Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Bayern · BayKompV
Naturraum D59 · D61
Regierungsbezirk Mittelfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Nürnberger Land

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für den Landkreis Nürnberger Land. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV zwischen Nürnberger Reichswald und Hersbrucker Alb.

~800
km² Kreisfläche
~168k
Einwohner
27
Städte, Märkte und Gemeinden
2
Naturräume D59/D61
13
FFH-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Nürnberger Land im Überblick

Der Landkreis Nürnberger Land liegt im östlichen Mittelfranken und grenzt unmittelbar an die kreisfreie Stadt Nürnberg. Als Teil der Metropolregion Nürnberg verbindet er dicht besiedelte Räume im Westen mit den ruhigen Tälern und Höhenzügen der Frankenalb im Osten. Die Pegnitz durchzieht den Landkreis von Osten nach Westen und verbindet die beiden prägenden Landschaftsräume, den Nürnberger Reichswald und die Hersbrucker Alb.

Geologisch liegt der westliche Teil im Fränkischen Keuper-Liasland (Naturraum D59) mit seinen nährstoffarmen Sandstein- und Sandböden, auf denen der ausgedehnte Nürnberger Reichswald stockt. Der Osten gehört zur Fränkischen Alb (Naturraum D61) und ist von Jura-Kalken und Dolomitgestein geprägt. Charakteristisch sind hier die steilen Traufhänge, Dolomitkuppen, Trockentäler und ein weit verzweigtes Höhlensystem der Hersbrucker Alb.

Ökologisch ist der gesamte Nürnberger Reichswald als EU-Vogelschutzgebiet (SPA DE-6533-471) ausgewiesen, mit lichten Kiefernwäldern, Sandmagerrasen und einer bemerkenswerten Vogelwelt. Im Landkreis liegen 13 FFH-Gebiete, darunter die Traufhänge und Bachtäler der Hersbrucker Alb sowie die Dolomitkuppenalb. Kalkmagerrasen, Wacholderheiden und Fledermausquartiere in den Höhlen der Alb verleihen dem Landkreis eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung.

Wirtschaftlich profitiert der Landkreis von der Nähe zur Metropolregion Nürnberg und einem starken produzierenden Gewerbe (technische Keramik, Automobilzulieferer, Maschinen- und Werkzeugbau, Kunststoffindustrie). Verkehrsachsen wie die Autobahnen A6, A9 und A3, der Ausbau der Bahnstrecke und der anhaltende Siedlungsdruck im Nürnberger Umland erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D59
Fränkisches Keuper-Liasland
Zum Naturraum D59 ›
D61
Fränkische Alb
Zum Naturraum D61 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Lauf an der Pegnitz (KS)Altdorf bei NürnbergRöthenbach an der PegnitzFeuchtHersbruckSchwarzenbruckBurgthannSchnaittachVeldenNeuhaus an der PegnitzLeinburgRückersdorfPommelsbrunn

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • EU-Vogelschutzgebiet Nürnberger Reichswald (SPA DE-6533-471), großflächiger Kiefernwald mit Sandlebensräumen
  • 13 FFH-Gebiete, darunter Traufhänge der Hersbrucker Alb, Bachtäler der Hersbrucker Alb und Dolomitkuppenalb
  • Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf den Trockenhängen der Fränkischen Alb
  • Höhlenreiche Dolomitkuppen der Hersbrucker Alb als bedeutende Winterquartiere für Fledermäuse
  • Pegnitztal als durchgängiger Fließgewässer-Biotopverbund mit Auwaldresten
  • Sandmagerrasen und lichte Kiefernwälder des Reichswaldes mit wärmeliebenden Insektengemeinschaften
  • Rückkehr der Wildkatze in den Nürnberger Reichswald

✅ greeNature vor Ort

Wir betreuen Kompensationsvorhaben in der gesamten Metropolregion Nürnberg und kennen die naturschutzfachlichen Besonderheiten zwischen Reichswald und Frankenalb aus der Praxis. Die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde in Lauf an der Pegnitz, die regionalen Flächenpools und die Anforderungen im Umfeld des Vogelschutzgebiets Reichswald sind uns vertraut.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Nürnberger Land

🌲

Lichtwald & Waldrandgestaltung

Auflichtung dichter Kiefernforste, Entwicklung von Waldrändern und offenen Sandflächen im Reichswald, Lebensraum für Ziegenmelker, Heidelerche und wärmeliebende Arten. Umbau zu strukturreichen Mischwäldern auf geeigneten Standorten.

🌾

Kalkmagerrasen & Wacholderheiden

Wiederherstellung und Pflege artenreicher Magerrasen auf den Trockenhängen der Hersbrucker Alb durch extensive Schaf- und Ziegenbeweidung, Entbuschung und Mahd, Lebensraum für Enzian-Ameisenbläuling und seltene Orchideen.

💧

Pegnitztal & Bachtäler

Renaturierung von Fließgewässern, Reaktivierung von Altarmen und Entwicklung naturnaher Auwälder entlang von Pegnitz und den Bachtälern der Alb, Habitate für Eisvogel, Biber, Groppe und Bachneunauge.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Zauneidechsen-Habitate auf Bahndämmen und Sandflächen, Sicherung von Fledermausquartieren in Höhlen und Gebäuden, Wildkatzen-Korridore und Totholzstrukturen, passgenau nach BayKompV geplant und umgesetzt.

