmenplanung nach BayKompV bis zur dauerhaften Pflege und Dokumentation begleiten wir Vorhabenträger und Kommunen aus einer Hand.
Typische Maßnahmen im Landkreis Passau
Auwald- und Gewässerrenaturierung
Revitalisierung von Uferzonen und Altwässern an Donau, Inn, Rott, Vils und Ilz, Entwicklung von Steilwänden und Kiesbänken als Lebensraum für Eisvogel, Biber und Fische.
Grünland-Extensivierung im Rottal
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Feucht- und Nasswiesen, Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Braunkehlchen, mit angepasstem Mahdregime und Blänken.
Trockenhang- und Felsheidenpflege
Entbuschung und extensive Beweidung der wärmebegünstigten Hänge an den Donauleiten, Sicherung der Lebensräume von Smaragdeidechse, Zauneidechse und wärmeliebenden Insekten.
Naturnaher Waldumbau
Umbau standortferner Nadelforste im Bayerischen Wald zu strukturreichen Laub- und Mischwäldern, Erhalt von Alt- und Totholz als Lebensraum für Schwarzstorch, Wildkatze und Fledermäuse.
Streuobst und Hecken im Hügelland
Anlage von Streuobstwiesen, Hecken und Feldgehölzen im tertiären Hügelland als Trittsteinbiotope und Biotopverbund für Höhlenbrüter, Wildbienen und die Haselmaus.
Artenschutz CEF/FCS
Anlage von Laichgewässern für Gelbbauchunke und Kammmolch, Ersatzquartiere für Fledermäuse, Zauneidechsenhabitate an Bahn- und Straßendämmen, maßgeschneidert nach § 44 BNatSchG.
Geschützte Arten im Donau-Inn-Raum und Bayerischer Wald
Reptilien der Donauleiten
Die sonnigen Fels- und Trockenhänge zwischen Passau und Jochenstein sind das reptilienreichste Gebiet Bayerns. Neben Smaragdeidechse und Zauneidechse kommen Schling- und Äskulapnatter vor. Pflege durch Entbuschung und Beweidung sichert diese Lebensräume.
Mehr zur Art ›Wasser- und Zugvögel am Unteren Inn
Die aufgestauten Innabschnitte sind ein international bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Enten, Gänse, Watvögel und Reiher. Renaturierte Auen und Flachwasserzonen werten diese Vogellebensräume auf.
Eisvogel an Ilz, Rott und Vils
Die naturnahen Fließgewässer bieten mit Steilufern und fischreichen Abschnitten ideale Bedingungen. Typische CEF-Maßnahmen sind die Anlage von Brutsteilwänden und die Renaturierung von Uferzonen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wäldern und Altbauten
Großes Mausohr, Mopsfledermaus und Braunes Langohr nutzen die Wälder des Bayerischen Waldes sowie Streuobst und Gebäude als Jagd- und Quartierlebensraum. Quartiersicherung und Waldrandaufwertung sind gängige Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch und Wildkatze
Die großen, störungsarmen Waldgebiete des Bayerischen Waldes und des Neuburger Waldes bieten dem Schwarzstorch Brutreviere und der zurückkehrenden Wildkatze Deckung. Naturnaher Waldumbau und Ruhezonen fördern beide Arten.
Mehr zur Art ›Amphibien in Auen und Abbaustellen
Gelbbauchunke und Kammmolch besiedeln Kleingewässer in Auen, Waldrändern und ehemaligen Kies- und Steinbrüchen. Die Neuanlage besonnter, fischfreier Laichgewässer eignet sich gut als CEF-Maßnahme.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Infrastruktur und Verkehr
Die Autobahn A3, der Ausbau der B12 Richtung Freyung, Ortsumgehungen sowie Brücken über Donau, Inn und Rott lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. greeNature stellt naturraumtreue Kompensation in D63 und D65 bereit.
Gewerbe, Industrie und Logistik
Die Grenzlage zu Österreich und die A3 machen den Landkreis zum Logistik- und Industriestandort. Neue Gewerbe- und Industriegebiete rund um Passau, Pocking und Vilshofen erzeugen Kompensationsbedarf für Versiegelung und Gehölzverlust.
Energie und Erneuerbare
Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Hügelland, Windkraftvorhaben in den Höhenlagen des Bayerischen Waldes und Wasserkraft an Donau und Inn erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie CEF-Maßnahmen für betroffene Arten.
Siedlung und Tourismus
Wohnbau- und Gewerbeflächen sowie touristische Vorhaben im Bäderdreieck um Bad Griesbach lösen Ausgleichspflichten aus. Landwirte im Rottal und entlang der Flussauen können ihre Flächen als Ausgleichsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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