Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Bayern · BayKompV
Naturraum D59 · D56
Regierungsbezirk Mittelfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für den Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Aischgrund, im Steigerwald und an der Frankenhöhe.

1.267
km² Kreisfläche
~101k
Einwohner
38
Gemeinden
2
Naturräume D59/D56
>4.000
Karpfenteiche im Aischgrund
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim im Überblick

Der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim liegt im Nordwesten des Regierungsbezirks Mittelfranken und bildet mit rund 1.267 km² einen der flächengrößten Landkreise Bayerns. Er reicht vom bewaldeten Steigerwald im Norden bis zur Frankenhöhe im Süden und wird nach Osten hin vom weiten Aischtal durchzogen. Verwaltungssitz ist die Kreisstadt Neustadt an der Aisch.

Geologisch gehört der Landkreis zum Fränkischen Schichtstufenland. Der Untergrund besteht überwiegend aus Sedimenten des Mittleren Keupers, aus Gipskeuper und Sandsteinkeuper, die über Jahrmillionen die charakteristischen Stufen und Hügel geformt haben. Im Westen greift mit der Windsheimer Bucht und dem Uffenheimer Gau eine lössbedeckte Gäulandschaft in den Kreis, die naturräumlich bereits zu den Mainfränkischen Platten zählt. Dieser Übergang erklärt die Zuordnung zu zwei BfN-Naturräumen (D59 Fränkisches Keuper-Liasland und D56 Mainfränkische Platten).

Ökologisch prägend ist der Aischgrund, eine der größten zusammenhängenden Karpfenteichlandschaften Deutschlands mit mehreren tausend Weihern. Weite Teile davon gehören zum EU-Vogelschutzgebiet Aischgrund (DE-6331-471) und bieten Brut-, Rast- und Nahrungsraum für Rohrweihe, Zwergdommel, Eisvogel und zahlreiche Wiesenbrüter. Die naturnahen Buchen- und Eichenwälder des Steigerwalds sind Lebensraum von Wildkatze, Schwarzstorch und seltenen Fledermausarten, während die Gipskeuperhänge um Bad Windsheim wertvolle Trocken- und Magerrasenbiotope tragen.

Wirtschaftlich ist der Landkreis von Land- und Teichwirtschaft, Weinbau an der Frankenhöhe, Mineralwassergewinnung sowie mittelständischem Gewerbe geprägt. Die Autobahn A3, überörtliche Straßen und Bahnstrecken sowie der Ausbau von Gewerbegebieten, Freiflächen-Photovoltaik und Netzinfrastruktur erzeugen regelmäßig Eingriffe, die eine naturschutzrechtliche Kompensation nach BayKompV erforderlich machen.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D59
Fränkisches Keuper-Liasland
Zum Naturraum D59 ›
D56
Mainfränkische Platten
Zum Naturraum D56 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Neustadt an der Aisch (KS)Bad WindsheimScheinfeldUffenheimEmskirchenMarkt ErlbachBurgbernheimIpsheimDiespeckNeuhof an der ZennSugenheimDachsbach

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • EU-Vogelschutzgebiet Aischgrund (DE-6331-471), eine der bedeutendsten Teichlandschaften Deutschlands
  • Karpfenteichwirtschaft mit mehreren tausend Weihern und wertvollen Verlandungszonen
  • Steigerwald mit naturnahen Buchen- und Eichenwäldern, Lebensraum von Wildkatze und Schwarzstorch
  • Gipskeuperhänge um Bad Windsheim mit Trocken- und Halbtrockenrasen
  • Aischtal als Fließgewässerachse mit Auwaldresten und Feuchtwiesen
  • Naturparke Steigerwald und Frankenhöhe umschließen den Landkreis
  • Lössbedeckte Gäulandschaft im Uffenheimer Gau und in der Windsheimer Bucht

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bayernweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch in Mittelfranken. Wir kennen die naturschutzfachlichen Anforderungen im Aischgrund, im Steigerwald und an der Frankenhöhe, arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim zusammen und ordnen Eingriffe den richtigen Naturräumen (D59 und D56) zu.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim

💧

Teichrand- und Verlandungszonen

Ökologische Aufwertung von Karpfenteichen im Aischgrund durch Flachwasserzonen, Röhrichte und extensive Uferstreifen, Lebensraum für Rohrweihe, Zwergdommel, Amphibien und Libellen.

🌿

Feuchtwiesen für Wiesenbrüter

Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland im Aischtal, Förderung von Wiesenbrütern wie Kiebitz und Bekassine durch angepasste Mahdtermine und Blänken.

🦎

Trockenbiotopverbund

Pflege und Neuanlage von Magerrasen und Säumen auf den Gipskeuperhängen um Bad Windsheim, Trittsteinbiotope für Zauneidechse, Wildbienen und wärmeliebende Insekten.

