
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Passau
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV in der Dreiflüssestadt Passau, zwischen Bayerischem Wald und den Auen von Donau, Inn und Ilz.
Die Stadt Passau im Überblick
Passau ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Niederbayern und liegt am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz. Auf rund 69,56 km² leben etwa 53.500 Menschen. Die Stadt gliedert sich in 16 Stadtteile beziehungsweise Bürgerversammlungsgebiete, von der historischen Altstadt auf der Landzunge zwischen Donau und Inn bis zu den Höhenlagen von Hals, Grubweg und Heining.
Naturräumlich hat die Stadt Anteil an zwei BfN-Einheiten. Nördlich der Donau läuft der Bayerische Wald mit seinen bewaldeten Kristallinhängen aus (Naturraum D63, Oberpfälzer und Bayerischer Wald), südlich des Inns geht die Landschaft in das flachwellige, tertiäre Hügelland über (Naturraum D65, Unterbayerisches Hügelland). Diese Lage am Übergang zweier Naturräume schafft ein enges Nebeneinander von Fluss-, Wald- und Offenlandlebensräumen.
Ökologisch prägend sind die Donauleiten, die steilen, wärmeliebenden Hangwälder östlich der Stadt. Das FFH- und Naturschutzgebiet Donauleiten von Passau bis Jochenstein beherbergt die höchste Reptilienvielfalt Bayerns, darunter die seltene Smaragdeidechse und die Äskulapnatter. Hinzu kommen die naturnahe Ilz am Rand des Naturparks Bayerischer Wald sowie die Auen von Donau und Inn als Lebensadern und Biotopverbund.
Wirtschaftlich prägen die Universität Passau, Verwaltung, Tourismus, Handel und die Donauschifffahrt die Stadt. Wohnbau auf Konversions- und Innenentwicklungsflächen, Gewerbe- und Verkehrsvorhaben sowie Hochwasserschutz an den drei Flüssen lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) in Wertpunkten nach Naturraum zu erbringen ist. Der begrenzte Flächenspielraum im dicht bebauten Talkessel macht eine vorausschauende Kompensationsplanung besonders wichtig.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D63 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH- und Naturschutzgebiet Donauleiten von Passau bis Jochenstein, höchste Reptilienvielfalt Bayerns (Smaragdeidechse, Äskulapnatter)
- Dreiflüsseeck, Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz mit ausgedehnten Auen und Uferlebensräumen
- Naturnahe Ilz am Südrand des Naturparks Bayerischer Wald, Schwarzwasserfluss mit hoher Gewässergüte
- Übergang zweier Naturräume, Kristallinhänge des Bayerischen Waldes (D63) und tertiäres Hügelland (D65)
- Wärmeliebende Hangwälder und Trockenstandorte an den steilen Donauleiten
- Innenstadt im engen Talkessel mit hohem Versiegelungsgrad und knappem Flächenangebot für Kompensation
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist im niederbayerischen und ostbayerischen Raum aktiv und kennt die Anforderungen der Kompensation entlang von Donau, Inn und Ilz aus der Praxis. Wir stimmen uns mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Passau ab, kennen die regionalen Flächenpools und die Besonderheiten der Naturräume D63 und D65 sowie den engen Flächenspielraum im Talkessel der Dreiflüssestadt.
Typische Maßnahmen in der Stadt Passau
Gewässer- und Auenrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und naturnahe Umgestaltung von Uferabschnitten an Donau, Inn und Ilz. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwaldsäume als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien im Stadtgebiet und im nahen Umland.
Entsiegelung im Stadtgebiet
Rückbau nicht mehr genutzter Beläge, Höfe und Konversionsflächen und deren Umwandlung in durchgrünte, versickerungsfähige Böden. Entsiegelung ist im dicht bebauten Talkessel ein wichtiger Baustein, um Bodenfunktionen und Kaltluftbahnen zurückzugewinnen.
Pflege der Donauleiten-Trockenlebensräume
Freistellung verbuschter Felskuppen, Erhalt von Trockenmauern, Lesesteinriegeln und Säumen an den wärmeliebenden Hängen der Donauleiten. Diese Maßnahmen sichern die Lebensräume von Reptilien wie Smaragdeidechse und Zauneidechse und der begleitenden Insektenfauna.
