
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Für Vorhaben im Landkreis Neustadt an der Waldnaab entstehen nach der BayKompV Ausgleichspflichten, die sich über anerkannte Ökopunkte decken lassen. greeNature begleitet Sie als Full-Service-Partner von der Bilanzierung bis zur gesicherten Maßnahme vor Ort.
Der Landkreis Neustadt an der Waldnaab im Überblick
Der Landkreis Neustadt an der Waldnaab liegt im Norden des Regierungsbezirks Oberpfalz an der Grenze zur tschechischen Region Pilsen. Er umschließt die kreisfreie Stadt Weiden in der Oberpfalz und grenzt an die Landkreise Tirschenreuth, Bayreuth, Amberg-Sulzbach und Schwandorf. Auf rund 1.427 Quadratkilometern leben etwa 95.700 Menschen, verteilt auf 38 Gemeinden. Mit einer Bevölkerungsdichte von nur rund 67 Einwohnern je Quadratkilometer zählt der Kreis zu den dünn besiedelten und stark ländlich geprägten Räumen Bayerns.
Landschaftlich ist der Kreis zweigeteilt. Der Osten gehört zum Oberpfälzer Wald (BfN-Naturraum D63), einem waldreichen Mittelgebirge aus Granit und Gneis, das an der Grenze zu Tschechien mit dem Entenbühl rund 900 Meter Höhe erreicht. Nach Westen geht die Landschaft in das flachwelligere Oberpfälzisch-Obermainische Hügelland (Naturraum D62) über. Prägend sind die Flusstäler von Waldnaab, Haidenaab, Fichtelnaab und Pfreimd, die zum Einzugsgebiet der Naab gehören, sowie die zahlreichen Teiche und Feuchtflächen der Region.
Der gesamte Landkreis liegt im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald. Ökologisch bedeutsam sind das FFH-Gebiet Waldnaabtal, die naturnahen Bach- und Flussauen, ausgedehnte Nadel- und Mischwälder sowie das für die Oberpfalz typische Teichland. Im Kreis bestehen 14 FFH-Gebiete und mehrere Naturschutzgebiete. Diese Vielfalt an Lebensräumen bringt hohe naturschutzfachliche Anforderungen mit sich, etwa den Schutz von Fließgewässern, Feuchtwiesen und störungsarmen Waldbeständen.
Wirtschaftlich ist die Region traditionell durch die Glasindustrie, das verarbeitende Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft geprägt. Ein Sonderfaktor ist der große Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Eingriffe durch Gewerbe- und Industrieansiedlungen, Verkehrsprojekte, Wohnbauentwicklung und den Ausbau erneuerbarer Energien lösen regelmäßig Kompensationspflichten aus. greeNature bündelt Planung, Flächensicherung und Umsetzung, damit der Ausgleich rechtssicher nach BayKompV erfolgt.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D62 ›
Zum Naturraum D63 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Der gesamte Landkreis liegt im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald mit über 135.000 Hektar Fläche
- 14 FFH-Gebiete sichern Lebensräume nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie
- Das FFH-Gebiet Waldnaabtal zählt zu den naturnahen Flusstälern der Region
- Die Naab-Zuflüsse Waldnaab, Haidenaab, Fichtelnaab und Pfreimd prägen die Gewässerlandschaft
- Für die Oberpfalz typisches Teichland bietet Lebensraum für Amphibien und Wasservögel
- Der Oberpfälzer Wald bildet einen der waldreichsten Mittelgebirgsräume Bayerns
- Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist ein prägendes Element im Kreisgebiet
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist als Fachfirma für Naturschutz-Kompensation im gesamten Regierungsbezirk Oberpfalz aktiv und kennt die naturräumlichen Besonderheiten des Oberpfälzer Waldes und des Oberpfälzisch-Obermainischen Hügellandes. Wir stimmen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Neustadt an der Waldnaab ab, sichern geeignete Flächen im Kreisgebiet und übernehmen die fachgerechte Umsetzung sowie die BayKompV-konforme Dokumentation. So erhalten Vorhabenträger im Landkreis einen belastbaren, prüffähigen Ausgleich aus einer Hand.
