
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für den Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Aischgrund, im Steigerwald und an der Frankenhöhe.
Der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim im Überblick
Der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim liegt im Nordwesten des Regierungsbezirks Mittelfranken und bildet mit rund 1.267 km² einen der flächengrößten Landkreise Bayerns. Er reicht vom bewaldeten Steigerwald im Norden bis zur Frankenhöhe im Süden und wird nach Osten hin vom weiten Aischtal durchzogen. Verwaltungssitz ist die Kreisstadt Neustadt an der Aisch.
Geologisch gehört der Landkreis zum Fränkischen Schichtstufenland. Der Untergrund besteht überwiegend aus Sedimenten des Mittleren Keupers, aus Gipskeuper und Sandsteinkeuper, die über Jahrmillionen die charakteristischen Stufen und Hügel geformt haben. Im Westen greift mit der Windsheimer Bucht und dem Uffenheimer Gau eine lössbedeckte Gäulandschaft in den Kreis, die naturräumlich bereits zu den Mainfränkischen Platten zählt. Dieser Übergang erklärt die Zuordnung zu zwei BfN-Naturräumen (D59 Fränkisches Keuper-Liasland und D56 Mainfränkische Platten).
Ökologisch prägend ist der Aischgrund, eine der größten zusammenhängenden Karpfenteichlandschaften Deutschlands mit mehreren tausend Weihern. Weite Teile davon gehören zum EU-Vogelschutzgebiet Aischgrund (DE-6331-471) und bieten Brut-, Rast- und Nahrungsraum für Rohrweihe, Zwergdommel, Eisvogel und zahlreiche Wiesenbrüter. Die naturnahen Buchen- und Eichenwälder des Steigerwalds sind Lebensraum von Wildkatze, Schwarzstorch und seltenen Fledermausarten, während die Gipskeuperhänge um Bad Windsheim wertvolle Trocken- und Magerrasenbiotope tragen.
Wirtschaftlich ist der Landkreis von Land- und Teichwirtschaft, Weinbau an der Frankenhöhe, Mineralwassergewinnung sowie mittelständischem Gewerbe geprägt. Die Autobahn A3, überörtliche Straßen und Bahnstrecken sowie der Ausbau von Gewerbegebieten, Freiflächen-Photovoltaik und Netzinfrastruktur erzeugen regelmäßig Eingriffe, die eine naturschutzrechtliche Kompensation nach BayKompV erforderlich machen.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D59 ›
Zum Naturraum D56 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- EU-Vogelschutzgebiet Aischgrund (DE-6331-471), eine der bedeutendsten Teichlandschaften Deutschlands
- Karpfenteichwirtschaft mit mehreren tausend Weihern und wertvollen Verlandungszonen
- Steigerwald mit naturnahen Buchen- und Eichenwäldern, Lebensraum von Wildkatze und Schwarzstorch
- Gipskeuperhänge um Bad Windsheim mit Trocken- und Halbtrockenrasen
- Aischtal als Fließgewässerachse mit Auwaldresten und Feuchtwiesen
- Naturparke Steigerwald und Frankenhöhe umschließen den Landkreis
- Lössbedeckte Gäulandschaft im Uffenheimer Gau und in der Windsheimer Bucht
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bayernweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch in Mittelfranken. Wir kennen die naturschutzfachlichen Anforderungen im Aischgrund, im Steigerwald und an der Frankenhöhe, arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim zusammen und ordnen Eingriffe den richtigen Naturräumen (D59 und D56) zu.
Typische Maßnahmen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Teichrand- und Verlandungszonen
Ökologische Aufwertung von Karpfenteichen im Aischgrund durch Flachwasserzonen, Röhrichte und extensive Uferstreifen, Lebensraum für Rohrweihe, Zwergdommel, Amphibien und Libellen.
Feuchtwiesen für Wiesenbrüter
Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland im Aischtal, Förderung von Wiesenbrütern wie Kiebitz und Bekassine durch angepasste Mahdtermine und Blänken.
Trockenbiotopverbund
Pflege und Neuanlage von Magerrasen und Säumen auf den Gipskeuperhängen um Bad Windsheim, Trittsteinbiotope für Zauneidechse, Wildbienen und wärmeliebende Insekten.
Naturnaher Waldumbau im Steigerwald
Entwicklung strukturreicher Laubmischwälder mit Alt- und Totholzanteilen, Verbesserung der Habitatqualität für Fledermäuse, Schwarzstorch und Wildkatze.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen in der ausgeräumten Ackerflur des Uffenheimer Gaus, Vernetzung von Lebensräumen für Feldvögel und Kleinsäuger.
Artenschutz CEF und FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Amphibienlaichgewässer für den Kammmolch, Eisvogel-Steilwände an der Aisch und Quartiere für gebäude- und baumbewohnende Fledermäuse.
Geschützte Arten im Aischgrund, Steigerwald und Frankenhöhe
Kiebitz und Wiesenbrüter
Die feuchten Wiesen und Teichränder des Aischgrunds bieten Lebensraum für den Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Typische Maßnahmen sind Grünlandextensivierung, Wiedervernässung und die Anlage von Blänken.
Mehr zur Art ›Eisvogel an der Aisch
Naturnahe Uferabschnitte der Aisch und die Teichlandschaft bieten dem Eisvogel Brutwände und Nahrung. CEF-Maßnahmen umfassen Steilwandmodellierungen und die Sicherung fischreicher Flachwasserzonen.
Mehr zur Art ›Kammmolch in Teichen
Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) besiedelt fischfreie Weiher und Waldtümpel. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer ohne Fischbesatz sind eine bewährte Ausgleichsmaßnahme.
Mehr zur Art ›Wildkatze im Steigerwald
Die ausgedehnten, strukturreichen Wälder des Steigerwalds gehören zu den Rückzugsräumen der Europäischen Wildkatze. Alt- und Totholz sowie unzerschnittene Waldkomplexe fördern den Bestand.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Altholz
Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten nutzen die Laubwälder des Steigerwalds und alte Gebäude als Quartier. Erhalt von Höhlenbäumen und Quartierangebote sind wichtige FCS-Bausteine.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Trockenstandorten
Auf Gipskeuperhängen, Bahndämmen und Abbauflächen findet die Zauneidechse geeignete Lebensräume. Steinriegel, Sandlinsen und besonnte Säume sind häufige CEF-Maßnahmen bei Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehr und Infrastruktur
Die Autobahn A3 (Würzburg, Nürnberg) durchquert den Landkreis. Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen, Ortsumgehungen und Bahnstrecken lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Gewerbe und Siedlung
Neue Gewerbe- und Wohnbaugebiete in Neustadt an der Aisch, Bad Windsheim und den Umlandgemeinden erfordern naturschutzrechtliche Kompensation. Landwirte und Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Ausgleichsflächen anbieten.
Energie und Netzausbau
Freiflächen-Photovoltaik auf Ackerstandorten, Windkraftprojekte an geeigneten Standorten sowie der Ausbau von Strom- und Leitungstrassen erzeugen Eingriffe, die Kompensations- und CEF-Maßnahmen nach sich ziehen.
Rohstoffgewinnung und Wasserwirtschaft
Gips-, Sand- und Kiesabbau, Mineralwassergewinnung sowie wasserwirtschaftliche Ausbauten am Gewässernetz führen zu Eingriffen, die durch Renaturierung und Biotopentwicklung ausgeglichen werden.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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