Grünlandaufwertung im Stadtumland
Extensivierung intensiv genutzter Wiesen und Umwandlung von Acker in artenreiches Grünland auf den Hochflächen von Heining, Patriching und Hals. Angepasste Mahd und Verzicht auf Düngung schaffen Lebensraum für Wiesenbrüter und Insekten.
Naturnaher Waldumbau
Entwicklung standortgerechter Laub- und Mischwälder auf den Hangwäldern nördlich der Donau, Förderung von Alt- und Totholz sowie Umbau strukturarmer Nadelbestände zu klimastabilen Beständen aus Eiche, Buche, Linde und Bergahorn.
Artenschutz CEF und FCS
Fledermausquartiere an und in Gebäuden, Nisthilfen für gebäudebrütende Vogelarten, Eisvogel-Steilwände an den Flüssen und Ersatzhabitate für Reptilien, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Geschützte Arten im Dreiflüssestadt an Donau, Inn und Ilz
Reptilien der Donauleiten
Die wärmeliebenden Hänge der Donauleiten beherbergen die höchste Reptilienvielfalt Bayerns, darunter Smaragdeidechse, Äskulapnatter und Zauneidechse. Bei Eingriffen an besonnten Böschungen und Trockenstandorten sind Habitatpflege und Ersatzlebensräume typische Maßnahmen für streng geschützte Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Stadt und Hangwald
Zwergfledermaus, Großes Mausohr und Braunes Langohr nutzen Dachstühle, Keller und Baumhöhlen der Passauer Hangwälder als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind streng geschützt, bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Eisvogel an den drei Flüssen
Naturnahe Uferabschnitte von Donau, Inn und Ilz bieten dem Eisvogel Steilwände als Brutplätze. Bei Bau- und Uferarbeiten sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen bewährte CEF-Maßnahmen für die streng geschützte Art.
Mehr zur Art ›Amphibien in Auen und Tümpeln
Grasfrosch, Erdkröte und Gelbbauchunke besiedeln Auengewässer, Tümpel und wechselfeuchte Senken entlang der Flüsse. Ersatzlaichgewässer und Landhabitate im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Biber und Fischotter
Donau, Inn und Ilz sowie deren Nebengewässer sind Lebensraum für Biber und Fischotter. Beide Arten sind streng geschützt, Konfliktmanagement, Gewässerrandstreifen und durchgängige Uferstrukturen sind hier typische Bausteine der Kompensation.
Schwarzstorch am Waldrand
In den zusammenhängenden Wäldern des Bayerischen Waldes nördlich der Stadt kommt der Schwarzstorch vor, der störungsarme Altwälder als Bruthabitat und naturnahe Bäche als Nahrungsraum braucht. Waldrandgestaltung und Gewässerrenaturierung stützen seinen Erhaltungszustand.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Innenentwicklung
Wohnbaugebiete und Nachverdichtung auf Konversions- und Innenentwicklungsflächen, etwa im Bereich Kohlbruck und der westlichen Stadtteile, lösen naturschutzrechtliche Ausgleichspflichten aus. Im engen Talkessel ist der Ausgleich häufig nur außerhalb des unmittelbaren Baufelds darstellbar.
Universität und öffentliche Bauten
Erweiterungen der Universität Passau, Verwaltungs- und Infrastrukturbauten sowie Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen erzeugen regelmäßig Eingriffe, deren Kompensation nach BayKompV zu bilanzieren und umzusetzen ist.
Verkehr und Flussquerungen
Straßen- und Brückenbauwerke über Donau und Inn, Ortsdurchfahrten sowie Bahnanlagen im Umfeld der Bundesstraßen und der Autobahn A3 erfordern Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie artenschutzrechtliche Prüfungen.
Hafen, Gewerbe und Hochwasserschutz
Donauhafen, Gewerbe- und Logistikflächen sowie Hochwasserschutzvorhaben an den drei Flüssen greifen in Auen- und Uferlebensräume ein und lösen Kompensationsbedarf aus, der sich gut mit Gewässer- und Auenrenaturierung verbinden lässt.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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