
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Oberallgäu
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben im Oberallgäu. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV zwischen Voralpenland und Allgäuer Hochalpen.
Der Landkreis Oberallgäu im Überblick
Der Landkreis Oberallgäu ist der südlichste Landkreis Deutschlands und gehört zum Regierungsbezirk Schwaben. Kreisstadt ist Sonthofen. Im Süden grenzt der Landkreis an Österreich (Tirol und Vorarlberg), die kreisfreie Stadt Kempten liegt als Insel innerhalb des Kreisgebiets. Der Landkreis reicht vom sanften Voralpenland im Norden bis in die Allgäuer Hochalpen mit der Hochfrottspitze auf 2.649 Metern.
Landschaftlich und geologisch gliedert sich das Oberallgäu in drei Zonen. Im Norden prägen eiszeitliche Moränen, Drumlins und ausgedehnte Niedermoore das Voralpine Hügel- und Moorland (D66). Nach Süden schließt die Flyschzone mit dem Grünten und der Nagelfluhkette an, die zu den Schwäbisch-Oberbayerischen Voralpen (D67) zählt. Den Kern bilden die Nördlichen Kalkalpen (D68) mit den Allgäuer Hochalpen. Die Iller und ihre Quellflüsse Breitach, Stillach und Trettach entwässern das Gebirge.
Ökologisch ist das Oberallgäu von herausragender Bedeutung. Das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen ist das größte Naturschutzgebiet Schwabens und zugleich FFH- und Vogelschutzgebiet im Natura-2000-Netz. Kalkmagerrasen, Bergmähder, Latschenfelder und alpine Rasen bieten Lebensraum für eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Der grenzüberschreitende Naturpark Nagelfluhkette sowie die Allgäuer Moore und Streuwiesen ergänzen das Schutzgebietsnetz.
Die Wirtschaft wird vom Tourismus, von der Milch- und Weidewirtschaft sowie von Maschinenbau und Verpackungsindustrie getragen. Ausbau touristischer Infrastruktur, Siedlungs- und Gewerbeentwicklung, die Autobahn A7 und der Ausbau erneuerbarer Energien erzeugen im Oberallgäu regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV. Die enge Verzahnung von sensiblen Alpen-Lebensräumen und Nutzungsdruck erfordert dabei sorgfältig geplante Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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Zum Naturraum D67 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen, größtes NSG Schwabens, zugleich FFH- und Vogelschutzgebiet (Natura 2000)
- Naturpark Nagelfluhkette, grenzüberschreitend nach Vorarlberg (Österreich)
- Allgäuer Niedermoore und Streuwiesen als Kohlenstoffspeicher und Lebensraum bedrohter Arten
- Iller mit Quellflüssen Breitach, Stillach und Trettach, naturnahe Fließgewässer und Auen
- Grünten und Flyschbergland mit artenreichen Bergmähdern und Magerrasen
- Alpine Kalkmagerrasen und Latschenzone mit hoher Endemitendichte
✅ greeNature vor Ort
Von unserem Standort in Bayern (Kastl, Lkr. Mühldorf am Inn) betreuen wir Vorhaben im gesamten Regierungsbezirk Schwaben. Wir kennen die besonderen Anforderungen an Kompensation im Voralpen- und Alpenraum, von der Moorrenaturierung bis zur Pflege alpiner Magerrasen, und stimmen alle Maßnahmen praxisnah mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Oberallgäu ab.
Typische Maßnahmen im Landkreis Oberallgäu
Moor- und Streuwiesenrenaturierung
Wiedervernässung entwässerter Niedermoore und Pflege artenreicher Streuwiesen im Voralpenland. Diese Maßnahmen sichern Lebensraum für Wiesenbrüter und Moorspezialisten und binden zugleich Kohlenstoff, ein hochwertiger Kompensationstyp im Oberallgäu.
Bergmähder und alpine Magerrasen
Erhalt und Wiederaufnahme der traditionellen Mahd auf Bergwiesen und Kalkmagerrasen. Ohne extensive Nutzung verbuschen diese besonders artenreichen Flächen, ihre Pflege erzeugt dauerhaft anrechenbare Ökopunkte nach BayKompV.