Typische Maßnahmen im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Gewässer- und Auenrenaturierung
Die Täler von Waldnaab, Haidenaab und Pfreimd bieten Potenzial für die naturnahe Entwicklung von Uferstreifen, die Anlage von Gewässerrandstreifen und die Wiederherstellung von Auenlebensräumen für Eisvogel und Fischfauna.
Teich- und Feuchtgebietspflege
Im oberpfälzischen Teichland lassen sich Stillgewässer, Verlandungszonen und Feuchtwiesen aufwerten, was Amphibien, Libellen und Wasservögeln zugutekommt und wertvolle Ökopunkte generiert.
Naturnaher Waldumbau
Der Umbau strukturarmer Nadelforste hin zu standortgerechten Mischwäldern mit Alt- und Totholzanteil stärkt die Lebensräume im Oberpfälzer Wald und erhöht die ökologische Wertigkeit dauerhaft.
Extensivierung von Grünland
Die Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Extensivgrünland mit angepasster Mahd fördert Feldlerche, Wiesenbrüter und Insekten in den offenen Landschaftsteilen des Hügellandes.
Hecken und Streuobstwiesen
Neue Hecken, Feldgehölze und Streuobstbestände vernetzen Lebensräume, bieten Haselmaus und Vögeln Deckung und Nahrung und werten das Landschaftsbild strukturreich auf.
Trocken- und Saumbiotope
Die Anlage von Lesesteinhaufen, Trockenmauern und besonnten Säumen schafft Lebensräume für Zauneidechse und wärmeliebende Arten, insbesondere als CEF-Maßnahme im Vorfeld von Eingriffen.
Geschützte Arten im Nördlicher Oberpfälzer Wald
Schwarzstorch
Der scheue Schwarzstorch brütet in den störungsarmen, altholzreichen Wäldern des Oberpfälzer Waldes und nutzt naturnahe Bäche als Nahrungsrevier. Er ist nach § 44 BNatSchG streng geschützt.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An den naturnahen Abschnitten von Waldnaab und Naab findet der Eisvogel Steilufer zum Brüten und klare Gewässer zum Jagen. Uferrenaturierungen sichern und erweitern seinen Lebensraum.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Wälder, Gewässer und alte Gebäude bieten mehreren Fledermausarten Quartier und Jagdhabitat. Sie sind europarechtlich streng geschützt und bei Bauvorhaben regelmäßig artenschutzrechtlich relevant.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die nachtaktive Haselmaus lebt in strukturreichen Waldrändern, Hecken und Gebüschen. Für ihren Erhalt sind Vernetzungsstrukturen und der Schutz von Gehölzbeständen entscheidend.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt besonnte Säume, Böschungen und Bahndämme. Bei Eingriffen sind für sie häufig vorgezogene CEF-Maßnahmen wie neue Trockenbiotope erforderlich.
Mehr zur Art ›Feldlerche
In den offenen Agrarflächen des Hügellandes brütet die Feldlerche am Boden. Ihr Rückgang macht Extensivierung und Lerchenfenster zu wirksamen Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe- und Industrieflächen
Neue oder erweiterte Gewerbe- und Industriegebiete versiegeln Boden und lösen nach BayKompV Ausgleichspflichten aus, die sich über Ökopunkte decken lassen.
Verkehrsinfrastruktur
Straßenaus- und -neubau sowie Erschließungsmaßnahmen greifen in Natur und Landschaft ein und erfordern Kompensation, oft verbunden mit artenschutzrechtlichen Prüfungen.
Erneuerbare Energien
Freiflächen-Photovoltaik und Windenergieanlagen benötigen Flächen und lösen Kompensationsbedarf aus, der sich mit naturschutzfachlich hochwertigen Maßnahmen ausgleichen lässt.
Siedlungs- und Wohnbauentwicklung
Die Ausweisung neuer Wohn- und Baugebiete führt zu Eingriffen, für die ein rechtssicherer Ausgleich nach der bayerischen Kompensationsverordnung erbracht werden muss.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
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