🌳

Naturnaher Waldumbau im Steigerwald

Entwicklung strukturreicher Laubmischwälder mit Alt- und Totholzanteilen, Verbesserung der Habitatqualität für Fledermäuse, Schwarzstorch und Wildkatze.

🌾

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen in der ausgeräumten Ackerflur des Uffenheimer Gaus, Vernetzung von Lebensräumen für Feldvögel und Kleinsäuger.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Amphibienlaichgewässer für den Kammmolch, Eisvogel-Steilwände an der Aisch und Quartiere für gebäude- und baumbewohnende Fledermäuse.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Aischgrund, Steigerwald und Frankenhöhe

🐦

Kiebitz und Wiesenbrüter

Die feuchten Wiesen und Teichränder des Aischgrunds bieten Lebensraum für den Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Typische Maßnahmen sind Grünlandextensivierung, Wiedervernässung und die Anlage von Blänken.

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🐟

Eisvogel an der Aisch

Naturnahe Uferabschnitte der Aisch und die Teichlandschaft bieten dem Eisvogel Brutwände und Nahrung. CEF-Maßnahmen umfassen Steilwandmodellierungen und die Sicherung fischreicher Flachwasserzonen.

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🐸

Kammmolch in Teichen

Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) besiedelt fischfreie Weiher und Waldtümpel. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer ohne Fischbesatz sind eine bewährte Ausgleichsmaßnahme.

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🐈

Wildkatze im Steigerwald

Die ausgedehnten, strukturreichen Wälder des Steigerwalds gehören zu den Rückzugsräumen der Europäischen Wildkatze. Alt- und Totholz sowie unzerschnittene Waldkomplexe fördern den Bestand.

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🦇

Fledermäuse in Altholz

Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten nutzen die Laubwälder des Steigerwalds und alte Gebäude als Quartier. Erhalt von Höhlenbäumen und Quartierangebote sind wichtige FCS-Bausteine.

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🦎

Zauneidechse auf Trockenstandorten

Auf Gipskeuperhängen, Bahndämmen und Abbauflächen findet die Zauneidechse geeignete Lebensräume. Steinriegel, Sandlinsen und besonnte Säume sind häufige CEF-Maßnahmen bei Infrastrukturvorhaben.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Die Autobahn A3 (Würzburg, Nürnberg) durchquert den Landkreis. Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen, Ortsumgehungen und Bahnstrecken lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🏭

Gewerbe und Siedlung

Neue Gewerbe- und Wohnbaugebiete in Neustadt an der Aisch, Bad Windsheim und den Umlandgemeinden erfordern naturschutzrechtliche Kompensation. Landwirte und Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Ausgleichsflächen anbieten.

⚡

Energie und Netzausbau

Freiflächen-Photovoltaik auf Ackerstandorten, Windkraftprojekte an geeigneten Standorten sowie der Ausbau von Strom- und Leitungstrassen erzeugen Eingriffe, die Kompensations- und CEF-Maßnahmen nach sich ziehen.

⛏️

Rohstoffgewinnung und Wasserwirtschaft

Gips-, Sand- und Kiesabbau, Mineralwassergewinnung sowie wasserwirtschaftliche Ausbauten am Gewässernetz führen zu Eingriffen, die durch Renaturierung und Biotopentwicklung ausgeglichen werden.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim

Der Landkreis gehört überwiegend zum BfN-Naturraum D59 (Fränkisches Keuper-Liasland) mit Steigerwald, Frankenhöhe und Aischgrund. Der westliche Bereich mit Windsheimer Bucht und Uffenheimer Gau zählt naturräumlich zu D56 (Mainfränkische Platten). Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Konrad-Adenauer-Straße 1, 91413 Neustadt an der Aisch. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im Aischgrund eignen sich vor allem die ökologische Aufwertung von Teichrändern und Verlandungszonen, die Extensivierung von Feuchtwiesen für Wiesenbrüter, die Anlage fischfreier Amphibienlaichgewässer für den Kammmolch sowie Eisvogel-Steilwände an der Aisch. Im Steigerwald kommen naturnaher Waldumbau und der Erhalt von Alt- und Totholz hinzu.
Ja. Große Teile des Landkreises liegen im EU-Vogelschutzgebiet Aischgrund (DE-6331-471), hinzu kommen mehrere FFH-Gebiete im Steigerwald und entlang der Gewässer. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG sowie CEF- oder FCS-Maßnahmen nach § 45 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen FFH- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Gut geeignet sind feuchte Grünlandflächen im Aischtal, extensivierbare Teiche und Teichränder, Gipskeuperhänge mit Magerrasenpotenzial sowie Ackerflächen für Hecken und Streuobst. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können viele Flächen weiter bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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