Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Bayern · BayKompV
Naturraum D66 · D64 · D67
Regierungsbezirk Schwaben

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Ostallgäu

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Ostallgäu, von den Lechebenen bis zu den Allgäuer Alpen.

1.395
km² Kreisfläche
~142k
Einwohner
45
Gemeinden
3
Naturräume D64/D66/D68
2.082 m
Hochplatte (höchster Punkt)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Ostallgäu im Überblick

Der Landkreis Ostallgäu liegt im Süden des Regierungsbezirks Schwaben und reicht von den Lech- und Wertachebenen südlich von Augsburg bis zu den Allgäuer Alpen an der Grenze zu Österreich. Kreisstadt ist Marktoberdorf, die kreisfreie Stadt Kaufbeuren wird vom Landkreisgebiet umschlossen.

Landschaftlich gliedert sich der Landkreis von Norden nach Süden in drei Zonen: die eiszeitlich geformten Iller-Lech-Schotterplatten und Lech-Wertach-Ebenen, das hügelige voralpine Moor- und Moränenland um Marktoberdorf und den Auerberg sowie die Nördlichen Kalkalpen mit der Hochplatte (2.082 m) im Königswinkel. Diese Höhenstaffelung schafft ein Mosaik aus Schotterfeldern, Moorböden und alpinen Kalkstandorten.

Ökologisch prägend sind die Lech- und Wertachauen mit ihren FFH-Lebensräumen, die ausgedehnten Kalkflachmoore und Streuwiesen des Voralpenlands sowie der Forggensee als bedeutendes Rast- und Nahrungsgewässer für Zug- und Wasservögel. Die Ammergauer Alpen bei Schwangau und Halblech zählen zu den artenreichsten Naturräumen Bayerns.

Wirtschaftlich verbinden sich Industrie (AGCO Fendt in Marktoberdorf, ALPINA in Buchloe) mit einem starken Tourismus im Königswinkel rund um die Königsschlösser und einer ausgeprägten Milchwirtschaft im Grünland. Gewerbeerweiterungen, Verkehrsprojekte und Siedlungsentwicklung lösen im Landkreis regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›
D64
Donau-Iller-Lech-Platten
Zum Naturraum D64 ›
D67
Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen
Zum Naturraum D67 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Marktoberdorf (KS)FüssenBuchloePfrontenNesselwangObergünzburgSchwangauHalblechGermaringenBiessenhofenRoßhauptenSeegLechbruck am SeeKaltental

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Ammergauer Alpen und Nördliche Kalkalpen (D68) im Süden des Königswinkels
  • Forggensee, größter Stausee Bayerns, wichtig als Rast- und Nahrungsgewässer für Wasservögel
  • Lech- und Wertachauen mit FFH-Lebensräumen und dynamischen Kiesbänken
  • Voralpines Moor- und Streuwiesenland mit Kalkflachmooren und Übergangsmooren
  • Auerberg-Hügelland, eiszeitlich geprägte Moränenlandschaft
  • Königswinkel um Schwangau mit den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist als Full-Service-Partner in ganz Bayern aktiv und betreut Kompensationsvorhaben auch im schwäbischen Allgäu. Wir kennen die naturschutzfachlichen Anforderungen im Voralpenland, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde in Marktoberdorf und die regionalen Flächenpotenziale in Moor-, Auen- und Grünlandlagen.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Ostallgäu

💧

Moorrenaturierung

Wiedervernässung entwässerter Nieder- und Übergangsmoore im Voralpenland, Anhebung des Wasserstands und Rückbau von Entwässerungsgräben. Diese Maßnahmen verbinden Kompensation mit Klimaschutz durch Kohlenstoffbindung.

🌿

Streuwiesen und Feuchtgrünland

Extensivierung und Pflege artenreicher Streu- und Feuchtwiesen in den Moor- und Auenlagen, Lebensraum für Wiesenbrüter, Schmetterlinge und seltene Orchideen. Angepasste Mahd nach BayKompV.

🏞️

Auenrenaturierung Lech und Wertach

Revitalisierung von Uferbereichen, Kiesbänken und Altwässern entlang von Lech und Wertach, Schaffung von Laich- und Bruthabitaten für Fische, Amphibien und Kiesbrüter.

🦋

Artenschutz CEF/FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Amphibienlaichgewässer, Fledermausquartiere, Eidechsenhabitate auf Bahn- und Kiesflächen sowie Ersatzhabitate für Wiesenbrüter, maßgeschneidert für das jeweilige Vorhaben.

🌾

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Magerrasen in der offenen Feldflur des nördlichen Ostallgäus, Trittsteinbiotope für Feldvögel, Wildbienen und Feldhase zwischen den Schotterplatten.

