
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Nürnberg
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben in der Stadt Nürnberg. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Mittelfränkischen Becken und im Nürnberger Reichswald.
Die Stadt Nürnberg im Überblick
Die kreisfreie Stadt Nürnberg ist mit rund 531.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Bayerns und das Zentrum der Metropolregion Nürnberg. Auf einer Stadtfläche von 186,38 km² gliedert sie sich in 10 statistische Stadtteile und 87 statistische Bezirke und gehört zum Regierungsbezirk Mittelfranken.
Naturräumlich liegt Nürnberg im BfN-Naturraum D59 (Fränkisches Keuper-Liasland), konkret im Übergang von Mittelfränkischem Becken und Nürnberger Becken. Prägend sind die nährstoffarmen Sandböden der SandAchse Franken mit Flechten-Kiefernwäldern, Sandmagerrasen und Binnendünen, ein bundesweit seltener Lebensraumtyp.
Das Stadtgebiet wird vom Nürnberger Reichswald (Sebalder Reichswald im Norden, Lorenzer Reichswald im Süden) umschlossen, der als EU-Vogelschutzgebiet Nürnberger Reichswald (SPA DE 6533-471) nahezu vollständig unter Natura-2000-Schutz steht. Die Pegnitz durchquert die Altstadt und teilt zugleich den Reichswald, die Rednitz und die Regnitz begleiten den Westen der Stadt.
Wirtschaftlich ist Nürnberg ein bedeutender Industrie-, Handels- und Dienstleistungsstandort mit Hafen am Main-Donau-Kanal, Messe, Flughafen und Autobahnkreuz. Als dicht bebauter Verdichtungsraum mit anhaltendem Wohnungs- und Gewerbeflächenbedarf erzeugt die Stadt regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D59 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- EU-Vogelschutzgebiet Nürnberger Reichswald (SPA DE 6533-471), umschließt das Stadtgebiet nahezu vollständig
- SandAchse Franken mit Sandmagerrasen, Binnendünen und Flechten-Kiefernwäldern, überregional seltene Sandlebensräume
- Pegnitzauen und Rednitz-Regnitz-System als innerstädtische Gewässer- und Biotopachsen
- Wöhrder See, renaturierter Flussstausee der Pegnitz mit Insel- und Flachwasserbereichen
- Knoblauchsland im Norden, großflächige offene Feldflur mit Feuchtwiesenresten
- Bannwald-Bestände im Reichswald mit besonderem gesetzlichem Schutzstatus
✅ greeNature vor Ort
Unser bayerischer Standort (Kastl, Lkr. Mühldorf am Inn) und unser bundesweites Netzwerk decken den mittelfränkischen Raum vollständig ab. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Nürnberg, die Anforderungen im Verdichtungsraum sowie die Sandlebensräume der SandAchse Franken aus der Projektpraxis und begleiten Vorhabenträger von der ersten Bilanzierung bis zur behördlichen Abnahme.
Typische Maßnahmen in der Stadt Nürnberg
Gewässerrenaturierung
Uferentfesselung und Auenentwicklung an Pegnitz, Rednitz und Regnitz, Anlage von Flachwasserzonen und Altarmen, Aufwertung des Wöhrder Sees als Lebensraum für Fische, Libellen und Wasservögel.
Entsiegelung & Stadtgrün
Rückbau versiegelter Flächen auf Konversions- und Brachflächen, Umwandlung in Grünland, Gehölz- und Retentionsflächen, ergänzt durch Dach- und Fassadenbegrünung im dicht bebauten Innenbereich.
Sandlebensräume aufwerten
Offenhaltung und Neuanlage von Sandmagerrasen, Binnendünen und lichten Kiefernwäldern entlang der SandAchse Franken, Pflege durch Entbuschung und Beweidung, Lebensraum für Wildbienen, Heuschrecken und Zauneidechse.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für Zauneidechse auf Bahn- und Brachflächen, Fledermausquartiere an Gebäuden und im Reichswald, Anlage und Sanierung von Amphibienweihern, maßgeschneidert nach BayKompV.