🍎

Streuobst & Hecken am Albtrauf

Anlage und Reaktivierung von Streuobstwiesen und Heckenstrukturen an den Übergängen von Alb und Talraum, Trittsteinbiotope und Biotopverbund für Steinkauz, Wendehals, Haselmaus und Wildbienen.

🏞️

Sandmagerrasen & Entsiegelung

Entwicklung offener Sandlebensräume und Entsiegelung im Umfeld des Reichswaldes, Lebensraum für Sandbienen, Zauneidechse und Blauflügelige Ödlandschrecke, wirksamer Ausgleich für versiegelte Gewerbeflächen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Nürnberger Reichswald und Hersbrucker Alb

🐈

Wildkatze im Reichswald

Die Europäische Wildkatze besiedelt zunehmend den Nürnberger Reichswald und angrenzende Waldgebiete. Struktur- und totholzreiche Wälder sowie unzerschnittene Korridore sind entscheidend, typische Zielart bei Eingriffen in Waldlebensräume.

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🦇

Fledermäuse in den Höhlen der Alb

Die Dolomitkuppen und Höhlen der Hersbrucker Alb sind bedeutende Winterquartiere für Großes Mausohr, Mopsfledermaus und weitere Arten. Quartiersicherung und Jagdhabitate sind häufige CEF-Maßnahmen bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.

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🐦

Eisvogel & Biber am Pegnitztal

Die naturnahen Abschnitte von Pegnitz und den Bachtälern der Alb bieten Eisvogel und Biber wertvolle Lebensräume. Steilwandmodellierungen, Uferabbrüche und die Entwicklung von Auwald sind typische Kompensationsmaßnahmen.

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🦎

Zauneidechse auf Trockenstandorten

Sandmagerrasen des Reichswaldes, Bahndämme und die Kalktrockenhänge der Alb sind Kernhabitate der Zauneidechse. Als besonders geschützte Art ist sie eine der häufigsten Zielarten für CEF-Maßnahmen bei Gewerbe- und Verkehrsprojekten.

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🐸

Kammmolch & Amphibien

Kammmolch, Gelbbauchunke und Laubfrosch besiedeln Klein- und Stillgewässer in den FFH-Gebieten der Hersbrucker Alb und des Reichswaldumfelds. Anlage und Vernetzung von Laichgewässern sichern den günstigen Erhaltungszustand.

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🌲

Vögel des Reichswaldes

Als EU-Vogelschutzgebiet beherbergt der Reichswald Ziegenmelker, Heidelerche, Schwarzspecht und Wespenbussard. Lichtwaldstrukturen, offene Sandflächen und Alt- und Totholz sind für den Erhalt dieser Arten entscheidend.

Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie & produzierendes Gewerbe

Der Landkreis ist ein starker Industriestandort (technische Keramik, Automobilzulieferer, Maschinen- und Werkzeugbau, Kunststoffverarbeitung). Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf, greeNature übernimmt das Flächen- und Maßnahmenmanagement vollständig.

🛤️

Verkehr & Infrastruktur

Die Autobahnen A6, A9 und A3, der Ausbau von Bahnstrecken sowie Ortsumgehungen und Brückenbauwerke im dicht befahrenen Nürnberger Umland lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG aus.

⚡

Energie & Erneuerbare

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Konversions- und Grenzertragsstandorten sowie Windkraft- und Repowering-Projekte im Umfeld des Reichswaldes erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und CEF-Maßnahmen für Vögel und Fledermäuse.

🏘️

Siedlungsentwicklung

Der Siedlungsdruck aus der Metropolregion Nürnberg führt zu neuen Wohn- und Gewerbegebieten in Lauf, Altdorf, Röthenbach und Feucht. Eigentümer geeigneter Flächen können sich als Flächenanbieter für Ausgleichsmaßnahmen einbringen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Nürnberger Land

Der westliche Teil des Landkreises gehört zum BfN-Naturraum D59 (Fränkisches Keuper-Liasland) mit den Sandböden des Nürnberger Reichswaldes. Der östliche Teil liegt im Naturraum D61 (Fränkische Alb) mit den Kalk- und Dolomithängen der Hersbrucker Alb. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt die Bedarfsanalyse, die Naturraum-Zuordnung (D59/D61), die Flächenzuordnung aus dem Portfolio, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Nürnberger Land und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde (UNB) ist das Landratsamt Nürnberger Land, Waldluststraße 1, 91207 Lauf an der Pegnitz. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme und dem Monitoring.
Der gesamte Nürnberger Reichswald ist als EU-Vogelschutzgebiet (SPA DE-6533-471) ausgewiesen. Eingriffe im Gebiet oder in dessen Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung erfordern und Maßnahmen für Arten wie Ziegenmelker und Heidelerche auslösen. greeNature berät Sie zu allen naturschutz- und artenschutzrechtlichen Anforderungen nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Ja, im Landkreis liegen 13 FFH-Gebiete, darunter die Traufhänge der Hersbrucker Alb, die Bachtäler der Hersbrucker Alb und die Dolomitkuppenalb. Eingriffe in oder nahe diesen Gebieten können FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG sowie Maßnahmen zum Erhalt von Lebensraumtypen und Fledermausquartieren auslösen.
Ja, besonders geeignet sind Trockenhänge und Magerrasenstandorte der Alb, gewässernahe Grünlandflächen im Pegnitztal sowie Waldflächen mit Potenzial für Lichtwald- und Waldrandstrukturen. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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