🌲

Standortgerechter Bergwald

Umbau und Erstaufforstung hin zu klimastabilen, standortgerechten Mischwäldern in den Vorbergen, Verbesserung von Wasserrückhalt, Schutzfunktion und Lebensraumqualität.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Allgäuer Voralpen und Königswinkel

🐦

Kiebitz und Wiesenbrüter

In den Feuchtwiesen und Auen von Lech und Wertach brüten Kiebitz, Braunkehlchen und weitere Wiesenvögel. Extensivierung und angepasste Mahdregime sind typische Ausgleichs- und CEF-Maßnahmen.

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🐸

Amphibien der Moor- und Auengewässer

Laubfrosch, Gelbbauchunke und Kammmolch besiedeln Moortümpel, Streuwiesengräben und Auengewässer. Neu angelegte Laichgewässer zählen zu den häufigsten Kompensationsmaßnahmen im Voralpenland.

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🦇

Fledermäuse im Voralpenland

Großes Mausohr, Zwergfledermaus und weitere Arten nutzen Wälder, Streuobst und Gebäudequartiere als Jagd- und Wochenstubenlebensraum. Quartierhilfen und Jagdhabitate sind übliche FCS-Maßnahmen.

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🐦

Eisvogel an Lech und Wertach

Naturnahe Steilufer und Uferabbrüche an den Flüssen bieten dem Eisvogel Brutplätze. Steilwandmodellierungen und die Sicherung der Gewässerdynamik sind wirksame Kompensationsansätze.

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🕊️

Feldlerche der offenen Flur

Auf den Schotterplatten und Ackerlagen des nördlichen Ostallgäus brütet die Feldlerche. Lerchenfenster, Blühstreifen und Hecken verbessern das Bruthabitat in der ausgeräumten Feldflur.

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🦎

Zauneidechse

Bahndämme, Kies- und Bracheflächen sind Kernhabitate der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Gewerbevorhaben sind Ersatzlebensräume mit Sonnplätzen und Versteckstrukturen eine typische Zielsetzung.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

⚙️

Industrie und Gewerbe

Erweiterungen großer Arbeitgeber wie AGCO Fendt in Marktoberdorf und ALPINA in Buchloe sowie neue Gewerbegebiete erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf. greeNature stellt passende Ökopunkte bereit und übernimmt das Flächenmanagement.

🛤️

Infrastruktur und Verkehr

Ausbau der B12, Ortsumgehungen, Brückenbauwerke über Lech und Wertach sowie Maßnahmen an der Bahnstrecke lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🏔️

Tourismus und Siedlung

Der Tourismus im Königswinkel um Füssen und Schwangau sowie Wohnbau- und Beherbergungsprojekte erfordern naturschutzrechtliche Kompensation, häufig in sensiblen Auen- und Moorlagen.

⚡

Energie und Erneuerbare

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Schotterplatten und Maßnahmen an der Wasserkraft entlang von Lech und Forggensee erfordern Kompensation und artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Ostallgäu

Der Landkreis Ostallgäu erstreckt sich über drei BfN-Naturräume: die Donau-Iller-Lech-Platte (D64) im Norden mit ihren Schotterplatten und Lech-Wertach-Ebenen, das Voralpine Hügel- und Moorland (D66) im mittleren Bereich und die Nördlichen Kalkalpen (D68) im äußersten Süden. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt sie für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt die Bedarfsanalyse, die Naturraum-Zuordnung (D64, D66 oder D68), die Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Ostallgäu und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Ostallgäu, Schwabenstraße 11, 87616 Marktoberdorf. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen vollständig für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im voralpinen Ostallgäu sind Moorrenaturierungen, die Pflege und Extensivierung von Streu- und Feuchtwiesen, Auenrenaturierungen an Lech und Wertach sowie artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen für Amphibien, Wiesenbrüter und Fledermäuse besonders geeignet. Im nördlichen Kreisgebiet kommen Hecken, Magerrasen und Biotopverbund in der offenen Feldflur hinzu.
Ja. Im Landkreis liegen mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter die Ammergauer Alpen im Königswinkel, die Lech- und Wertachauen mit ihren FFH-Lebensräumen sowie der Forggensee als bedeutendes Rastgewässer. Eingriffe in der Nähe dieser Gebiete können FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG oder eine FFH-Verträglichkeitsprüfung auslösen. greeNature berät Sie zu allen naturschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind entwässerte Moor- und Streuwiesenflächen, feuchtes Grünland an Lech und Wertach sowie geeignete Ackerlagen auf den Schotterplatten. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können viele Flächen extensiv weiter bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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