Waldumbau Reichswald
Naturnaher Umbau strukturarmer Kiefernforste zu klimastabilen Mischwäldern mit Eiche, Buche und Birke, Erhöhung des Alt- und Totholzanteils zugunsten von Höhlenbrütern und Waldfledermäusen.
Grünland im Knoblauchsland
Extensivierung und Wiedervernässung von Feuchtwiesen, Anlage von Ackerrandstreifen und Hecken in der offenen Feldflur des Nürnberger Nordens, Lebensraum für Wiesenbrüter und Feldvögel.
Geschützte Arten im Mittelfränkisches Becken und Nürnberger Reichswald
Zauneidechse
Sandmagerrasen, Bahnanlagen, Brach- und Konversionsflächen bieten der Zauneidechse ideale Habitate. Sie ist bei Bauvorhaben im Stadtgebiet eine der häufigsten planungsrelevanten Arten und erfordert regelmäßig CEF-Maßnahmen mit Ersatzhabitaten und Umsiedlung.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Der Reichswald und die Gebäude der Altstadt beherbergen zahlreiche Fledermausarten wie Großes Mausohr, Zwergfledermaus und Braunes Langohr. Quartiere in Baumhöhlen, Dachstühlen und Mauerspalten sind bei Sanierung und Abriss besonders zu berücksichtigen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Pegnitz, Rednitz und am Wöhrder See findet der Eisvogel naturnahe Uferabschnitte und Steilwände als Brutplatz. Renaturierte Fließgewässerabschnitte und modellierte Uferabbrüche sind typische Aufwertungsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Im Knoblauchsland und in den verbliebenen Feuchtwiesen nördlich der Stadt brütet der Kiebitz auf offenen, feuchten Flächen. Wiedervernässung und extensive Grünlandnutzung sichern seine störungsarmen Bruthabitate.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die offene Feldflur des Knoblauchslands ist Lebensraum der Feldlerche. Lerchenfenster, Ackerrandstreifen und extensiv genutzte Ackerflächen sind bewährte FCS-Maßnahmen zur Sicherung der Population.
Mehr zur Art ›Amphibien & Kammmolch
Waldweiher und Kleingewässer im Reichswald beherbergen den Kammmolch sowie weitere Amphibienarten. Anlage, Entschlammung und Vernetzung von Laichgewässern zählen zu den regelmäßigen Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Lichtenreuth & UTN-Campus
Auf dem ehemaligen Rangier- und Güterbahnhofsareal im Süden der Stadt entsteht das Quartier Lichtenreuth mit dem neuen Campus der Technischen Universität Nürnberg (UTN) sowie Wohn- und Gewerbeflächen. Die großflächige Umnutzung von Bahn- und Brachflächen löst umfangreichen Ausgleichs- und Artenschutzbedarf aus, insbesondere für Zauneidechse und wertvolle Ruderal- und Sandflächen.
Frankenschnellweg & Verkehr
Der geplante kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs sowie Maßnahmen an Autobahnen, Bahnstrecken und dem Straßennetz erzeugen naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzpflichten, häufig verbunden mit Eingriffen in Gehölzbestände und Gewässerquerungen.
Wohnbau & Nachverdichtung
Angesichts des angespannten Wohnungsmarktes werden neue Wohnquartiere und Nachverdichtungen an Standorten wie Brunecker Straße, Tullnau und Nordostbahnhof entwickelt. Neuversiegelung und Grünflächenverlust sind über die Eingriffsregelung nach BayKompV zu kompensieren.
Hafen, Flughafen & Gewerbe
Der Hafen Nürnberg am Main-Donau-Kanal, der Flughafen und die Gewerbe- und Logistikflächen im Stadtgebiet werden fortlaufend erweitert. Solche Vorhaben erfordern in der Regel Ausgleichsflächen und artenschutzrechtliche Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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