Iller- und Fließgewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen, Anlage von Kiesbänken und Seitengewässern an Iller, Breitach und Trettach. Dynamische Gewässerabschnitte schaffen Laich- und Bruthabitate und verbessern den Biotopverbund.
Bergmischwald-Waldumbau
Umbau strukturarmer Nadelforste in klimastabile Bergmischwälder aus Buche, Bergahorn, Tanne und Fichte. Standortgerechte Aufforstung auf Grenzertragsstandorten schafft Ausgleich für Eingriffe in Waldbestände.
Artenschutz CEF und FCS
Zielgerichtete Maßnahmen für Zauneidechse an besonnten Böschungen, Fledermausquartiere in Gebäuden und Altbeständen sowie Amphibiengewässer, maßgeschneidert nach den Anforderungen von § 44 und § 45 BNatSchG.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen im ausgeräumten Voralpenland zwischen Altusried und Dietmannsried, wertvolle Vernetzungsstrukturen für Haselmaus, Neuntöter und Wildbienen.
Geschützte Arten im Allgäuer Alpen und Voralpenland
Fledermäuse in Wald und Gebäuden
Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und Kleine Bartfledermaus nutzen Bergmischwälder, Streuobst und Gebäude als Quartier und Jagdgebiet. Quartiersicherung und Quartierneuschaffung sind typische CEF-Maßnahmen bei Bauvorhaben.
Mehr zur Art ›Amphibien in Mooren und Auen
Gelbbauchunke, Grasfrosch und Bergmolch besiedeln Moorgewässer, Tümpel und wassergefüllte Fahrspuren. Neu angelegte Kleingewässer und Laichhabitate zählen zu den häufigen Ausgleichsmaßnahmen im Voralpenland.
Mehr zur Art ›Kammmolch in Weihern
Der Nördliche Kammmolch (Anhang II und IV FFH-Richtlinie) besiedelt fischfreie Weiher und Moorgewässer des Hügellandes. Anlage und Pflege besonnter, strukturreicher Laichgewässer sichern seine Bestände.
Mehr zur Art ›Eisvogel an der Iller
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden entlang von Iller und Nebengewässern bieten dem Eisvogel Brutplätze. Uferabbrüche und Steilwandmodellierungen sind wirksame CEF-Maßnahmen an Fließgewässern.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Hecken und Waldsäumen
Die Haselmaus (Anhang IV FFH-Richtlinie) lebt in strukturreichen Hecken, Waldrändern und jungen Laubgehölzen des Voralpenlandes. Der Erhalt und die Vernetzung von Gehölzstrukturen sind zentrale Schutzmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Wiesenbrüter in den Allgäuer Mooren
Kiebitz und Braunkehlchen brüten in den feuchten Streuwiesen und Niedermooren des Oberallgäus. Extensivierung, angepasste Mahdtermine und Wiedervernässung schaffen und sichern ihren Lebensraum.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Tourismus- und Freizeitinfrastruktur
Das Oberallgäu ist eine der bedeutendsten Tourismusregionen Bayerns. Erweiterungen von Bergbahnen, Beschneiungsanlagen, Beherbergungsbetrieben und Loipen- oder Wegenetzen greifen in sensible Alpen- und Voralpenräume ein und lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau der A7, von Bundes- und Staatsstraßen sowie Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über die Iller erzeugen Kompensationsbedarf. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Flächenzuordnung und die vollständige Behördenabstimmung.
Energie und Erneuerbare
Das Oberallgäu ist Vorreiter der Energiewende, unter anderem in Wildpoldsried. Photovoltaik-Freiflächen, Wasserkraft an der Iller und Windkraftstandorte erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen.
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Wohn- und Gewerbegebiete in Sonthofen, Immenstadt, Waltenhofen und den Umlandgemeinden erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Grundstückseigentümer können geeignete Flächen als Ausgleichsflächen anbieten und profitieren von einer attraktiven Nutzungsentschädigung.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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